Und noch ein guter Aprilscherz aus dem Spiel, das ich am meisten spiele: In dem Weltkriegsshooter War Thunder kann man mit Flugzeugen normalerweise gegen die Allierten oder Axenm√§chte k√§mpfen, gestern mussten die verfeindeten Fraktionen sich aber gegen einen gemeinsamen Gegner vereinen. Die riesige Schnecke, liebevoll Gaijilla nach dem Entwicklerteam Gaijin benannt, schie√üt mit Blitzen Flieger ab und gab immense Belohnungen ab, sofern man sie zerst√∂ren konnte. Bereits letztes Jahr konnten die Spieler am 1. April das Spiel auf eine etwas andere Art erleben und mit neuen Fliegern aus My Little Pony rumd√ľsen.

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Sch√∂ner Aprilscherz vom offiziellen The Walking Dead Comic: Fanfavorit Daryl Dixon kommt ab Ausgabe 129, das w√§re in ein paar Monaten, auch bald im Comic vor. Bereits im Something to Fear Arc gab es Ger√ľchte, dass Daryl im Comic auftauchen k√∂nnte. Diese wurden durch ein Cover mit einem Savior inklusive Armbrust befeuert. Heute wissen wir, dass diese Figur schlussendlich Dwight wurde, die momentan vielleicht wichtigste Figur im Comic. Das obige Bild ist nat√ľrlich auch eine abgewandelte Version von ihm, inklusive Eugene vor der Alexandria Safe Zone, aus einer vorherigen Ausgabe des Comics.

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Ich muss mich mal kurz sammeln… Also zun√§chst wird alles riesig angek√ľndigt, quasi von heute auf morgen. Es folgen richtig aufwendige Produktionsvideos, in denen Kathleen Kennedy und George Lucas √ľber die Saga faseln und dann kommt auch noch Abrams, eigentlich die unausweichliche, aber auch von vielen Fans erhoffte, Person ans Steuer dieses Unterfangens. Es gibt Ger√ľchte, dann pfeifen es die Spatzen eigentlich bereits von den D√§chern und schlussendlich ist es sogar den Schauspieler zu bl√∂d, diese Geheimniskr√§merei weiter zu betreiben: Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford kehren zur√ľck.

Es schien alles wunderbar zu laufen, die Fans erwarteten erste Castingank√ľndigungen und diskutierten wom√∂gliche Spin-Offs. Doch dann wurde es pl√∂tzlich ganz still. Keine Ank√ľndigungen, keine Castings, keine tollen Videos mit Lucas. Dann der erste Knall: Michael Arndt, Oscar-Preistr√§ger f√ľr Little Miss Sunshine und Autor von Toy Story 3, verl√§sst die Produktion. Stattdessen schreiben Lawrence Kasdan und Abrams das Drehbuch nun selbst, von ma√üiven Rewrites wird in Hollywood gemunkelt.

Das ist jetzt 6 Monate her. Dazwischen das gro√üe Nichts. Und jetzt das: Wie TheWrap berichtet, hat nun auch Abrams das Handtuch geworfen. Eigentlich sollten die Dreharbeiten im Mai beginnen, doch der LOST-Erfindern hat nun genugt. Es gibt keine offizielle Pressemitteilung oder Aussage von Abrams, aber es wird gemutma√üt, dass der Druck von Disney f√ľr einen Kinostart 2015 einfach zu gro√ü war. Wir wissen bereits, dass der Starttermin von Episode VII vom √ľblichen Mai auf den 18. Dezember verlegt wurde. Ein Skandal in den Augen vieler Fans, aber irgendwo auch verst√§ndlich. Immerhin brauchte Abrams mehr Zeit. Doch in Wahrheit wird es wohl so sein, dass Disney, auf Druck seiner Aktion√§re, auf den sp√§tm√∂glichsten Termin im letzten Quartal des Jahres pochte und Abrams eigentlich mit 2016 viel besser arbeiten k√∂nnte.

Nun haben wir den Salat. Alles liegt in Scherben. Abrams d√ľrfte wohl nun doch den dritten Teil des Star Trek Reboots inszenieren, w√§hrend wir wieder zusehen m√ľssen, wie sich Regisseure nicht trauen, das Projekt zu √ľbernehmen. Auf Twitter geht das Ger√ľcht rum, dass LOST-Showrunner und Prometheus-Autor Damon Lindelof nun das Drehbuch komplett neu schreiben soll und vielleicht auch Regisseur wird. Was das bedeuten d√ľrfte, ist klar: Kein Midichlorianer-Quatsch mehr und die Macht wird endlich wieder ein gro√ües Mysterium, so wie es sein soll.

Manchmal stehe ich ein wenig (manchmal sogar recht viel) auf der Leitung, weshalb ich jetzt bis so ungef√§hr 5 Sekunden nach Videoende voll dabei war, bis ich dann merkte: Oh, Moment, achso… 1. April. So schade ist es aber nicht, denn Google w√§re ja nicht Google, wenn sie nicht auch ein wenig ihren Scherz in die Tat umsetzen w√ľrden. Man kann n√§mlich auf Android und iOS Ger√§ten tats√§chlich √ľber die Google Maps App Pok√©mon fangen. Empfinde ich als einen sehr passenden Scherz, auch wenn das alles schon ein wenig weh tut und Google nur mit meinen Gef√ľhlen spielt. Schlie√ülich wollen wir alle ein Pok√©mon MMO seit Jahren. Und kommt mir jetzt nicht mit Emulatorquatsch und sonstigen Sachen. Richtig. Offiziell. Von Nintendo! Anyway, weil man das tats√§chlich spielen kann, werde ich mir die App jetzt mal runterladen und ausprobieren.

Ein paar Stunden sp√§ter…

So, hier bin ich wieder. Es geht ganz einfach: Die App runterladen, ins Suchfeld gehen und dort dann auf “Starten” neben dem kleinen Pok√©ball-Symbol klicken. Man wird dann sofort in die Schweiz zur Anlage von CERN verfrachtet und kann dort in der Gegend Pok√©mon fangen. Macht ja auch Sinn, immerhin werden die dort bestimmt irgendwie mit dem Higgs Boson ein Portal zur Pok√©-Welt ge√∂ffnet haben und nun sind die Taschenmonster auf in unserer Welt. Science!

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Viel bleibt vom Mysterium im ersten Trailer nicht mehr √ľbrig: Earth to Echo wird wohl eine zahme und unverbl√ľmte E.T. Kopie mit Kameras, Internet und Handys, weil die Jugend heute alles filmt und das dann n√§her an ihrer Lebensrealit√§t ist. Und so. Das Endresultat wird daher vielleicht kein Spektakel f√ľr alle Altersstufen, aber es sieht am Ende trotz ein paar zweifelhafter Dialoge und Darbietungen wohl nach einem netten Abenteuerfilm f√ľr die Generation Facebook‚ĄĘ aus. Sowas muss es ja auch geben. Ich w√ľrde ihn mir sicher ansehen, wenn ich zw√∂lf w√§re. (Ich werde ihn mir aber auch so anschauen, is’ klar, ‘ne?)

Gro√üartiger Trailer zur Buddy-Cop Kom√∂die der etwas anderen Art: Nick (Jake Johnson pixellove) und Coach (Damon Wayans Jr.), bekannt aus New Girl, haben es nicht weit gebracht. Von ihren ehemaligen Tr√§umen ist im warmen Los Angeles nichts geworden. Durch einen Zufall auf einer Kost√ľmparty erkennen sie die Vorz√ľge einer Uniform und werden zur Sensation der Nachbarschaft. Das Leben von Polizisten gef√§llt ihnen so gut, dass sie sich immer mehr in diesem spa√üigen Sumpf verlieren, bis wahrscheinlich aus all dem Spa√ü bitterer Ernst werden wird und sie ein Verbrechen oder so l√∂sen m√ľssen. Ist ja auch egal, wie konventionell die Geschichte am Ende wird, die Chemie der Schauspieler ist einmalig und die Jokes sitzen. Neben The Interview mein Comedy-Highlight des Jahres. Kinostart hierzulande ist der 25. September. (via)

Bildnachweis: Pandastorm

©Pandastorm

Lettland, 2007
Regie: Aigars Grauba
Drehbuch: Lisa Eichhorn, Andrejs Ekis, Aigars Grauba, Valentin Jemeljanov, Andris Kolbergs, Valentin Yemelyannov
Darsteller: Janis Reinis, Elita Klavina, Girts Krumins
Länge: 118 Minuten
Rating: ★☆☆☆☆

Es gibt in Oh Boy diese wunderbar kleine Episode, als Niko seinem Freund Matze auf ein Filmset folgt und sie feststellen, dass schon wieder ein Film √ľber den Zweiten Weltkrieg gedreht wird. Niko, gespielt vom gro√üartigen Tom Schilling, der ironischerweise bereits selbst in solchen Produktionen mitwirkte, wird sogar eine kleine Komparsenrollen angeboten, aber wie so oft in diesem Film, hat er darauf nicht unbedingt Lust.

Es ist ein kleiner, aber feiner Kommentar von Regisseur und Autor Jan Ole Gerster auf die obsessive Vergangenheitsbewältigung des deutschen, aber auch des europäischen Kinos und Fernsehens und ohne Zweifel ein Hieb auf die großen Produktionen dieser Art, die Filmen wie Oh Boy, trotz kleinsten Budgets, die Luft rauben.

Es soll ja gar nicht √ľber das F√ľr und Wider des Weltkriegsfilms gehen, aus dessen Trag√∂dien man schlie√ülich immer noch in unseren turbulenten Zeiten aktuelle und notwendige Lehreinheiten erschlie√üen kann, sondern schlicht und einfach um den Anlass zu der Verfilmung. Dieser ist bei der Verfilmung der Verteidigung von Riga im Jahr 1919, als General von der Goltz das Ende des Ersten Weltkrieges akzeptieren wollte und die Balten wieder unter deutsche Kontrolle zu bringen versucht, immerhin gegeben. Dass Die letzte Front – Defenders of Riga, produziert in Lettland im Jahr 2007 und nun nach Deutschland ins Heimkino verfrachtet, also h√∂chst patriotisch ist, √ľberrascht ebenso wenig wie sein enormer kommerzieller Erfolg im Heimatland.

Doch im Idealfall beg√ľnstigt ein solcher Anlass nicht nur einen Wunsch der Verfilmung um nachfolgenden Generationen ein audiovisuelles Mahnmal und alten Veteranen ein Denkmal in der Kinogeschichte zu liefern, sondern auch den Drang nach einem echten Film, nicht nur einer Abhandlung von Ereignissen, und damit einer Geschichtsstunde, auf der Leinwand. Leider missgl√ľckt Die letzte Front hier ph√§nomenal und reiht sich in die lange Liste belangloser Abhandlungen der Zwei- oder Dreiteiler der √Ėffentlich-Rechtlichen ein.

Und nat√ľrlich ist in diesem gewollten Magnum Opus alles dabei, was man so erwartet. Leid und Liebe, Helden und B√∂sewichte, Tod und Hoffnung. Leider bedingt das jedoch keinen guten Film, sondern eine √ľberlange Produktion, die qualitativ sogar dem Niveau der TV-Filme hierzulande hinterher hinkt. Kost√ľme und sonstige Ausstattung scheinen bei der Vielzahl dieser Produktionen so oft gefragt, dass zweifellos eine gewisse Routine in diese Sparte der Produktion eingekehrt ist. Immerhin gibt es hier einen optischen Trost f√ľr den Zuschauer zu finden, der sonst unangenehme Darstellungen der Schauspieler und arge tonale Spr√ľnge durchleiden muss. Das sollte bei sieben Drehbuchautoren auch niemanden √ľberraschen. Da geht es vom Drama in die Romanze und direkt danach in die tiefen Abgr√ľnde des Krieges, die jedoch trotz des √ľbersch√§tzten FSK-16 Ratings keineswegs ad√§quat dargestellt oder von der CGI verhunzt werden.

Ein besonderes √Ąrgernis ist die Synchronisation ins Deutsche. Dass der Film nach sieben Jahren nun in Deutschland ver√∂ffentlicht wird, scheint nicht Folge einer Vision oder eines tiefen Wunsches, sondern dem standardm√§√üigen Einkaufs und einer darauffolgenden, lieblosen Ver√∂ffentlichung zu sein. Anders kann man die wahrhaftig schlechten, emotionslosen Interpretationen nicht erkl√§ren.

Die letzte Front – Defenders of Riga erz√§hlt eine Geschichte, die es verdient hat, einen Platz auf der gro√üen Leinwand zu finden. Nur eben nicht so. Eine weitere Einzelheit des fr√ľhen 20. Jahrhunderts verf√§llt der Verfilmungsmaschinerie des risikoscheuen Fernsehens, das hier als gro√ües Kino verkauft wird.

Der Goat Simulator wird zweifellos das Spiel des Jahres werden und hat f√ľr den Launch jetzt auch einen Werbespot im Stile des ber√ľhmten Dead Island Trailers bekommen. Da kommt zusammen, was zusammen geh√∂rt.

Goat Simulator is a small, broken and stupid game. It was made in a couple of weeks, so don’t expect a game in the size and scope of GTA with goats. In fact, you’re better off not expecting anything at all actually. To be completely honest, it would be best if you’d spend your $10 on a hula hoop, a pile of bricks, or maybe a real-life goat.

Das Spiel kommt am 1. April raus und kann bei Steam oder offiziellen Seite f√ľr gerade einmal 9.99$ vorbestellt werden. Die Informations√ľbersicht dort ist bereits ein allererstes Highlight.

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