Snubbed 2014 – An Oscar Tribute

17 Jan, 2014 · Sascha · Film

Jedes Jahr gibt es einige viel zu meckern bei den Oscar Nominierungen und dieses Jahr bildet dank gewohnt bravem Konsens keine Ausnahme. Wie sehr zum Beispiel Horrorfilme seitens der Academy stigmatisiert werden, erkennt man schön an der ausgebliebenen Nominierungen für Evil Deads Make-Up, während Bad Grandpa nominiert wurde. Damit muss nicht notwendigerweise ein direkter Vergleich herangezogen werden oder Bad Grandpa kritisiert werden. Aber es darf darauf hingewiesen werden, dass man auch von den fünf möglichen Nominierungen in einer Kategorie auch Gebrauch machen kann. Wie auch immer, andere sind da weitaus schlimmer dran.

Robert Redford zum Beispiel scheint sich insgeheim wohl ein wenig zu ärgern, dass sein Verleiher All Is Lost nicht in mehr Kinos brachte. Die Männer hatten es aber dieses Jahr ohnehin nicht leicht. Dass Hanks und Greengrass leer ausgingen, ist eine Überraschung. Dass Joaquin Phoenix nicht nominiert wird, hingegen nicht. Das hat er seinen trotzigen Kommentaren in den letzten Jahren zu verdanken. Matthew McConnaughey geht immerhin nicht leer aus, aber seine Rolle des Jahres – wenn nicht sogar seit Jahren – war die des Muds im gleichnamigen Film.

Und mit Blackfish kann man sich auch ärgern, wenn man das restliche Kandidatenfeld mal so überschaut (Oppenheimers Act of Killing gewinnt ja ohnehin, aber eine Nominierung wäre trotzdem verdient gewesen). Vielleicht am ärgerlichsten war die Kategorie der besten Schauspielerin. Ich habe Meryl Streep noch nicht in August: Osage County gesehen, aber ihre Nominierungen in den letzten Jahren sind doch auch nur symbolisch. Dazu hatte sie wirklich genug, da wäre doch mal was für Emma Thompson oder Adèle Exarchopoulos drin gewesen, insbesondere wenn Blue is the warmest Color schon nicht für den besten fremdsprachigen Film nominiert werden konnte.

Wie immer bei diesen Videos, die ich nun seit drei Jahren poste, gibt es wieder viel Geek Pandering – aber das ist zu erwarten, die Videos kommen schließlich von JoBlo.com. Man of Steel hat zum Beispiel nicht viel verdient, schon gar nicht wegen seinem Hans Zimmer Score. The Prisoners war gut, aber kein Oscar-Material. Alles an The Butler war Oscar Bait, das den Sternen sei Dank nicht angebissen wurde. Und ansonsten muss man halt einfach eingestehen, dass die Oscars Politik sind und viele Filme, die durchaus in einigen Kategorien hätten nominiert werden können (The World’s End, Short Term 12, Michael Shannon (mal für IRGENDWAS!), einfach nicht genug Buzz, Kinosäle oder schlichtweg das richtige Genre hatten.

Und dass die Coens fast leer ausgingen, manifestiert für mich ohnehin nur den Status von Inside Llewyn Davis als Film, der immer wieder nach und nach von Einzelnen entdeckt und ins Herz geschlossen wird.