Tony Zhou - PewPewPew

RIP Every Frame a Painting

05 Dec, 2017 · Sascha · Film · Comments

Einer der wenigen nicht nervigen Video-Essayisten macht Schlusst. Schade.

But in the past year, we’ve both started new jobs and taken on other freelance work. Things started piling up and it took all our energy to get through the work we’d agreed to do. When we started this YouTube project, we gave ourselves one simple rule: if we ever stopped enjoying the videos, we’d also stop making them. And one day, we woke up and felt it was time.

Wie von Tony und seinem Partner Taylor gewohnt ist die Grabrede vollgestopft mit nützlichen Informationen, ehrlicher Klarheit und tollen Zitaten wie:

It’s very tempting to use Google because it’s so quick and it’s right there, but that’s exactly why you shouldn’t go straight to it. By taking your research to the library, you’re immediately breaking out of the online cycle of repetition, and your work will improve immediately.

Außerdem Respekt an die beiden Typen, dass sie die Cash Cow nicht melken. Auf Patreon würden sie nämlich aktuell immer noch knapp $7,500 pro Video erhalten.

Schnell! Summt euren Lieblingssoundtrack aus einem Marvel-Film! Hmm, joa, gar nicht so einfach, oder?

Tony Zhous neues und unglaublich gutes Video-Essay fragt am Beispiel des Marvel Cinematic Universes, wieso sich die Filmmusik in so vielen Blockbuster gleicht und einfach keine emotionale Verbindung mehr mit dem Zuschauer eingehen kann. Die Antwort liegt nahe, doch sie verblüffte mich als relativ unbewanderter Mensch in Sachen musikalischer Komposition enorm. Und wie bei so vielen Problemen, die Hollywood aktuell plagen, sind die Symptome und Gründe auch hier systematisch und man fragt sich unweigerlich, wie sich diese risikoscheue Filmfabrik jemals wieder aus ihren Fesseln befreien kann. Natürlich gibt es immer wieder Lichtblicke, aber Zhous Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

Zuletzt jedoch ein positiver Ausblick in die Zukunft: Michael Giacchino komponiert die Filmmusik für Doctor Strange. Vielleicht wird das ja mal was. Hier noch eine Extraversion nur mit Temp-Musik-Vergleichen: (weiterlesen…)

Tony Zhou back at it again with those slick video essays! Dieses Mal geht es um die Arbeit des Cutters und wieso wahre Emotionen Zeit auf der Leinwand brauchen, um glaubwürdig zu erscheinen (“People aren’t machines. […] Emotions take time.”). Keine Offenbarung, aber wie immer bringt Zhou ein offenes Geheimnis cool und mit einem persönlichen Touch auf den Punkt.

For the past ten years, I’ve been editing professionally. Yet one question always stumps me: “How do you know when to cut?” And I can only answer that it’s very instinctual. On some level, I’m just thinking and feeling my way through the edit. So today, I’d like to describe that process: how does an editor think and feel?

Schickes neues Essay aus Tony Zhous Videoreihe “Every Frame a Painting”, in dem er sich den Coen Brüdern und der sehr intimen und eigenen Art ihrer Dialogszenen widmet.

How do you film a conversation? Most likely, you’re going to block the actors, set up the camera, and do shot/reverse shot. But where do you put the camera? What lens do you use? And how do you cut back and forth? Today, I consider the Coen brothers — Joel & Ethan — and see how these choices lend a particular feel to their version of shot/reverse shot.

Buster Keaton – The Art of the Gag

21 Nov, 2015 · Sascha · Film · Comments

Neues Video Essay von Tony Zhou aka Every Frame A Painting über Buster Keatons visuelle Comedy und wieso die Filmwelt ihm heute noch nacheifern sollte.

Before Edgar Wright and Wes Anderson, before Chuck Jones and Jackie Chan, there was Buster Keaton, one of the founding fathers of visual comedy. And nearly 100 years after he first appeared onscreen, we’re still learning from him. Today, I’d like to talk about the artistry (and the thinking) behind his gags.

Video Essay Guru Tony Zhou, der Cutter hinter der großartigen Every Frame A Paiting-Reihe, offenbart in seiner neuesten Kreation das Geheimnis seines Erfolges: Orson Welles’ F For Fake. Außerdem haben Trey Parker und Matt Stone sowie Schamhaare etwas damit zu tun. Pretty standard stuff, wenn man sich schon mal ein wenig tiefgehender mit Stoffentwicklung auseinandergesetzt hat, aber wie immer sehr kurzweilig.

Jason Reitmans Men, Women & Children

12 Oct, 2014 · Sascha · Film · Comments

Men Women Children Poster
Paramount Pictures

Jason Reitman kehrt nach seinem schlecht vermarkteten Film Labor Day wieder mit einer Literaturadaption zurück und es geht um den Internetgebrauch von Men, Women & Children. Ein fürchterlicher Titel, aber er beruht auf dem Roman von Chat Kultgen aus dem Jahr 2011. In diesem geht es um eine Gruppe von vernetzten Kleinstadtmenschen, die übers Netz Erlösung für ihr eingeschlafenes Sexleben suchen oder durchs Netz erst Probleme kriegen. Der erste Teaser ist verdammt stark und atmosphärisch.

A look at the sexual frustrations that young teenagers and adults face in today’s world.

Der richtige Trailer überzeugt dann schon eher weniger. Filme, die sich mit dem Internet befassen, leiden prinzipiell unter dem Problem, dass sie bereits in dem Moment ihrer Premiere outdated sind. Dazu sind die Themen allesamt nicht neu und sie kompakt in einem Film zu behandeln ist gefährlich, da man leicht in ammenmärchenhafte Territorien abdriften kann und nur eine Kariktur dessen zeigt, was eigentlich sorgfältig abgebildet gehört. Immerhin zeigt uns der Film Adam Sandler mal wieder in einer seriösen Rolle und dazu gibt es eines der schönsten Poster des Jahres, das ist ja auch eine Leistung.

Ob Jason Reitman wieder überzeugen kann, wird man in Deutschland ab dem 11. Dezember herausfinden. Dann startet Men, Women & Children nämlich unter dem Namen #Zeitgeist in den hiesigen Kinos. Das ist übrigens einer der seltenen Fälle, in dem die deutsche Übersetzung einen Titel wahrhaftig verbessert.

Bleiben wir beim Thema: Tony Zhou hat in seiner Video-Essay-Serie Every Frame A Picture höchst interessant dargestellt, wie Regisseure seit ein paar Jahren das Texting ihrer Figuren visualisieren.

Bayhem

04 Jul, 2014 · Sascha · Film · Comments

Michael Bays neueser Transformer-Schrott läuft bereits in den USA und bekam selbstverständlich bereits seine Klatsche bei den Kritikern ab. Ein paar verirrte Verteidiger versuchten dem Konsens etwas entgegenzuhalten, versagten aber natürlich. Die Reaktion auf Bays Filme erfolgt unter Cinephilen inzwischen fast selbsterklärend und natürlich, dabei vergisst man oftmals sich näher mit dem Material auseinanderzusetzen und zu artikulieren, woher die Abneigung eigentlich rührt. Tony Zhou, der mit einigen filmanalytischen Videos in den vergangenen Monaten Erfolg hatte, setzt sich mit Bays Stil auseinander und erklärt uns, was das alles mit West Side Story, Werner Herzog und Wrestlemania zu tun hat. (via)

There are filmmakers we love and then there’s Michael Bay. Even if you dislike him (as I do), Bay has something valuable to teach us about visual perception. This is an exploration of “Bayhem” — his style of camera movement, composition and editing that creates something overblown, dynamic and distinct.