Sideshow Collectibles teaste bereits auf der diesjährigen SDCC die neue Version des Mythos Ben Kenobi an, einer legendären und lange ausverkauften Obi-Wan Statue, die inzwischen bei eBay für in vierstelligen Dollarbeträgen den Besitzer wechselt. Das Ding ist so beliebt, dass Fans sich sogar zwischenzeitlich ihre eigenen Versionen zusammenbauten.

Seit einer Woche ist das neue Teil nur vorbestellbar und kommt irgendwann in einem Jahr dann an die neuen glücklichen Sammler, mich eingeschlossen. Ich wollte die ursprüngliche Mythos Statue schon damals kaufen, konnte mir den Spaß aber nicht leisten. Ich finde das neue Gesicht von Obi-Wan nicht ganz so erfolgreich, aber nochmal lass ich mir die Chance nicht entgehen. (Auch ein Grund, wieso hier so viele Sponsored Posts liefen in letzter Zeit. Ihr versteht das.)


Nach unserem glorreichen Start geht es auch gleich weiter. In der ersten offiziellen Folge haben wir auch direkt mit einem Film, einer Serie sowie einem Indiespiel direkt die ganze kulturelle Bandbreite abgedeckt. In Zukunft soll das weiterhin so im Zweiwochenrhythmus laufen. Freut euch schon auf unsere Besprechung von Blade Runner sowie dem neuen Sequel im nächsten Podcast.

Shownotes:

In Folge 001 widmen wir uns Darren Aronofsky’s polarisierendem Film “mother!” mit Javier Bardem & Jennifer Lawrence, dem Stuttgarter Tatort “Stau” von Dietrich Brüggemann und “The First Tree”, einem nachdenklichen Indiegame von David Wehle.

00:01:29 – Mother!
00:09:21 – Mother! Spoiler
00:22:13 – Stau
00:37:20 – The First Tree
0:54:50 – Empfehlungen

Schreibt uns an podcast@kulturindustrie.com.
Kulturindustrie auf Twitter: @kultindustrie

Alex auf Twitter @alexmatzkeit – Lucas auf Twitter @kinomensch – Mihaela auf Twitter @mihatory – Sascha auf Twitter @reeft

Musik: Gipfeltreffen | gipfeltreffenband.de/

Links zu Soundcloud und Podcast-Feeds:

Soundcloud: 001: mother!, Tatort: Stau, The First Tree
iTunes: Kulturindustrie
Podcast-Feed: http://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:331600180/sounds.rss

Ich mache manchmal auch Fotos und veröffentliche sie auf Flickr oder meinem Portfolio. Gestern Abend war der Sonnenuntergang ganz besonders schön.


© AMC

Staffelfinale! Oder zumindest fühlt es sich so an. Ein paar Episoden gibt es in der dritten Staffel von Fear The Walking Dead noch in den kommenden Wochen zu sehen. Mit dieser Folge jedoch findet die aktuelle Entwicklung ihren glorreichen Höhepunkt.

Fear the Walking Dead ist eine gute Serie geworden. Ich fürchte, ich mutiere zum Missionar in Dauerschleife, aber die aktuelle Entwicklung wird wöchentlich von Folge zu Folge bestätigt und intensiviert. Auch die neue Folge This Land Is Your Land, nach dem berühmten Lied von Woodie Guthry, schlägt in diese Kerbe. Sie ist mitreißend inszeniert, nuanciert in ihrer Darstellung der immer fragiler werdenden Menschlichkeit und sie wird durch eine zentrale Darbietung geankert, die ihresgleichen sucht.

Die Farm wurde von den Zombies überrannt. Die von Troy aufgescheuchte Horde konnte weder abgewendet noch abgewehrt werden und mit den letzten Kräften retteten sich Alicia, Ofelia, Crazy Dog und eine verzweifelte Meute in den Bunker. Dort haben sie eigentlich alles, was sie sich wünschen könnten. Viele Waffen und jede Menge Proviant, doch das Versteck ist nicht für diese Masse an Menschen ausgelegt, weshalb der Luftschutzbunker jetzt zur tödlichen Falle werden könnte.


Fear The Walking Dead: Düstere Szenen im Bunker
© AMC

Dieses Szenario nutzt Fear the Walking Dead, um die Nähe der Figuren zur alten Ordnung zu unterstreichen. Die Lösung des Problems ist nämlich, dass Alicia die Menschen mit Bissspuren töten muss, da sie ohnehin dem Tod geweiht sind. Durch die aktive Sterbehilfe in Form von effektiven Schmerzmitteln werden die Personen zunächst sanft in die ewige Ruhe geleitet – um dann ein Messer in den Hinterkopf zu bekommen. Und das stellt natürlich einen definitiven Unterschied zum üblichen Abschlachten der Walker dar, wogegen die Überlebenden inzwischen immunisiert sein dürften. Nein, hier werden Menschen getötet, das soll ganz klar sein. Die Serie adressiert nie direkt die moralischen Konflikte oder verbalisiert sie lautstark. Dafür ist sie inzwischen viel zu nuanciert und gewieft. Doch die menschlichen und emotionalen Folgen sowie Belastungen werden dargestellt, hauptsächlich durch nonverbale Reaktionen von Alicia (wunderbar gespielt von Alycia Debnam-Carey).

Außerhalb des Bunkers beobachten Troy und Nick (Frank Dillane) die Zombiemeute. Sie überlegen sich, wie sie den eingeschlossenen Menschen helfen können und entscheiden sich, mit dem Auto durch die Menge zu rasen. Troys verstörtes Gefallen beim Überfahren der Toten grenzt ihn von all den anderen Figuren deutlich ab. Womöglich ist auch genau das der Grund, weshalb Troy noch am Leben ist. Sicherlich hat Nick Schuldgefühle, doch das kann nicht der alleinige Grund für Troys Überleben sein. Nein, die Thematik greift hier wesentlich tiefer. Ähnlich wie Alicia hat Nick, ebenso Madison, ein großes Problem damit sich den neuen Wahrheiten dieser Realität zu beugen und anzuerkennen, dass diese Welt eventuell ohne einige Walker besser auskommen würde. Während Rick in der Mutterserie The Walking Dead zum Beispiel jedoch erst Jahre später gegen den nicht zu tragenden Negan ankämpft und ihn kalt machen will, sind in Fear The Walking Dead erst ein paar Monate vergangen. Strand beteuerte zwar in den vergangenen Episoden immer wieder, dass die Zombies ein globales Problem sind, aber die Hoffnung auf ein besseres Zuhause, auf eine sichere Zukunft und überhaupt einen positiven Ausblick findet man überall. Sei es der Damm, dessen reinigenden Fluten das Tal wieder heilen sollen oder Jakes Hütte irgendwo in den Bergen.


Fear The Walking Dead: RIP Ranch
© AMC

Die Idee greift zurück auf eine Aussage von Dave Erickson, dem Showrunner von Fear the Walking Dead: “That has been one of the challenges of the show. … We obviously want to deliver a story that everybody loves. But at the same time, we wanted to make sure that our characters didn’t embrace the tropes [of the genre].” Diese Tropen sind derzeit tatsächlich selten zu finden in der Serie, die ihre Figuren behutsam und mit viel Liebe sowie Verständnis betrachtet. Zum aktuellen Zeitpunkt in der Geschichte herrscht beim Umgang unklarer, moralischer Fragen noch wenig Routine. Das ist ungemein spannend, denn auch als Zuschauer fragt man sich, wie man handeln würde. Cool und abgeklärt kann jeder, aber ethische Fragestellungen mit Würde und Gewicht in einer Zombienarrative zu erforschen, das schafft Fear the Walking Dead nun. (weiterlesen…)


Im 96. Werewolves on Wheels Podcast erzählt René Sascha zunächst von seinen Eskapaden auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest inklusive allen filmischen Tief- und Höhepunkten. Dann wird die Frage gestellt, wie man am besten unliebsame Laberer im Kino ruhigstellt. Sascha berichtet vom 40. Close Encounters of the Third Kind Geburtstag und dann geht es über IT und Star Trek Discovery.

Shownotes:

The Complicity of Geek Masculinity on the Big Bang Theory
The Adorkable Misogyny of The Big Bang Theory
Review (50:15)
IT
Star Trek Discovery (S01E01/E02)

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast96.mp3 (170 MB)
Soundcloud: Wowcast 96: IT, Star Trek Discovery & Fantasy Filmfest 2017
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast

The Passing Thing

03 Oct, 2017 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments