Montana - PewPewPew

Life-Saving Pizza Jesus

24 Oct, 2012 · Sascha · Pizza · Comments

Kleine Anekdote aus meiner Zeit in Montana, die mich immer noch amüsiert: Viel kann man dort im Glacier National Park nicht machen. Man kann sich das Hirn wegsaufen/kiffen oder wandern gehen. Ich tat Letzteres. Oft und viel.

Dabei muss man aber viel beachten. Ob es Klippen im Gelände, hungrige Bären oder sich schnell änderndes Wetter auf unsicheren Wanderwegen ist, die Gefahr lauert überall. Natürlich übertreibe ich, aber Bearspray und genügend Proviant sollte man dabei haben.

Letzteres vergaß eine ältere Mitarbeiterin von mir, übler Jesus-Freak. Sie dehydriert auf dem Wanderweg und wird fortan von Jesus gerettet, der ihr Pizza kauft und sie zurück zu unserem Lodge zurückfliegt. Ihre Worte, nicht meine.

In Wahrheit war die Situation schon ernst, die Frau war sehr rücksichtslos und hatte nichts dabei. Sie muss schon auf dem Wanderweg gelegen haben, als sie ein 18-jähriger Wanderer gefunden und gerettet hat. Auf dem Rückweg hat er ihr auch Essen und Getränke gekauft. Ging also alles gut aus, weshalb ich kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mir einen fliegenden Jesus mit ihr und einer Pizzaschachtel in der Hand vorstelle und das verdammt lustig finde.

Feuerwachturm

22 Oct, 2012 · Sascha · Kurzfilm · Comments


via LikeCool

Wunderschöne Kurzdoku über das Leben als Mitarbeiter auf einem Feuerwachturm. In meiner Zeit in Montana hatte ich mal die Gelegenheit mit Jemandem zu reden, der das für eine gewisse Zeit gemacht hat. In Montana ist das natürlich eine wesentlich längere Sache, man geht da für mehrere Wochen, wenn nicht Monate hoch, und hat so gut wie keinen bis absolut null Kontakt zur Außenwelt, nicht so wie der gute Herr hier im Video. Trotzdem ein netter Job, könnte vielleicht nach einer gewissen Zeit langweilig werden, aber wofür gibt es Angry Birds?

The video documents the (usually) very peaceful life of a fire lookout in the Gardner Lookout on the East Peak of Mt. Tamalpais in Marin County, California. I’ve been a Marin County Fire Department volunteer lookout for two years and deeply love the mountain and the peace it brings to us here in the Bay Area. Perhaps this 6-minute video will convey some of the emotions I feel when sitting (and sleeping) on her peak.

Am vorletzten Tag meiner inzwischen abgeschlossenen Reise fuhren wir zum Grand Canyon. Eigentlich wollten wir diesen Skywalk machen, verfuhren uns aber um – und ich wünschte das wäre eine Lüge – 270 Meilen (lange Geschichte). Trotzdem endeten wir am Grand Canyon, genauer gesagt am Mather Point. Wunderschöne Aussicht und im Nachhinein eigentlich einer der besten Plätze, an dem wir hätten landen können.

A Dam Good Time

10 Oct, 2012 · Sascha · Personal · Comments

Ich war heute beim/auf dem/im Hoover Dam und fand das verdammt interessant und beeindruckend und wollte das auf meinem Blog mitteilen.

Verpasste Chancen

07 Oct, 2012 · Sascha · Film,Personal · Comments

Ich war heute in Hollywood. Das war ziemlich cool und wichtig für mich. Ich könnte jetzt ein Bild von mir vor dem Hollywood-Schriftzug oder dem Grauman’s Chinese Theater (meinem definitiven Highlight) posten, weil das ja der ultimative Beleg für meine Expertise wäre (die spätestens jetzt gefragt ist), aber wir sind hier nicht bei ProSieben und ich bin nicht Steven Gätjen.

Btw: Stan Winston is the man!

United States of Free WiFi

06 Oct, 2012 · Sascha · Personal · Comments

Ich bin wieder im Land des schnellen Internets, aber Zeit wirklich etwas zu posten habe ich nicht. Entweder bin ich vom Tag zu erschöpft und schlafe sofort wieder ein oder ich benutze meine Zeit im Netz um mit Familie und Freunden zu schreiben. Twitter und Facebook wurden also gepflegt, der Blog muss nachgeholt werden. Ich lege die Posts von Montana, von denen es ungefähr noch 5 einzelne geben sollte, auf Seite und springe nach vorne zum aktuellen Tag. Heute kamen wir in LA an, haben den Tag am Venice Beach verbracht. Zuvor kamen wir aus San Francisco und Endor (Muir Woods, Redwood-Bäume, großer Kindheitstraum und so). Ich poste einfach mal ein paar Bilder als Eindrücke und schreibe dann detaillierteres Zeug später irgendwann. Die Bilder sind unbearbeitet und meine Kamera ist der letzte Rotz, deshalb bitte ich um Erbarmen. Ich bin überhaupt dankbar, dass sie noch funktioniert, nachdem ich letzte Woche in einen Wasserfall gefallen bin. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Post…

Achja, ich hatte ja mal versprochen mehr über meinen Auslandsaufenthalt hier im Glacier Nation Park in Montana zu berichten. Das war vor einem Monat. Ich könnte das jetzt auf das Schildkröteninternet oder die Tatsache, dass ich seit 15 Tagen keinen freien Tag hatte, schieben, aber die Wahrheit ist, dass ich an den meisten Tagen einfach entweder zu gut oder zu schlecht drauf war, um irgendwelchen Leuten im Internet zu erzählen, was hier so abgeht. Aber die Arbeit ist beendet, unser Lodge ist winterfest und ich habe endlich mal wieder frei.

Am Sonntag geht es nach Kalispell zum Flughafen zurück und daher finde ich es am Ende meiner Zeit hier passend an den Anfang zurückzublicken. Der erste Ausflug hier war relativ spontan, nach der Arbeit, als ein paar Leute zu einem Wasserfall in der Nähe gehen wollten. Natürlich ging ich mit, weil Wasserfälle ziemlich fantastisch, weil da Wasser irgendwo runterfällt. Selbsterklärend. Zu meiner Überraschung war der Wasserfall recht groß und sogar hoch, gute 6 Meter schätze ich mal. Meine ecuadorianischen Freunde Karla und Marcello brachten uns bei, dass Wasserfall auf Spanisch “Cascada” heißt, was alle bis auf yours truly falsch aussprachen, was zur allgemeinen Belustigung beitrug; ich hatte übrigens nie Spanisch in der Schule. Win.

Irgendwann meinte dann mein Mitarbeiter Brian hier, dass ich da runter springen müsste, denn wieviele Deutsche könnten denn schon von sich behaupten von einem Wasserfall in Amerika gesprungen zu sein. Klang logisch und es dauerte auch nur noch drei weitere Trips bis ich mich endlich traute und sprang. Zweimal. War im Nachhinein sehr froh den Rat, meine Schuhe auszuziehen, nicht befolgt habe, denn den Boden berührte man schon recht unsanft. Das lag daran, dass das Schmelzwasser der Gletscher gegen Ende der Saison sehr wenig wird.

Rückblickend definitiv eines der Highlights meines Aufenthalts hier in East Glacier. Morgen geht es weiter nach San Francisco.

Dispatches from Montana #4

24 Aug, 2012 · Sascha · Personal · Comments

Freunde, ich bin euch untreu gewesen. Während mein Blog im Juni geschriebene Posts zu ‘Prometheus’ raushaut (damit hier nicht kompletter Stillstand ist), habe ich einige Höhen und Tiefen erlebt – war also viel wandern. Außer Abenteuern in der Natur gab es noch die gute Arbeit und ich habe viele neue Leute kennengelernt – rundherum habe ich einfach eine schöne Zeit gehabt. Darüber werde ich ein wenig demnächst schreiben, das ist einfach zu viel (und zu schade) für einen einzigen Post.

In meiner Abwesenheit stieg der Blog übrigens durch den starken Vormonat Juli in den “Charts” auf Rang 3, was ich ziemlich dufte finde und wofür ich auch allen danken möchte (auch wenn das weder ein Maßstab ist, noch irgendeine Bedeutung hat). Trotzdem: in Momenten der Trennung weiß man einige Dinge mehr zu schätzen als sonst und ich schätze jeden, der hier meinen Kram liest – auch wenn ich nicht über tagesaktuellen Shit bloggen kann. Das musste mal raus.