via F5

Ich bin es ja eigentlich inzwischen sehr leid zu hören oder zu lesen, was Lucasfilm bzw. Disney bei Episode VII alles richtig machen müssen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es JJ Abrams oder Kathleen Kennedy gehen muss. Jetzt nimmt das Theater schon größere Ausmaße an. Die Diskussion bleibt nicht mehr in den Foren, sondern kann jetzt offiziell auf Dear JJ Abrams unterstützt werden, was ich recht lustig finde.

Ich meine, glauben diese Leute wirklich einen Einfluss auf den Entwicklungsprozess des Films haben zu können? Die Ankündigung von Episode VII erfolgte im gleichen Atemzug mit der Bekanntgabe des Drehbuchautoren. Michael Arndt ist wohl nicht erst seit November 2012 am Drehbuch mit Star Wars beschäftigt. Dieses Projekt ist enorm wichtig, sowohl für Fans als auch für Disney, und genau deshalb arbeiten da die Besten der Besten seit Jahren dran. Abrams arbeitet jetzt bereits auch seit Anfang des Jahres mit Arndt am Film. Lawrence und Kinberg, die für die Standalones schreiben, dürften auch ihre Meinung abgegeben haben. Die befinden sich alle momentan tief im Castingprozess, wofür Abrams bewiesenermaßen ein großartiges Händchen für hat, und haben ansonsten wahrscheinlich bereits die Großzahl der Entscheidungen getroffen.

Und hier treffen Kreative auf Fanboy (Un-)Verständnis. Da kommen ein paar Fans und drücken quasi dem Kreativteam in einer hübschen Animation in einem aggressiven Fanboyton gewisse Regeln auf. Diese “Ratschläge” an Abrams, wenn auch nicht falsch, sind jedoch sehr breit gefasst und quasi selbstverständlich sind für Jeden, dem Star Wars am Herzen liegt. Wie eben Arndt. Oder Kennedy. Oder Abrams.

1. The setting is the frontier.
2. The future is old.
3. The force is mysterious.
4. Star Wars isn’t cute.

Ziemlich offensichtlich, oder? Dafür braucht es eigentlich kein Video, aber naja, so sind wir Star Wars Fans halt. Ich finde es nebenbei äußerst lustig, dass sie Abrams gesagt haben, dass man nicht alles erklären muss.

Wie man damit richtig umgeht, zeigt der ansonsten ja eher umstrittene David S. Goyer, der sagt: Fans haben keinen Einfluss auf Batman vs. Superman. Wobei es da ja keine Ratschläge, sondern Drohungen und Petitionen waren. Hachja, Fanboys…

  • DerBesserwisser

    Aber sie haben sich auf jeden Fall Mühe gegeben

  • Pingback: Filmforum Bremen » Das Bloggen der Anderen (30-09-13)()

  • Sascha

    Sag ich ja, aber trotzdem sind es die generischsten Vorschläge überhaupt und der Tonfall gefällt mir nicht. Entitled manchilds nannte sie Filmdrunk. Perfekt.

  • DerBesserwisser

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Das ist doch eigentlich eine recht nette und vor allem realistische Variante. Auf jeden Fall besser als dieser übergewichtige Typ, der im Zuge der XBOne – Ankündigung seine 10min Pseudoruhm hatte. Ich werfe sogar mal provokant die Behauptung in den Raum, dass es sogar die vernünftigste Variante ist, wenn man eben nur ein paar Leitmotive gibt, statt vorzugeben, genau zu wissen, wie sich eine Figur zu verhalten, bzw. eine Gegenbenheit abzulaufen habe.
    Natürlich ist das alles mehr oder weniger sinnlos, aber in einem Blog einen Kommentar zu einem Eintrag , in dem sich darüber aufgeregt wird, zu schreiben, ist es doch genauso.

    Dass nun die “Besten der Besten” dagegen sicherstellen, dass SW EP 7 “gut” wird, halte ich hingegen viel gewagter. Zum einen lohnt es sich immer abgeranzte Spruchweisheiten rauszukramen: “Zu viele Köche verderben den Brei”, und zum anderen sehe ich nicht die “Besten der Besten”:
    Michael Arndt ? Little Miss Sunshine war sehr gut, danach kam nichts schlechtes, aber auch nur Mittelmaß. Abrams ? Mittelmaß George Lucas ? reden wir lieber nicht drüber.
    Rückblickend auf die Star Trek Filme, würde ich aber schonmal die These aufstellen, dass Abrams einen schönen, temporeichen aber genauso vergesslichen Action-Science-Fiction Film auf die Leinwand bringen wird, der sicher genug Leute in die Kinos locken wird, um die Fortsetzung zu finanzieren.