Das Schlimme am #GamerGate ist ja, dass diejenigen, die in Diskussionen meinen, dass es eigentlich gar kein Problem gibt, Anita Sarkeesian meist nur als Lügnerin oder wahlweise als Schlampe bezeichnen und dann auf Videos verlinken, die das beweisen sollen. Nicht einmal die Argumentation übernehmen sie selbst. Meinungen und Zahlen werden anstandslos übernommen, weil man ja ohnehin keine Zeit hat. Die Spiele warten nämlich. (Und bevor mir jetzt jemand in den Kommentaren vorwerfen will, das Gleiche zu tun: Ich weise auf meiner Internetseite auf etwas hin, ich befinde mich hier in keiner spezifischen Diskussion. Die wird aber noch wohl in Form eines Podcasts folgen.)

Letzte Woche erschien dann ein neues Video und nicht von einem irrationalen Atheisten oder zwei verrückten Neckbeards, sondern von einer Frau! Und Akademikerin ist sie auch noch! Und sie spricht sich gegen Anita aus! Der feuchte Traum aller Gegner des GamerGates. Video rumreichen, weil das beweist ja, dass Videospiele nicht sexistisch sind. Wer sich das Video jedoch einmal genauer angeschaut hat, wird schnell herausfinden, dass Frau Christina Hoff Sommers unsauber arbeitet und teilweise auch schlicht falsch liegt. Jonathan Mann widmet ihr seinen A Song A Day #2088 und singt seine Gegenrede. Großartig.

Nach dem Klick übrigens noch ein Video, das sich mal mit dem berühmten Thunderf00t auseinandersetzt und ihm seine angebliche Logik um die Ohren haut. (via) (weiterlesen…)

Tywin
HBO

Wir kennen ihn als kühlen und berechnenden Patriarchen sowie als wahren Strippenzieher Westeros. Wir kennen ihn aber auch als sterbenden alten Mann auf dem Pott. Tywin Lannister starb im Finale der vierten Staffel, getötet vom eigenen Sohn. Das war und ist eigentlich das Ende für Tywin sowie Charles Dance, der die Rolle großartig verkörperte und seiner kühlen Buchvorlage einiges abgewann. Doch nun die Überraschung: In einem Interview für seinen neuen Film Dracula Untold gibt er zu, dass Tywin zurückkehren wird. (weiterlesen…)

Cutter Iban Corominas von 60fotogramas durchläuft in seinem Science-Fiction Tribute Sci-Fi: since 1902 in vier Minuten durch 112 Jahre Filmgeschichte. Dabei bleibt einiges auf der Strecke, zum Beispiele zwei Lieblingsfilme von mir (Gattaca und Sunshine), aber das macht nichts. Die wirklich großen Dinger werden abgehakt und es ergibt sich ein hübsches Video. Runde Sache, nach dem Klick gibt es eine Auflistung aller Filmtitel. (via) (weiterlesen…)

Dieses unglaublich schreckliche Color Grading!
Die lustige und charmante Generationsfamilie, die noch zusammenhält!
Der Arzt mit Migrationshintergrund!
Diese spielerische Verharmlosung der Demenz! Zerzaustes Haar? Niedlich! Sentimentale, philosophisch angehauchte One-Liner? Emotionen pur!
Der Opa dreht der Nonne ein Gurke an. Phallussymbol! LOLOLOL.
Der harte, coole Til Schweiger mit einem weichen Kern. Familienmensch pur!
Bilder, die man schon tausendmal gesehen hat.
Jugend mit Technik, die die Alten nicht verstehen. Kulturelle Relevanz!
Emma Schweigers talentloses Schauspiel.
DIESE WITZIGEN DIALOGE!
Ein altes Auto, Ausflug in die Alpen, ein historisches Hotelzimmer in Venedig!
Samuel Koch darf auch mitspielen, damit die Bild was zu berichten hat. Sozial!
Gewalt ist doof, aber darf man ruhig auch mal anwenden, wenn es einer verdient hat!
Charaktere? Nö. Gefühle! Nee, Feeling! Der Film wird dir den Tag retten! Quatsch, die Woche!
Kinostart an Weihnachten! Für die ganze Familie! Prädikat wertvoll! 5 Millionen Zuschauer. Bambi!

Vielleicht ist die Überschrift ein wenig hyperbolisch, aber dann wiederum… irgendwie auch nicht. This is sad on so many levels. (via)

MikeMitchell_Treehugger3d

SliD3 hat Mike Mitchells hinreißenden Treehugger Print in ein 3D Rendering verwandelt und ich will das Teil jetzt sofort als Vinyl-Statue haben, ganz ähnlich wie Mikey von den Ninja Turtles. Slid3 hatte sich zuvor bereits mal Mitchells Breaking Bad, The Thing und Robocop gewidmet, hat was zu DayZ und Journey gemacht und ist allgemein ziemlich auscheckungswürdig. Als hochauflösende Wallpaper machen sich seine Sachen nämlich extrem gut.

paper-towns

Nachdem ich bereits zutiefst von The Fault in Our Stars, der erste Adaption eines John Green Buches im letzten Jahr, enttäuscht wurde, muss ich nun wohl die Hoffnung komplett aufgeben, dass das nochmal was wird. John Greens Bestseller Paper Towns aus dem Jahr 2008 über die Dekonstruktion der Manic Pixie Dream Girl Trope wird nun ebenfalls verfilmt und hat seine Hauptdarstellerin mit dem Supermodel Cara Delevingne gefunden. Die mit den buschigen Augenbrauen, ja, genau die.

Paper_Towns_coversJohn Green zeigt sich zwar total überzeugt und aufgeregt (“Cara Delevingne’s audition blew everyone away (including me!) and she understands Margo profoundly. I am so excited!”), man kann sich aber auch nicht vorstellen, dass der Autor bei einer Verfilmung seines Buches ein schlechtes Wort verlieren würde. Cara ist momentan das It-Girl schlechthin und deshalb wurde sie gecastet, so einfach ist das.

Nat Wolff, der in der Hauptrolle des Q gecastet wurde und bereits in Gia Coppolas Debüt Palo Alto bewies, dass er was kann, wird den Film ohnehin tragen müssen, während Cara dann die Marketingkampagne übernehmen wird. Vielleicht liegt diese anfängliche Enttäuschung auch an dem sehr ikonischen Cover des Buches, das Margo für mich und viele andere Leser schon perfekt einfing. Cara wirkt dagegen auf den ersten Blick nicht wie das junge Mädchen aus Florida, sondern wesentlich älter, reifer und der Akzent ist natürlich auch irgendwo eine Veränderung. Ein finales Urteil ist das natürlich nicht, aber man darf ja lamentieren, dass sich Jugendfilme nicht mehr trauen, unbekannte Schauspieler zu zeigen, sondern in den letzten Jahren immer mehr zu Bewerbungsvehekil für junge Stars wurden. (via)