Games - PewPewPew

Die Produktionsfirma btf hinter Jan Böhmermanns erfolgreichen Fernsehsendungen hat schon seit einigen Jahren diverse andere Projekte ins Leben gerufen, die unsere Beachtung verdienen. Bereits zwei Mal gab es zum Beispiel Böhmermann in Adventure Games zu steuern. Ich habe die Spiele selbst nicht gezockt, aber die detailverliebte Hingabe an den Projekten schnell erkannt.

Mit Trüberbrook setzt man diese Idee nun fort. Statt Böhmermann gibt es einen jungen Wissenschaftler, der in einem alternativen Deutschland der Sechzigerjahre in Anlehnung an Twin Peaks, The X-Files, Stranger Things & Star Trek eine übernatürliche Geschichte erlebt. Das Spiel wird mehr als 10 Stunden an Singleplayer-Story bieten und von “love, friendship, loyalty, self-discovery and dinosaurs” handeln. Das klingt doch vielversprechend.

Der besondere Kniff des Spiels mit dem eher sperrigen Namen ist die Vermischung digitaler Figuren und echter Szenerien. Die Hintergründe sind nämlich alle tatsächlich gebaute, für das Spiel abfotographierte Modelllandschaften. Und das sieht man. Das Gehirn kann das einfach erkennen und das gibt dem Spiel echt einen einmaligen Flair.

Ich habe sowieso seit einigen Monaten einen echten Rückfall in meine Modellbauleidenschaft und feiere das gerade brutal ab. Spiel ist schon gekauft. Schaut euch das sympathische Werbevideo, in dem sogar Ron Gilbert nach einem Besuch der Entwickler das Spiel befürwortet. Ritterschlag vom Übergott!

Imagine yourself on a vacation to Europe in the late sixties. Now, picture yourself as a young American scientist; Hans Tannhauser. Yes, that’s your name in this scenario. While you’re at it, think of Trüberbrook, a remote village in rural, mountain-sloped and densely forested cold-war Germany. Because, that’s where you somehow end up after hitting the continent. But who cares, you won the trip in a lottery! Or at least, that’s how it seems. But don’t fear, instead of getting some rest, you could find yourself having to save the world …


btf

Ziemlich eindrucksvolle Demo der Planetenstädte von Star Citizen, die angeblich alle auch nicht leer stehen, sondern begehbar sind. Ich glaube das, wenn ich das Spiel dann selbst spiele – irgendwann in den 2020er Jahren. Als früher Unterstützer der Crowdsourcing-Kampagne bin ich inzwischen immer wieder von diesen Updates verzaubert und gleichermaßen desillusioniert. Obwohl ich bereits seit Jahren Zugang zu Star Citizen habe, spiele ich es nicht. Ist es möglich, dass das Spiel einfach zu groß und zu ambitioniert ist? Ich befürchte, dass es so ist. Wie viel Geld werde ich in einen Rechner stecken müssen, um das Spiel halbwegs ruckelfrei spielen zu können? Wird meine linke Niere reichen?

Keine Frage, das ist eine erfolgreiche Präsentation, aber viele Zweifel bleiben. Am Ende wird es wohl eine leere, wenn auch eindrucksvolle Space Sim werden. Aber das würde mir wahrscheinlich schon reichen. See you in 2023, space cowboys.

Trotz über 1000 gespielter Stunde hatte ich diesen Move bis vor wenigen Minuten noch nie gesehen. Ich bin völlig hin und weg. Ich meine, schaut euch das doch einfach an! Ein Ding der Schönheit. Mhhhh, yeeeeessss! (via)

Ich bin ein riesiger Fan von isometrischen Spielekarten. Alles wirkt so süß, so klein und unschuldig. Selbst wenn sich zum Beispiel Ritter gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die Seite VGMaps hat jedoch auch Karten zu Spielen, die üblicherweise nicht aus dieser Perspektive gespielt werden, nämlich zum Beispiel The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Die Seite hat noch viel mehr anzubieten, man kann da ein paar Stündchen verlieren. Triggerwarnung! Der Wassertempel ist auch dabei.

I love Red Dead Redemption and I got the blog posts to prove it. Trotzdem oder vielleicht genau deswegen lässt mich der neue Trailer zum lang erwarteten Sequel eher kalt. Natürlich sieht die Landschaft ähnlich wie bereits im ersten Teaser ziemlich klasse aus und die Gesichter sind ein echter Schritt vorwärts für Rockstar. Aber bereits vor einem Jahr war ich etwas vorsichtig und nun verfestigt sich mein Eindruck.

Es wäre besser gewesen, wenn man die John Marsten Story komplett belassen hätte. Jetzt kommt ein Sequel mit einem ungewöhnlichen Namen (erinnert sich denn niemand mehr an Red Dead Revolver?) und einem Typen, der mit der Dutch Van Der Linde Gang herumzieht. Dutchs stimmiges Ende im letzten Teil kündigte den Untergang des Wilden Westens an, daher macht ein Prequel auch Sinn. Auf wahrscheinliche Querverweise könnte ich verzichten, aber ich vertraue Rockstar einfach mal.

Das klingt jetzt alles sehr negativ, aber grundlegend freue ich mich sehr auf das Spiel. Ich habe hohe Erwartungen und denke, dass vor allem das Gameplay wieder erstklassig wird. Das kann Rockstar einfach. Dazu erhoffe ich mir mehr musikalische Einlagen wie in Red Dead Redemption, wie zum Beispiel beim Ritt nach Hause oder bei der ersten Szene in Mexiko. Apropos: Mexiko scheint nicht vorzukommen im Spiel, hier zeigt man eher die nördlicheren US-Staaten nahe den Rocky Mountains, was mich sehr erfreut, sowie sumpfige Gebiete nahe Lousiana, schätze ich mal. Wieso? Keine Ahnung, aber Krokodile brauchen ich in meinem Cowboy-Spiel nicht.

Skyrim kommt aufs Super Nintendo

01 Oct, 2017 · Sascha · Games · 9 comments

Skyrim ist einer der Spielehits dieses Jahrzehnts. Während Fans sehnsüchtig auf den sechsten Teil der Elder Scrolls Reihe warten, schlachtet Bethesda das Spiel gnadenlos aus. Skyrim für die neue Konsolengeneration, Skyrim für die Switch, Skyrim für PlayStation VR. Natürlich entwickelte sich aus dem Frust der Fans ein Meme, auf das jetzte Bethesda aufspringt. Skyrim kommt am 17. November 2017 für pünktlich zur Veröffentlichung der Classic Mini Edition für das Super Nintendo auf den Markt.

Wenn Bethesda jetzt noch richtig cool ist, haben sie eine Videoparodie am 17. November am Start. Ansonsten ist das aber auch so ganz witzig. Schönes Artwork auf jeden Fall, bei SNES Boxart kriege ich immer direkt Nostalgiegänsehaut.

Die Indie-Könige von thatgamecompany haben endlich Näheres zu ihrem ersten Spiel nach Journey vorgestellt. In Sky scheinen sich die Entwickler auf genau die spaßigsten Bereiche von Journey und Flower zu konzentrieren. Nach der religiösen Reise zum Himmel in Journey beginnt das Spiel direkt über den Wolken und lässt die Figuren von Beginn an durch die Lüfte gleiten. Das Gameplay und der Art Style erwecken bei mir sofort großes Interesse. Dazu wird erneut ein enormer Fokus auf dem kooperativem Spieleerlebnis liegen, was mich nach unvergesslichen Erfahrungen in Journey sehr freut.

Einzig und allein der Fakt, dass das Spiel zunächst nur für mobile Geräte erscheinen soll, ist mir ein Dorn im Auge. Der Drei-Spiele-Vertrag mit Sony ist ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Heutzutage hat jeder Mensch ein Smartphone und hier ist der potenzielle Markt für das Spiel am größten. Deshalb braucht thatgamecompany Sony nicht mehr, insbesondere auch wegen dem Hype um Journey. Außerdem ist das simple Gameplay für Jung und Alt zugänglich. Jedoch will ich nicht diese schöne Grafik auf einem kleinen Display sehen oder auf eben jenes touchen müssen, um mich von A nach B zu bewegen. Vielleicht findet sich hier ein Kompromiss mit Controller und Videoprojektion. Ansonsten hoffe ich auf eine schnelle Konsolenveröffentlichung. Auf dem Apple TV funktioniert das alles, sicher, aber ist unterwegs oder für den Fall, dass ich keine glorifizierte Box besitze?

Creative Director und Präsident von thatgamecompany Jenova Chen hat im Video noch mehr zu sagen, was die Entwickler zu Sky inspirierte und was sie mit dem Spiel erzeugen wollen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der 11. Ausgabe des WASD-Magazins.

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Videospiele sehen schwarz und zeigen extreme Konsequenzen und Reaktionen auf den Klimawandel

Spoiler-Warnung: Dieser Text verrät das Ende einiger Spielewelten. Und noch eine Spoiler-Warnung: Wenn das mit der Umweltzerstörung so weitergeht, dann verabschiedet sich irgendwann auch die echte Welt. Für diese deprimierende Tatsache, haben einige Videospiele ein paar faszinierende Antworten parat.

Die Ozeane erwärmen sich schneller als befürchtet, das Arktiseis schmilzt, jedes Jahr erleben wir neue Hitzerekorde, in Afrika kommt es zu immer schlimmeren Dürren und die Waldbrände in den USA mutieren zu einem ganzjährigen Phänomen. Es stimmt schon: Der Planet hat schlimmere Phasen in seiner Geschichte durchlebt – der Mensch allerdings nicht.

Meteoriteneinschläge, Ausbrüche von Supervulkanen, Eiszeiten – insgesamt hat das Leben auf der Erde bisher fünf Phasen des Massenaussterbens überlebt. Biologen warnen, dass aktuell die sechste Phase ansteht: Das Anthropozän, das durch den Menschen geprägte Zeitalter, könnte bis zu 75 Prozent der Spezies ausrotten. Aber es will uns einfach nicht gelingen, das Ruder herumzureißen, um das Absterben der Flora und Fauna aufzuhalten.

Extremfall als Normalität

In Videospielen sind lebensfeindliche Umgebungen ja nicht gerade eine Rarität. Die “Fallout”-Serie handelt von der Welt nach einem verheerenden Atomkrieg, in “Half-Life” muss Gordon Freeman die Menschen vor Außerirdischen retten und in zahllosen Spielen wollen uns Zombies an den Hals. Einige Konzepte jonglieren mit den Genrekonventionen, wie jüngst “Everybody’s Gone To The Rapture”, aber im Kern geht es meist ums nackte Überleben. Und so bedrohend diese Momente auch sein können, meist beschränkt sich die Gefahr auf das Individuum, den Spieler, nicht den Planeten.

Hier und da allerdings, lassen Videospiele den Helden in der Postapokalypse nicht mehr nur kosmetische Großtaten vollbringen, sondern gleich ein neues Zeitalter einläuten. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Spieler in der tristen Klima-Apokalypse verweilen oder zaghaft versuchen musste, die Zivilisation wiederaufzubauen. Im Gegenteil: In manchen Spielen, kann er den ganzen Quatsch gleich ganz beenden – und der Welt so etwas Erholung gönnen. Dass diese Geschichten dann eben oft mit einem herben Dämpfer für die Menschheit enden, ist dann ein Teil der Botschaft, ganz so als wolle man uns sanft anstupsen und darauf hinweisen, es bitteschön erst gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Und vielleicht ist die Hoffnung dahinter, dass sich Spieler und Spielerinnen vom Couchpotato zu AktivistInnen entwickeln, wenn sie sehen, welche radikalen Schritte irgendwann nötig wären, um die Flora und Fauna zu retten.

Under The Sea

Während das Great Barrier Reef letztes Jahr von Wissenschaftlern für quasi tot erklärt wurde, konnten sich Indiegamer immerhin noch “Abzûs” Korallenriffe bewundern. Entgegen der religiösen Wanderung durch düstere Täler und Wüsten des spirituellen Vorgängers *Journey bietet “Abzû” flinkes Gameplay in einem lebhaften Ozean. Trotz der zahlreichen Bewohner und farbenfrohen Pflanzenwelt ist diese Unterwasserwelt aber nicht so paradiesisch, wie es auf den ersten Blick scheint. In Wahrheit bedroht nämlich eine von Menschenhand kreierte Technologie die Natur.

In “Abzû” verleiht eine natürliche Machtquelle der Zivilisation ihre Kraft, doch ihre Gier nach mehr führt zu ihrer technologischen Apokalypse, die selbst nach dem Verschwinden der Menschen die Bewohner des Meeres nachhaltig bedroht. Der Twist: Der spielbare Sporttaucher entpuppt sich als menschenähnlicher Roboter, der realisiert, dass nicht der stereotypische weiße Hai sein Feind ist, sondern er selbst ausgerechnet die Macht zerstören muss, die ihm Leben einhaucht. Denn nur so hat die Natur eine Chance und symbolisch wächst am Ende Gras in Zeitraffer über die technologischen Wunden vergangener Zeiten.

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