Elegy – Mit GTA wird Waffengewalt in den USA visualisiert - PewPewPew

In den USA sterben jährlich Zehntausende Menschen durch Waffengewalt. In Kirchen, in Schulen, in Diskotheken, auf Konzerten, in Supermärkten, in ihren Büroräumen. Täglich. Kein anderes, westliches Land hat dieses Problem, doch die starke Waffenlobby verhindert seit Jahrzehnten vernünftige und notwendige Reformen. Währenddessen sterben weiterhin die Leute und selbst Präsident Trump hat vor einigen Monaten wieder das längst geklärte Thema der Killerspiele ausgegraben.

Joseph Delappe dachte sich – in Zusammenarbeit mit Albert Elwin (übernahm das Coding) und James Wood (Berater) -, dass man die beiden Themen verbinden kann. In einer selbst spielenden Version von GTA stellt er die alltäglichen Tötungen dar, während die Kamera langsam durch die Leichen und Blutlachen fährt und eine Liebesbekundung an Amerika zum Klagelied einer lethargischen Nation wird. (via HerrKaschke)

From the mountains
To the prairies
To the oceans
White with foam
God bless America
My home sweet home

Dabei entstehen ganz eindrucksvolle Szenen, in denen sich unbescholtene NPCs teilnahmslos durch den Berg an Leichen bewegen und keine Reaktion zeigen, bevor sie selbst zum Opfer werden.

Das Spiel läuft seit dem 1. Januar 2018 und resettet sich jede Nacht um Mitternacht. An jedem Tag werden dann die bisherigen Toten, der Zähler aktualisiert sich zum realen Äquivalent stetig, dargestellt. Powerful stuff.