Musik - PewPewPew

Sehr schönes DIY-Musikvideo mit Clips aus dem sehr unterschätzten Skate Kitchen, Gleaming The Cube und anderen Homevideos. Ähnliche Vibes hatte auch Clairos Musikvideo zu “Heaven”, welches eng mit dem Film produziert wurde. Ich wäre gern nochmal vierzehn und ein schlechter Skater.

Als Adam Yauch starb, gab es zwischen den Beastie Boys eine Vereinbarung: Keine neue Musik ohne MCA und keine Werbedeals. Yauchs Wille war es, dass seine Kunst, Name und Gesicht nicht für Werbezwecke nach seinem Tod genutzt wird und bis auf wenige Ausnahmen wie dem großartigen Höhepunkt in Star Trek: Beyond gilt das weiterhin. Eine neue Ausnahme bildet nun dieser fantastsiche Werbespot über das beliebte Eventlokal “The Blind Pig” in Michigan, das mit seinen Problemen und Sorgen stellvertretend für die gesamte Künstler- und Gastrobranche die verfehlte Coronapolitik des Präsidenten steht.

Ich verstehe, wieso Robin Pecknold “Can I Believe You?” als Singleauskopplung auswähle. Vom neuen Album Shore ist dies mit Abstand der zugänglichste, poppigste und “lauteste” Track – leider auch der, den ich am meisten überspringe. Das entspricht zwar im Groben dem Stil der neuen Platte, ist dann aber doch etwas zu einfach gestrickt und lyrisch entfernt vom lebensbejahenden Rest. Das ist aber Jammern auf allerhöchstem Niveau. Tolles Video, inklusive fortgeschrittener Einkaufskorbtragetechnik für alle Meme-Füchse.

IDLES Live at Abby Road Studios

15 Oct, 2020 · Sascha · Musik · 0 comments

Ich respektiere IDLES mehr als dass ich sie mag, aber das ist schon ein hammer Auftritt, der vor Kraft und Energie vibriert.

In der großen Tradition deutscher Indie-Rock/Pop-Bands gesellen sich die Screenshots in ihrem neuen Musikvideo vor eine weiße Leinwand und machen Blödsinn.
Album kommt am Freitag, let’s go!

King Gizzard & The Lizard Wizard nahmen für ihren berauschenden Konzertfilm Chunky Shrapnel im letzten Jahr ihre Auftritte auf. Eine Aufnahme aus Asheville lud die Band nun komplett hoch und visualisierte ihn mit Fanvideos von YouTube. King Gizz pflegt eine besonders innige Beziehung zu den Fans und die erwidern wiederum die Liebe in einem Maß, das man sonst nur für Bands wie Tool kennt. Dieses Video ist beispielhaft für dieses Symbiose. Sehr coole Action jedenfalls; wenn sie das für Luxemburg machen wollen, habe ich einige GB auf der Platte. Meld’ dich, Stu!

Conor Oberst und seine Band Bright Eyes hätten sich wohl kein schlechteres Jahr aussuchen für die langersehnte Rückkehr aussuchen können. Statt großen Konzerthallen ist es am Ende nur eine Studioshow für NPR geworden. Das Tiny Desk (Home) Concert entwickelt für mich aber einen besonderen Charme, da sich die Künstler freier und persönlicher zeigen. Nach drei neuen Songs vom neuen Album spielt Bight Eyes am Ende noch einen meiner absoluten Favoriten “Shell Games”.

Für alle außer Robin Pecknolds Instagram-Follower kommt diese Ankündigung völlig unerwartet: Die Fleet Foxes veröffentlichen ihr viertes Studioalbum Shore einfach so morgen und hauen dazu noch einen 55-minütigen Musikfilm mit raus, den Regisseurin Kersti Jan Werdal auf 16mm gedreht hat. Pecknold arbeitete relativ öffentlich an dem Album über das vergangene Jahr und ließ seine Follower in Songwriting-Probleme und Albumaufnahmen in Paris einsehen. Einige der Aufnahmen waren bereits in den vergangenen Wochen auf Instagram als Teaser erschienen und zeichnen ein ruhiges Bild von einer beständigen und unschuldigen Natur.

Nach dem turbulenten Jahr “auf See” haben wir alle genug von hohen Wellen und wollen ans Ufer. Schön, dass die Fleet Foxes dort schon warten.

Der Film premiert morgen weltweit gleichzeitig und startet um 15:51 deutscher Zeit in diesem Livestream.