40 Jahre Star Wars Expanded Universe - PewPewPew

Gestern vor 40 Jahren erschien Splinter of the Mind’s Eye und erzählte von den neuen Abenteuern von Luke Skywalker. Der Roman markiert den Beginn des Star Wars Expanded Universe, das bereits weniger als ein Jahr nach dem Kinostart weitere Geschichten aus dem Star Wars Universum erzählte. Alan Dean Foster, der bereits als Ghostwriter für George Lucas die Romandaption des Films beisteuerte, verfasste den Roman basierend auf Georges Notizen für eine weitere Geschichte um Luke und Leia. Han Solo fehlt in dem Buch, in dem die Skywalker-Zwillinge auf dem Sumpf-Planeten Mimban abstürzen und auf der Suche nach einem “Kaiburr”-Kristall sogar gegen Darth Vader ums Überleben kämpfen müssen.

Lucas entwarf die Geschichte für den Fall, dass Star Wars eine Enttäuschung an den Kinokassen werden würde. Daher ist das Ausmaß sehr begrenzt. Die Erzählung verwendet viele Elemente wieder, die bei einer Filmadaption günstig aus den Resten des Star Wars Drehs benutzt werden könnten. Star Wars entpuppte sich jedoch als einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten und somit hatte Lucas genug Geld, um seine größeren Visionen umzusetzen.

Der Planet Mimban, auf dem die Geschichte spielt, wird in diesem Jahr wieder in SOLO: A STAR WARS STORY auftauchen, aber wohl wenig mit den Beschreibungen aus dem Ursprungsroman gemein haben.

Das ikonische Cover stammt von Ralph McQuarrie höchstpersönlich. Wahrscheinlich zog mich genau dieses Cover auch so an. Splinter war nämlich kurioserweise mein erster Star Wars Roman, den ich gelesen habe. In unserem Kaufhaus gab es einen ganzen Wühltisch mit Star Wars Romanen, aus dem ich mir bei jedem Einkauf immer einen mitnahm. Manchmal fuhr ich sogar nach der Schule mit dem Fahrrad extra einen Umweg, nur um den nächsten Teil der X-Wing Reihe kaufen zu können. An Splinter habe ich trotz der gängen Fan-Meinung noch sehr gute Erinnerungen. Die Geschichte ist kurz, kurzweilig und dazu gegen Ende tatsächlich aufregend.

Sicherlich stellt der Roman keinen Riesenerfolg in der inhaltlichen Erweiterung des Star Wars Universums dar (obwohl ein paar Elemente der Geschichte, wie z.B. Force Lightning ihren Weg in die Filme fanden). Da der Roman aber ohnehin nicht dazu angelegt war, kann man ihm das nicht ankreiden. Fosters Fortsetzung war schlicht “mehr Star Wars” und genau das, was Fans damals wie heute wollten. Die Filme erzählten die Höhepunkte einer Geschichte, die weitaus länger und größer ist als Platz auf der Leinwand ist. Gerade dies fehlt der neuen Star Wars Trilogie, deren Blick auf galaktische Politik und Erzählungen bewusst verengt und verdreht wirkt und somit gleichzeitig auch der eigenen Story die Epik raubt.

Deshalb alles Gute an Alan Dean Foster, den anderen Autoren aller Star Wars Geschichten und George Lucas für seine Vision eines größeren Universums. Danke für die unzähligen, gemeinsamen Stunden in einer weit, weit entfernten Galaxie.