Keine Überraschung: Lucasfilm kündigt für den Herbst eine neue Animationsführung auf Disney XD namens Resistance an. Die Serie galt als gesichert, da sich Disney etliche Markenrechte für den Titel sicherte. Darunter waren nicht nur die üblichen IT-Sachen, die man für Apps und Handyspiele regelt, sondern Trademarks für T-Shirts, Kaffeetassen, Stifte, etc. Das ganze Programm. Es war schnell klar, dass Resistance ein größeres Ding wird.

Nach dem für mich befriedigenden Ende von Rebels geht es im Herbst schon weiter. Mastermind Dave Filoni lässt seine Fans gar nicht erst zum Atmen kommen. Eine Rückkehr von Ezra, Thrawn, Ahsoka, Sabine, Hera und ihrem Sohn Jacen (Nein, nicht der Jacen) düfte als sicher gelten, Filonis typische Kniffe wohl oder übel auch. Poe Dameron und Captain Phasma sind ebenso wie BB-8 mit an Bord, inklusive den Stimmen ihrer Schauspieler.

Der Animationsstil soll sich turnusgemäß wieder ändern und dieses Mal deutlich einem Anime gleichen. Das erste Teaser-Bild oben sagt mir auf jeden Fall schon mal zu. Große Hoffnungen für flüssigere Figurenanimationen mache ich mir dank des gesenkten Budgets unter Disney nicht. Aber vielleicht wird das kein größeres Problem, denn Luftkämpfe werden im Mittelpunkt stehen und die sahen schon in Rebels immer stylisch aus.

“The idea for Star Wars Resistance came out of my interest in World War II aircraft and fighter pilots” said Filoni. “My grandfather was a pilot and my uncle flew and restored planes, so that’s been a big influence on me. There’s a long history of high-speed racing in Star Wars, and I think we’ve captured that sense of excitement in an anime-inspired style, which is something the entire team has been wanting to do for a long time.”

Also die X-Wing Bücherreihe aus dem Legends-Kanon in Serienform? Live-Action wäre mir lieber, aber die Idee begeistert mich dennoch. Weiterhin klingt die Geschichte eigentlich recht spannend. Es wird sich alles um Kazuda Xiono drehen, ein junger Pilot, der von Leias Widerstand mit der Geheimmission beauftragt wird, erste Informationen über die mögliche Existenz der Ersten Ordnung zu finden. Resistance ist also ein The Force Awakens Prequel und obwohl bestimmt natürlich genügend gekämpft wird, bietet die Serie die große Möglichkeit, endlich mehr Informationen – vor allem mal visualisiert und nicht nur in Büchern – zum Stand der Galaxis ABY 34+ zu geben. Ich freue mich drauf.

Olly Moss does The Avengers

27 Apr, 2018 · Sascha · Kunst · 0 comments

Garfield-Überfan Olly Moss hat seine zuckersüße 5×5-Sammlung um die Avengers erweitert. Timed edition, 48 Stunden. Rocket und Groot gab es schon vor vier Jahren. Star-Lord fehlt noch, aber vielleicht gibt’s nächstes Jahr die zweite Runde.

Sein Cap bringt mich zum Weinen.

Wie alle Big Boy Shows macht Westworld in den Opening Credits der zweiten Staffel auch einiges anders. Die Musik und konzeptionelle Gestaltung bleiben erhalten, aber die Motive sind an die Themen der Staffel angepasst.

Viele kleine Details haben sich geändert. Das Hände des Pianisten bestehen zum Beispiel nicht mehr nur aus dem puren Skelett und auch das Spiel selbst ist flüssiger geworden, die Finger sind weniger statisch. Während im Opening zur ersten Staffel noch der Vergnügungsaspekt für Besucher und die Erbauung der Hosts im Vordergrund stand,dreht sich nun alles um den Verlust der Kontrolle. Wie die Tinte, die dort in die Petrischale gespritzt wird, breitet sich der Virus unaufhaltsam in den Gehirnen der Hosts aus. Gleichzeitig aber gelangen die Hosts in diesem Chaos zu einer höheren Ebene der Existenz. Maeves Abbildung als Mutter mit ihrem Kind symbolisiert daher nicht nur ihre persönliche Motivation, sondern auch die Eigenständigkeit – womöglich auch eine eigenständige Replikation – der Hosts.

Der in den Abgrund springende Bison ist ebenfalls bedeutungsschwanger. Er erinnert nicht nur an die Jagdtechnik der Ureinwohner Amerikas, sondern steht auch im direkten Zusammenhang mit den Ereignissen der ersten Episode. Dort erfahren wir nonchalant von der Existenz anderer Parks auf der scheinbar riesigen Insel, die Delos von den Chinesen erworben hat. Und auch im Intro kann man einen kurzen Blick auf den Fuji erhaschen.

Habt ihr noch mehr erkennen können? Ab damit in die Kommentare.

Hier noch der traditionelle Look Ahead, der meiner Ansicht nach spoilerfrei zu genießen ist. Irgendwelche Cracks werden sich aus den Bildern was zusammenspinnen, aber so als Gesamtimpression dient das Video sehr gut. Einmal schauen und weg damit.

Viel krasser ist dieses kleine Making Of der extrem gespenstigen Host-Drohnen, die rein durch Kostüme und Schauspieler kreiert wurden.


© AMC

Zweiter Schuss, Treffer. Nicht alles ist perfekt, aber der eigentliche Staffelauftakt in der zweiten Folge bringt Fear The Walking Dead wieder halbwegs auf den Weg. Trotzdem stören einige Veränderung sehr.

Aha. Es geht doch noch. Nach dem durchwachsenen Start kann Fear the Walking Dead in der zweiten Folge namens „Another Day in the Diamond“ zur Routine zurückfinden. Trotzdem lassen sich einige Punkte finden, die thematisch und atmosphärisch stören. Das könnte erfrischend oder bereits der Beginn des Untergangs sein.
Wiedersehen macht Freude

Endlich sehen wir wieder unsere bekannten Figuren. Die Clarks, Strand und sogar Luciana haben sich in einem Baseballstadion in Texas niedergelassen. Die sichere Unterkunft bietet Zeit zum Wiederaufbau. Knapp ein Jahr nach dem Start der Zombieapokalypse gibt es wieder so etwas wie einen Alltag. Madison (Kim Dickens) baut kleine Wohnungen in den Rängen, Nick kümmert sich um den Anbau von Gemüse, während der Rest in frisch gewaschenen Kleidern ein ausgewogenes Frühstück genießt. Nach draußen zu den Beißern geht die Gruppe nur, wenn sie muss. Wie zum Beispiel, als ein kleines Mädchen namens Charlie auftaucht. Madison macht sich mit ihren kompetenten Mitstreitern auf den Weg, um Charlies Familie, die etwas außerhalb eines abgesteckten Umkreises vermutet wird, zu finden. Statt der Familie finden sie jedoch eine Überlebende namens Celia und neue Widersacher, die Vultures. Ihr Anführer Mel macht dem Namen alle Ehre. Er will Madisons Lager gar nicht angreifen. Stattdessen spricht er von einem Zyklus, der das neue Leben in der Nachwelt dominiert: Aufbauen, Leben, Tod, Neubeginn. Seine Gruppe wartet und sammelt die Überreste auf.

Das macht die Vultures, für die Charlie übrigens als Spionin arbeitete, durchaus interessant. Dazu ist Melvins Ansatz ein netter Meta-Kommentar auf das postapokalyptische Leben wie es in Kirkmans Universums präsentiert wird. Trotzdem bleibt die Frage, wieso Madisons Gruppe nicht einfach das Feuer eröffnet. Ein gewaltsam ausgetragener Konflikt soll nach Möglichkeit vermieden werden, aber Melvins Truppe macht sich in Schießstand-Entfernung breit und zuvor hat es Madison auch nicht an einer gewissen Skrupellosigkeit gemangelt. Ich plädiere nicht dafür, jeden Gegner direkt umzunieten, doch diese inkonsistente Charakterzeichnung lässt mich verwirrt zurück. An Menschenwürde und einem friedlichen Miteinander war die Matriarchin in vorherigen Staffeln nur wenig interessiert.

Verwirrung dominiert die Serie

Verwirrung dominiert bisher die Erzählung dieser Staffel. Wie hat Madison die anderen Mitglieder ihrer Gruppe wieder finden können? Wie hat Nick die Explosion des Staudamms überlebt? Sind Qaletaqa Walker und Daniel Salazar (Rubén Blades) noch Teil der Serie? Wie fand Luciana wieder zurück in das Ensemble? Es fühlt sich an, als hätte man einige Episoden verschlafen und würde nun wieder einschalten. Keine dieser Geschichten muss notwendigerweise erzählt werden. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass die Autoren interessante Handlungsstränge zurücklassen, nur um Morgan in die Serie einzuführen. (weiterlesen…)

Zur Aufführung der “unrestaurierten” Kino-Version von A Space Odyssey hat Warner Bros. diesen wunderschönen Trailer veröffentlicht. Natürlich ist der Stil sehr modern, aber das funktioniert echt super gut. Würde 2001 nicht bereits einer meiner Lieblingsfilme, hätte ich mich glatt neu verliebt.

Der neue Print wird bald in Cannes zum ersten Mal gezeigt, betreut durch Christopher Nolan. Danach gibt es eine Vorführungen in den USA. Über Deutschland-Termine konnte ich nach einer kurzen Google-Suche leider nichts in Erfahrung bringen.

“For the first time since the original release, this 70mm print was struck from new printing elements made from the original camera negative. This is a true photochemical film recreation. There are no digital tricks, remastered effects, or revisionist edits. This is the unrestored film – that recreates the cinematic event that audiences experienced fifty years ago.” – Christopher Nolan

Ich habe mir dieses grandiose Mashup bestimmt schon ein dutzen Mal angesehen. Einfach verblüffend, wie gut das zusammenpasst.

The Avengers – The Final Curtain

22 Apr, 2018 · Sascha · Film · 0 comments

Ich muss euch was gestehen. Ich freue mich unglaublich auf Avengers: Infinity War.

Jaja, ich weiß. Ich bin auch kein großer Freund der Marvel-Filme oder dem Trend der Cinematic Universes. Die Filme sind bis auf wenige Ausnahme alle cineastisches Fast Food. Sie schmecken alle gleich, werden schnell nacheinander in die Kinos geschaufelt und fünf Minuten danach hat man schon wieder Hunger auf eine richtige Mahlzeit. Sie alle zu sehen, nur um das große Finale jetzt genießen zu können, fühlte sich oft an wie Hausaufgaben machen.

Trotzdem kann ich meine Vorfreude nur wenig verbergen, am wenigtens vor mir selbst. Ich spüre, dass ich unbedingt sehen will, wie diese von langer Hand geplante Idee jetzt ihre Vollendung findet. Die Idee eines Comic-Universums auf der großen Leinwand, das eine zusamenhängende Geschichte erzählt, war vor einem Jahrzehnt für Superheldenfans nur eine Schnappsidee. Selbst vor dem ersten Avengers-Film erinnere mich noch an meine Zweifel. Kann dies wirklich funktionieren? Zehn Jahre später wissen wir, dass Kevin Feige dieser Geniestreich erfolgreich gelang. Bei allem gebührenden Zynismus handelt es sich hier durchaus um moderne Mythen, insbesondere für die Generation, die mit ihnen aufwuchs. Deshalb interessiert mich die Kulmination dieses ganz popkulturellen Unterfangens schon enorm.

Diese schöne Videozusammenstellung der dunkelsten Momente aus den Filmen fängt für mich schon mal die Stimmung ganz gut ein. Frank Sinatra hilft natürlich.