Super schickes Poster zu Spider-Man: Homecoming von Martin Ansin in Zusammenarbeit in Mondo. Das Ding wird in einigen Kinos in den USA zum Filmstart vergeben, dürfte für bereitwillige Fans mit einem dicken Geldbeutel also bei eBay zu finden sein. Mondo bietet das Poster bis Montag als timed edition an, es kann also jeder zuschlagen, der will. Das Design erinnert stark an Ansins frühere Arbeiten wie Superman oder Ghost in the Shell.

BBC: Why people are trolling the new Spider-Man Homecoming poster
Vanity Fair: 10 Burning Questions About That Truly Hideous Spider-Man: Homecoming Poster
The Verge: What went wrong with the Spider-Man Homecoming poster: a veteran film artist explains40


AMC

Langsam aber stetig mausert sich Fear The Walking Dead in einer beeindruckenden Zombieserie heran. Die Folge vor dem Midseason- Finale rückt alle Figuren in Position für ein hoffentlich explosives Finale.

Zombienarrativen sind im Genre des Western zu verordnen. Natürlich gelang das Genre mit George A. Romero durch seine Kapitalismuskritik zu großem Ruhm, als der Altmeister seine Untoten durch ein Einkaufszentrum wandeln ließ. Seither haben viele Filmemacher den toten Körper mit neuem Leben eingehaucht und dem Zombie ihre ganz eigene Symbolkraft verliehen. Doch in allen Narrativen agieren die Zombies darüber hinaus als Naturelement, das die Frontier, die Grenze der Zivilisation in der Erschließung des amerikanischen Kontinents, wieder direkt vor die eigene Haustür in die Vorstadt versetzt.

Niemand weiß dies besser als Robert Kirkman. Sein Comic war von Beginn an auf lange Sicht angelegt. Er wollte erforschen, was nach dem Verlassen des Einkaufszentrums, der Flucht aus der Großstadt und den anfänglichen Situationen geschieht. Völlig korrekt landete Kirkman beim Western, denn sein Comic ist voll von der Ästhetik. Weite Landschaften, umherziehende Menschen auf Pferden, kleine Orte entlang einer Straße, eine Farm, böse Gangs und natürlich der Sheriff im Zentrum, der verzweifelt und völlig überfordert für Ordnung im Chaos sorgt. Der Comicautor weiß völlig zurecht, dass sich eine langfristig angesetzte Zombienarrative mit der Rückeroberung der Wildnis beschäftigen muss; dass die wahre Herausforderung im zivilisatorischen Wiederaufbau in der Postapokalypse liegt, nicht nur im Überleben der Apokalypse. Deshalb ist auch der aktuelle Handlungsstrang in Fear the Walking Dead um die seit Jahrhunderten unterdrückten Ureinwohner Amerikas so vielversprechend.

AMCs Serienadaption hat sich den neuesten Widersachern aus dem Comic noch zu widmen, doch so viel sei verraten: Auch die damaligen „Savages“ finden in Kirkmans Story eine höchst interessante Umsetzung. Es ist deshalb kein Wunder, dass auch Fear The Walking Dead sich in dieser Woche völlig auf den Kampf zwischen dem Otto-Clan auf der Ranch und den Walker-Natives fokussiert. Es wird sich noch zeigen müssen, wie interessiert und aufrichtig die Serie die äußerst ansprechende Thematik behandeln wird oder sie womöglich nur schändlich als Plotdevice einsetzt. Bisher jedoch läuft alles auf einen spannenden Ausgang dieser Bedrohungslage hinaus. Dieser Umstand gewinnt durch sein sehr glaubhaftes Setting noch an narrativer Wucht, sodass auch diese ansonsten langsame, wenn auch kompetent erzählte Folge überzeugen kann.

Gerade die angesprochene Kompetenz rückt das Serien-Spin-off in den letzten Wochen deutlich nach oben auf meiner Beliebtheitsskala. Dave Ericksons Autorenteam und Regisseure wissen das Setting äußerst klug zu nutzen. Vor allem visuell setzt sich Fear The Walking Dead von der Mutterserie ab. Körnige, entsättigte Bilder sowie ein Fokus auf Nahaufnahmen der Schauspielgesichter sind kreative Entscheidungen, Aufnahmen aus Georgia als Virginia umzusetzen, jedoch nicht. Im Kontrast funktioniert Fear the Walking Dead deshalb besser, weil die Serie sich ihres Settings völlig und authentisch annimmt. Das schließt die beeindruckenden, trockenen Landschaften ein, aber eben auch die historischen Kontexte. Der Walker-Clan braucht bisher deshalb so wenig Einführung und Charakterisierung, um bedrohlich und dringlich zu wirken, weil der Zuschauer um die Unterdrückung der Natives weiß. Sogar die eigentlichen Antagonisten des Walker-Clans geben in dieser Folge zu, dass auf der titelgebenden roten, staubigen Erde viel Unrecht geschehen ist und selbst Recht und Ordnung den Natives vor Gericht kein faires Zugeständnis machen konnten. Wieso also sollten die Diskriminierten, die Ausgestoßenen und Unterdrückten nach dem Zusammenbruch der Zivilisation sich nicht ihre Heimat zurückerobern wollen? Ihre Motivation ist klar, ihre Drohung direkt und die zögerliche sowie gespaltene Reaktion der Rancher sorgt für einen spannenden Konflikt.

Die Episode ist schön aufgeteilt. Jeweils ein Familienmitglied der Clarks versucht je einen Otto zu beeinflussen. Alicia (Alycia Debnam-Carey) erfährt durch Jake viel über die bisherige Geschichte des Kampfes mit dem Walker-Clan und Jake erhofft sich, den Konflikt friedlich lösen zu können. Seine diplomatischen Ambitionen ehren ihn sicherlich, doch angesichts des sonst stets explosiven Midseason-Finales muss bezweifelt werden, wie erfolgreich er sein wird. Gleichzeitig wird er ohnehin bereits von Alycia insofern manipuliert, als dass er ihr das Schießen beibringt. Das Ziel scheint klar.

Währenddessen verbringen zwei ehemalige Abhängige noch mehr gemeinsame Zeit. Nick (Frank Dillane) hat sich in der neuen Hütte relativ gut eingelebt. Dieses neue Leben, inklusive Beziehung mit Luciana, hat die Figur ein bisschen gelähmt. Nick, der sonst immer aktiv und selbstbestimmt war, wirkt in der dritten Staffel gehemmt. Dass ihm die Tötungen seiner neuen Freunde im Finale stark zugesetzt haben, lässt ihn in einem guten Licht dastehen. Doch der Ex-Junkie war bisher immer eine proaktive Person, die hoffentlich bald nicht nur still beobachtet sowie ab und an einen abschätzigen Kommentar ablässt. Vielleicht liegt dies aber auch an Jeremiah Otto, dessen ambivalente Charakterzeichnung keine klare Linie für Nick zum Gegenangriff übrig lässt. Patriarch Otto zögert aktuell, vermutet sogar seinen eigenen Sohn hinter den Angriffen auf die Familie, die die Ranch verlassen hat. Troy hat bereits Schreckliches getan und es ist ihm definitiv zuzutrauen, doch wir wissen auch, dass Ofelia auf Familienvater Otto im Finale der letzten Staffel traf und seither nicht mehr aufzufinden ist. Jeremiah dürfte noch das ein oder andere Geheimnis mit sich tragen und sein alkoholischer Rückfall zeugt von innerer Zerrissenheit. Womöglich hat er sogar seinen eigenen Sohn zu der Tat beordert und hadert mit seiner Entscheidung.

Die interessanteste Partie liefern sich jedoch währenddessen Madison und Troy. Der aggressivere Teil der Brüder hat in den wenigen Episoden mit seiner Person bereits einen großen Eindruck hinterlassen; insbesondere weil seine Figur den schmalen Grat zwischen nachvollziehbaren Handlungen und lächerlichem Overkill erfolgreich meisterte. Während ihre Kinder beschäftigt sind, mutiert Troy fast schon zu etwas wie ihrem Ziehsohn. Der junge Mann kann in seiner Verwirrung gut manipuliert und geformt werden, sodass sich Madisons prägende Wirkung schnell zeigt. Madison ist in der Abwesenheit ihres Mannes endgültig zu einer Person geworden, die handelt. Gut so! Kim Dickens wartet seit zwei Staffeln auf diese Chance. Nun kann sie zeigen, dass ihre Figur in der Konstellation die spannendste Anführerin ist, die es bisher gab. Denn aktuell agiert sie verdeckt im Hintergrund und versucht, alle Fäden zu ziehen. Sie weiß die Einwohner aktiv zu beeinflussen, kennt gleichzeitig jedoch ihre Grenzen und versteht klar, wann sie zu kuschen hat.

Insgesamt haben mich die letzten beiden Episoden so von der Serie überzeugt, dass ich noch mehr Angst habe, vom Finale enttäuscht zu werden. Während die Ranch-Frage hoffentlich nicht bereits im Finale endgültig geklärt wird (dafür ist er doch viel zu interessant und thematisch vielversprechend) und die Figuren wieder in die Welt dort draußen geschickt werden (wobei bereits Colorado als mögliches Ziel diskutiert wurde), müssen wir uns sicherlich durch die nächste Ofelia/Daniel/Strand-Storyline quälen. Das Problem ist ja nicht nur, dass Mexiko, das Hotel sowie die Sache aus der zweiten Staffel mit Daniel und Strand, geographisch und emotional so weit entfernt ist und die Ranch-Storyline in keinster Weise berührt. Das echte Rätsel ist, dass weder Daniel noch Strand in der Konstellation der Haupthandlung der Serie etwas hinzufügen würden. Im Gegenteil. Sie würden momentan nur stören.

Foglä Penis Poster

03 Jul, 2017 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments


von Owley (Foglä Produktionsblog)

Können wir uns kurz einen Moment der Stille nehmen und in Ehrfurcht den Penis auf dem Poster zum Abschlussfilm meines Freundes Owley bestaunen? The balls on this guy!

“We have to go back!”

LOST …and found, heißt es im 87. Wowcast – René und ich finden endlich wieder zusammen, um über Serien zu reden. Jedoch ist es in diesem 100. gemeinsamen Podcast nicht nur irgendeine Serie, sondern die, laut 50% des Podcasts, beste Serie aller Zeiten: ABCs LOST.

Nach einer Hörerumfrage sollte die siebte Episode der fünften Staffel, “The Life and Death of Jeremy Bentham”, besprochen werden. In rund einer Stunde wird über Jesus-Figuren, Inselkorken, Inselmythologie und Zeitreisen aufgeklärt. Außerdem gibt es allgemein ein kleines Resümee sowie einen Ausblick auf die kommenden Ausgaben.

Shownotes:

LOST-Umfrage
LOSTpedia-Eintrag der Folge

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast87.mp3 (99,6MB, 1:12h)
Soundcloud: Wowcast 87: LOST (aka die 100. Folge)
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast

 

8 Jahre PewPewPew

02 Jul, 2017 · Sascha · Personal · 31 comments

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich schreiben soll.

Wenn ich mir den Geburtstagspost vom Vorjahr anschaue und ihn mit der Gegenwart vergleiche, hat sich eigentlich nicht viel verändert. Aktuell ist ein Artikel erneut von mir in der WASD, auf den ich sehr stolz bin. Dazu machen René und ich jetzt endlich wieder nach einem halben Jahr Pause gemeinsam Podcasts zu Serien. Und auch ansonsten läuft der Blog eigentlich. Die Beiträge kommen inzwischen eher intervallartig und das würde ich gerne ändern, auch längere Texte sollen endlich mal wieder häufiger veröffentlicht werden, aber insgesamt ist nicht vieles anders.

Nach acht Jahren ist das eigentlich ein ziemlich gutes Fazit. Ich hatte nie befürchtet, dass ich mal aufhöre oder die Leidenschaft verliere. PewPewPew wird es immer geben, so lange ich lebe. Ich bin da inzwischen nicht alleine, kenne viele Kollegen, die es länger und besser machen und trotzdem sind acht Jahre für so einen komplett alleine geführten Blog doch eigentlich eine ziemlich große Nummer. Das mag vielleicht ein gutes Zeichen sein. Für mich aber irgendwie nicht. Längere Beiträge versauern seit Monaten in der Entwurfablage des Blogs und eigene, geplante Aktionen kommen auch nicht zustande. MehMehMeh.

Genug geweint. Der Grund für diese Beiträge ist es immer gewesen ein Zwischenfazit zu ziehen, etwas zu verlosen und mich bei den Lesern zu bedanken. Also tue ich das auch. Ich gelobe feierlich mehr und schneller zu bloggen und nicht so oft über längeren Sachen zu grübeln. Ich bedanke mich herzlich für die Treue vieler Leser, die hier seit Jahren mitlesen. Und da ich ja eigentlich nicht viel zu sagen hatte, hier die passenden Preisen zum achten Geburtstagsgewinnspiel.

Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlässt ihr mir einen beliebigen Kommentar (inklusive eurer Wahl für Hateful Eight oder Fast 8) bis Mittwoch, 6. Juli 2017 (23:59 Uhr) mit gültiger Email-Adresse. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, usw., blabla. Fast 8 kommt erst im August, deshalb muss sich der Gewinner etwas gedulden.

Gerne dürft ihr mir auch Feedback hinterlassen und sagen, was ihr cool findet und was man besser machen könnte im kommenden Jahr.


AMC

Die Einschaltquoten sinken, die Qualität steigt. Im Geheimen hat sich Fear the Walking Dead in der Pause zwischen den Staffeln neu erfunden und überzeugt mit ambitioniertem Storytelling und beeindruckenden Bildern.

Fear the Walking Dead hat sich in dieser Woche ein ganzes Stück Arbeit aufgeladen. Gleichzeitig vier Handlungsstränge möchten erzählt werden, die sich nur teilweise bis gar nicht in die Quere kommen und dazu werden bereits jetzt die Weichen für zukünftige Folgen gestellt. Die großen Erwartungen eines Mid-Season-Finales schweben schließlich immer über einer Serie im The Walking Dead-Universum.

Es liegt vor allem an den Bildern von Regisseur Daniel Stamm, der deutsche Schöpfer hinter u.a. Der letzte Exorzismus, dass die Folge Burning in Water, Drowning in Flame funktioniert. Cineastisches Storytelling auf dem kleinen Bildschirm sind die Fernsehzuschauer längst gewöhnt. Doch während The Walking Dead ständig in immer gleichen Gegenden entsättigte Bilder wilder Wälder von Georgia als Virginia verkauft, gelingt es der Schwesterserie Fear the Walking Dead jede Woche zumindest nicht visuell aus der Reihe zu tanzen. Ganz im Gegenteil sogar, Stamm findet hier großartige Bilder und stellenweise poetische Momente inmitten der chaotischen Nachwelt.

Bei der Bewertung der Geschichte muss zunächst jedoch noch Zurückhaltung geübt werden. Während die letzten Episoden sich eher auf eine einzige Figur konzentrierten, versucht die 5. Folge der 3. Staffel nun alle Figuren bis auf – das wird jetzt echt langsam alt, liebe Autoren – Ofelia ein Stück nach vorne zu bringen. Bei einigen Charakteren heißt das eine geographische Veränderung, andere verharren derweil an sicheren Orten, lernen jedoch neue Sichtweisen kennen oder vertiefen ihre Beziehungen zu ihren Mitmenschen.

Der vielversprechendste Handlungsstrang in dieser Folge erzählt von Madisons (Kim Dickens) Expedition mit Troy zu dem Außenposten, der sich über Funk nicht mehr kontaktieren lässt. Auf dem Weg zum Zielort treffen die Soldaten auf die pro Episode gesetzlich vorgeschriebene Zombiegruppe und hacken sie nieder. Madison kann sich dabei als fähige Kämpferin beweisen und den Respekt der Soldaten einholen, später sogar Troys Autorität und Führungsanspruch untergraben. Troys Gefallen beim Zerstückeln der Zombies wird dadurch intensiviert, dass es ehemalige Kriminelle eines Gefängnistransports sind. Das Ganze erhält einen bitteren Beigeschmack, da Troys unmenschliche Sport-Perspektive von den Figur und der Serie selbst in keinster Weise kommentiert wird. Als hätten diese Gefangenen es mehr verdient als die restlichen Walker.

An dem Außenposten angekommen, entdeckt die Gruppe schnell die verbrannten Überreste der Soldaten sowie einen skalpierten Überlebenden, dem der Gnadentod erwiesen wird. Als Täter stellt sich ein indigener Clan namens – drum roll, please – Walker heraus. Qaletaqa Walker (Michael Greyeyes) mutiert binnen wenigen Sekunden Screentime. Seine Drohungen wirken nach, seine Präsenz ist furchterregend. Dazu hat er im Gegensatz zum Governor und anderen Helden wie Bösewichten aus dem The Walking Dead-Universum kein gimmickhaftes Alleinstellungsmerkmal. Es handelt sich schlicht um einen entschlossenen Mann, der bereit ist, für seine Ziele alle Wege zu beschreiten. Das ist furchterregender als zehn Negans.

Dass die Natives bereits auch in der jüngeren Vergangenheit schlecht behandelt wurden und nun ihr Gebiet zurück gewinnen wollen, lässt auch Jeremiah Ottos Dialog mit Nick (Frank Dillane) erahnen. Dieser schwärmt von der Schönheit eines Revolvers, der Waffe, die den Westen erobert hat. Dazu fallen natürlich rassistische Beleidigungen wie “the red man”, um das Bild komplett abzurunden. Nick hat sich in der vergangenen Staffel wenig verändert und bleibt bis jetzt schwach. Seine Zeit mit Luciana und Jeremiah in der Folge ist durchaus interessant, da sie die Zerrissenheit dieser frühen Zeit in der Postapokalypse gut hervorheben. Jetzt haben die Figuren noch eine tatsächliche Wahl, während zu späteren Zeiten die Aufnahme in eine fähige Gemeinschaft vielleicht weniger einfach vollzogen werden kann. Das Ganze gleicht ein bisschen der Reise nach Jerusalem, nur hat die Musik noch nicht aufgehört zu spielen.

Gleichzeitig kommen sich Troys Bruder Jake und Alicia (Alycia Debnam-Carey) diese Woche ein ganzes Stück näher. Alicia ist jung, Jake ebenso. Sie reden über Bukowski und haben Sex. Es ist schön, dass nach der kurzen Party mit dem Zombiekopf und Nicks Entwicklung zum Mann die Teenagerperspektive nicht ganz fallen gelassen wird. Außerdem ist die Nonchalance dieser Entwicklung sehr zu begrüßen. Gerne könnte die Serie öfter Sachen einfach mal machen. Manche Dinge sind in dem entrückten Kontext leicht nachzuvollziehen, auch ohne große Einführung. Der Zuschauer ist ja auch nur ein Mensch. Traut ihm mehr zu!

Die Episode wird erneut von Daniels (Rubén Blades) und Strands Eskapade durch die Straßen Mexikos heruntergezogen. Es ist sehr schade, dass der überaus interessante und visuell beeindruckende Damm als Handlungsort so schnell schon wieder verlassen wurde. Doch die Hotelgeschichte will abgeschlossen werden und Daniel muss natürlich nach seiner Tochter Ofelia suchen, die höchstwahrscheinlich ohnehin auf der Familienfarm der Ottos gefangen gehalten wird. Daher ist es schwer einzuschätzen, inwieweit die Staffel überhaupt Interesse an der Ranch hat. Der drohende Konflikt könnte die Figuren wieder in alle Winde verwehen. Nach dem enttäuschenden Aufenthalt auf der Militärbasis würde mich nichts mehr überraschen. Wobei, und das muss unbedingt wiederholt werden, Fear the Walking Dead holt trotz des wohl sinkenden Budgets immer das Beste aus seinen Locations rausholt.

Insgesamt funktioniert das alles bis auf wenige Ausnahmen sehr gut und es kommt fast schon wieder etwas wie Freude auf. Nach der elend langen zweiten Hälfte der letzten Staffel marschiert diese dritte Staffel nach einem holprigen Start gut voran. Es bleiben noch drei Folgen bis zur Pause. Hoffentlich bleibt die Serie auf Kurs.

Ehe für alle 🏳️‍🌈

30 Jun, 2017 · Sascha · Politik · 0 comments

Ich bin so glücklich! Ich habe heute vor Freude schon ein paar Tränen aus den Augen wischen müssen. Endlich! Herzlichen Glückwunsch alle und natürlich: Viel Glück in der Liebe. 🏳️‍🌈

Der Popkultur-Magnat Mondo hat gerade den Verkauf von T-Shirts, Pullis und einem Anstecker zu Stanley Kubricks Full Metal Jacket angekündigt und das erinnert mich daran, dass ich noch über diese glorreichen Werbevideos aus den Achtzigern bloggen wollte, die auf VHS-Kassetten mitgeliefert wurden und Anleitungen zur Bestellung von ähnlicher Bekleidung enthielten.

Heute geschieht der Kauf natürlich erheblich schneller. Ein Klick hier, kurz einloggen da und PayPal versucht den Rest sowieso auf nur noch einen letzten “One Touch” zu reduzieren. Diese kuriosen Videos beweisen, dass das früher ein viel aufwendigerer Prozess war. Ich kenne das noch aus den Massenbestellungen meiner Schulklasse aus dem EMP Magazin, diese Videos lösen jedoch durch den Sprecher und den zusätzlichen Zeitdruck kleine Stressanfälle aus.

Aber nachdem man mit Stift, Papier und Taschenrechner vor dem Fernseher saß, eifrig zuhörte, alles zusammenrechnete und abschickte, sah man natürlich auch besser aus als heute. Das muss man dazu wissen.

“Watch and Wear” merchandise promo that could be found on the original Lorimar Home Entertainment’s VHS release similar to ones found on other genre-related releases in the late 80’s. Uploaded for pop culture archival purposes without monetary gain. No rights implied or given…

From 1988. Rare “Watch and Wear” merchandise promo found on the original Lorimar Home Entertainment’s VHS release similar to ones found on other genre-related releases in the late 80’s. Uploaded for pop culture archival purposes without monetary gain.