Life-After-Beth-poster-1© A24

Gut ein Jahrzehnt nach dem Wiederaufleben der Zombiemania scheint sich das Phänomen dank Redundanz und Übersättigung langsam aber sich wieder selbst zu vergraben. Hollywood leistet jedenfalls jährlich seinen Beitrag dazu. Und weil man vergeblich nach Innovation sucht, wird fröhlich einfach alles links und rechts adaptiert, auf das man am Ende die Zombieplakette schrauben kann.

Ein junges Beispiel für diese enttäuschende Wendung, die das Genre nahm, wurde von dem sonst so talentierten Jonathan Levine mit Warm Bodies abgefilmt, der erste Zombie RomCom, in der Teresa Palmer Nicholas Hoult dabei half, das Zombiedasein hinter sich zu lassen.

Während dort der zündende Effekt der großen Liebe als Auslöser für den Heilungsprozess agiert, finden wir in Life After Beth bereits eine blühende Beziehung zwischen den Indieschätzelchen Dane DeHaan und Aubrey Plaza vor. Letztere stirbt jedoch vorzeitig, steht aber schon bald wieder als Zombie vor der Tür. Junge Beziehungen sind oft turbulent, während sich die beiden Partner erst noch selbst finden müssen, doch wenn deine Freundin Menschen fressen muss, bedeutet das schon ein überdurchschnittliches Stresslevel für den jungen Romeo.

Zach is devastated by the unexpected death of his girlfriend, Beth. When she miraculously comes back to life, Zach takes full advantage of the opportunity to experience all the things he regretted not doing when she was alive. However, the newly returned Beth isn’t quite the way he remembered her, and before long, Zach’s world takes a turn for the worse.

Imitating what Dr. Frankenstein did with his monster, writer/director Jeff Baena assembles disparate parts of his film into a new whole and jolts fresh life into it. By fusing elements of a young love story and a zombie movie, he concocts a wickedly funny and shockingly poignant film. With its killer soundtrack and all-star cast, including Aubrey Plaza, whose distinctive delivery has never been used to greater effect, and Dane DeHaan, who perfectly embodies the suffering of a young man with a broken heart and a rotting girlfriend, Life After Beth will leave you dying to see it again

In den Nebenrollen sind Anna Kendrick, Matthew Gray Gubler, Alia Shawkat und John C. Reilly als Zombiepapa zu sehen. Der Trailer weiß schon einmal den Zombieaspekt nicht allzu ernst zu nehmen und den mehr Fokus auf die komödiantischen Aspekte zu legen. Die Kritiker sind zumindest leicht positiv gestimmt. Der Film startet am 15. August in den USA, vorher feiert er jedoch bereits auf DirecTV Premiere. Kollege Alex Matzkeit hat über dieses Veröffentlichungsmodell übrigens einen sehr lesenswerten Beitrag verfasst. Ein deutscher Kinostart steht natürlich noch nicht fest.

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Photo: NASA

Kein Jahr ohne Twin Movies! Weil Ridley Scott sich nun entschieden hat, Andy Weirs The Martian mit Damon bereits im Herbst zu verfilmen, muss dieses Prestigeprojekt natürlich schnell thematisch eingeholt werden, weshalb in Hollywood alle Studios in ihre Schubladen kramten.

In The Martian (meine Review des Romans) wird Matt Damon in einem Crossover aus Apollo 13 und Robinson Crueso einen Astronauten spielen, der bei einer Mission auf dem Mars fälschlicherweise für Tod gehalten und alleine sowie ohne Hilfe zurückgelassen wird.

Währenddessen wurde FilmNation Entertainment fündig und hat das Drehbuch In The Event Of A Moon Disaster von Mike Jones herausgekramt, welches 2011 auf der Blacklist landete, gekauft wurde und dann in der Produktionshölle versauerte.

Nun wird dem Projekt neues Leben eingehaucht. Besonders wohl auch dank des “Hard” Sci-Fi Erfolgs durch Gravity im letzten Jahr wird In The Event Of A Moon Disaster nun von The Help-Regisseur Tate Taylor auf die große Leinwand gebracht. Der Film soll sich um den alternativen Ausgang der Apollo 11 Mission drehen. 2009 erblickte nämlich die geheime, gleichnamige Rede von William Safire das Tagelicht, die Nixon, ganz ähnlich wie Reagan, dem amerikanischen Volk hätte vorlesen müssen, wenn die Mondlandefähre abgestürzt wäre oder der Graviation des Mondes nicht mehr hätte entfliehen können.

Viel mehr ist zur Mondkatastrophe noch nicht bekannt, aber Autor Mike Jones meinte, dass er ab einem gewissen Zeitpunkt die Fakten hinter sich ließ um ein effektiveres Drama zu kreieren. Was auch immer das zu bedeuten hat, ich freue mich jetzt schon auf die notorisch lächerliche Nasenprothese des Nixon-Darstellers, den anscheinend außer Hopkins und Langella niemand seriös auf die Leinwand bringen kann. Ein jüngstes Beispiel hierfür wäre der neue X-Men Steifen. Vielleicht benutzt man auch Archivbilder und beschäftigt sich mehr mit den Hintergründen, was natürlich die interessantere Version wäre.

Wie auch immer, beide Filme dürfte man wohl nächstes Ende nächsten Jahres in den Kinos erleben können. Im Anschluss die gesamte Rede, die Nixon dank den sachkundigen NASA-Technikern niemals vorlesen musste. (weiterlesen…)

Hier ein dreißigminütiges Making Of der ersten Staffel von The Leftovers. Die Serie startet am Sonntag auf HBO, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Tom Perrotta und wird von Showrunner Damon Lindelof (LOST) adaptiert. Als Ausgangsevent dient eine Art der biblischen Entrückung bei der 2% der Weltbevölkerung spurlos verschwindet. Die Welt geht jedoch nicht unter. Stattdessen schlagen sich die Überlebenden drei Jahre weiter durch das globale und private Chaos. Dort steigen wir dann auch bei der Serie ein.

Das Making Of verrät recht viel, insbesondere zu Charakterkonstellationen – wer sich also bei der neuen Serie vom Co-Creator von LOST ein wenig des Mysteriums aufheben will oder sehr empfindlich ist, was Spoiler angeht, sollte vielleicht bis Montag warten; SkyGo bringt die Staffel nämlich auch nach Deutschland. Die reguläre Ausstrahlung mit deutscher Synchronisation soll im Herbst beginnen. Ich werde die Serie übrigens bei Moviepilot begleiten und wöchentlichen Rezensionen zu den einzelnen Folgen schreiben, hier auf dem Blog aber dann bei Zeiten auch drauf verweisen. #Hype

Ein vulgärer und mit Waffen um sich schießender Waschbär in einem Marvel Film? Vor ein paar Jahren klang es noch abgefahren und fast unmöglich, aber James Gunn scheint mit Guardians of the Galaxy tatsächlich ein Homerun im Studiosystem gelungen zu sein, das zwar einige festgefahrene Merkmale des Marvel Cinematic Universes aufweist und dennoch frisch und anders wirkt. Trailer und Teaser können uns zwar schwer täuschen, wie man im vergangenen Kinojahr jüngst feststellen musste, aber ich glaube, dass das hier kein Totalausfall wie Man of Steel oder Star Trek Into Darkness werden kann.

Im neuen TV Spots gibt es ein wenig Origin sowie mehr vom Nova Corps, unterlegt zu Cherry Bomb von The Runaways. Musikalisch ist das jetzt nach Hooked On A Feeling und Spirit In The Sky der dritte musikalische Hammer. Hoffentlich gibt es da noch mehr Überraschungen in Sachen Soundtrack im August, wenn der Film in die Kinos kommt.

WM auf der ISS

27 Jun, 2014 · Sascha · Sport,Wissenschaft · 0 comments

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Photo: NASA

NASA astronauts Reid Wiseman, Steve Swanson and ESA astronaut Alexander Gerst take a break to watch ten minutes of live World Cup matches between science experiments while living and working aboard the International Space Station.

Video und Photo sind schon etwas älter, aber nicht minder awesome. Ich will auch unbedingt mal Fußball in Zero G spielen. Kriegen wir das hin?

8.015.387 hits and counting. Ich bin wohl zu spät, um dieses neue virale Musikvideo von Ok Go zu posten – wenn ich mir wie andere Blogger was draus machen würde, immer etwas zeitnah posten zu müssen. Aber nein, ich bin tatsächlich Fan von Ok Gos Musik und manchmal geht halt einfach etwas an einem vorbei. Kann passieren. Das Video ist schwer beeindruckend: Die Jungs springen durch optimische Illusionen in ihrer Werkstatt herum und filmen das komplett ohne Cut in einer riesigen, einzigen Plansequenz. Absolut großartig, aber das ist man inzwischen ja gewohnt. Ok Go bringen ab dem 14. Oktober auch ein neues Album, Hungry Ghosts, heraus, das man bereits vorstellen kann.

Pacific Rim war kein Hit. Aber der Film machte genug Geld am Box Office, bekam genügend positives Feedback und verschaffte sich wohl durch gute DVD/Blu-Ray sowie Spielzeugverkäufe jetzt ein zweites Leben. Guillermo del Toro kündigt oben das Kinosequel für den 7. April 2017 an. Dazu wird der ganz nette erste Comic fortgehürt und es soll eine animierte Serie kommen. Es gibt aber noch keine Mitteilung, ob diese dann mit CGI produziert wird oder ob es tatsächlich zu einer Zeichentrickserie kommen sollte, wie ich es in der Überschrift jetzt mal verkündet habe. Das ist mehr Wunschdenken bei mir als alles andere.

Was del Toro nicht sagt, ist dass Legendary das Sequel nicht zusammen mit Warner Bros. in die Kinos bringt, dafür wird Universal nun neuer Partner. Macht Sinn. Zusammen mit Zak Penn und del Toro schreibt der Autor des ersten Films, Travis Beacham, nun am Drehbuch zum nächsten Teil. Wie die Geschichte weitergeht, steht wohl noch nicht fest. Es gab zwar mal Gerüchte, dass sie an einem Drehbuch arbeiten und nette Ideen haben, u.a. Kaiju/Jaeger Mashups, aber selbst die Rückkehr der Schauspieler steht noch nicht einmal fest und del Toro wird wohl zunächst mit Crimson Peak und The Strain für die nächsten Monate beschäftigt sein.

The characters I love will return. Raleigh, Mako, Newt, Gottlieb and who knows, maybe even Hannibal Chau – but we are taking them into a fresh territory that will display amazing sights and battles. The first film set the stage and now we’re ready to have a blast. (via)

Game of Thrones First Person

26 Jun, 2014 · Sascha · Fernsehen · 0 comments

In First Person Spielen wird viel zu oft geschossen. Wie cool wäre es denn, wenn man einmal einen Autor spielen könnte? GRR Martin ist momentan ohnehin der Punching Bag der seichten und selbstzufriedenen Internetwitze und eignet sich daher ganz gut. DAE GRR MARTIN KILL CHARACTERS?! *grunt* *fart*

Was das Video jedoch in Sachen Witz vermissen lässt, gleicht es mit seiner hohen Produktionsqualität aus passenden Schauspielern, schmuckhaften Kostümen und schönen Drehorten aus. Obligatorische Spoilerwarnung.