Vor ein paar Wochen schaute Drehbuchautorin Nicole Perlman bei John August und Craig Mazin im Scriptnotes Podcast vorbei und unterhielt mit den zwei über Guardians of the Galaxy und, viel interessanter, das eigenständige Autorenprogramm von Marvel. Marvel engagiert nämlich unter nicht ganz unproblematischen Umständen junge Autoren, die dann in die Tasten hauen müssen. Einerseits sind sie damit an Marvel angekettet. Andererseits erhalten junge Autoren damit die Chance für potentiell hochkarätige Projekte zu schreiben und sich dadurch einen Namen zu machen, während Marvel hat stets ein paar Drehbücher zu zukünftigen Projekten in der Schublade rumliegen. Gleichzeitig kriegen die IPs auch Input von allen Seiten und Perspektiven durch unterschiedliche Autoren. Ebenfalls nicht ganz sauber ist, wie man jetzt Nicole Perlman handhabt und wie James Gunn seinen Platz an der Sonne genießt. Das hätte er nicht nötig.

Nicole Perlman bekam den Job bei Marvel übrigens wegen ihrem sehr beeindruckenden Drehbuch (google it!) Challenger über die NASA-Katastrophe, das sie noch während ihrer College-Zeiten geschrieben hat. ScriptShadow hatte dazu eine Review und empfahl Robin Williams in der Rolle von Richard Feynman, was auch meiner Ansicht nach perfekt gepasst hätte. Vielleicht kriegt Challenger nach der neuen Welle an Hard Sci-Fi mit Filmen wie Gravity, Interstellar und bald The Martin auch eine neue Chance. Es wäre Frau Perlman sehr zu wünschen.