05 Feb, 2025 · Sascha · Film
Wenn es noch Hoffnung auf einen guten Film im strauchelnden MCU gibt, dann kann sie auf diesem Projekt ruhen. Der vierte Kinoanlauf der Fantastic Four markiert nicht nur die späte, aber triumphale (auch weil detailgetreue) Heimkehr von Marvels First Family ins MCU, sondern steht auch sinnbildlich für einen Wendepunkt im Franchise-Erzählen – eine Chance, alte Fehler hinter sich zu lassen und das Fundament für eine neue Ära zu legen. Diese Fantastic Four um Pedro Pascal als Reed Richards existieren abseits der Altlasten des Franchises und der “sacred Timeline” (ein unheilvoller Begriff) in einem retrofuturistischen Paralleluniversum als etablierte Einheit und es sieht und klingt… gut! Verrückt, dass das noch möglich ist.
Die Kostüme stimmen, The Thing könnte nicht authentischer gestaltet sein, keine Experimente beim Casting, volle Ausrichtung auf Fans und der erkennbare Wille, es “endlich richtig zu machen”. Ich bin gespannt, wie sehr der Sprung ins kalte Nass von Earth-199999 des MCUs mit diesem Vibe clashen wird, aber für eine gewisse Laufzeit dieses Films dürften wir mal ein abseitiges und eigensinniges Marvel-Abenteuer genießen, so wie das ganz zu Beginn mal möglich war. Schön geschnittener Trailer insgesamt; es hilft hier auch, dass durch Komponist Michael Giacchino bereits ein eigenes Stück für den Trailer geschrieben wurde. Das wirkt wie aus einem Guss, ganz im Gegenteil zu Marvels in Kürze erscheinendem Film…
Grundsätzlich würde ich aber auch nochmal bei diesem Thema eine Lanze brechen für die alten Filmversuche. Ich mochte den Body Horror von Josh Tranks Version sehr und befürchte, dass dort leider ein guter Film drin steckt, den wir nie sehen werden. Und auch das Casting und die Actionsequenzen der Adaptionen durch Tim Story fand ich spaßig und kompetent. Die mochte ich wirklich gerne.