Gaming in der Online-Community hat sich seit den Tagen von Half-Life , StarCraft und SimCity auf dem PC stark verändert. Während in normalen Shootern sich die Leuten immer noch normal die Köpfe einschießen, wird auf dem MMORPG-Markt oder auch in gewissen Einzelspielerkampagnen die Spielpräsentation immer kooperativer durch eine ständige Verbundenheit mit einem größeren Netzwerk. Zusätzlich werden selbst Handyspiele immer Multiplayer-lastiger und durch diese Informationen aus kooperativen Sitzungen werden immer mehr Features zugänglich, die früher einmal nur Konsolen- oder PC-Spielern möglich waren.

Diese Funktionen sollen nicht nur die Sitzungen jeweils verlängern, sondern auch zu mehr Wettkämpfen anspornen und den Spaß generell erhöhen. Der erwünschte synergetische Effekt ist ein erhöhter Wiederspielwert des jeweiligen Spiels.

Während früher eine einzelne Kampagne die Gesamtheit eines Spieles darstellte und man sie lediglich wiederholen konnte, wird in Onlinespielen dieser Wiederspielwert von Entwicklern enorm beachtet. Das Spiel muss fundamental anders designt sein, soll man es immer und immer wieder spielen. Dies erreichen die Firmen durch Einbindung von Achievements, wie z.B. Microsoft das in seinem Xbox-System erreichte, oder durch Trophäen, Freunde, mehr Missionen, unterschiedliche Konten, usw. Die Einbindung dieser Features ins Spiel findet nativ statt und bis auf die ein oder andere Bestätigungsnachricht soll der Spieler nicht belästigt werden.

Zu den erfolgreichsten Entwicklungen der letzten Jahre gehört die Einbindung von Achievements, eine Freundesliste und Missionen. GTA Online ist ein schönes Beispiel wie grundlegend und ineinander übergehend diese Kategorien sind, aber auch wie natürlich sie das sonstige Chaos in Los Santos unterstützen.

Achievements

Erfolge und Trophäen sind seit langem ein Teil unserer Gaming-Erfahrung, wenn auch unbewusst und nicht erst seit den Tages des PSNs und von Xbox Live. Während sie möglicherweise nicht in der Form einer Liste außerhalb des Spiels existiert haben, gab es sie auf jeden Fall im Spiel selbst, oftmals als Belohnung in Form einer neuen Waffe oder einem neuen Level. Zum Beispiel wäre da Final Fantasy: In Lade-Menüs konnte man durch Anzeigen verfolgen, wie weit oder nahe man einem neuen Item ist.

Heutzutage ist es nicht nur möglich die Fortschritte ständig und überall zu sehen und zu teilen, sondern sich auch in den jeweiligen Communities mit seinen Erfolg zu schmücken. Allerdings sind diese Magnate von Sony, Microsoft oder Valve nicht die einzigen Community-getriebenen Hubs, die diese Funktionen nutzen. (weiterlesen…)

Und noch ein guter Aprilscherz aus dem Spiel, das ich am meisten spiele: In dem Weltkriegsshooter War Thunder kann man mit Flugzeugen normalerweise gegen die Allierten oder Axenmächte kämpfen, gestern mussten die verfeindeten Fraktionen sich aber gegen einen gemeinsamen Gegner vereinen. Die riesige Schnecke, liebevoll Gaijilla nach dem Entwicklerteam Gaijin benannt, schießt mit Blitzen Flieger ab und gab immense Belohnungen ab, sofern man sie zerstören konnte. Bereits letztes Jahr konnten die Spieler am 1. April das Spiel auf eine etwas andere Art erleben und mit neuen Fliegern aus My Little Pony rumdüsen.

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Schöner Aprilscherz vom offiziellen The Walking Dead Comic: Fanfavorit Daryl Dixon kommt ab Ausgabe 129, das wäre in ein paar Monaten, auch bald im Comic vor. Bereits im Something to Fear Arc gab es Gerüchte, dass Daryl im Comic auftauchen könnte. Diese wurden durch ein Cover mit einem Savior inklusive Armbrust befeuert. Heute wissen wir, dass diese Figur schlussendlich Dwight wurde, die momentan vielleicht wichtigste Figur im Comic. Das obige Bild ist natürlich auch eine abgewandelte Version von ihm, inklusive Eugene vor der Alexandria Safe Zone, aus einer vorherigen Ausgabe des Comics.

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Ich muss mich mal kurz sammeln… Also zunächst wird alles riesig angekündigt, quasi von heute auf morgen. Es folgen richtig aufwendige Produktionsvideos, in denen Kathleen Kennedy und George Lucas über die Saga faseln und dann kommt auch noch Abrams, eigentlich die unausweichliche, aber auch von vielen Fans erhoffte, Person ans Steuer dieses Unterfangens. Es gibt Gerüchte, dann pfeifen es die Spatzen eigentlich bereits von den Dächern und schlussendlich ist es sogar den Schauspieler zu blöd, diese Geheimniskrämerei weiter zu betreiben: Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford kehren zurück.

Es schien alles wunderbar zu laufen, die Fans erwarteten erste Castingankündigungen und diskutierten womögliche Spin-Offs. Doch dann wurde es plötzlich ganz still. Keine Ankündigungen, keine Castings, keine tollen Videos mit Lucas. Dann der erste Knall: Michael Arndt, Oscar-Preisträger für Little Miss Sunshine und Autor von Toy Story 3, verlässt die Produktion. Stattdessen schreiben Lawrence Kasdan und Abrams das Drehbuch nun selbst, von maßiven Rewrites wird in Hollywood gemunkelt.

Das ist jetzt 6 Monate her. Dazwischen das große Nichts. Und jetzt das: Wie TheWrap berichtet, hat nun auch Abrams das Handtuch geworfen. Eigentlich sollten die Dreharbeiten im Mai beginnen, doch der LOST-Erfindern hat nun genugt. Es gibt keine offizielle Pressemitteilung oder Aussage von Abrams, aber es wird gemutmaßt, dass der Druck von Disney für einen Kinostart 2015 einfach zu groß war. Wir wissen bereits, dass der Starttermin von Episode VII vom üblichen Mai auf den 18. Dezember verlegt wurde. Ein Skandal in den Augen vieler Fans, aber irgendwo auch verständlich. Immerhin brauchte Abrams mehr Zeit. Doch in Wahrheit wird es wohl so sein, dass Disney, auf Druck seiner Aktionäre, auf den spätmöglichsten Termin im letzten Quartal des Jahres pochte und Abrams eigentlich mit 2016 viel besser arbeiten könnte.

Nun haben wir den Salat. Alles liegt in Scherben. Abrams dürfte wohl nun doch den dritten Teil des Star Trek Reboots inszenieren, während wir wieder zusehen müssen, wie sich Regisseure nicht trauen, das Projekt zu übernehmen. Auf Twitter geht das Gerücht rum, dass LOST-Showrunner und Prometheus-Autor Damon Lindelof nun das Drehbuch komplett neu schreiben soll und vielleicht auch Regisseur wird. Was das bedeuten dürfte, ist klar: Kein Midichlorianer-Quatsch mehr und die Macht wird endlich wieder ein großes Mysterium, so wie es sein soll.

Manchmal stehe ich ein wenig (manchmal sogar recht viel) auf der Leitung, weshalb ich jetzt bis so ungefähr 5 Sekunden nach Videoende voll dabei war, bis ich dann merkte: Oh, Moment, achso… 1. April. So schade ist es aber nicht, denn Google wäre ja nicht Google, wenn sie nicht auch ein wenig ihren Scherz in die Tat umsetzen würden. Man kann nämlich auf Android und iOS Geräten tatsächlich über die Google Maps App Pokémon fangen. Empfinde ich als einen sehr passenden Scherz, auch wenn das alles schon ein wenig weh tut und Google nur mit meinen Gefühlen spielt. Schließlich wollen wir alle ein Pokémon MMO seit Jahren. Und kommt mir jetzt nicht mit Emulatorquatsch und sonstigen Sachen. Richtig. Offiziell. Von Nintendo! Anyway, weil man das tatsächlich spielen kann, werde ich mir die App jetzt mal runterladen und ausprobieren.

Ein paar Stunden später…

So, hier bin ich wieder. Es geht ganz einfach: Die App runterladen, ins Suchfeld gehen und dort dann auf “Starten” neben dem kleinen Pokéball-Symbol klicken. Man wird dann sofort in die Schweiz zur Anlage von CERN verfrachtet und kann dort in der Gegend Pokémon fangen. Macht ja auch Sinn, immerhin werden die dort bestimmt irgendwie mit dem Higgs Boson ein Portal zur Poké-Welt geöffnet haben und nun sind die Taschenmonster auf in unserer Welt. Science!

pokemon master google

Viel bleibt vom Mysterium im ersten Trailer nicht mehr übrig: Earth to Echo wird wohl eine zahme und unverblümte E.T. Kopie mit Kameras, Internet und Handys, weil die Jugend heute alles filmt und das dann näher an ihrer Lebensrealität ist. Und so. Das Endresultat wird daher vielleicht kein Spektakel für alle Altersstufen, aber es sieht am Ende trotz ein paar zweifelhafter Dialoge und Darbietungen wohl nach einem netten Abenteuerfilm für die Generation Facebook™ aus. Sowas muss es ja auch geben. Ich würde ihn mir sicher ansehen, wenn ich zwölf wäre. (Ich werde ihn mir aber auch so anschauen, is’ klar, ‘ne?)

Großartiger Trailer zur Buddy-Cop Komödie der etwas anderen Art: Nick (Jake Johnson pixellove) und Coach (Damon Wayans Jr.), bekannt aus New Girl, haben es nicht weit gebracht. Von ihren ehemaligen Träumen ist im warmen Los Angeles nichts geworden. Durch einen Zufall auf einer Kostümparty erkennen sie die Vorzüge einer Uniform und werden zur Sensation der Nachbarschaft. Das Leben von Polizisten gefällt ihnen so gut, dass sie sich immer mehr in diesem spaßigen Sumpf verlieren, bis wahrscheinlich aus all dem Spaß bitterer Ernst werden wird und sie ein Verbrechen oder so lösen müssen. Ist ja auch egal, wie konventionell die Geschichte am Ende wird, die Chemie der Schauspieler ist einmalig und die Jokes sitzen. Neben The Interview mein Comedy-Highlight des Jahres. Kinostart hierzulande ist der 25. September. (via)

Bildnachweis: Pandastorm

©Pandastorm

Lettland, 2007
Regie: Aigars Grauba
Drehbuch: Lisa Eichhorn, Andrejs Ekis, Aigars Grauba, Valentin Jemeljanov, Andris Kolbergs, Valentin Yemelyannov
Darsteller: Janis Reinis, Elita Klavina, Girts Krumins
Länge: 118 Minuten
Rating: ★☆☆☆☆

Es gibt in Oh Boy diese wunderbar kleine Episode, als Niko seinem Freund Matze auf ein Filmset folgt und sie feststellen, dass schon wieder ein Film über den Zweiten Weltkrieg gedreht wird. Niko, gespielt vom großartigen Tom Schilling, der ironischerweise bereits selbst in solchen Produktionen mitwirkte, wird sogar eine kleine Komparsenrollen angeboten, aber wie so oft in diesem Film, hat er darauf nicht unbedingt Lust.

Es ist ein kleiner, aber feiner Kommentar von Regisseur und Autor Jan Ole Gerster auf die obsessive Vergangenheitsbewältigung des deutschen, aber auch des europäischen Kinos und Fernsehens und ohne Zweifel ein Hieb auf die großen Produktionen dieser Art, die Filmen wie Oh Boy, trotz kleinsten Budgets, die Luft rauben.

Es soll ja gar nicht über das Für und Wider des Weltkriegsfilms gehen, aus dessen Tragödien man schließlich immer noch in unseren turbulenten Zeiten aktuelle und notwendige Lehreinheiten erschließen kann, sondern schlicht und einfach um den Anlass zu der Verfilmung. Dieser ist bei der Verfilmung der Verteidigung von Riga im Jahr 1919, als General von der Goltz das Ende des Ersten Weltkrieges akzeptieren wollte und die Balten wieder unter deutsche Kontrolle zu bringen versucht, immerhin gegeben. Dass Die letzte Front – Defenders of Riga, produziert in Lettland im Jahr 2007 und nun nach Deutschland ins Heimkino verfrachtet, also höchst patriotisch ist, überrascht ebenso wenig wie sein enormer kommerzieller Erfolg im Heimatland.

Doch im Idealfall begünstigt ein solcher Anlass nicht nur einen Wunsch der Verfilmung um nachfolgenden Generationen ein audiovisuelles Mahnmal und alten Veteranen ein Denkmal in der Kinogeschichte zu liefern, sondern auch den Drang nach einem echten Film, nicht nur einer Abhandlung von Ereignissen, und damit einer Geschichtsstunde, auf der Leinwand. Leider missglückt Die letzte Front hier phänomenal und reiht sich in die lange Liste belangloser Abhandlungen der Zwei- oder Dreiteiler der Öffentlich-Rechtlichen ein.

Und natürlich ist in diesem gewollten Magnum Opus alles dabei, was man so erwartet. Leid und Liebe, Helden und Bösewichte, Tod und Hoffnung. Leider bedingt das jedoch keinen guten Film, sondern eine überlange Produktion, die qualitativ sogar dem Niveau der TV-Filme hierzulande hinterher hinkt. Kostüme und sonstige Ausstattung scheinen bei der Vielzahl dieser Produktionen so oft gefragt, dass zweifellos eine gewisse Routine in diese Sparte der Produktion eingekehrt ist. Immerhin gibt es hier einen optischen Trost für den Zuschauer zu finden, der sonst unangenehme Darstellungen der Schauspieler und arge tonale Sprünge durchleiden muss. Das sollte bei sieben Drehbuchautoren auch niemanden überraschen. Da geht es vom Drama in die Romanze und direkt danach in die tiefen Abgründe des Krieges, die jedoch trotz des überschätzten FSK-16 Ratings keineswegs adäquat dargestellt oder von der CGI verhunzt werden.

Ein besonderes Ärgernis ist die Synchronisation ins Deutsche. Dass der Film nach sieben Jahren nun in Deutschland veröffentlicht wird, scheint nicht Folge einer Vision oder eines tiefen Wunsches, sondern dem standardmäßigen Einkaufs und einer darauffolgenden, lieblosen Veröffentlichung zu sein. Anders kann man die wahrhaftig schlechten, emotionslosen Interpretationen nicht erklären.

Die letzte Front – Defenders of Riga erzählt eine Geschichte, die es verdient hat, einen Platz auf der großen Leinwand zu finden. Nur eben nicht so. Eine weitere Einzelheit des frühen 20. Jahrhunderts verfällt der Verfilmungsmaschinerie des risikoscheuen Fernsehens, das hier als großes Kino verkauft wird.