Battlefield-Fans wissen auch nicht, was sie wollen - PewPewPew

Die Rückmeldung zu diesem neuen Battlefield 2042 Spot fiel so negativ aus, dass Entwickler DICE das YouTube-Video privat schaltete. IGN zeigt es noch, doch auch hier halten sich die Likes und Dislikes die Waage. In der Hoffnung dies nachzuvollziehen gehe ich aktuell erneut durch die Kommentare und werde nicht wirklich schlauer.

Sollte die katastrophle Beta-Version des Spiels und die Götterdämmerung aka der Release am Horizont die Stimmung im Fandom wieder so ruiniert haben? Nach dem Hype kann ich mir das eigentlich kaum vorstellen und persönlich hege ich noch die Hoffnung, dass der Start möglichst glimpflich abläuft und DICE dann parallel zu den verzögerten Erfolgsgeschichten von Battlefield 4 und Battlefront II die Karre rumreißen wird. So sollte es nicht sein, klar. Aber so sieht eben jetzt das Best Case Scenario aus.

“Battlefield 1: War is tragedy

Battlefield 2042: War is comedy”

Scheinbar ist ein wichtiger Grund für das Zerwürfnis der Comedy-Angle des Spots. Aber worin genau besteht dann der Unterschied zu den jubelnden Reaktionen zum Rendezook im Trailer? C4 ans Auto, in den Heli springen. Mit einem Wagen auf anderen Spielern landen. Mit dem Luftfahrzeug einen Spieler am Boden mitnehmen. All das sind doch die spaßigen Gameplay-Momente, die sonst mit Freunden oder in kurzen Clips auf YouTube gefeiert werden.

Irgendwo widerspricht sich DICE im Marketing zum Spiel natürlich selbst. Und Spieler nehmen das wahr, greifen es auf. Das Setting von 2042 ist das eines dritten Weltkriegs inmitten einer fortschreitenden Klimakatastrophe. Das präsentierte Gameplay vermittelt aber FunFunFun. Battlefield-Veterane wissen, dass das kein Widerspruch. Da das Spiel keine Kampagne bekommt und sich die sonstigen Spielereignisse wie Tornados weglächeln lassen, bleibt 2042 ein widersprüchliches Amalgam für eine größtmögliche Spielerzahl. Das muss man nicht akzeptieren, aber es lässt sich als vermeintlicher Fan der Reihe tolerieren.