Jeder Mashupcutter, der was mit Filmen macht und was von sich hält, probiert sich früher oder später an Blade Runner. Philipp Acker hat nun die Messlatte für alle enorm erhöht, wenn man mich fragt. Aber ich bin halt auch ein Sigur Rós Fan. Da kommt zusammen, was zusammen gehört. (via)

Interstellar – Trailer

18 May, 2014 · Sascha · Film · 4 comments

A group of explorers make use of a newly discovered wormhole to surpass the limitations on human space travel and conquer the vast distances involved in an interstellar voyage.

Als Filmblogger und Intermensch ist man ständig der gesamten Bandbreite des Marketings ausgesetzt, weshalb ich mich vor ein paar Jahren dazu entschied, einfach mal für ein persönliches Filmhighlight (2010: Inception, 2011: Source Code, 2012: Cabin in the Woods, 2013: Mud) keine Trailer zu schauen. Manchmal treffe ich diese Auswahl basierend auf meiner Beziehung zum Regisseur, wie bei Christopher Nolan, oder auf Grund des zuletzt gesehenen Films des Regisseurs (Source Code, Mud). Bei Cabin of the Woods geschah es per Zufall, aber auch dank Hinweisen aus der Blogosphäre und Reviews.

Ich möchte mir einfach diese besondere Magie bewahren, einen Film ohne audivisuelle Vorkenntnisse zu genießen. Ich bin ein nostalgischer Mensch und ich vermisse die Zeiten, als man einen Trailer im Kino zum ersten Mal sah, vielleicht nur einmal, und vor dem Start wieder alles vergessen hatte, aber genau wusste, dass man diesen Film sehen muss. Natürlich ist dieser emotionale Zwiespalt nur durch meine gewählte Umwelt entstanden, aber ich bin ein Fan des Trailerformats und würde ungern generell auf sie verzichten.

Der Teaser zu Christopher Nolans Interstellar hat mich bereits so überzeugt, dass ich nichts Weiteres mehr sehen muss. Ich will nicht wissen, wie die Raumanzüge aussehen, wie Nolans Reise über die Einstein-Rosen-Brücken oder das Raumschiff aussieht. Und von der Geschichte möchte ich ohnehin so wenig wie möglich wissen.

Aber zu sagen, dass es nur am Teaser oder Nolan liegt, wäre auch nicht korrekt. Die Thematik fasziniert mich seit Kindestagen, ich schrieb Geschichten über eine Reise von Astronauten zu einem entfernten Stern und bereits vor zehn Jahren berichtete ich auf Entertainmentportalen über Spielbergs Idee und Kip Thornes Treatment. Weiterhin verfasste ich zusammen mit einem Freund für dessen Bewerbung an der Filmhochschule vor ein paar Jahren ein handvoll Seiten über eine Crew auf der Reise zu einem Wurmloch.

Ich liebe diese Thematik und ich kann es kaum abwarten, endlich zu sehen was Nolan mit seinem distinktiven Blockbusterstil daraus bastelt. Kein Trailer kann meine Vorfreude auf den 6. November steigern.

Ich wollte all dies nur mal kurz anmerken am Beispiel des Trailers und ich binde ihn hier trotzdem ein, für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Leser seine Filmnews ausschließlich über diesen Blog bezieht (If so, what are you doing with your life?).

Manchmal gibt es solche Themen, zu denen ich etwas zu sagen hätte, die mich dann aber schlussendlich nach ein paar Tagen der verpassten “Postchance” nicht mehr interessieren oder schlicht nicht mehr relevant genug sind. So war es auch mit diesem Thema, jedoch sah ich gerade obiges Video von Conan, in dem er die halbwitzigen Versuche seiner Autoren vorliest – und nun brenne ich wieder.

Es ist ja nicht nur, dass sogar mein Bullshithaterboyfriend René das Thema aufgegriffen hat, sondern Harry Knowles’ Quatsch mit Soße es wieder ins Fernsehen geschafft hat, weil er anscheinend immer noch eine pseudorelevante Rolle in der medialen Berüchterstattung zu Filmen einnimmt und weiterhin das öffentliche Posterchild der Filmblogosphäre bleibt, während diese ihn bereits überrundet hat.

Okay, erinnern wir uns kurz mal, dass es 2014; und nicht 1999. Bereit? Gut, hier ist der Beitrag, auf den sich alle, und ich meine wirklich nahezu alle, Newsseiten dieser Welt gestürzt haben und ihn ohne Weiteres ausgenutzt haben, um ihre Hits zu generieren.

STAR WARS EPISODE VII’s working title is… you didn’t think I’d blow it in the headline did ya?

Hey folks, Harry here… in response to my article earlier today a new source has come forward to confirm information that I’ve been sitting on for over a month. As I’ve said – getting confirmation has been a bitch. I know lots of people in JJ’s camp – including JJ… but when I put the title to JJ… he never even responded. That alone was suspicious. But my original source had told me back in January that Abu Dhabi was a location, and when that came to be, he sent me a scoop that the title for STAR WARS EPISODE VII was THE ANCIENT FEAR.

I ran it by everyone in the editorial chatroom. Beaks, Merrick, Quint, Capone… everyone… and they rattled their sources cages – and couldn’t get confirmation… BUT tonight… a source that I’m told to call Col. Mustard claimed completely on his own that “the working title” was THE ANCIENT FEAR….

He also stated that “it refers to Max Von Sydow’s villain who makes Pazuzu look like a pussy!”

Now – let’s see what happens to the working title. Personally… I love it!

Ich gebe mal so vor als ob ich das kurz ernst nehmen würde und weise darauf hin, dass Knowles
a) seit fast einem Jahrzehnt keinen sich später als wahr herausstellenden Scoops mehr hatte,
b) sich nicht einmal bemüht vorzugeben, er hätte eine seriöse Quelle, und
c) bereits 2005 meinte, dass der dritte Prequel-Film A Creeping Fear heißen wird.

Dazu kommt, dass er sich mal direkt in alle Richtungen absichert und mehrfach darauf hinweist, dass es sich um einen Arbeitstitel heißt. Sprich: Sollte der Titel am Ende nicht stimmen, kann ihn keiner wegen seinem Bullshit angreifen, man habe halt wohl den Namen nur intern verwendet und nun einen offiziellen gefunden. Whatever.

Viel schlimmer als seine Lügen ist die mentale Haltung des Manchilds. Diese Meldung kam nämlich erst nachdem Harry in einem vorherigen Posting (der inzwischen gelöscht scheint) geteast hat, den Titel zu kennen, ihn jedoch nicht preisgeben zu können. Seine Leser pochten auf die Veröffentlichung, Harry gab schließlich nach. Wie gütig. Er habe halt nur keine Bestätigung erhalten können. Ach. Und eine Anfrage bei JJ, habe auch keinen Erfolg gebracht. Oha. Harry Knowles höchstpersönlich fragt beim gerade wohl beschäftigsten Mann Hollywoods an und es gibt keine Rückmeldung wegen eines Gerüchts? Da kann ja etwas nicht stimmen!

Ich möchte gar nicht so sehr auf Knowles’ Berichterstattung in den letzten Jahren eingehen, die immer mehr so wirkt, als habe eine nicht englischsprachige Gehilfin sein umherwandelndes, anekdotisches Gebrabbel, das immer damit beginnt, dass er das Poster des besprochenen Filmes bereits im Kinderzimmer an der Wand hängen hatte, einfach nur abtippt. Seine Person und seine Beziehungen sollen auch nicht das Zentrum dieser Diskussion einnehmen, das haben andere Quellen bereits zu Genüge besprochen.

Ich möchte lediglich sagen: Wir müssen nicht alles hinnehmen. Man kann sich auch manchmal seinen Stolz bewahren. Selbst wenn man diesen Job beruflich betreibt und alle diese Story bringen, kann doch eine einzige Gegenstimme etwas bewirken und das eigene Profil schärfen. Wir müssen mehr in dieser großen Blogosphäre darauf achten, woher gewisse Meldungen kommen und dann überlegen, wie sie dann aufbereitet werden sollen.

Wenn ein ohnehin umstrittener und untergehender Blogger, der Geldsorgen hat, eine scheiternde Kickstarter-Kampagne für ein überteuerstes Egoprojekt anführt, die nur durch prominente Filmregisseure in den letzten Minuten finanziert wird, sich kurz darauf ein neues Auto käuft und bis heute keine Episode geliefert hat (er könnte sich auch ganz mit dem Geld aus dem Staub gemacht haben), während andere YouTuber mit Minibudgets ähnliche Formate problemlos auf die Beine stellen, und in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ auffiel, dann muss man nicht alles aus dieser Richtung direkt für bare Münze nehmen. Die Motivation hinter diesem Vorgehen sollte klar sein.

Aber in einem Jahr oder so, wenn der wirkliche Titel von Disney/Lucasfilm per offizieller Pressemitteilung veröffentlicht wurde, spielt das alles ohnehin keine Rolle mehr. Jeder wird Harry Knowles’ Quatsch vergessen haben und er hatte aber einen kurzen Boost in seinen Hits. Von dieser Methode lebt übrigens Latino Review. Das alles hier soll auch kein reiner Diss von AICN sein, die großartige Autoren neben Harry beschäftigen. Es steht mehr sinnbildlich für diese gesamte Sphäre – und das kotzt mich an.

In Argentinien haben ein paar Knochen eines noch unbekannten Dinosauriers gefunden, dessen Oberschenkel alleine so groß ist, dass man daraus berechnen kann, dass es sich um das größte Landtier aller Zeiten auf der Erde handeln muss.

40 Meter lang, 20 Meter groß, rund 80 Tonnen schwer – diese enormen Maße gibt das Paläontologie-Museum Mef bekannt. So hoch wie ein mehrstöckiges Haus also, so schwer wie 14 afrikanische Elefanten. Ein Koloss. Oder sogar mehrere. Am Fundort entdeckten die Paläontologen mehr als 200 gut erhaltene Fossilien, sie sollen von sieben erwachsenen Tieren stammen. Der größte Überrest ist der besagte Oberschenkelknochen. “Das ist ein wahrer paläontologischer Schatz”, erklärt Grabungsleiter José Luis Carballido. Der neu entdeckte, noch namenlose Dinosaurier ist damit vermutlich das größte Tier, das jemals über die Erde gelaufen ist. Zumindest das größte, von dem man bislang weiß.

SpOn: Dinosaurier-Rekordfund: Die Riesen aus der Sackgasse

Gerade läuft Gareth Edwards zweiter Spielfilm Godzilla in den Kinos an, da dürfen wir sehen, was man in Hollywood mit der Fortsetzung des Films anstellt, die ihm einen Namen gab. Bereits seit Jahren gab es Gerüchte, nun gibt es einen ersten Trailer und auch wenn dieser hübsch geschnitten ist, kann ich mit der bloßen Idee einer Fortsetzung sehr wenig anfangen, da doch der große Charme des ersten Films seine großartig inszenierte Perspektive war.

Nun sehen wir ein paar Soldaten zu, wie sie die sich ausbreitende Invasion irgendwo in der Wüste bekämpfen. Ich möchte nicht voreilige Schlüsse ziehen, aber das von den Newcomern Tom Green und Jay Basu stammende Sequel wirkt trotz hübscher Bilder wie ein Cashgrab. Der Film hat noch keinen Kinostart in Deutschland. (via)

Erst vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass Denis Lawson, der Wedge Antilles in der alten Star Wars Trilogie spielte, das Angebot für eine Rolle in Episode VII nicht angenommen hat. Es würde ihn nur langweilen, meinte Lawson. So schade das aus der Sicht der Fans auch sein mag, man kann es auf der menschlichen Ebene nachvollziehen. Nur weil Lawson dabei war, muss er nicht so leidenschaftlich bezüglich der Filme sein – ähnlich wie Harrison Ford.

Außerdem hat Lawson eine echte Karriere gehabt – im Unterschied zu vielen anderen Schauspielern und Extras, die ein ziemlich zwiespältiges Verhältnis zu den Filmen, ihrer Rolle und dem Fandom haben. Jon Spira (Anyone Can Play Guitar) findet dieses Spannungsverhältnis unglaublich interessant und hat bereits einen komplette Dokumentarfilm über Star Wars Extras gedreht und möchte nun über Kickstarter £30,000 sammeln um die Postproduktion abzuschließen zu können.

Das Projekt hat einen sehr beeindruckenden Trailer, der definitiv auch einige Momente und Gefühle einfängt, die ich bei meinem Besuch der Celebration Europe II im letzten Jahr auch verspürte. Dürfte interessant werden und für den kleinen Betrag von £10 gibt es bereits den Film zum digitalen Download, sobald er fertiggestellt ist. (via The Verge)

elstree 1976In 1976, during the hottest summer on record, Star Wars was shot in suburban North London. Nobody involved had any idea how big the film would become, many couldn’t even remember the title.

Yet, for the extras and actors in smaller roles, their faces hidden in masks and helmets, this seemingly insignificant job would go on to colour their lives even four decades later.

ELSTREE 1976 is a portrait of a cross-section of these people; from the man inside the most iconic villain in film history to the guy whose character was completely cut from the final film. It tells the stories of their lives and explores the eccentric community they have formed, traveling the world, signing autographs for fans.

Es ist Pilot-Season und FOX hat sich entschieden das wahrscheinlich kurioseste Projekt der diesjährigen Auswahl ab dem Herbst in Serie zu schicken. In Last Man on Earth spielt Will Forte den titelgebenden Helden, der anscheinend wirklich der letzte Mensch auf der Erde ist und all dies tut, worauf man dann halt mal Lust hat.

Eine frühe Beschreibung der Serie sprach von zwei Figuren und ich denke, dass sich das “Last Man” im Titel wirklich nur auf das männliche Geschlecht bezieht. Die Serie geht bald in Produktion und dann wird man das nochmal bestimmt angesprochen werden oder es wird Versuche geben, diesen Twist zu vertuschen, denn ich glaube, dass es ein ganz großartiges Konzept wäre, wenn Will Fortes Faultier hier auf den Gedanken kommen würde, dass er die letzte Frau auf dem Planeten erobern muss.

Die Serie soll in der kommenden Season laufen und wird als halbstündiges Format von u.a. Phil Lord und Chris Moller produziert, die sich in den letzten Jahren einen Namen im Comedy-Genre machen durften und bereits mit Will Forte an ihrer Kultserie Clone High zusammengearbeitet haben. Sie werden auch den den Piloten drehen. (via)

Gratis Comic Tag 2014 Ausbeute

15 May, 2014 · Sascha · Comics · 0 comments

free comic book day

Am vergangenen Samstag war der Gratis Comic Tag 2014 und ich bin jetzt endlich dazu gekommen meine diesjährige Ausbeute durchzugehen. Da es bei uns im Laden aus Kapazitätsgründen immer nur zwei Ausgaben pro Person gibt, kann man theoretisch nicht alles abdecken, aber über den zusätzlichen Kauf eines Zusatzproduktes “Punkte” sammeln und mehr Comics kriegen. Das tue ich gerne, immerhin hätte ich mir so oder so den neuen Star Wars Sonderband zugelegt. So habe ich dann am Ende stolze fünf Comics absahnen können, drei weitere (Chi, Pokémon und Tokyo Ghul) gingen an Ms PewPewpew, die ihre begrenzte Auswahl aus Mangel an passenden Alternativen traf und Attack on Titan ohnehin schon kennt (ich bin ja kein Monster, ich hätte mehr geteilt. Sascha I, der Gütige).

Neben den üblichen Comics gab es auch eine lokale Spezialität, einen Tomb Raiber Comic namens Witchblade, der bereits seit etlichen Jahren in den Regalen steht und noch aus DM-Zeiten stammt. Der gefiel mir sehr, aber für 20 Mark hätte ich den damals wohl auch nicht gekauft, trotz seines coolen holographischen Covers. Geschenkt holt man sowas natürlicht trotzdem mit. Weiterhin habe ich mir den Simpsons Comic Für Umme mitgeholt, aber ich musste wieder feststellen, dass ich mit den gelben Figuren außerhalb des TV-Mediums wirklich wenig anfangen kann. Bereits in der fünften Klasse sammelte ich mal ein paar mit einem Freund, der heute immer noch darauf schwört, ein paar Exemplare, kam aber nie so rein. Ich brauche da einfach die Stimmen der Hauptfiguren.

Der einzige Titel, bei dem ich mir basierend auf dem Cover schon vorher sicher war, dass ich ihn holen muss, war Pauls Fantastische Abenteuer von Émile Bravo. Hier gibt es einen Auszug aus dem ersten Band Sprung in die Zukunft, in dem Paul mit einem Captain Future Verschnitt nach Alpha Centauri reist und über die Relativitätstheorie Einsteins aufgeklärt wird. Leider ist das vom Stil her überhaupt nicht mein Ding, aber inhaltlich interessiert mich der Titel schon sehr, weshalb ich mir den ersten Band vielleicht holen werde.

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