Karl Fitzgerald gehört zu den Breakout-Stars des Jahres der Printszene. Sein Blade Runner Print aus einer Commission Group ist absolut fantastisch und sobald er fertig gedruckt ist, kann ich ihn auch endlich veröffentlichen. Für die BottleNeck-Gallery hat er sich H.G. Wells’ The War of The Worlds angenommen und obwohl sein Handwerk an sich wieder extrem großartig ist, verfehlt der Print die Intention des Autoren. Ich zitiere mich mal kurz selbst aus meiner Prüfungsarbeit:

The Martians reverse the order on Earth and release man from his position in power. It is a clear allusion to man’s own imperialistic endeavors across the globe and to the British hegemony over their territories in Africa, Australia and Asia. Wells puts the reader in the position of one of these indigenous peoples and makes them experience the pain and the hardship under the new leaders.

Solid Picture Frame: https://www.tuxpi.com/photo-effects/mat-picture-frame

screen print, 24 x 36 inches, numbered edition of 105

Und da passen weder der Soldat noch die Waffe für mich nicht wirklich ins Bild. Auch der namenslose Erzähler, sowie sein Bruder in London, sind einfache Bürger, die nie eine echte Chance im Kampf gegen die Marsianer sehen (selbst nach dem kurzzeitigen Erfolg der Thunder Child im Buch). Die Hommage an Caspar David Friedrichs “Der Wanderer über dem Nebelmeer” ist eine nette Verbindung der Romantik und Wells frühen scientific romances, aber da hat sich Fitzgerald leider zu stark am Original orientiert. Der Wanderer mit seinem Gehstock muss nicht zum Soldat Gewehr führen, auch wenn es gesenkt ist und die Haltung des Soldaten eher Ehrfurcht als Widerstand ausdrückt. Vielleicht können andere Freunde des Werks oder der Printwelt darüber hinwegblicken, aber für mich zerstört dieses Detail trotz der ansprechend übertriebenen Größtenverhältnisse Wells eigentliche Botschaft.