Fernsehen - PewPewPew

Sehr toller Zusammenschnitt von den besten (nicht allen) POV Shots aus Breaking Bad.

Bedenkenlos anschaubar, auch für Serienunkundige, bis auf die letzten 20 Sekunden, da wird schon ein relativ großer Spoiler gezeigt. Trotzdem ist das Video für Fans ein Must-Watch und es erinnert uns alle daran, dass die beste Serie des Fernsehens nicht nur perfekt geschrieben, sondern dass auch die Kameraarbeit verdammt gut und kreativ ist.

Montage of POV shots mostly from inanimate objects (e.g., frying pan, toilet, wood floor, dryer, shovel, sidewalk, parking lot, clipboard, roomba, pizza, bathtub, refrigerator, pool, vent, cleaning brush, etc)

Music: “Move” by Jonathan Elias


by Andy Helms

For All You Crazy Zombie Lovers Out There

Zombies freak me out.

They’re definitely in my top five of irrational fears. Despite my yellow belly, I continue to subject myself to this program and when I’m not peaking through my hoody like Kenny from South Park, I actually kinda dig it!

The promo poster for the first season of the AMC show based off of the Robert Kirkman comic lead me to my own interpretation as it’s such a great visual. And like a good zombie once there’s one, more are sure to follow.


by Andrew Kolbr

Letzte Woche krönte ich meine persönlichen Top 11 Fernsehen des vergangenen Jahres und darunter war auch die neue Serie New Girl, über die ich Folgendes schrieb:

Der Überraschungshit in Sachen Comedy in diesem Jahr. Eine Hauptdarstellerin, die mal keine alleinerziehende, erfolgreiche Allroundfrau und keine arme Prinzessin ist, der vom guten Prinz geholfen werden muss, sondern eine ganz normale, etwas eigenartige, dafür umso liebevollere Nerdine des 21. Jahrhunderts in einer Männer-WG. Der Charakter des Schmidt hat Chancen der neue Barney Stinson der Sitcom zu werden.

Und das hat sich innerhalb der einen Woche nicht geändert. ‘New Girl’ ist lustig, modern und liebevoll und läuft heute (5. Januar, 23:15) im deutschen Fernsehen auf ProSieben an. Ich kriege hier kein Geld dafür (lol, denkt ihr jemand von ProSieben liest den Blödsinn, den ich hier fabriziere?), sondern promote die Serie aus purer Überzeugung. Hoffen wir nur mal, dass die Synchronisation nicht alles versaut.

Und nicht zu sehr an Coach (Damon Wayans Jr.) gewöhnen, denn der wird bereits – leider – schon in der zweiten Folge durch Lamorne Morris ersetzt, da Wayans vertraglich in der plötzlich doch noch verlängerten Sitcom Happy Endings gebunden ist. Hoffentlich kehrt der wieder in der zweiten Staffel, die dank Zuschauerquoten und Erfolg bei Kritikern, als sicher gilt.

1. Breaking Bad

Die vierte Staffel von Breaking Bad war nicht nur die beste der Serie, sondern wahrscheinlich die beste Staffel in der gesamten Fernsehgeschichte. Wer es nicht schaut, ist selbst schuld.

2. Game of Thrones

DER Überraschungshit des Jahres. Dass G. R. R. Martins “A Song of Ice and Fire” fast schon legendäre Ausmaße narrativer Erzählung annimmt, weiß der geneigte Geek mit Sicherheit. Dank HBO und klugen Showrunnern konnte das auch annähernd und in einer für Fans befriedigenden Weise umgesetzt werden. Qualitativ hochwertig, gut gespielt und vor allem dreckig, erwärmt der neue Hit am Fantasyhimmel sowohl Herzen der Geeks als auch der Casual Viewer.

3. The Walking Dead

Neben Breaking Bad mein Serienhighlight des Jahres. Doch die Erwartungen waren hoch. Der Comic nimmt ab dem zweiten Volume einiges an Fahrt auf und erreicht für einen Zombiecomic ungeahnte Tiefe. Die erste Staffel war etwas enttäuschend, trotz einem Wunschstart und einer allgemein guten Produktionsqualität. Daher war die erste Hälfte der neuen Staffel für mich auch so eine Art Make-or-Break-Ding und so richtig hat sich das Team um Glen Mazzara noch nicht entschieden. Die erste Hälfte der zweiten Staffel war gut, besser als das Mischmasch gegen Ende der ersten. Doch wohin die Serie wirklich gehen wird, wird sich erst jetzt zeigen, denn die Folgen nach der Winterpause sind die ersten ohne den ehemaligen Showrunner und -Erfinder Frank Darabont.

Wesentlich detailliertere Reviews zu den einzelnen Folgen sind hier zu finden:
The Walking Dead – “Pretty Much Dead Already”
The Walking Dead S02E01 – “What Lies Ahead”
The Walking Dead S02E02 – “Bloodletting”
The Walking Dead S02E03 – “Save the Last One”
The Walking Dead S02E04 – “Cherokee Rose”
The Walking Dead S02E05 – “Chupacabra”
The Walking Dead S02E06 – “Secrets”

4. Louie

Louis C.K.. LOUIS C.K.!

5. Community

Community kann man schwer erklären. Oberflächlich ist es eine Serie um eine Studiengruppe an einem Community College in Greendale, die sich gründete, weil der Protagonist Jeff die blonde Anarchistin Britta poppen wollte, doch unter dieser oberflächlichen Gründungsgeschichte schlummern soviel Infererenzen-, Popkulturreferenzen-, Zeitreisen- und Nerdscheiß, der es unmöglich macht, die Serie zu beschreiben. Community muss man erleben. Wird niemals im deutschen Fernsehen kommen, weil a) zu intelligent und b) zu kleines Publikum. Letzteres führt auch zur womöglichen Absetzung in den USA, doch die Fans organisierten spontan einen Flashmob und sangen Weihnachtslieder über die Serie vor dem NBC-Hauptgebäude in New York – verkleidet als Charaktere aus dem bösen Universum der Serie. Yep, that exists.

6. How I Met Your Mother

Ganze 7 Staffeln gibt es inzwischen und das Mysterium um Teds Frau ist immer noch nicht gelöst. Wieso das eigentlich gar nicht so wichtig ist und die Serie eigentlich um etwas ganz anderes geht, argumentiert Linda Holmes sehr überzeugend hier (Moneyquote: “It operates on a kind of faith in the fundamental goodness of life: that your love will be returned; that your perseverance will pay off; that the family you choose — your friends — can be just as loving and loyal as the family you were given.”). Ich stimme jedem Wort in diesem Artikel zu und könnte gut und gerne noch Staffeln bis zum realen 2030 produziert sehen. Eine achte steht ja schon fest. Die Quoten verlangen nach mehr. Ich auch.

7. Boardwalk Empire

Boardwalk Empire fordert dem Zuschauer viel ab. Die Serie motiviert mich nicht genug dazu im Internet nach jeder Folge genau zu recherchieren, wer da jetzt wo was wie in der Realität getan hat und wie das in der Serie umgesetzt wurde und wie die Figuren jetzt alle heißen; aber sie fasziniert mich. Alle scheinen Allianzen gegen Nucky in der zweiten Staffel aufzubauen, wobei eigentlich unterschwellig alle Linien verschwinden und am Ende alle gegen jeden kämpfen. Es ist wunderbares Genre- und Zeitgeschichtefernsehen in einem und dabei für Jedermann. Es spielt keine Rolle, wie “Ach ja, der Typ!” oder der “Typ, der immer so komisch lacht” heißen, es ist eher wichtig, wie die Figuren zu unseren wenigen wichtigen Hauptprotagonisten stehen. [SPOILER] Und von denen hat die Serie am Ende der Staffel einen weniger [/SPOILER] – das Finale könnte von G. R. R. Martin selbst geschrieben sein. Ergreifend, schön, rau und ungewiss. Jetzt kann alles passieren. Alles was wir wissen, ist, dass die Tragödie des Enoch Thompson nächstes Jahr sicher in die dritte Runde geht.

8. New Girl

Der Überraschungshit in Sachen Comedy in diesem Jahr. Eine Hauptdarstellerin, die mal keine erfolgreiche alleinerziehende, erfolgreiche Allroundfrau und keine arme Prinzessin ist, der vom guten Prinz auf dem Ross geholfen werden muss, sondern eine ganz normale, etwas eigenartige, dafür umso liebevollere Nerdine des 21. Jahrhunderts in einer Männer-WG. Der Charakter des Schmidt hat Chancen der neue Barney Stinson der Sitcom zu werden.

9. Terra Nova

Manchmal haue ich meinen Kopf auf den Tisch und tue mir sehr weh, weil ich lieber den Schmerz ertrage als sehen zu müssen, wie sehr Terra Nova sein Potential vergeudet. Aber zurück in die Zukunft: Die Welt 2149. Die Reichen leben in riesigen Domen, der letzten Oase der Natur. Der Rest der zig Milliarden leben in einer industriellen Hölle, völlig überwacht und unter stetiger Geburtenkontrolle, in der die Luft so schlecht ist, dass die Menschen wahrhaftig ersticken, sofern sie keine Atmungsgeräte besitzen. Doch dann ein Wunder: Eine moderne Art eines Teilchenbeschleunigers schafft es ein Portal ins Jahr 85 Millionen vor Jesu Geburt zu öffnen: Willkommen in Terra Nova. Die Familie um Jim Shannon wird ausgewählt und landet in einer Art Jurassic Park meets ABC-Family: typisches Spielberg-Fernsehen mit großem Fokus auf konservative Werte wie Familie, Treue, Loyalität und Liebe. Von einzigem Interesse ist der verschrobene Anführer Taylor, wunderbar gespielt von Stephen Lang, der hier die um 180° gedrehte Version seines recht eindimensionalen Fieslings aus Avatar neu und interessanter erfindet.

Die erste Hälfte der nur mit 12 Episoden ausgestatteten ersten Staffel sind unerträglich: Kinder büchsen aus oder machen sonstigen Blödsinn und das nette Familienphoto am Ende jeder Folge darf natürlich auch nicht fehlen. Und auch wenn sie das nicht unbedingt stark bis sogar hin ins Finale ändert, bekommen immerhin andere Aspekte der Show größeren Anteil, so auch Taylor, seine Geschichte als erster Mensch, der durch das Portal ging und seine Familie.

Das Finale ist ebenfalls sehr interessant und gibt der Serie sehr viele Wege wohin sie gehen kann. Wenn man die Härte ein wenig wie im Finale erhöhen und die Familienknuddeleien herunterfahren könnte, hätte man hier ein außerordentlich interessantes Genrefernsehen, das zwar weder mit CGI-Effekten noch außerordentlich interessanten Geschichten, aber mit einer starken Atmosphäre und Message (wenn auch nicht originellen) überzeugen kann. Ein Fokus und eine stärkere Einbindung der Welt 2149 wäre auch wichtig. Immerhin waren die ersten 15 Minuten der Serie mit die Besten. Diese Welt war interessant. Eine Serie, die komplett hier gespielt hätte, oder sich zu mindestens dort länger aufgehalten hätte, wäre mir fast noch lieber. Dennoch, Potential ist da. Es wird verschwendet werden, da bin ich mir sicher. Aber die Hoffnung bleibt.

10. Weeds

Tja, soll’s das jetzt gewesen sein? 7 Staffeln Vorstadtkalifornien, Mexiko, eine Reise durch die USA und nun schließlich Manhattan. Daran, dass Weeds’ Hauptdarstellerin Nancy und ihre Familie sich aus Schlamasseln, die sich über eine Staffel ausbauten, binnen kürzester Wendungen innerhalb einer Episode befreien können, haben sich regelmäßige Zuschauer längst gewöhnt. Dass aber dann doch alles so sang und klanglos endet, hätte auch keiner gedacht. Showrunner Jenji Kohan meinte, dass das Finale sowohl als Serien- als auch als Staffelende funktionieren würde. Tat es natürlich nicht – der Cliffhanger war brutal. Aber wir kriegen eine achte Staffel. Hoffentlich dieses Mal mit etwas mehr Action, mehr echten Problemen und eventuell sogar ein paar Opfern.

11. American Horror Story

Eine sich nicht all zu ernst nehmende Horrorserie um eine zerbrochene Familie, die in ein Haus in Los Angeles zieht um wieder zusammenzuwachsen, stattdessen aber in einem Geisterhaus landen. Trash, der weiß, was er ist und Spaß macht. Dunkel, spaßig, blutig. Das Finale der ersten Staffel ist herrlich, ermöglicht ungeahnte Möglichkeiten und ermöglicht der Serie mehrere Staffeln, während die anfängliche Geschichte wohl nur für eine gereicht hätte.

Ich hörte das erste Mal von G.R.R. Martin, als er LOST disste (was ziemlich uncool war) und Damon Lindelof ihm einen dafür reindrückte (was ziemlich cool war). Ich kannte ‘A Song of Ice and Fire’ nicht, ebenso wenig sagte mit ‘Game of Thrones’ etwas, außer, dass auf einmal alle verrückt drehten, als die Serie auf HBO anlief. Ich habe sie auch ausgecheckt und die erste Staffel ist verdammt gut gemachtes Fernsehen und neben Breaking Bad und The Walking Dead mein Highlight (Nach Weihnachten gibt’s ein großes Jahresrecap) dieses Jahr in Sachen Serien. Peter Dinklage ist fantastisch, die Ausstattung war prima und alles in allem fühlte sich das an wie Herr der Ringe und gute Fantasy ohne Qualitätsminderung für’s Fernsehen.

Ich war auch ziemlich von der Story überrascht, [SPOILER/markieren]zum Beispiel als ein gewisser Hauptdarsteller plötzlich in der Folge vor dem Finale exekutiert wird.

Ich habe bis zum letzten Moment gedacht, dass das nicht passieren kann und jemand auf einem weißen Pferd heran eilt und ihn rettet – was natürlich nicht geschah, denn inzwischen weiß auch ich, dass Martin seine Figuren gerne durch die Hölle schickt oder Fanfavorites abmurkst.[SPOILERENDE] Deshalb habe ich mich auch anders entschieden wie alle Anderen, die sich die Bücher direkt holten um zu wissen, wie es weiter geht. In Anbetracht meines Zwiespalts bezüglich der zweiten Staffel von ‘The Walking Dead’, die ich hier wöchentlich sezierte, war das wohl eine ganz gute Entscheidung. Ich bin im Gegensatz zu TWD frei von Vorinformationen und kann die Adaption genießen ohne, dass mir etwas sauer aufstößt. Daher verstehe ich auch nicht wirklich worum es genau in diesem Trailer geht oder wer da spricht (vielleicht ist es auch schon ein bisschen zu lange her, dass ich die Serie gesehen habe), aber ich freue mich. Und das ist das Wichtigste.

“It’s been a long time since the cameras stop rolling.”

Normalerweise war ich ja mit diesen Recaps ziemlich pünktlich und schnell, doch bei diesem Mid-Season-Finale habe ich eine ganze Woche gebraucht und ich habe immer noch nicht wirklich völlig meine Gedanken sortieren können. Ich habe eigentlich keine endgültige Meinung – bis heute. Ich habe Reviews gelesen, mich mit Freunden unterhalten und sogar Podcasts (The Talking Dead, ich will auch sowas machen >.<) gehört, aber ich kann mir keine klare Meinung bilden. War die Folge gut? Ja, super sogar. Was ist also dein Problem, Sascha? Nun, ich weiß nicht, ob mir das Ganze gefällt. Aber es war doch gut! Ja, aber das sind zwei verschiedene Sachen, oder? Ich bin kein wilder Verfechter von Quellenmaterial. So liebe ich zum Beispiel sowohl Richard Mathesons Roman als auch die Verfilmung von 'I Am Legend'. Und besonders wenn der Schöpfer selbst bei der Adaption beteiligt ist, dann ist das immer ein gutes Zeichen - für Fans und Qualität. Und richtig beschweren kann und möchte ich mich auch nicht, das wäre völlig fehl am Platz. Die Qualität ist gut, das drastisch gesunkene Budget merkt man der Serie (wohl dank der Farmlocation) nicht an und visuell und thematisch ist das alles äußerst ansprechend. Was mich minimalst diese Woche auch störte, war das Pacing. Nach dem intensiven Pre-Credits Streit schneidet man einfach zu Shane, wie er die Scheune bewacht. Rick will zunächst mit Hershel reden, okay. Es ist alles irgendwie verkehrt herum wie im Comic vom Pacing her (Dort kamen Diskussionen vom Verlassen der Farm sobald sich Carl erholt hat erst nach dem Ausbruch(!) der Zombies aus der Scheune und nach dem Tod lebender(!) Familienmitglieder der Greene Familie), aber es funktioniert. Der Stand-Off von Dale und Shane im Wald war genial und vollendet die Wandlung Shanes in dieser ersten Hälfte der Staffel zum ultimativen Bösewicht der Serie - und zugleich ist er der interessante Charakter. Bin froh, dass er noch dabei ist, kann man nicht oft genug sagen. Natürlich gipfelt alles, als sich Rick an Hershels Lebensform anpassen will und mit den eingefangenen Zombies zurückkehrt. Shane dreht durch und öffnet die Scheune. Ab hier zahlt sich die Exposition aus, das Pay-Off hier funktioniert ohne Worte, wir haben unsere Charaktere langsam aufgebaut bekommen und wissen, welche innere Konflikte sie austragen. Und nun müssen sie sich entscheiden. Und das alles funktioniert wunderbar auf visueller Ebene ohne Worte. Der Wide-Shot zeigt die Dynamik innerhalb der Gruppe - und Rick in der Mitte. Er muss sich als Anführer sowohl um Shane am ganz rechten Rand als auch um Carol sorgen, doch die Situation gleitet ihm aus der Hand. Shane wird zum Anführer und Hershell bricht zusammen, als seine Freunde und Familie erneut sterben müssen. Und dann natürlich der große Knall: Sophia kommt als letzte aus der Scheune raus - als Zombie. Diejenigen, die vorher noch problemlos Hershels Angehörige umnieteten, zögern. Das sind die harten Entscheidungen, die nur Rick machen kann. Er tritt vor, seinen Status wieder ergriffen. Ein Schuss - und wir sind in der Pause. Meine direkte Reaktion war euphorisch und ich fand die Folge insgesamt wunderbar. Doch mein Problem ist, dass Sophia eigentlich noch lebt. Und sie ist ein Charakter, der mir sehr am Herzen liegt. In den Comics sind Carl und Sophia sozusagen zusammen und ich finde das süß und alles und ja... Die Autoren schätzen die Schicksale der Charaktere wohl interessanter ein als die Handlungsorte (berechtigterweise), weshalb man wohl eher letzteren treu bleibt und hier den Comics folgt und eher im Bezug auf Charaktere etwas Neues wagt. Genau das finde ich momentan super interessant, aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich möchte nicht immer der Typ sein, der sich lauthals beklagt, dass sich die Serie vom Comic löst oder, dass etwas nicht so ist wie im Comic. Es inzwischen einfach Fakt, dass The Walking Dead schlicht in ein anderes, eigenes Serienuniversum umgezogen ist und das kapiere ich nur sehr langsam. Ich komme nach und finde es dann genau so toll wie ihr alle, gebt mir noch ein wenig Zeit, ja? Vorher auf PEWPEWPEW: The Walking Dead S02E01 – “What Lies Ahead”
The Walking Dead S02E02 – “Bloodletting”
The Walking Dead S02E03 – “Save the Last One”
The Walking Dead S02E04 – “Cherokee Rose”
The Walking Dead S02E05 – “Chupacabra”
The Walking Dead S02E06 – “Secrets”

“Everything’s food for something else.”

Ich sage das ja fast nahezu jede Woche seit ein paar Folgen, aber damn, das ist bisher meine Lieblingsfolge. Der Titel der Episode, “Secrets”, hat nicht zu viel versprochen und trotz des vielen Setups für den großen Bang im Mid-Season-Finale in der nächsten Folge passiert einiges. Zunächst einmal erfährt Dale von Glenn über Loris Schwangerschaft und die Walker in der Scheune. Glenn wurde hier für meinen Geschmack in seiner Unbeholfenheit zu stark überzeichnet, er wirkte fast comichaft, aber naja: das Geheimnis ist raus. Und Dale konfrontiert auch Hershel direkt und wir lernen erneut, dass Hershels Bild der Realität durch sein abseitiges Leben auf der Farm verzerrt wurde und die Zombies in der Scheune, seine Frau, Stiefsohn, Nachbarn, etc. seiner Ansicht noch geheilt werden können.

Seine Tochter Maggie teilt diese Ansicht – bis Glenn und sie erneut zu der Apotheke im Nachbarort reiten und sie dort von einem Lurker angegriffen wird. Irgendwie komische Szene, denn eigentlich ist die Apotheke ja abgeschlossen und der Lurker stand direkt auf der anderen Seite des Regals und man hätte ihn sehen müssen und und und – aber das ist egal, denn es ist ein wichtiger Moment, in dem Maggie umgestimmt wird. Sie teilt nun die Meinung von Glenn und den Anderen, dass Zombies keine Menschen mehr sind – wow, way to go, girl.

Auf einen vollkommen realistischen Ansatz wurde auch bei der Weiterentwicklung von Andreas Charakter verzichtet. Klar, Andrea ist die Scharfschützin/Waffenbadass der Gruppe im Comic und ihre Entwicklung ist bis auf die Geschichte mit Dale ziemlich nahe am Comic umgesetzt, aber niemand lernt so schnell – in den wenigen Tagen, in denen sie auf der Farm sind – so gut zu schießen. Aber damit kann ich leben, es ist immerhin noch Fernsehen und Fiktion. Außerdem war es einfach ein genialer Moment voller Awesomeness und es gab Zombies. Daher will ich hier nicht meckern. Jedoch muss ich meckern im Bezug auf die Haussiedlung allgemein: Waren das jetzt die Wiltshire Estates? Kommt da noch was? Denn wenn sie jetzt wieder eine anfänglich leer stehende Häusersiedlung antreffen und dann wieder Walkers plötzlich von überall auftauchen, wäre das irgendwie redundant.

Zwischendurch poppt Shane noch mit Andrea, Dale kriegt davon Wind, wie von allem, weil er Dale FUCKING Horvath ist und konfrontiert ihn. Dale erinnert Shane daran, dass er weiß, was für ein Typ: Einer, der auf seinen besten Freund mit einer Waffe zielt und bereit wäre abzudrücken. Shane belächelt Dale und meint, dass, wenn er wirklich so ein Typ wäre, er wohl mit Leuten, die ihm am Arsch vorbeigehen wie Dale, noch kürzeren Prozess machen würde. Ich bin ganz ehrlich, das war cool. Shane entwickelte sich am meisten in dieser Staffel, wir haben Gründe ihn zu hassen, aber wir sind auch froh, wenn er bei der Gruppe ist, um sie zu beschützen, und allgemein ist er einfach ein unglaublich interessanter Charakter, der irgendwie noch lange nicht ausgespielt scheint. Inzwischen bin ich wirklich froh, dass die Serie hier dem Comic nicht folgt – auch wenn der Grundstein natürlich gelegt wurde: Shane bringt Carl das Schießen bei; also tötet später der Schüler den Meister/Lehrer… fände ich thematisch sehr toll.

Natürlich läuft aber gegen Ende alles darauf hinaus, dass Lori und Rick endlich mal Tabula Rasa machen. Lori würgte die Pillen wieder hoch und wird jetzt doch das Baby bekommen. Rick kommt damit ganz gut zurecht und auch, dass da etwas mit Shane war, kann er verkraften, denn Lori dachte, er wäre tot. Starke Szene, wunderschön gespielt und sie hat natürlich Implikationen für weitere Episoden aber auch das Geheimnis von Dr. Jenner aus dem CDC, das er Rick im Finale der letzten Season anvertraute. Es war also weder die Schwangerschaft noch Shanes versuchte Vergewaltigung / ehemalige Beziehung / romantische Tendenzen zu Lori (außer Rick weiß es, aber behält einen kühlen Kopf und schweigt, weil er Shane noch braucht, was ich aber nicht glaube. Rick hätte Shane längst konfrontiert und ihm “verziehen” bis er ihn nicht mehr braucht). Nein, ich glaube inzwischen, dass es wirklich so ist, wie ich es bereits sagte: Dr. Jenners Geheimnis (“Nothing we didn’t know already”) wird sein, dass der Virus bereits in ihnen allen ist – genau wie im Comic – und dass jeder, der stirbt, zum Zombie wird – no matter what. Das passt auch mit dem Titel der nächsten Woche zusammen, der da lautet: “Pretty much dead already”, which, quite frankly, they are.

Vorher auf PEWPEWPEW:
The Walking Dead S02E01 – “What Lies Ahead”
The Walking Dead S02E02 – “Bloodletting”
The Walking Dead S02E03 – “Save the Last One”
The Walking Dead S02E04 – “Cherokee Rose”
The Walking Dead S02E05 – “Chupacabra”

A Tribute to Ryan Dunn

30 Nov, 2011 · Sascha · Featured,Fernsehen · 1 comment

Am 20. Juni diesen Jahres verunglückte Ryan Dunn mit seinem Auto und starb, inklusive seinem Beifahrer und Freund Zac Hartwell. Es war nicht nur das Ende zweier noch so junger und aufregender Leben, es war auch in vieler Hinsicht das Ende von Jackass. Es war das Ende der verlängerten Adoleszenz und Leichtigkeit, die die Crew und ihre Stunts ausmachten. Kindliche Naivität geht mit dem Tod verloren. Und vielleicht hört sich das ein wenig theatralisch an, aber ich fiel damals genau in die Zielgruppe und habe mit Freunden selbst solch unnötigen Blödsinn gemacht – und es war gut. Deshalb, den guten Erinnerungen zuliebe, hat MTV auch Ryan Dunn ein langes Tribute gewidmet, in dem von den Produzenten und Regisseuren wie Jeff Tremaine und Spike Jonze, über seine Freunde Bam Margera oder Chris Raab und der gesamten Jackass-Crew, auch seine Eltern zu Worte kommen.

Trauriges Video, wenn man zu der Generation gehört. Ich hoffe mal, dass MTV die Videos nicht geofickt, aber ist schon möglich; deshalb anschauen solange noch möglich.