Kunst - PewPewPew

Es ist der 20. Juli 1969, der Höhepunkt des Wettlaufs ins All. Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten als erste Männer den Mond und sichern den Amerikanern den Sieg. Aber dort standen nicht nur zwei Amerikaner auf dem Mond. Es ist unter immensen Anstrengungen von mehreren hunderttausenden Mitarbeitern und dem Mitfiebern einer ganzen Nation gelungen, drei Menschen erfolgreich zum Mond und wieder zurück zu schicken.

Weil es da ist

Die Geschichte der Menschheit ist mit diesen extremen Leistungen eng verbunden. Menschen mit dem Drang zur Erkundung der Grenzen und des Menschenmöglichen erkunden die Erde, berichten von dem, was sie sehen. Jahrtausende verbrachten wir in Höhlen, sahen Zeichnungen an Wänden von Biestern, die die Steppen bevölkerten, ehe wir uns rauswagten. Angetrieben von Neugier, von einem fast schon genetischen Sinn für Erkundungen – Eroberung. “Weil er da ist”, antwortete Bergsteiger George Mallory auf die Frage, wieso er und Sherpa Tenzing Norgay den Mount Everest als erste Menschen besteigen wollten.

Schon immer drangen besondere Menschen nach vorne, suchten den Fortschritt, um den Rest mit sich in eine bessere Zukunft zu reißen. Eine Reise zum Mond? Noch 70 Jahre zuvor eine Geschichte für die ersten Gehversuche des Kinos, pure Science Fiction – bevor Science Fiction überhaupt als Genre existierte. Es erschien fast unmöglich. Und doch ist die gemeinsame Anstrengung schlussendlich erfolgreich. Sie bleibt unerreicht. Kennedys Moon-Speech ist bis heute auch so ikonisch, weil er ein Bild zeichnet, von einer Nation, die zu träumen wagte.

Fortschritt braucht Visualisierung

Die Nation zu befeuern war ein Schlüsselpunkt. Das betrifft nicht nur die finanzielle Förderung, sondern auch die Psyche des Menschen. Die Forschung weiß schon lange, dass goal visualization extrem wichtig und förderlich für den Zielerfolg ist. Im Falle des Space Races sprechen wir von buchstäblicher Visualisierung einer noch nie erprobten und hoch riskanten Reise ins Unbekannte.

Wie sollte das gelingen? Was heute durch Filme wie Interstellar oder computergenerierte Bilder hochrealistisch abgebildet werden kann, wurde damals durch Maler versucht darzustellen. Es gibt den selektierten Titel des space artists, darunter auch wenige Astronauten wie Alan Bean oder erst kürzlich verstorbene Alexi Leonov. Der Kosmonaut absolvierte nicht nur den ersten Spacewalk, sondern erstellte auch das erste Kunstwerk im Weltall. Heute versuchen NASA und SpaceX für ihre neuen zukünftigen Missionen zu werben, wie zum Beispiel mit Illustrationen von Joby Harris.

Space Artists

Vor über 60 Jahren befanden sich das Genre und besonders die Technik aber noch in den Kinderschuhen. Künstler wie Robert McCall wurden legendär für ihre Darstellungen von Reisen ins Weltall und utopischen Gesellschaften. Gleichzeitig war das nur eine Seite der Medaille und auch die auf Wikipedia geführte Liste liest sich sehr amerikanisch. Das Space Race war natürlich aber auch ein Kampf der Kulturen.

Abseits von westlichen Popkultureinflüssen und des Mainstreams, hinter dem Eisernen Vorhang preschten die Russen zuerst ins Weltall, befördert von fantastischen und sehr eigenen Zeichnungen. Dank eines neuen Bildbands des Phaidon-Verlags geraten sie nicht in Vergessenheit. In Soviet Space Graphics werden auf 240 Seiten knapp 270 Illustrationen präsentiert, die künstlerische Visionen des sowjetischen Raumfahrtprogramms zeigen. (weiterlesen…)


Bottleneck Gallery

Die Bottleneck Gallery hat in Sachen Qualität und Motive für mich schon lange den Marktführer Mondo überholt, wohl auch dank des Wechsel von Justin Ishmael, dem jahrelangen Art Director der Popkulturschmiede aus Austin. Dieser neue Print für The Mandalorian von Pablo Olivera unterstreicht das für mich nur. Die Variant-Editionen, u.a. eine leider schon ausverkaufte Foil-Variante, sehen auch ultra geil aus. Ich habe mir jetzt doch noch die reguläre Edition geschnappt, weil die Stimmung durch die sengende Sonne und die Pose schon geil eingefangen werden. Vielleicht die wesentlichste Darstellung der Westernfigur, die es bisher als Print gab.

Nachdem Disney wohl durch den enormen Erfolg von The Mandalorian etwas überrumpelt wurde, gab es dann ja doch eine große Welle an Merchandise in den letzten Monaten. Darunter auch dieser ultrasüße Print namens “The Bounty” von Rory Kurtz, der natürlich auch in meine Sammlung wanderte. Ich sehe jetzt viele Kunstwerke, die die beiden Figuren miteinander in vertrauten Posen miteinander verbinden, aber vielleicht sind so zwei passend gerahmte Prints nebeneinander pro Figur die bessere Lösung.


Mondo

Bob Ross Inspired Diorama

01 Mar, 2020 · Sascha · Kunst · 0 comments

Modelleisenbahnbauer Luke Towan lässt die Züge ein Video lang ruhen und widmet sich stattdessen einem von Bob Ross inspiriertem Diorama, welches durch eine Wandmontierung wie ein 3D-Gemälde oder ein Portal aus Super Mario 64 aussieht. Extrem cool.

FARAWAY GALAXY by Scott C.
24″ x 36″ Screenprinted Poster
Printed by DL Screenprinting
Expected to Ship in May 2020
Ships Worldwide
$100

Als Kinderbuchkünstler Scott C. vor vielen Jahren seine Wasserfarben nahm und ikonische Filmduelle auf Tumblr stellte, war noch nicht abzusehen, wohin das alles führen sollte. Drei Veröffentlichungen in der Greatest Showdowns Reihe später und Scott gehört zu den bekanntesten Künstlern der alternativen Filmkunstszene. Campbell malt Portraits und Poster, oftmals Sammelbilder wie man sie aus den Wartezimmern diverser Kinderarztpraxen kennt.

Nach Ghostbusters und Breaking Bad folgt nun seine Version von Star Wars mit wirklich jedem Set oder Handlungsort aus Episode IV. Das Ding ist mir ein bisschen zu busy (wenn das überhaupt möglich ist bei diesem Konzept), aber die Szene mit allen Charakteren auf Ghostbusters gefällt mir besser – oder eben die reine Präsentation der Figuren wie bei Breaking Bad mit Rangfolge. Geholt habe ich mir das Teil aber natürlich trotzdem.

Ich hoffe doch sehr, dass daraus eine Trilogie wird oder er die gesamte Saga (also Episode I bis Episode VI) macht.

Redditor dzglzv zeichnete je ein Comic-Cover für eine Folge von The Mandalorian im Stil der Star Wars Marvel-Comics aus den Achtzigerjahren. Die dramatische Komposition, das ausgewählte Motiv sowie die Dramatik passen wirklich großartig. Bei der Farbgebung bin ich mir nicht so ganz sicher. Die alten Marvel-Comics poppen geradezu vom Papier, während die leicht gedeckten Farben hier jedoch besser zum Western- und Retro-Feeling der Serie passen. Wie auch immer, ganz grandiose Arbeiten und ich hoffe, dass eine neue Reihe für die zweite Staffel erscheinen wird. (via)

DIY Gold Furbys from Uncut Gems

11 Jan, 2020 · Sascha · Film,Kunst · 0 comments

“It scares the shit outta people.” A24 verkaufte gold verchromte Furbys, wie sie im neuen Film der Safdie Brüder, Uncut Gems, zu sehen sind. Die Teile waren streng limitiert, kosteten $250 und gingen trotzdem binnen weniger Sekunden weg. Jetzt ist die Energy dieser Furbys aber beträchtlich, roh und würde sich zu Hause wirklich großartig in das Mobiliar oder ins nächste Outfit eingliedern. Lasst uns ehrlich sein, Freunde: wir wollen alle einen goldenen Chrom-Furby mit Diamanten. Auf Twitter hat daher ein Mädchen gezeigt, wie dieser Traum mit etwas Bastelkram und Geschick in Erfüllung gehen wird.

Adam Savage war letztes Jahr zu Gast bei den guten Menschen des Weta Workshops in Neuseeland und besuchte dort auch das Tabletop Set von Bildhauer Johnny Fraser-Allen. Dessen verrückt reale Miniwelt “Hagglethorn Hollow” basiert auf den Landschaften und der Architektur von Labyrinth und ist atemberaubend schön. Dazu ist das Ding modular, was Adam Savage in einigen Holy-Shit-Momenten beweist, als er Teile des Systems einfach hochhebt, umbaut und sie sich einfach erneut nahtlos in die Welt einfügen. Meine Mage Knight Zeit liegt nun fast zwei Jahrzehnte zurück, aber bei so einer Welt will ich sofort wieder meine Figuren aus dem Keller rauskramen und loslegen. (War)Hammer!

Arts MD (wahrscheinlich kein echter Doktor) druckt klassische Spielemoment auf Papier und kreiert damit “begehbare” Spielewelten durch Dioramen in Glaswürfeln. Süß! (weiterlesen…)