Make The Purge Great Again - PewPewPew

Make The Purge Great Again

29 Mar, 2018 · Sascha · Film


Universal / Blumbouse

Ich bin immer noch nicht über dieses Poster hinweg. Mann, das ist so gut.

Das The Purge Franchise hat im Kern eine Prämisse, die so stark ist, dass sie drei schlechte bis mittelmäßige Filme überlebte und bald auch noch eine Serie sowie ein Prequel abwerfen wird. Insbesondere auf Letzeres freue ich mich enorm, nicht nur wegen dem vielversprechenden Poster.

Als The Purge damals anlief, lockten mich Ethan Hawke sowie ein toller Trailer in die Kinos. Leider war der Film dann eine reine Enttäuschung, nicht zuletzt wegen der schwammigen Prämisse. Sodass die grausamen Aktionen der Figuren ihre intendierte Wirkung auf einer zweiten Ebene als nur der reinen Gewalt entfalten können, muss die Hintergrundgeschichte besser ausgearbeitet sein. Damals schrieb ich Folgendes:

Das größte Problem des Films ist der schwammige Mittelweg an Exposition. Dass die Prämisse auf die langweilige Location eines Hauses verschwendet wird, ist ohnehin bereits Grund genug den Ablauf des Films zu lamentieren; dass jedoch kontinuierlich die Außenwelt noch über Fernsehbotschaften plump eingebunden wird, ist erzürnend. Würde sich der Film tatsächlich nur die Situation der Film betrachten, würde ein Satz an Exposition ausreichen. Doch DeMonaco kann es nicht lassen. Andauernd werden Anmerkungen zu der world-at-large gemacht, ohne die Chance jedoch diese genauer zu erkunden, sodass dieser Fluss aus Exposition und Andeutungen irgendwann zuviele Fragen aufwirft, die sowohl die schwache Prämisse als auch die Spannung zerstören.

Wie konnte so ein Wandel rechtens umgesetzt werden? Wieso macht das ein so großer Teil der Bevölkerung mit? Wieso fahren die Reichen nicht übers Wochenende nach Kanada? Was ist mit den anderen Ländern und der UN-Menschenrechtscharta? Ebenfalls schwach sind die Nebenrollen: Wie kann die Gegenwehr symbolisch für Antirassismus und Gleichberechtigung stehen, wenn mit dem Opfer nicht einmal zusammengearbeitet wird, geschweigedenn ihm ein Name zugestanden wird?

Das war vor fünf Jahren. Was für eine schöne, heile Welt das noch war. Inzwischen sind die Rechten in den USA an der Macht und haben alle drei Gewalten fest in ihrer Hand. Ein “Purge” ist weiterhin natürlich unvorstellbar, aber selbst Trump glaubt, dass er jemanden auf offener Straße erschießen könnte, ohne bei den Umfragewerten einzubußen. Ich neige inzwischen dazu, ihm Recht zu geben.

The First Purge, das Prequel, jedoch hat die Chance dem ganzen Theater rückwirkend endlich mehr Wucht zu verleihen. Ich würde nicht darauf wetten, aber wenn die Realität dir quasi den Ball auf den Elfmeterpunkt vor ein leeres Tor legt, muss du den halt einfach verwandeln. Ich trau’s ihnen zu.