01 Feb, 2026 · Sascha · Wissenschaft
Wenn sich in wenigen Milliarden Jahre die Sonne graduell zu einem Roten Riesen erwärmen wird und die Erde verschlingen wird, dürfte es uns Menschen wohl schon lange nicht mehr geben. Dennoch – und das ist vielleicht für manche wie mich – ein beruhigender Gedanke, wird dort draußen im tiefen Kosmos mit den Voyager-Missionen immer noch ein Lebenszeichen, eine Aufzeichnung unserer Existenz existieren.
Wenn sich in nur wenigen Jahren die radiaktiven Batterien ausschalten und die Voyager-Sonden für “tot” erklärt werden, beginnt eigentlich erst ihr richtiger Zweck. Die Voyager Golden Records sind Datenplatten an Bord beider Missionen mit Bild- und Audio-Informationen der Menschheit: Wo wir wohnen, wer wir sind, was wir wissen, Mozart. Selbst intergalaktischer Staub, der wie Schmirgelpapier mit der Platte reagiert, wird sie für über fünf Milliarden Jahre nicht zerstören können, das belegen Tests.
Während hier dann also die Hütte brennt, werden die Sonden – die gerade einmal ungefähr einen Lichttag von uns bisher entfernt sind und noch 30.000 Jahre brauchen, bis sie aus der kosmischen Nachbarschaft entkommen sind – in der Milchstraße auf ihren eingeschlagenen Routen einige Sterne “besuchen”. Dieses Video oben zeigt in erschreckender Brutalität die immense Größe, die furchterrengenden Distanzen unseres Kosmos auf und wie sich die Sonden ihren Weg suchen werden.