Wisst ihr noch, als die Trailer zum Remake von ‘Clash of the Titans’ rauskamen und wir alle dachten, dass das etwas werden könnte – und wie enttäuscht wir dann alle waren? Seit dem sind gerade einmal zwei Jahre vergangen und dennoch steht ein Sequel vor der Tür. Die dazwischenliegende Zeit hat Hauptdarsteller Sam Worthington wohl hauptsächlich dafür genutzt, sein immenses Vermögen in Essen und Fett umzuwandeln, was per se natürlich nichts unlöbliches ist, jedoch seine Fähigkeiten als Actionheld minimiert. Aber dass das durchaus trotzdem funktionieren kann, zeigt Russel Crowe seit mehr als einem Jahrzehnt. Außerdem ist Worthington eine ehrliche und überaus sympathische Haut, sodass man ihm das als Zuschauer nicht komplett übel nehmen kann.

Weiterhin ein Manko des Films: Jonathan Liebesman, der den letztjährigen ‘Battle: Los Angeles’ zu verantworten hat und ähnlich wie ‘Clash’ katastrophal im Verhältnis von Erwartung und Resultat abschnitt. Bereits dort war nicht nur das Drehbuch schuld, sondern insbesondere die chaotische Regiearbeit, die zu keinem Zeitpunkt einen Überblick über die Action vermitteln konnte und mit wackelnden Close-Ups vergeblich versuchte, ein Gefühl von Realismus beim Zuschauer zu wecken. Dazu addiere man die Bilder von tausenden Kriegern, noch mehr Monstern und einem riesigen Lava-Monster und fertig ist das Gericht – natürlich in 3D, post-konvertiert, versteht sich, weil das ja schon bei dem ersten Teil so gut funktionierte. Bei alledem kann selbst Augenschmaus und Ex-Bondgirl Rosamund Pike einem die versalzte Suppe nicht mehr genießbar machen.


via /Film