Chris Hadfield - PewPewPew

Astronaut Chris Hadfield filmte etliche Edutainment-Videos während seiner letzten Expedition zur ISS und stellte sie auf YouTube. Der krönende Abschluss seiner Serie war ein Cover von David Bowies legendärem Song “Space Oddity“, das als erstes Musikvideo überhaupt im Weltall (Low-Earth-Orbit, aber das lassen wir mal gelten) gedreht wurde. In etwas mehr als einem Monat feiert Chris Hadfields Video seinen fünften Geburtstag, weshalb er über die Schwierigkeiten eines Videodrehs im Weltall sowie Bowies Reaktion erzählt und wieso seine YouTube-Videos so wichtig und erfolgreich waren.

Chris Hadfield schaute bei der offiziellen TED-Konferenz vorbei, nicht zu verwechseln mit den TEDx Dingern, bei denen jeder was erzählen kann, und gibt uns die lange Geschichte hinter seiner Antwort auf die Frage, wie man im Weltall weint und wieso das eine Anleitung für eine positive Lebenseinstellung sein kann. Davor beschreibt er aber noch unglaublich greifbar wie intensiv sich der gesamte Prozess, einen Menschen ins Weltall zu befördern, auf einer persönlichene Ebene anfühlt. Und am Ende spielt er nochmal Space Oddity für uns alle.

There’s an astronaut saying: In space, “there is no problem so bad that you can’t make it worse.” So how do you deal with the complexity, the sheer pressure, of dealing with dangerous and scary situations? Retired colonel Chris Hadfield paints a vivid portrait of how to be prepared for the worst in space (and life) — and it starts with walking into a spider’s web. Watch for a special space-y performance.

Hadfields großartiges Buch An Astronaut’s Guide to Life on Earth (Amazon-Partnerlink) gibt es in rund einem Monat auch auf deutsch und wird trotz der verlorenen Botschaft im Titel (“Anleitung zur Schwerelosigkeit”) weiter positive Lebenstipps liefern.

Chris Hadfield Halloween Costume
via

die welt von oben

The World from the ISS zeigt uns eine Weltkarte mit allen Photos, die von Astronauten wie Chris Hadfield von der ISS aus gemacht wurden.

Astronautin Karen Nyberg an Bord der ISS zeigt es uns, wie ihre Haarwaschroutine in Schwerelosigkeit aussieht. Das Video stammt vom neuen Inside ISS Kanal der NASA, der wohl Chris Hadfields Erbe weiterführen soll. Mir wäre das ja alles viel zu umständlich. Da würde ich meine Matte lieber abrasieren um dafür 5 Minuten länger am Tag aus dem Fenster zu gucken.

Save the best for last: Astronaut Chris Hadfield kehrt morgen mit der Soyuz zurück auf die Erde und als großes Finale seiner Videoreihe singt er David Bowies “Space Oddity” im Weltall. Oh Chris Hadfield, was werde ich dich vermissen. Komm gut und heil in einem Stück runter heute. Wer mehr von Hadfields Songs hören will, der kann mal bei seiner Soundcloud vorbeischweben. Dort singt er unter anderem Danny Boy.

Ist das eigentlich das erste Musikvideo, das im Weltall gefilmt wurde? Das ist so unglaublich cool.

kanada5

Ein Grund mehr nach Kanada zu ziehen: Dort haben sie jetzt den neuen $5 Schein vorgestellt und da ist ein verdammter ISS-Roboter drauf! Neben dem ehemaligen Premierminister Wilfrid Laurier wird in Zukunft auch Dextre zu sehen sein, der Roboter an den sich der von den Kanadiern eingebaute Canadarm 2 anschließt. Oder so, anyway: Space robot on a banknote! Vorgestellt wurde der neue Schein natürlich von National Treasure Chris Hadfield, der gerade in der ISS um den Planeten kreist. Keeping it classy, Canada, eh?

Chris Hadfield zieht uns die Nase lang und erklärt uns, welche Einstellungen man für Photos aus dem Weltall brauch. Er ist Kommandant der ISS und wahrscheinlich der einzige, der sich mal “Space Photographer” in den Lebenslauf kleben darf. Klar, Photos von da oben haben schon viele gemacht, aber Hadfield veröffentlich täglich so viele tolle Bilder und macht jede Menge Videos, dass man sich fragt, ob er denn auch richtig da oben arbeitet. Tut er. Trotzdemlieben ihn alle und seine Öffenlichtkeitsarbeit momentan so beliebt wie nie zuvor und sie zeigt uns, dass in Zeiten der Privatisierung des Weltalls auch gute, alte Space Agencies was drauf haben. Die kanadische hat ihm jetzt eine kleine Minidoku gewidmet, in der er uns ein bisschen aus seinem Alltag erzählt, inklusive den Einstellungen, die man braucht um Photos aus dem Weltall zu machen. Man weiß ja nie, wann man mal sowas braucht. Moneyquotes für mich: “You need a long lens, I have one velcro’d to the wall.” und “There is not a race to get a picture. You can be patient. Liker a hunter.”