Super schickes Video-Essay von Vox über Brikfilms, Fanfilme generell und die Entstehung des Stop-Motion-Looks von The LEGO Movie.

When you watch installments of the Warner Bros. line of Lego movies, it’s hard not to be struck by how realistic the animation is. It isn’t quite traditional stop motion — but it sure looks as if it could be. That’s largely thanks to the work of the animators at Animal Logic, a Sydney-based visual effects studio that has worked on The Lego Movie, The Lego Batman Movie, and the upcoming The Lego Ninjago Movie. Powered by live action filming techniques and a close attention to detail, the studio has helped reinvent what Lego animations can look like. But they owe a lot of that aesthetic to the influence of fan films.

Since the early 1970s, enthusiasts have made home movies with their own Lego sets. They’re called Brickfilms — and they’ve grown into a sizable community producing great movies and helping many young animators get their start. The Lego Movie animators learned from what made those home movies so good by embracing the limitations of the medium, and creating a world that anyone could could rebuild at home.

THR berichtet, dass Phil Lord und Christopher Miller nicht mehr länger die Regisseure von Disneys Han Solo Standalone-Films sind.

Holy shit.

Das Statement von Lucasfilm beinhaltet folgende zwei Statements von Produzentin Kathleen Kenney und den Regisseuren, die kreative Differenzen als Grund für ihre schwierige Entscheidung erwähnen.

Kennedy: Phil Lord and Christopher Miller are talented filmmakers who have assembled an incredible cast and crew, but it’s become clear that we had different creative visions on this film, and we’ve decided to part ways. A new director will be announced soon.

Lord & Miller: Unfortunately, our vision and process weren’t aligned with our partners on this project. We normally aren’t fans of the phrase ‘creative differences’ but for once this cliché is true. We are really proud of the amazing and world-class work of our cast and crew.

Ich muss gestehen, da bin ich erst einmal recht sprachlos. Wer den Blog seit längerer Zeit verfolgt, weiß dass ich sicherlich bezüglich meiner Meinung in Sachen Star Wars nichts zurückhalte und eigentlich immer ausführlich und lange diskutieren will.

Das hier ist anders. Hier kann ich einfach nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich meine, das sind die Leute, die dem unsäglich klingenden 21 Jump Street Film Charme und Leben eingehaucht haben und dann sogar noch ein Sequel gedreht haben, das lustiger als der erste Vorgänger ist. Gute Comedy-Sequels existieren quasi nicht. Und die Jungs machen es mit fucking Jump Street. Lord und Miller haben die kommerziell durchschaubare, kreativ leere Idee eines Lego-Films an sich genommen und einen der besten Animationsfilme aller Zeiten gemacht.

Will sagen: Was zur Hölle kann denn bei einer Han Solo Hintergrundgeschichte so falsch laufen, dass die beiden Wunderkinder das Handtuch schmeißen?

“Hey, macht mal ‘nen Film über Plastikmännchen!”
“Kein Problem.”
“Han Solo soll dies und das machen.”
“Nö!”

Dazu kommt ja, dass der Han Solo Film das so ziemlich risikofreiste Unterfangen ist, das Disney überhaupt vollziehen kann. Es ist Han Solo. Die Leute lieben die Figur, die Geschichte schreibt sich selbst. Da gibt es Lando, Hans erstes Treffen mit Chewie, die Lebensschuld, Han gewinnt den Falken, der Kessel Run als Höhepunkt; dazwischen ein paar Ladies und schnelle Flitzer. Für einen Star Wars Fans, der diese Geschichte bereits mehrfach in anderen Formen adaptiert gesehen hat, klingt das nicht unbedingt nach der spannendsten Geschichte in dem weiten Universum an Star Wars Stories.

Zwischenzeitlich aber funkten komische Nachrichten durch die Twittersphäre. Angeblich wäre Han gar nicht der richtige Name von Han. Bitte was? Trotzdem glaubte ich an Lord und Miller. Aber das ist alles vergebens. Disney hat weder bei Marvel noch bei Star Wars Platz für idiosynkratische Geschichtenerzähler. Das ultimative Ziel ist das zusammenhängende Franchise, in dem kein Platz mehr für kreative Filme existieren zu scheint.

The Force Awakens hatte eine schwierige Produktionsgeschichte, die Probleme von Rogue One sind online fast noch besser dokumentiert als der eigentliche Film. Und jetzt das. Was läuft da bei Lucasfilm eigentlich schief?

Han Solo hat noch drei geplante Drehwochen übrig.

PS: Übrigens traurig, wie nah an der Realität nun meine zwei Aprilscherze sind.

E3 2017 Trailerfest

19 Jun, 2017 · Sascha · Featured,Games · 2 comments

Hier ein paar Trailer zur diesjährigen E3 2017, die eigentlich ohne große Überraschungen ziemlich langweilig an mir vorbeizog und deshalb auch etwas verspätet hier im Blog besprochen wird. Wie immer stelle ich keine komplette Trailerliste zusammen, sondern binde nur das ein, das mich halbwegs interessiert und womöglich irgendwann von mir auch gespielt wird.

Sea of Thieves

Piraten sind seit etwa zehn Jahren aus der Mode, spätestens seit dem vierten und fürchterlichen Pirates of the Carribean Film wurde es still um sie. Lediglich Black Flag aus der Assassin’s Creed Reihe konnte vor einigen Jahren den Seefahrern neues Leben einhauchen. Auch Sea of Thieves fliegt aktuell unter dem Radar, doch das Spiel hat definitiv Potential. Der clevere Kommentar im Video hilft einige Schwächen locker und fluffig zu überspringen und ansonsten dürfte das Spiel vor allem für Rollenspieler interessant sein. Was mich aber vor allem anzieht sind die unglaublich real aussehenden Wellenbewegungen.

Life is Strange: Before the Storm

Ich hätte kein Sequel zu Life is Strange gebraucht. Dontnods Spiel war eine einzigartige Erfahrung, ein Amalgan aus vielen Inspirationen und dennoch sehr eigenständig. Der emotionale Ausgang ließ mich zufrieden zurück, auch wenn ich leider das dumme Ende auswählte und zunächst enttäuscht war. Auch die Entwickler sind sich unsicher bezüglich der Zukunft, weshalb es zunächst einmal in einer kürzeren Brückenfolge in die Vergangenheit geht. Ohne Zeitreise wird sich das Spiel hauptsächlich auf das durchaus interessante Drama zwischen Chloe und Rachel konzentrieren. Darauf freue ich mich auch, ich bin mir nur nicht sicher, ob es noch wirklich viel zu erzählen gibt. Before the Storm wirkt eher wie eine bereits bekannte Geschichte, die man jetzt spielen kann.

The Last Night

Über The Last Night hatte ich bereits vor fast drei Jahren einmal euphorisch berichtet und dann vergessen, wie das Spiel heißt. Selbst mit Google und Suche im Blog fand ich den Beitrag nicht mehr, was bei mehr als 5000 Beiträge auch mal passieren kann. Dank der E3 bin ich nun komplett überzeugt und völlig weggeblasen, wie krass der Trailer des 2,5D Cyberpunk Adventures dann doch im Unterschied zu der damals spielbaren Demo auf die Pauke haut. Wow! Absolutes Highlight!

Assassin’s Creed Origins

Assassin’s Creed startete als kleines Spiel mit einer großen Zukunft auf der PlayStation 3. Das Mittelalter im Nahen Osten schien das perfekte Setting zu sein und die beginnenden übernatürlichen Elemente gefielen mir so gut, dass ich sogar alle geheimen Artefakte sammelte, nur um eine kurze Cutscene von Adam und Eva zu sehen. Ich war ein großer Fan des Franchises und genoss die gesamte erweiterte Trilogie bis AC3 mich mit diesem völlig komplizierten und insgesamt höchst unbefriedigenden Ende so stark enttäuschte, dass ich seither keinen einzigen Titel mehr spielte. Dass die Reihe immer stärker an die Gegenwart rückte, konnte mich auch nicht davon überzeugen, dass ich gerade etwas total Wichtiges verpasste. Da nun nach Battlefield 1 alle Spiele einen Schritt zurück machen und sich auf die Anfänge ihrer enormen Franchise konzentrieren, heiße ich den Schritt willkommen, dass Assassin’s Creed Origins nun in Ägypten spielen wird. Ich bin seit sehr langer Zeit mal wieder gespannt.

Beyond Good and Evil 2 (weiterlesen…)

Mike Relms BABY DRIVER Remix

17 Jun, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Die Zeiten, in denen das Internet voll diesen Trailer-Remixen war, sind vorbei. Aber wenn der König des Genres sich mit einem Remix zu Edgar Wrights Baby Driver zurückmeldet, ist das ein Must-Watch!

Edgar Wright als Ash Williams

17 Jun, 2017 · Sascha · Film · 0 comments


AMC

Nach dem in hauptsächlich negativer Hinsicht spektakulären Auftakt fährt Fear The Walking Dead in der dritten Folgen der neuen Staffel erwartungsgemäß einen Gang zurück und erzählt in zwei Handlungssträngen die gleiche Geschichte.

Ich muss gestehen: Kurz kam Hoffnung auf. Die neue Folge der 3, Staffel von Fear the Walking Dead startet überraschenderweise mit einem Cold Open, das durchaus auch qualitativ überzeugt. Fernab von Zombies und Jahre vor der Apokalypse bereitet sich der Familienvater Otto auf die Apokalypse vor. Er ist ein sogenannter Prepper (Aus dem Englischen “to prepare”). Das sind Menschen, die von einer kommenden Katastrophe überzeugt sind und sich bereitsn in der Gegenwart bestmöglich darauf vorbereiten wollen. Das schließt Waffen, Munition, aber auch einen ordentlichen Bunker sowie reichlich Essen ein. Familienvater Otto geht aber noch einen Schritt weiter. Er hat eine VHS-Reihe mit dem bedeutungsschwangeren Titel TEOTWAWKI – The end of the world as we know it – produziert und möchte auch andere Menschen trainieren, hart und kompetent in der Apokalypse durchgreifen zu können, während der Rest der Menschheit untergeht.

Die Psyche dieser Prepper, die sie zu diesen teuren und zeitintensiven Schritten verdammt, ist interessant und Fear The Walking Dead weiß dies auch in dieser Folge clever aufzugreifen. Das Setting der Apokalypse ist höchst fruchtbar für gescheiterte Existenzen und Charaktere mit Fluchtambitionen. In der Postapokalypse werden die Karten neu gemischt. Wer sich zuvor auf das Ende vorbereitet hat, steht auf einmal besser gestellt dar. Sich daher die Endzeit herbei zu wünschen, hat viel mit Frust, Angst und dem Gefühl zu tun, von der modernen Welt überfordert zu sein. Es ist daher kein Wunder, dass Zombieserien bzw. das gesamte Zombiegenre in unseren spätkapitalistischen Zeiten so boomt.

Und somit wäre zumindest der Start geglückt. Er ist seltsam, man ist verwundert und schaut nach, ob man sich nicht verklickt hat. Bilder des Untergangs, eine mögliche Rettung und später dann die pragmatische Umsetzung sowie der Grund des Ganzen. TEOTWAWKI ist bei Weitem nicht die schlechteste Episode der Serie. Trotz den offensichtlich konstruierten Figurenkonstellationen und ihrem durchschaubaren Ausgang kann man nicht umhin einzugestehen, dass Figuren wie Troy oder Jake Potential haben. Ihr unverarbeiteter Familienkonflikt um den Alkoholmissbrauch der Mutter ist so klischeehaft wie authentisch und erklärt die zerklüftete Familienbeziehung sehr gut. Auch unsere alten Figuren konnten in dieser Folge in ihrer vorsichtigen Haltung gegenüber ihrer neuen Heimat durchaus charmant wirken. Gerade Madisons (Kim Dickens) Eingeständnis, dass sie schwer zu mögen ist, lockert die sonst grüblerische Figur enorm auf.

Ein Highlight dieser Episode von Fear the Walking Dead waren wie so oft die Teenager der Serie. Nachdem Nick (Frank Dillane) in der letzten Staffel erwachsen und auch Alicia (Alycia Debnam-Carey) deutlich härter wurde, ist es schön zu erkennen, dass man nicht davor zurückschreckt, Teenager auch noch mal Teenager sein zu lassen. Die Bibelgeschichte schrie nach einem aufgezwungenen Psychoding, das eine fanatische, eventuell sogar extrem religiöse, Gedankenwelt der Einwohner vermuten ließ, doch dann kommt ein angenehmer Twist mit passender Umsetzung. Die Kids nehmen Drogen und schauen sich im Rausch einen Zombiekopf namens Jeff an, der in einem Vogelkäfig gefangen ist. Das untermalt gut die grundlegende Stimmung dieser ängstlichen Teenies, die sich aufgrund ihrer bisherigen Sicherheit der harten Realität dort draußen nicht stellen mussten und mit Jeff Schabernack treiben können, um sich cooler zu fühlen.

Leider, leider wird diese Folge jedoch wieder durch eine öde Nebenhandlung heruntergezogen. Victor (Colman Domingo) hat sich in der letzten Folge via Auto vom Acker gemacht und trifft nun auf einen alten Bekannten, von dem er sich ein wenig Hilfe verspricht. Dort angekommen überschätzt er wie so oft sein Glück und wird von den Schergen des Drogenbosses aufgegriffen. Ganz werden die Karten also auch in der Apokalypse nicht neu gemischt. Altlasten können einen immer noch einholen, wie der glatzköpfige Freund beweist. Man kann sich also auf zweierlei Art und Weise auf die Apokalypse vorbereiten, wirklich verändern wird man sich aber nicht. Die Vorstellung, dass man sich plötzlich neu erfinden kann, bleibt ein Wunschdenken.

Die Bilder von gefesselten Menschen, die von Schergen tief hinuntergeworfen werden, erinnern an die Exekutionen von Homosexuellen durch die Terroristen des Islamischen Staates. Dass die Figuren, unten angekommen, lebend auf Zombies landen und fortan lebendig gefressen werden, macht die Sache nicht besser. Diese Allegorie, gewollt oder ungewollt, verschlechtert sich dazu noch, wenn man überlegt, dass diese Szene wie so oft nur aus zwei Gründen eingestreut wird: Um auch wirklich dem letzten Deppen beizubringen, dass mit Victors Freund nicht zu scherzen ist und er sich geirrt hat. Und zweitens ist es die Erinnerung, dass aus Sicht des Senders oder der Autoren keine Folge von Fear the Walking Dead ohne einen brutalstmöglichen Zombietod auskommen kann. Wenn diese ausbeuterische Vorgehensweise mal wenigstens für eine Woche eine Pause machen könnte, wäre ich sehr erleichtert.

Der Schrecken nimmt jedoch kein Ende. Daniel Salazar (Rubén Blades) lebt – natürlich – und trifft Victor vor seinem Gefängnis an. Die Wendung des Schicksals ist nicht ganz so ärgerlich wie bei Glenns spektakulären Mülltonnentrick in der Mutterserie, aber Fear The Walking Dead scheint schlicht darauf zu bauen, dass der Zuschauer Daniel bereits vergessen hat – nicht, dass seine Rückkehr irgendwie gut inszeniert oder überraschend ist. Apropos Rückkehr: Von Ofelia fehlt bisher noch jede Spur, doch die Person, die sie in der letzten Staffel fand, könnte Aufklärung schaffen. Die Verbindung führt uns auch zum Ende der Folge: Madison erklärt sich bereit, einen Außenposten aufzusuchen, der scheinbar überrannt wurde. Mich beschleicht das Gefühl, dass man die Figuren wieder zusammenführen will…

“You’ll know I’m the moderator, because I’m behind a podium and I’m wearing a graphic tee with an extremely obscure comic book reference on it.”