Da ist also das Ding! Tyler Stouts Captain American: Civil War Print von Mondo ist das wohl begehrteste Objekt des Jahres in der alternativen Posterszene (BDM hat die Details). Wieso eigentlich? Tyler Stouts Prints sind doch ziemlich öde. Hat man einen gesehen, hat man alle gesehen. Seine Köpfe-Ansammlung ist eben oft genau das, was sich viele Fans wünschen. Sie haben Wiedererkennungswert, sprich maximal viele Figuren aus dem Lieblingsfilm auf einem Poster.

Ich verstehe den Hype nicht. Stout gehört aber zu der ersten Generation von Mondo-Künstlern und seine Poster sind bis heute äußerst begehrt, auch wegen den unglaublich hohen Preisen, die sie auf dem Sekundärmarkt erzielen.

Deshalb treffen heute professionelle Scalper auf Mondo-Trufans™ sowie Marvel-Casuals, die das Poster einfach gut finden. Das wird trotz den relativ hoch angesetzten Preisen für die Variant-Editionen und den 750 Exemplaren der regulären Version ein absoltues Blutblad. Good luck, gentlemen. May the f5 be with you.

  • “Interessant” zu sehen wie die alternative poster-Szene somit auch im Kunsthype-Mainstream angekommen ist (gefühlt natürlich schon länger). Die daraus resultierende Preisbildung auf dem sog. Sekundärmarkt ist absurd, aber nachvollziehbar. Stout hat seinen Namen eben etabliert und bald schon werden die Auktionsmärkte von überteuerten Exemplaren “glücklicher Lieberhaber” “überschwemmt”.
    Ähnliche Prozedur wie in der klassischen Kunstwelt, in der Werke bekannter Künstler ne feine Geldanlage sind. Größen wie Gerhard Richter versuchen da auch mal gegenzusteuern, indem sie ohne große Ankündigung Chargen von kleineren Arbeiten für sehr überschaubares Geld unter die Leute bringen – aber Teile davon landen dann doch eben immer wieder in den Händen von Spekulanten und nicht an den Wänden von Liebhabern. Jep.