Noch nie zuvor etwas davon gehört, klingt jedoch schwer interessant: In Netflix’ Altered Carbon können Menschen 500 Jahre in der Zukunft ihr Bewusstsein problemlos von einem Körper in den anderen transferieren. Die Serie kommt von Laeta Kalogridis (Alita: Battle Angel, kommt 2018 von Robert Rodriguez *schauder*) und Regisseur Miguel Sapochnik, dem Meister hinter den besten Game of Thrones Folgen wie Hardhome oder Battle of the Bastards. Joel Kinnaman übernimmt die Hauptrolle, los geht es am 2. Februar 2018. Netflix veröffentlicht weder Zuschauerzahlen noch Produktionskosten, doch Altered Carbon soll Gerüchten zufolge die bisher teuerste Serienproduktion des Streamingdienstes sein. Dem Trailer sieht man das nicht unbedingt an.

Based on the classic cyberpunk noir novel by Richard K. Morgan, Altered Carbon is an intriguing story of murder, love, sex, and betrayal, set more than 300 years in the future. Society has been transformed by new technology: consciousness can be digitized; human bodies are interchangeable; death is no longer permanent. Takeshi Kovacs is the lone surviving soldier in a group of elite interstellar warriors who were defeated in an uprising against the new world order. His mind was imprisoned, “on ice”, for centuries until Laurens Bancroft, an impossibly wealthy, long-lived man, offers Kovacs the chance to live again. In exchange, Kovacs has to solve a murder … that of Bancroft himself. The series is produced by Skydance Television for Netflix.

Ich bin schwer gespannt, was Sapochnik mit dem Stoff macht. Dass die Serie von Skydance produziert wird, lässt mich jedoch etwas zögern. David Ellison hat offenbar ein riesiges Herz für Science Fiction und Action, bisher waren die Studioproduktionen aber eher immer hit-or-miss.

RIP Every Frame a Painting

05 Dec, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Einer der wenigen nicht nervigen Video-Essayisten macht Schlusst. Schade.

But in the past year, we’ve both started new jobs and taken on other freelance work. Things started piling up and it took all our energy to get through the work we’d agreed to do. When we started this YouTube project, we gave ourselves one simple rule: if we ever stopped enjoying the videos, we’d also stop making them. And one day, we woke up and felt it was time.

Wie von Tony und seinem Partner Taylor gewohnt ist die Grabrede vollgestopft mit nützlichen Informationen, ehrlicher Klarheit und tollen Zitaten wie:

It’s very tempting to use Google because it’s so quick and it’s right there, but that’s exactly why you shouldn’t go straight to it. By taking your research to the library, you’re immediately breaking out of the online cycle of repetition, and your work will improve immediately.

Außerdem Respekt an die beiden Typen, dass sie die Cash Cow nicht melken. Auf Patreon würden sie nämlich aktuell immer noch knapp $7,500 pro Video erhalten.


Besser spät als nie: In der 5. Ausgabe des Kulturindustrie-Podcasts sprachen wir über einen Blockbuster, einen Jugendroman sowie die #MeToo-Skandale. Justice League fand ich persönlich gar nicht so schrecklich, aber zwei Wochen später muss ich auch gestehen, dass ich mich an nichts mehr wirklich erinnern kann. Dagegen gefiel mir John Greens neuer Roman sehr gut. Langjährige Leser des Blogs wissen, dass ich ein großer Fan bin. Turtles All The Way Down war jetzt nicht unbedingt ein Kracher, eher more-of-the-same, aber dennoch gut. Alles weitere im Podcast.

Shownotes:

Themen: “Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken”, der neue Jugendroman von John Green. “Justice League”, der jüngste Superhelden-Krachbumm aus dem Hause DC. Und: unsere Gedanken zu den Reaktionen auf die Skandale rund um sexuellen Missbrauch und sexuelle Belästigung in Hollywood und anderswo. Außerdem wieder: Persönliche Empfehlungen von jedem von uns.

5:00 – Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
22:11 – Justice League
39:37 – #MeToo und die Folgen
1:04:11 – Empfehlungen

Kulturindustrie auf Twitter – @kultindustrie
Schickt uns eure Empfehlungen per Sprachnachricht an podcast@kulturindustrie.de

Alex auf Twitter @alexmatzkeit – Lucas auf Twitter @kinomensch – Mihaela auf Twitter @mihatory – Sascha auf Twitter @reeft

Musik: Gipfeltreffen | gipfeltreffenband.de/

Links zu Soundcloud und Podcast-Feeds:

Soundcloud: 005 – Justice League, Turtles All The Way Down, #MeToo und die Folgen
iTunes: Kulturindustrie
Podcast-Feed: http://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:331600180/sounds.rss

Ich habe mir erst noch beim Autofahren vor wenigen Tagen gedacht, als “Dark Side of the Gym” zum hundersten Mal durch meiner Spotify-App lief, dass man aus dieser schwelenden Ballade doch eigentlich ein schönes Musikvideo machen könnte. Magische Kräfte habe ich noch nicht, aber das ist doch mal ein Zufall: The National haben einen romantischen Tanz filmen lassen, ohne Zwischentöne und Schnickschnack. Die reduzierte Aufmachung in Verbindung mit den liebevollen und schwungvollen Bewegungen ist eine tolle Kombination. Die Rechnung geht auf.

Ich hatte jedoch eine etwas dunklere Version des Videos im Kopf. Der oft wiederholte Vers “I’ll keep you in love with me for a while” hatte für mich immer etwas Dunkles. Im besten Fall handelt es sich um eine Selbsterkenntnis, dass Liebe im Leben des Sängers auf Grund der eigenen charakterlichen Verfehlungen nie von Dauer ist. Im schlimmsten Fall handelt es sich um eine Art moderne Version von Falcos “Jeanny”, bei der, an den vielen Wiederholungen erkennbar, Zwang im Spiel sein muss.

Stattdessen entschied sich die Band für die ganz buchstäbliche Umsetzung. Passt für mich auch.

Inszeniert wurde das Video von Ballett-Boy-Wonder Justin Peck, der bereits mit einem Tanz durch die New Yorker U-Bahn entzückte und ein Freund von The National Gitarrist Bryce Dessner. Zusammen hatten die beiden Künstler zuvor bereits ein Märchen von Hans Christian Andersen für die Bühne adaptiert. Nun bewegt sich Peck zusammen mit einer häufigen Tanzpartnerin Patricia Delgado inmitten von Ballons zu dem besten Titel der zweiten Hälfte des Albums.

Sleep Well Beast fängt für mich grandios an. Ein Knallersong nach dem anderen, aber spätestens am “Turtleneck” gibt es einen tonalen Bruch, von dem sich das Album erst allmählich erholt. “Dark Side of the Gym” ist dabei für mich das Highlight, Berningers Bariton passt perfekt zu den Lyrics und die Musik lässt einen schwelgen, weshalb das Ballett ein wirklich guter Einfall war. Besonders die Glitch-Experimente am Ende, die dann in ein orchestrales Arrangement übergehen, begeistern mich nach wie vor.

Ich bin nicht der größte Fan der Video-Essays des Nerdwriters, aber hier hat er schon recht.

Die neue Ausgabe des weltbesten Spielemagazins aller Zeiten ist draußen. Ab sofort könnt ihr die zwölfte Ausgabe der WASD über Spaß in Videospielen käuflich erwerben. Oder ihr könnt bei der Pew³-Verlosung gewinnen, dazu unten mehr.

In der zwölften WASD geht es um Spaß, und das wirft immer eine Menge Fragen auf: Spaß, was ist das überhaupt? Müssen Computerspiele überhaupt Spaß machen und wie viel Spaß kann man überhaupt mit dem Maggi Chatbot haben? Wir zählen Clowns in Computerspielen, segeln einsam über das Meer und streiten uns über Walking Simulatoren. Die zwölfte WASD macht Spaß, auch und gerade deswegen, weil sie ebenso die ernsthaften Seiten dieses Thema beleuchtet.

Weiterhin war es mir wieder eine große Ehre einen Text für diese großartige Sammlung beisteuern zu dürfen. Seit einigen Monaten ist hier die Postfrequenz noch deutlicher als vorher zurückgegangen, was an meiner anhaltenden Faszination für PlayerUnKnown’s Battlegrounds liegt. Das Battle Royale Spiel hat dieses Jahr nicht nur mich in seinem Bann gezogen. 2017 dominierte das Spiel die Steam-Charts. Aber wieso eigentlich? In dem Spiel geht es nur ums Gewinnen und dieser Weg führt über Leichen. Anders wie wie z.B. bei Counter-Strike fehlt es Battlegrounds an innerer Ordnung oder sogar einer Geschichte. Räuber und Gendarm? Fehlanzeige. Das übergeordnete Ziel ist der Sieg durch zahlreiche Tötungen in einem kontextlosen Raum. Wieso also macht das Spiel so viel Spaß? Ich hab’s für euch rausgefunden.

Einige Leseproben gibt es hier. Oder falls ihr bereits schon jetzt überzeugt seid, könnt ihr die neue Ausgabe direkt im Shop kaufen. Noch besser: Ihr schließt gleich ein Abonnement ab. Dann gibt es nämlich zusätzlich zum Preisvorteil und der Posterprämie ein Starter-Kit mit fünf edlen Letterpress-Lesezeichen.

 

Zum Start der 12. Ausgabe verlost PewPewPew zwei Exemplare. Um teilzunehmen, hinterlässt du mir einen Kommentar unter diesem Post bis zum kommenden Sonntag (3. Dezember 2017, 24 Uhr). Schreibt mir, welche Spiele euch am meisten Spaß machen und wieso. Die Gewinner zieht wie immer random.org.

AVENGERS: INFINITY WAR Trailer

29 Nov, 2017 · Sascha · Film · 1 comment

Zehn Jahre Franchise-Building enden hier: Eine Gruppe von Superhelden müssen einen muskulösen, lilanen Typen vermöbeln. Okay, das klingt doch super.

Bei all dem angestauten Zynismus bin ich nun nach dem Trailer aber tatsächlich doch irgendwie aufgeregt und gespannt, wie Marvel das ganze Unterfangen beenden wird. Der Look der Russo-Brüder war bereits in Civil War mehr Fernsehen als Kino, was aber zu den episodischen Einträgen in die Filmreihe, die sich bisweilen wie Hausaufgaben anfühlten, auch wiederum passte. Über das unfertige und für Youtube komprimierte CGI müssen wir auch kein Wort verlieren, dafür ist aber bereits die Abwesenheit von sämtlichen Späßen erwähnenswert.