Ja, bereits anhand des Titels kann man erkennen, dass ich Liam Neesons Actionfest aus dem Jahre 2008 nicht viel abgewinnen konnte. Liam Neeson spielt einen Amerikaner, der in einer Post-Irak-Ära tatsächlich noch mit der “Zweck-heiligt-Alles”-Ansicht auf Rachetour geht. Dabei fängt der Film gar nicht so schlecht an, doch sobald Neeson in Paris angekommen ist, fällt der Film komplett in sich zusammen. Luc Bessons Weltbild ist erschreckend.

Franzosen sind korrupt, Albanier sind gefühlslose Monster, Araber kaufen kleine Mädchen und an sich ist jeder Ausländer böse und gehört von Neeson umgelegt, weil seine Tochter wurde ja schließlich entführt. Er quält erbarmungslos Gefangene und tötet sie qualvoll, selbst nachdem sie mit ihren Geheimnissen rausgerückt sind. Die Frau eines Freundes wird von ihm angeschossen, weil der ihm nicht sagen will, was er wissen will. Die Frau kann nichts dafür, aber der Zweck heiligt die Mittel. Was ein trauriger Film. Noch trauriger finde ich wie erfolgreich der hier unter dem Namen ’96 Hours’ veröffentlichte Film war.

Jetzt ist Neeson zurück. In ‘Taken 2’ (Re-Taken? Double-Taken? 96×2 Hours?) mit seiner Familie nach Istanbul in Urlaub und die Angehörigen der Toten aus Paris sind ganz schön böse. Daher entführen sie seine Frau. Welch Twist! Kann kaum auf den dritten Teil warten bei dem er selbst entführt wird. Hoffentlich von Aliens. Dann wäre es wieder interessant.

via /Film, Kinostart dürfte Anfang Oktober 2012 sein.