Science Sunday #39: Der neue Mars Look - PewPewPew

Diese Aufnahmen von NASAs Mars Reconnaissance Orbiter zeigen deutlich, wie enorm der aktuelle, globale Sandsturm das Anlitz des roten Planeten verändert hat.

The view from May shows Valles Marineris chasms (left), Meridiani center, an autumn dust storm in Acidalia (top) and the early spring south polar cap (bottom). The view from July shows the same regions, but most of the surface was obscured by the planet-encircling dust cloud and haze.

Seit rund einem Monat tobt der Sandsturm schon global, wobei das wahrscheinlich keine gute Wortwahl ist. Die im Vergleich zur Erde geringe Schwerkraft macht es dem Wind wesentlich leichter, Sedimente durch die Luft zu wirbeln. Daher müssen unsere Rover sich auch nicht anketten, doch ganz verschont bleiben sie bisher nicht. Curiosity hat mit seinem atomaren Antrieb keine Probleme, Opportunity meldet sich jedoch seit geraumer Zeit nicht mehr. Vielleicht müssen wir nur warten bis die Solarzellen wieder von Sand befreit sind, aber im Kampf gegen einen riesigen Sturm zu sterben wäre ein passendes Ende für die fünfzehnjährige Reise dieses so robusten Rovers.

Wissenschaftler haben übrigens noch keine Erklärung die für Entstehung dieser globalen Stürme, die alle sechs bis acht Erdjahre auftreten, weil es bei uns eben keine ähnlichen Phänomene gibt.

The very fact that you can start with something that’s a local storm, no bigger than a small [US] state, and then trigger something that raises more dust and produces a haze that covers almost the entire planet is remarkable. (via)

Mich lässt das Ganze ja an Mission To Mars denken, den so unterschätzten De Palama-Klassiker.