Camp Cretaceous Trailer: Animierte Netflix-Serie zeigt Jurassic World Vorfall für Kinderaugen - PewPewPew


Netflix

Die Idee einer animierten Jurassic Park Serie existiert schon seit den frühen Neunzigern und bis heute trauern Hardcore-Fans dem vermuteten Potenzial so stark nach, dass sie ihre eigenen Titelsequenzen entwerfen.

Nun erscheint am 18. September die langerwartete Serie in Form der 3D-animierten Camp Cretaceous auf Netflix und nach diesem ersten Einblick ist meine Vorfreude gen Null gesunken. Der gesamte Look schreit nach billig produziertem SuperRTL-Scheiß, den ich schon als Kind hasste. Da ist nicht einmal ein Hauch von Charme. Das Design und die Animation der Figuren stechen dabei als besonders erschreckend heraus.

Bei einer solchen Serie sind aber sowieso die Dinosaurier die Stars, aber auch da werden Hoffnungen im Keim erstickt. Narrativ steckt die Serie nämlich schon vor dem Start in einer Zwickmühle: Einerseits verbinden Fans mit der Marke Dino-Action, andererseits gibt es nur den Vorfall aus Jurassic World, sodass die Serie parallel zum Film ablaufen muss. Die Figuren verbringen ihre Ferien im Jurassic World Jugendcamp, als der Indominus Rex ausbricht und die Insel verwüstet. Sofern sich die Serie Teil des Kanons sein wird, gibt es also massive Einschränkungen.

Der Trailer kündigt aber auch einige Attraktionen und Momente an, die noch vor dem Chaos die Magie eines funktionierenden Dino-Freizeitparks einfangen. Davon erhoffe ich mir mehr. Schlussendlich jedoch bestätigt sich die Chaostheorie: Die Dinos brechen aus und fressen die Besucher. Wird die Serie hier überhaupt Mut beweisen oder das Franchise weiter pervertieren?

Insgesamt wirkt dieser erste Einblick sinnbildlich für die falsche Richtung, in die das Franchise gerade einschlägt. Statt alles auf den großen Höhepunkt der Saga vorzubereiten, planen Universal und Produzent Frank Marshall bereits weitere Filme nach dem vermeintlichen Abschluss in Dominion. Angesichts dieser langfristigen Planung passt eine Streamingserie, die ein junges Publikum an die Marke binden soll, natürlich ins Bild.