Fernsehen - PewPewPew

So etwas gab es schon länger nicht mehr: Eine südkoreanische Netflixproduktion feiert nicht nur zum großen auf der Streamingplatform, sondern bricht sämtliche Klickrekorde und wird binnen Wochen zum globalen Serienphänomen, welches auf Schulhöfen wie Innenstädten eine realweltliche Ausprägung findet. Innerhalb eines Monats ballte sich der Hype um Squid Game zu solch astronomischen Ausmaßen auf, dass auch ich die Serie nicht länger ignorieren konnte. Aber, liebe K-Pop-Fans, ihr müsst jetzt ganz stark sein, ich bin kein Freund der Serie geworden. Ebensowenig mein Gast Lucas Barwenczik, doch gemeinsam hatten wir natürlich trotzdem Spaß in unserem Gespräch über Takeshi’s Castle, Pornoparodien und Kapitalismuskritik.

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Shownotes:
Bildquellen: Netflix
Twitter: Entlarvender Hype
McKenzie Wark: Gamer Theory
The Economist: South Koreans are bemused by the global success of “Squid Game”
Jacobin: Squid Game ist eine Allegorie der kapitalistischen Hölle
But Alive: Sie Weinte Wirklich
YouTube: Mr. Beast

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HBO

Als sich Game of Thrones vor knapp drei Jahren zu Ende neigte, zum Entsetzen vieler Fans ohne direkte Vorlage, veröffentlichte George R.R. Martin, fast wie aus Trotz, nicht The Winds of Winter, die seit fast einem Jahrzehnt erwartete Fortsetzung von A Song of Ice And Fire, sondern Fire & Blood, einen Fantasieroman, angesiedelt im erweiterten Westeros-Universum über die Geschichte der Herrschaft der Targaryens und einen internen Machtkampf in King’s Landing.

Wie wir alle wissen endete Game of Thrones natürlich auch ohne direkte Buchvorlage grandios. HBO sah das Ende des Megaerfolgs natürlich nicht als Anlass, die “Lands of Ice and Fire” hinter sich zu lassen und wie Arya gen Westen zu neuen Ufern zu segeln, sondern hat mit Showrunner Ryan Condal eine Mischung aus Fire & Blood und The Dance of Dragons als Serie adaptiert. Man bleibt also bei den Drachen.

Condal entwickelte zuvor mit LOST-Showrunner Carlton Cuse die Serie Colony. Alleine wird er den Posten nicht übernehmen: Miguel Sapochnik, der verantwortlich für mit die besten Folgen von Game of Thrones war (“Hardhome”, “Battle of the Bastards”, etc.), wird ebenfalls Co-Showrunner.

Das Prequel darf nun aus Martins neuem Roman sowie bereits bekannten Erzählungen aus früheren Werken der Reihe schöpfen, kann gleichzeitig aber wohl auch andere und mehr eigene Akzente setzen, ohne gleich Revolte im Fandom auszulösen. Der erste Trailer zur ersten Staffel wirkt noch recht klein und zeigt uns Bekanntes, was wohl vielleicht ein arges Problem dieser Serie werden könnte. Der “Dance of Dragons” ist nämlich bereits in animierter Comic-Form vor einigen Jahren als DVD-Extra erzählt worden. Dieser zeigt zwar, wie groß und genial die Serie werden könnte. Wie es ausgeht, weiß man als Leser trotzdem schon. Dazu fehlt der Serie womöglich die tickende Zeitbombe der White Walker im Hintergrund der hinterhältigen Machenschaften im Hause Targyaren.

HBO ist es daran gelegen, den Erfolg von Game of Thrones fortzusetzen und die Tränen vieler enttäuschter Fans zu trocknen. An Geld und Vertrauensvorschuss dürfte es dazu wohl nicht mangeln. Erwähnenswert ist sicher auch, dass HBO diesen Stoff auch dem White Walker Prequel mit Naomi Watts vorzog. Daher vertraue auch ich mal dieser Entscheidung und hoffe auf ein Weiter-so auf hohem Niveau.

Auch das noch: Star Wars als Anime. Sechs japanische Studios produzierten im vergangenen Jahr neun animierte Kurzfilme für Disney+, Star Wars: Visions ward geboren. Alle Episoden erzählen von Jedi-Rittern in einer weit, weit entfernten Galaxis, ohne jedoch zum Kanon zu zählen oder eine überhängende Geschichte zu stricken.

Lucasfilm nennt die Serie ein visuelles Experiment, ohne Bindung zu den Filmen oder sonstige Verpflichtungen. Was machen die Künstler mit ihrer kreativen Freiheit und ist das Experiment gelungen? Matthias Hopf und ich sprechen im neuen Podcast über die Idee der Serie und alle Episoden der ersten Staffel.

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Shownotes:
Bildquellen: The Walt Disney Company / Lucasfilm Ltd.
PewPewPew: TIE Fighter Short
Wookieepedia: Star Wars: Visionaries
Moviepilot: Matthias’ Review

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Die Klonkriege sind vorbei, die Jedi tot und das Imperium hat die Galaxis fest im Griff. Die “dark times”, von denen Obi-Wan Luke 19 Jahre später erzählen wird, haben begonnen. Doch was passiert mit denen, die nicht mehr gebraucht werden? In der ersten Staffel von Lucasfilms neuer Star Wars Animationsserie, The Bad Batch, werden die Kriegshelden der besonderen Clone Force 99 für vogelfrei erklärt und es beginnt ein bitterer Überlebenskampf in einer Galaxis, die keinen Platz mehr für die hat.

Kann die Serie das hohe Level des The Clone Wars Finales halten? Gelingt die Darstellung dieser bisher kaum beleuchteten Zeit im Star Wars Kanon? Die erste Staffel der Serie habe ich im neuen Podcast mit Tobi Meinel (Blue Milk Blues) und David X. Noack (Mateschrank) besprochen, die gemeinsam gerade eine Clone Wars-Retrospektive machen.

Shownotes:
Bildquellen: The Walt Disney Company
Wookieepedia: Mount Tantiss

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Netflix

He-Man vs. Skeletor – darauf freuten sich Millionen an Fans von Masters of the Universe weltweit. Revelation, die neue Animationsserie auf Netflix, wollte nicht nur an das Erbe der alten Zeichentrickserie aus den Achtzigern anknüpfen, sondern auch Großes in Eternia offenbaren. Groß wurde leider dagegen nun die Wut und Enttäuschung über das Ergebnis. Der Vorwurf der Lüge steht im Raum. Die Macher hätten bewusst und vorab verschwiegen, worum es in der Serie eigentlich geht. Stimmt das? Ich habe keine Beziehung zu He-Man und habe daher mit Experte Heiner Fischer gesprochen.

Shownotes:
Bildquellen: Netflix
YouTube: He-Man der Saarländer (Hearoic)
YouTube: Masters of the Universe: Revelation Part I Trailer (Netflix)
Twitter: Kevin Smiths Tweet
YouTube: The Goodbye Place

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Als ich noch regulär physische Medien shoppte, also nicht nur explizit einzelne Lieblingstitel online in besonderen Editionen bestellte, ging ich immer mit großer Verwunderung an den Simpsons-DVDs vorbei. Dort standen neben den normal üblichen DVD-Boxen nämlich auch diese ultrahässlichen und regaluntauglichen Simpsons-Plastikköpfe. Ich dachte mir immer: Wer käuft denn den Quatsch? Mögen das Fans überhaupt? Ich habe immer gerne alles einheitlich, bereits eine kleine Abweichung ist Grund für ein inneres ästhetische Zerwürfnis. Dies begann mit Staffel 6 und setzte sich leider zum großen Ärgernis vieler Fans bis zum vorzeitigen Tod dieser Veröffentlichungen quasi fort. Durch die Disney-Übernahme tut sich da wieder was, aber Simpsons-Fans (gibt es die überhaupt über Staffel 9 hinaus?) dürfen sich keine großen Hoffnungen machen. Das Video-Essay hier fasst das alles schön zusammen.

In einer halben Stunde zeigt Leschs Kosmos eindrucksvoll und verständlich die Folgen des Klimawandels auf, wieso es zu der schlimmen Hochwasserkatastrophe kam und warum uns solche Extreme in der Zukunft immer häufiger widerfahren werden.

Spenden für die Flutopfer zum Beispiel über Aktion Deutschland Hilft.

Und gleich nochmal Jonathan Mann, der dem TNG-Auftakt “Encounter At Farpoint” einen wunderschön poppigen Liebesong widmet. There’s nothing sweeter than space squid in love!