Das erste DLC zu Battlefield 1 steht für Premium-Spieler am 14. März und für alle anderen am 29. März bereit. In “They Shall Not Pass” kann man dann endlich Franzosen spielen, sich auf zwei neuen Operations-Missionen über das fehlende Teamplay der Mitspieler ärgern, den neuen Modus Frontlines ausprobieren und sich an vielen neuen Waffen, Vehikel, Karten und Behemoths erfreuen. Ganz besonders freue ich mich auf die Map, in der der Wald in Flammen steht.

Ich spiele “They Shall Not Pass” bereits seit grob einer Woche auf dem Community Test Environment an und es gefällt mir durchaus sehr gut. Eine wirkliche Einschätzung der Karten ist aktuell sehr schwierig, da sie nur im Eroberungsmodus spielbar sind und sich im Vanilla-Game diverse Karten je nach Modus dramatisch anders spielen lassen. Abwarten.


Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

BBCs Planet Earth II war so gut, dass ich mir die Serie auf meine letztjährige Top 10 der besten Fernsehserien setzt. Es vergeht kaum eine Minute bei der ich mir nicht fragte: “Wieso zur Hölle haben sie diese Aufnahmen bekommen?”. Dabei geht es nicht nur um die immense Zeit, die Kosten oder die notwendige Geduld, sondern vor allem um die Kameraarbeit. Die Kamera ist so dicht an den Tieren dran, dass man fast jedes Mal rausgerissen wird, wären die Aufnahmen nicht so atemberaubend. Insbesondere die Dynamik der Kamerarbeit überzeugt. Während vor Jahren die Kameramänner noch mit ihren Gerätschaften versteckt rumliegen mussten, schwebt oder flitzt die Kamera inzwischen mit den Tieren mit.

Diese unglaubliche Arbeit hat Vox (Die Ami-Seite, nicht RTL VOX) im Video oben genauer erklärt und ich könnte nicht dankbarer sein dafür. Viele der Techniken waren wir zwar bereits vorher bewusst, aber die gesamte Progression an Kamera und Kameraarbeit im Genre der Naturdokus in einem Video so hübsch zusammengefasst zu bekommen hat schon was.

Colin Dickey findet bei New Republic für das Spektakel jedoch deutliche Kritik, der ich trotz meiner Begeisterung für die Aufnahmen zustimmen muss. Mit der gewonnenen Nähe zu den Tieren gehe der Blick für das gesamte Ökosystem verloren, schreibt er. Durch die Nahaufnahmen verschwinde der Mensch, die größte Bedrohung für diese Tiere. Weiterhin werden durch den anthropomorphisierten Blick zum Beispiel in dem viral gegangenen Verfolgungsvideo die Schlangen durch die Narrative zu den Bösewichten charaktersiert, wenn sie in Wahrheit die Spezies in dem Clip ist, die am ehesten durch den Klimawandel bedroht ist.

The years since have only brought more dread and uncertainty about the environment—yet Planet Earth II seems strangely frozen in time. The series is almost entirely free of an environmental perspective, failing to inform its audience that many of its showcased species are threatened or endangered. The first episode opens with the charismatic and languid pygmy three-toed sloth; we are told that it lives on the Isla Escudo off the coast of Panama, but not that it’s critically endangered due to tourism. […]

We never form a full picture of any of the various species on display in Planet Earth II; by the series end, the only thing we have a clear understanding of is its true star: the camera itself. Because animals inhabit a realm that is not only beyond our understanding, but beyond our perception, the series serves as a testing ground for innovative new developments in film technology. As a result, Planet Earth II comes off as the world’s most expensive film loop for selling high-definition televisions at Best Buy: The camera is dunked underwater, lashed to high-flying drones, and strapped to the DJI Ronin, a three-axis gimbal stabilizing unit that allows for long, steady tracking shots. The animals are not so much the subject of the camera as its measure.

In a sense, the Planet Earth series pulls off a marvelous trick: It allows us to see a world under almost constant threat of extinction without ham-handedly calling our attention to conservation issues. By chronicling in minute detail a world that could fall apart at the slightest disturbance, the series aims to passively foster an ethos of stewardship among its viewers without calling overt attention to it. In identifying with the baby iguanas over their snake predators, we’re relieved of any obligation to understand the greater ecological complexities of nature. In this telling, the baby iguana is not threatened by us, it is us—and, as with the iguana, our resilience ultimately overcomes all odds, fending off the dangers and horrors of the wider world. For the filmmakers, the natural world is a sublime landscape of awe and terror that offers the pure enjoyment of front-row seats to a previously unseen universe. Until the final episode, “Cities,” hardly any humans appear in the series at all, because our presence would break the spell; we might as well be witnessing some entirely alien planet.

Update: Inzwischen hat Vox zwei weitere Teile veröffentlicht, insgesamt ergibt sich ein echtes Making-Of, das man auch gut und gerne auf die Blu-ray Veröffentlichung packen kann. Das erste Video erzählt die Evolution der Timelapse-Aufnahmen und wie die digitale Kameratechnologie dieses Handwerk revolutionierte. Auch die Hyperlapse aus Folge 6 wird erklär.

Im letzten Video der Reihe zeigt Vox die Geschichte der Nachtaufnahmen und welche Kameras und Methoden man in der Vergangenheit verwendete. Allgemein gefällt mir an diesen Clips, dass nicht nur die beiden Planet Earth Serien erwähnt werden, sondern sie in den Kontext der Naturdokumentationen gestellt werden und die gesamte Entwicklung sichtbar wird.

Ich konnte mit der letzten Dokumentation aus dem Hause Brushfire Records nicht wirklich viel anfangen. Doch zum Verkaufsstarts der Tickets für die Sommertour von Musiker Jack Johnson wurde neben dem neuen Song Fragments auch die Doku komplett online gestellt, für die der Song geschrieben wurde.

In The Smog of The Sea geht Johnson mit bekannten Gesichtern aus seinem bisherigen Œuvre und einem Meeresbiologen auf Schifffahrt in den Atlantik, um dort die so genannten Plastikmüllflecken in den Ozeanen zu untersuchen. Ich hatte lange an den Mythos geglaubt, dass diese in etwa so wie eine Müllhalde im Wasser aussehen. In Wahrheit handelt es sich aber um billionenfache, klitzekleinen Plastikteilchen, die – wie der Titel schon verrät – unter der Oberfläche fast so etwas wie einen Smog kreieren. Während das Meer vom Schiff aus perfekt und blau in der Sonne erstrahlt, verheddern sich unter der Oberfläche Plastikteilchen mit Braunalgen oder werden von Fischen gefressen.

Die Doku ist ziemlich knapp, deckt aber in ihrer kurzen Laufzeit schön das Thema im Großen und Ganzen ab. Mir gefallen besonders die Kameraarbeit von Jack Johnson selbst, der neben seiner Profisurfer- und Musikkarriere auch Film studiert hat, sowie seine Ausführungen zu seiner spirituellen Verbundenheit dem Ozean gegenüber. Johnsons Musik ist in den letzten Jahren bei mir nicht mehr ganz so oft am laufen wie früher, aber er ist und bleibt einfach der realste Dude überhaupt.

100% of Jack Johnson’s 2008 tour profits were used to establish the Johnson Ohana Charitable Foundation, an endowment founded by Jack and Kim Johnson to support environmental, art and music education. Jack Johnson also donated 100% of his tour profits to charity from 2010 – 2013. As part of his 2014 From Here To Now To You World Tour, the Johnson Ohana Charitable Foundation offered direct and matching donations to All At Once Non-Profit Partners.

Vorhin noch über den Stand deutscher Serien geschimpft, haut Netflix nun den Trailer zu Dark raus, der ersten deutschen Produktion des Streamingdienstes. Es handelt sich um eine Mystery-Serie, in der die dunklen Geheimnisse einer Stadt aufgedeckt werden. Das Verschwinden von zwei Kindern führt vier Familien zusammen, deren gemeinsame Verbindung in das Jahr 1986 zurückreicht.

Ein bisschen Twin Peaks, ein bisschen Akte X, ein bisschen Schwarzwald. Dark stammt von den Showrunnern Baran bo Odar und Jantje Friese, respektive Regisseur und Autorin des deutschen Kinofilms Who Am I, der schon ganz gut war.

Bei der fiebrigen Suche nach einem vermissten Kind treten schockierende Sünden und Geheimnisse einer Kleinstadt zutage.

In den YouTube-Kommentaren schreibt einer: “Sieht schon mal nicht wie eine typische deutsche Produktion aus”. Und das ist auch irgendwie alles, was man aktuell dazu sagen kann. Es ist zu erkennen, dass die Produktion Geld gekostet hat und man sich bei den Bildern was gedacht hat. Na dann. Die Messlatte hängt tief, Dark muss kein großer Wurf werden. Dark muss einfach nur die erste kompetent erzählte Genreserie Deutschlands sein.

“Can you please stop acting like a fool?” Das denke ich mir häufig auch, wenn ich The Walking Dead schaue. Trotz dem immensen Hype und dem vielen Geld, das sich seit Jahrzehnten mit Zombies machen lässt, bleibt die AMC-Serie das traurige Fernsehhighlight des Genres. Die französische Produktionsfirma Les Productions Du Quatre Janvier, hinter der die Schöpfer Christelle Grasund und Yohan Labrousse stecken, wollten das ändern. (via)

Ihr TV-Pilot Reset konnte sich, das habe ich mit meine verkümmerten Französischkenntnissen und ein bisschen Googlen herausfinden können, zunächst über eine Crowdfundingkampagne finanzieren, dann jedoch trotz positivem Feedback und aufrichtigem Interesse keinen Sender finden, der die 10 Episoden produzieren wollte. Ihre Serie hätte von einer Gruppe Überlebender erzählt, die nach dem Ausbruch einer nicht näher spezifizierten Seuche im Großraum Paris zwischen Gangs und Zombies überleben müssen.

Wie der jetzt online gestellte Pilot beweist, ist das eine wirkliche Schande. Die Serie wirkt wie ein Gegengift zu dem wöchentlich verabreichten Schund, den AMC seinen willigen Zombiezuschauern zum Fraß vorwirft. Im Unterschied zu den Abenteuern im Wald gibt es in Reset sofort ein Gefühl für Größe und den Ort, an dem die Geschichte spielt. Es ist dazu erfrischend, wie die Figuren sich eher notdürftig von einer Situation zur nächsten hangeln, ohne dass es dabei immer große “Events” geben muss, mit denen The Walking Dead fast ausschließlich agiert.

Gleichzeitig gibt es weder überlange Monologe noch bedeutungsschwangere Dialoge, die Menschen reden und handeln für mein Gefühl sehr authentisch. Dazu konzentriert sich die Darstellung der Gewalt weniger auf die Zombiebisse, sondern die Taten, die sich die Überlebenden gegenseitig antun. Mir gefällt hier insbesondere der Nahkampf im Hochhaus, so kurz und “indie” er auch sein mag. Hier wird für mich ein spannendes Gefühl der Nähe erzeugt, etwas, das ich bei The Walking Dead seit jeher vermisse. Auch der eher ruhige Sound Mix vermittelt für mich ein Gefühl von Realität.

RESET focuses his story on 5 survivors in the midst of infected, but also gangs can be even more dangerous, in a post apocalyptic Paris. The world is gone and these 5 very different personalities will have to reveal themselves to survive.

Unterm Strich ist es ziemlich beeindruckend, wie viel Gefühl und Story bereits hier mit wenig Geld in kürzester Zeit realisiert wird. Dass der Pilot viral gehen wird, halte ich leider eher für unwahrscheinlich. Sonst hätte die Serie vielleicht doch noch eine Chance, ihre interessanten Ansätze fortzuführen.

Die aktuelle, deutsche Fernsehsensation ist übrigens eine Produktion von Amazon-Prime mit Matthias Schweighöfer in Anlehnung an Eagle Eye und die Black Mirror Folge, in der jemand gehackt wird (doofes Timing, Matze). Gleichzeitig jährt sich der großartige Brief von Clara bald zum fünften Mal. Kein Kommentar. Immerhin gibt es noch Jerks.

Okay, klar: Das ist ein guter Trailer. Trotz des bisher ausgezeichneten Marketings frage ich mich aber, ob Guardians of the Galaxy Vol. 2 der erste Marvel-Film sein wird, der den Sequel-Fluch des Studios brechen kann. Iron Man 2, Civil War, Age of Ultron – jeder Film, bei dem der gefeierte Regisseur eines Marvel-Erfolgs zurückkehrte, hat im Anschluss darauf versagt. Ob das James Gunn nun auch aus den diversen Gründen, die diese Filme plagten, passieren wird, kann ich nicht einschätzen. Dafür verfolge ich die diese Filme nicht aufmerksam genug. Aber es ist schon ein interessantes Phänomen. Vor einiger Zeit war sich Gunn nämlich nicht sicher, ob er einen dritten Film in der Produktionslinie Marvels machen möchte.

Aber ist auch nicht so wichtig. KURT RUSSELL!

Set to the backdrop of ‘Awesome Mixtape #2,’ Marvel’s Guardians of the Galaxy Vol. 2 continues the team’s adventures as they traverse the outer reaches of the cosmos. The Guardians must fight to keep their newfound family together as they unravel the mysteries of Peter Quill’s true parentage. Old foes become new allies and fan-favorite characters from the classic comics will come to our heroes’ aid as the Marvel cinematic universe continues to expand.

Steven Spielberg, Francis Ford Coppola, Guillermo del Toro, Paul Greengrass und Lawrence Kasdan mit der Unterstützung von Meryl Streep als Erzählstimme präsentieren in einer neuen Netflix-Seire die Weltkriegsarbeiten von Frank Capra, John Ford, John Huston, George Stevens und William Wyler. Die Serie wird sich den Dokumentarfilmen selbst widmen, aber auch verfolgen, wie die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs die Filmemacher und ihr Werk nachhaltig beeinflusst hat. Spielberg und der Zweite Weltkrieg ist immer interessant und zusätzlich wird Netflix noch einige der Dokumentarfilme von Ford, Wyler und Co. passend zum Start von Five Came Back am 31. März online stellen. Passt jetzt nicht unbedingt zum sonstigen Portfolio und dem stereotypisch wahrgenommen Netflix-Zuschauer, aber wenn das Streamingunternehmen seine Fühler ausstreckt, soll mir das recht sein.

In conjunction with the launch of Five Came Back, Netflix will also present 13 documentaries discussed in the series, including Ford’s The Battle of Midway, Wyler’s The Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress, Huston’s Report from the Aleutians, Capra’s The Battle of Russia, Stevens’ Nazi Concentration Camps, and Stuart Heisler’s The Negro Soldier.