Die wunderbaren Leute bei Numberphile haben sich Michael Crichtons Roman Jurassic Park angenommen und die Drachenkurven vor den einzelnen Kapiteln, die ich einfach nur überflog, etwas genauer studiert. Rob Eastaway erklärt im Video oben, wo genau die Verbindung zwischen fraktaler Geometrie und Jurassic Park zu tun liegt. (Spoiler: Life, uh, finds a way.)
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CC BY-SA 3.0 Wikimedia

Ich mochte Disneys Wreck-It Ralph sehr, doch das wahre Highlight des damaligen Kinobesuchs war Disneys Kurzfilm Paperman, der vor dem Hauptprogramm in guter, alter Tradition eingebunden war. Paperman gewann für seine 2D/3D Hybridversion zu Recht den Oscar für den besten animierten Kurzfilm, ganz abgesehen von der herzerwärmenden Geschichte. Ich halte diese Technik für die Zukunft des Animationsfilms. Sie vereint die klasssische, spielerische Leichtigkeit und simplen, flachen Bilder gezeichneter Produktionen aus der Vergangenheit mit der flüssigen und actionreichen Animation neuerer 3D-Produktionen.

“Feast,” a new short from first-time director Patrick Osborne (head of animation for “Paperman”) and Walt Disney Animation Studios, is the story of one man’s love life as seen through the eyes of his best friend and dog, Winston, and revealed bite by bite through the meals they share. (via)

Walt Disney Chefanimator Patrick Osborne und Kristina Reed, die ebenfalls an Paperman arbeiteten, haben für Disneys Feast (Kurzfilm vor Big Hero 6) die Technik erneut für eine süße Story verwendet und der Trailer gefällt mir visuell schon mal besser als alle Animationsfilme der letzten Jahren zusammen. Pixar arbeitet ebenfalls an diesem “malerischen CG-Style” und hat ein Video online gestellt, das den Prozess ein illustriert. Dort wird gezeigt, wie man zunächst das 3D Modell rendert und dann quasi darüber malt. Noch ist es angeblich zu früh um diese Technik bei einem animierten Spielfilm zu anzuwenden, aber es halten sich Gerüchte, dass sie bereits bei Moana (2016) zum Einsatz kommen könnte.

In Deutschland startet Big Hero 6 aka Baymax – Riesiges Robowabohu (LOL) leider erst am 22. Januar 2015.

Über Vane, das neue Spiel einiger ehemaliger The Last Guardian Entwickler, hatte ich bereits einmal ausführlich (und mit Gifs) berichtet. Nun gibt es einen ersten Teaser und der ist nicht minder spannend. Mit einem Soundtrack wirkt das Spiel doppelt so mitreißend und der Art Style ist immer noch sehr außergewöhnlich. Ein Release Date gibt es leider noch nicht.

Marvels STAR WARS #1 Reboot

11 Nov, 2014 · Sascha · Comics · 0 comments

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Marvel

Nach Jahrzehnten sau guter Arbeit verliert DarkHorse nun leider die Star Wars Comics Lizenz an Marvel – alles unter dem neuen Hause Disneys, versteht sich. Immerhin weiß man die neuen/alten Leser wieder im Ursprungshaus der Star Wars Comics anständig zu begrüßen. Chefredakteur Axel Alonso verspricht eine enge Zusammenarbeit der Autoren und Künstler mit den Kanonrittern der neu gegründeten Lucasfilm Story Group. Dass man an alte Traditionen nahtlos anknüpfen will, wird bereits mit dem Variant Cover der 1. Ausgabe des regulären Star Wars Comics bewiesen. Das Cover stammt von Alex Ross und ist eine Neuauflage des Issue #1 von 1977. Neat.

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Marvel

SuperheroHype hat noch weitere Variantcover der Erstausgabe. Die Marvel Star Wars Comics von damals kamen vor meiner Zeit, doch auch beim retrospektiven Lesen und Sammeln kam ich nie so wirklich in diese komische Variation der Filme hinein. Erst DarkHorse konnte mich eines Besseren belehren. Hoffentlich kann Marvel heute nahtlos anknüpfen.

Und wenn wir gerade dabei sind: Das Cross-Media-Storytelling geht wie zuvor weiter. Kanan aus Star Wars Rebels erhält natürlich auch seinen eigenen Comic, der – wer hätte es gedacht – kurz vor dem Beginn der Order 66 beginnt. Vielleicht sollte man sich ja auch mal diese Geschichten für die Serie aufheben.

Science Fiction Kurzfilme landen bei mir seit einiger Zeit nun gebündelt in der SciFi Short Collection, aber Ambition poste ich dennoch alleinstehend, weil der Film es verdient. Tomek Bagiński schafft mit seinem Film nicht nur talentierte Schauspieler an Land zu ziehen und gute CGI zu kreieren, sondern auch eine abgeschlossene Geschichte mit einem wertvollen Thema ohne brutale Action zu erzählen. Wer sich ein wenig mit dem Genre beschäftigt, weiß, wie selten dies tatsächlich vorkommt. Und außerdem: Wann sieht man denn schon Littlefinger aus Game of Thrones dabei zu, wie er Planeten baut?

Die Rosetta Mission geht übrigens schon bald in ihre finale Phase über. Das Landemodul soll Philae wird in wenigen Stunden auf die Oberfläche des Komenten geschickt werden. Hier ein Countdown und alle Informationen. Auf der Seite der ESA findet man dazu noch ein Making-Of des Kurzfilms.

Ambition is a collaboration between Platige Image and ESA. Directed by Tomek Bagiński and starring Aidan Gillen and Aisling Franciosi, Ambition was shot on location in Iceland, and screened on 24 October 2014 during the British Film Institute’s celebration of Sci-Fi: Days of Fear and Wonder, at the Southbank, London.

“What do you mean graphic novels? He’s seven years old, he don’t need no graphic novels. Just get him some books.”

Joe Leisner is too old for this shit. Seit über einem halben Jahrhundert managt er seinen Laden Comic Book Heaven in Queens und nun macht er im hohen Alter von 80 endlich Schluss damit. Weil er keinen Bock mehr darauf hat, weil die Gamingkonsolen an allem Schuld sind und weil er die ganze Comic Book Geek Culture satt hat. Das kann man ihm nicht verübeln, nach 60 Jahren hätte ich auch die Schnauze voll. Regisseur E.J. McLeavey-Fisher widmet ihm zum Abschied ein wunderbar ehrliches, teilweise fieses, aber dennoch bewegendes Profil über seinen Beruf, die Comicindustrie und das Altern. (via Marco, mit dem ich liebend gerne einen Comicladen aufmachen und alt werden würde.)

Interstellar Kritik (1)
Warner Bros./Paramount Pictures

<McConaughey> Interstellar and me? We go way back. </McConaughey>

Ich weiß nicht mehr, wann genau ich zum ersten Mal von Interstellar gehört habe. Aber ich wusste sofort: Diesen Film will ich sehen. Seit frühester Kindheit interessierte ich mich für Science-Fiction, die Arbeit der NASA und den Kosmos. Angespornt durch Robert Zemeckis virtuose Darstellung einer instellaren Reise in Contact, bis heute einer meiner Lieblingsfilme, lernte ich mehr über Einstein-Rosen-Brücken und den ganzen Kram. Irgendwann später fing ich an selbst Geschichten darüber zu schreiben, sogar das Drehbuch für einen potentiellen Kurzfilm eines Freundes an einer Filmhochschule ging über Wurmlöcher und eine Raumfahrt zwischen den Sternen.

Interstellar schwirrte währenddessen immer in meinem Hinterkopf – und manchmal auch durchs Netz. Kip Thorne arbeitete an einem wissenschaftlichen Treatment, es sollte ein Drehbuch entstehen und Steven Spielberg sollte es verfilmen. Dann kam Nolan und nahm sich dem Drehbuch an. Nun gab es endlich Interstellar im Kino zu sehen. Ich handhabte dies auf Grund enormer Erwartungen und Hoffnungen auf eine erstklassige Kinoerfahrung wie bereits mit Inception – keine Trailer, keine Informationen, keine Beschreibungen, keine Bilder. Das Filmerlebnis sollte dann zusammen mit Alex stattfinden – zum ersten Mal IMAX.

All dies funktionierte und ich hätte nicht glücklicher sein können. Wir wollten uns dann auch nicht die Chance entgehen lassen, einen Podcast auch mal live vor Ort und eben nicht nur übers Netz aufzunehmen. Das hatte natürlich einen gewissen Charme, den ich nicht ablehnen wollte, aber führte auch dazu, dass ich mich relativ kurz (so 10 Minuten) nach Filmende über Interstellar unterhalten muss. Ich weiß, dass das nicht bei jedem so ist, aber ich forme dann noch meine Meinung. Deshalb halte ich auch diese “Who-can-tweet-it-first”-Reaktionswellen nach Filmpremieren für schrecklich, aber das nur am Rande. Deshalb hier mal ein sehr einzigartiger Einblick in ein Gespräch, wo ich heute gerne selbst teilweise einschreiten und mir widersprechen würde (Alex steht noch zu seiner Meinung übrigens).

Ich habe Interstellar dann gestern direkt ein zweites Mal sehen können und wenn man nicht so sehr vom Erlebnis eingenommen wird, kann man sich auch mehr auf die nuancierten Hinweise und Verbindungen konzentrieren. Ich halte ihn inzwischen doch für außerordentlich gut. Der emotionale Arc hat auch hier für mich wesentlich besser funktioniert und ich erhielt meine Antworten. Ich schreibe gerade an einer längeren Kritik, aber ich werde den Film noch ein drittes Mal sehen wollen im Laufe der Woche. Nicht, dass dies dafür nötig wäre, aber bin halt gerne im Weltall.

Shownotes:
Spoiler-Cast! Wir spoilern den gesamten Film.
Interactive Movie Space Suit Gallery
iTunes: PewCast

Play

Mosasaurus
Sideshow/Reddit

Das Gerücht hielt sich hartnäckig, dass bei einem neuen Jurassic Park Film auch endlich Wasserdinos mitmischen würden. Dann leakte die Broschüre und seither wissen wir: Der Mosasaurus kommt, und mit ihm hoffentlich auch eine Hommage an Jaws (immerhin kommen die Gäste via Fähre) oder Jaws 3 (wenn es auch Unterwasserfenster und -gänge geben wird) – man darf ja träumen.

Sollte dies tatsächlich im Laufe des Films passieren, werden die Szenen jedoch eher Alpträume auslösen. Noch gibt es kein offizielles Bild, aber auf Reddit tauchte das obige Bild auf, das ich absolut furcherregend finde. Schaut euch das an, wie gierig das Vieh auf die Leute guckt. Das heckt doch was aus! Hoffentlich ist das Glas dick genug…

Das Bild ist eine Zusammsetzung eines Photos aus dem (meiner Einschätzung nach) Okinawa Churaumi Aquarium und dieser neuen Statue von Sideshow, die im Dezember veröffentlicht wird. Ich weiß zwar nicht, wer außer Meerespaläontologen sich das irgendwohin stellen sollte, aber nur zu.