Hal Rudnick von den Screenjunkies hat sich mit Dr. Clifford V. Johnson, seines Zeichens Professor für theoretische Physik an der University of Southern California, über Interstellar unterhalten. Der Experte für Quantengravitation und Schwarze Löcher klärt über Science Facts und Science Fiction auf, während Hal dumme Witze macht. Irgendwie muss man das natürlich für YouTube ein wenig ausgleichen.

Interstellar is igniting furious debate among movie fans – but what about scientists? We brought in a real physicist to analyze all the black holes, wormholes, and plot holes (?) in Christopher Nolan’s latest film.

Vor ein paar Wochen schaute Drehbuchautorin Nicole Perlman bei John August und Craig Mazin im Scriptnotes Podcast vorbei und unterhielt mit den zwei über Guardians of the Galaxy und, viel interessanter, das eigenständige Autorenprogramm von Marvel. Marvel engagiert nämlich unter nicht ganz unproblematischen Umständen junge Autoren, die dann in die Tasten hauen müssen. Einerseits sind sie damit an Marvel angekettet. Andererseits erhalten junge Autoren damit die Chance für potentiell hochkarätige Projekte zu schreiben und sich dadurch einen Namen zu machen, während Marvel hat stets ein paar Drehbücher zu zukünftigen Projekten in der Schublade rumliegen. Gleichzeitig kriegen die IPs auch Input von allen Seiten und Perspektiven durch unterschiedliche Autoren. Ebenfalls nicht ganz sauber ist, wie man jetzt Nicole Perlman handhabt und wie James Gunn seinen Platz an der Sonne genießt. Das hätte er nicht nötig.

Nicole Perlman bekam den Job bei Marvel übrigens wegen ihrem sehr beeindruckenden Drehbuch (google it!) Challenger über die NASA-Katastrophe, das sie noch während ihrer College-Zeiten geschrieben hat. ScriptShadow hatte dazu eine Review und empfahl Robin Williams in der Rolle von Richard Feynman, was auch meiner Ansicht nach perfekt gepasst hätte. Vielleicht kriegt Challenger nach der neuen Welle an Hard Sci-Fi mit Filmen wie Gravity, Interstellar und bald The Martin auch eine neue Chance. Es wäre Frau Perlman sehr zu wünschen.

Abu Dhabi diente nicht nur als Drehort für den neuen Star Wars Film, sondern schafft sich jetzt mit Masdar City auch eine eigene und reale Science Fiction Location. Masdar City heißt das neue Projekt von größenwahnsinnigen Ölmagnaten. In der eigenständigen und CO2-neutralen Planstadt sollen 10.000 Menschen ein neues Zuhause finden und die Pläne klingen tatsächlich genau nach dem Modell, das umweltfreundliche Städteplaner seit Jahrzehnten predigen. Insgesamt soll die überdachte Stadt 87.777 Solarpaneele besitzen und dazu kurze Wege bzw. Fahrten zwischen Arbeit und Wohnort anbieten, die man entweder zu Fuß oder bequem mit elektrischen Schienenautos erledigen kann.

Vor Kurzem waren ein paar Abenteuer bereits vor Ort und haben ein Video gedreht, dass wie B-Roll Footage vom Set von Minority Report, Total Recall und Konsorten aussieht. Wie bei anderen arabischen Großprojekten dieser Art bleiben die Käufer anscheinend aber wieder fern, weshalb ich mich schon auf das Videosequel freue, wenn man dort postapokalyptische Zustände vorfindet und sich die Wüste dieses Ding unter den Nagel gerissen hat. (Dazu auch sehr zu empfehlen: Spec Ops – The Line) (via)

Ich sträube mich zwar gegen den Titel “Understanding Art House”, aber ich mag Video Essays sehr und über Blade Runner kann man sich ja ohnehin stundenlang unterhalten, weshalb ich Evan Puschak dennoch bei seinen Ausführungen gerne zuhöre und auch zustimme.

Abgesehen von ein paar Trailern habe ich noch nie sehr viel über Boardwalk Empire hier verfasst. Das lag jedoch nie an der Qualität der Serie oder mangelnder Begeisterung. Boardwalk Empire endete vor ein paar Wochen und das bestmögliche Kompliment, das ich Terence Winter, seiner Crew und dem Cast aussprechen kann, ist, dass die Serie es in jeder Folge schaffte, die Welt der 1920er Jahre wieder aufleben zu lassen. DieLiebe zum Detail, sei es bei den Sets, den Kostümen, den kontemporären Referenzen zu Musik oder Politik, der Auswahl des Castings, der Inszenierung, den pompösen Showeinlagen, den Subplots, den Einstellungen, war schier unendlich. Doch sobald die Zeitreisestunde dann aber beendet war, widmete ich mich wieder anderen Dingen. Boardwalk Empire war keine Serie, die mich fesselte.

Das lag auch daran, dass Boardwalk Empire spürbar keinen großen Gesamtplan hatte – was jedoch nie störte. Ja, man wollte das Leben von Nucky Thompson und seiner Familie (wie auch immer diese zu definieren ist, bleibt dem Zuschauer überlassen) abbilden, aber Nucky war oft nicht der überzeugendste Teil der Serie. Steve Buscemi spielte brilliant, besonders in der letzten Staffel, doch mit der Zeit wurden die eigens erschaffenen Nebenfiguren wie Richard Harrow oder Mickey Doyle interessanter. Und überhaupt: Nebenfiguren – nicht immer mit grandiosen Plots, dafür aber mitreißenden Momenten! Man war einfach dankbar, dass sie da sind und von so grandiosen Schauspielern wie Stephen Graham, Michael Shannon, Shea Whigham, Michael Kenneth Williams, Gretchen Mol, Michael Stuhlbarg, Anthony Laciura, Anatol Yusef, Vincent Piazza, Jeffrey Wright oder Bobby Cannavale (und, und, und!) zum Leben erweckt wurden.

Boardwalk Empire mag nicht ohne Fehler gewesen sein. Das Intro fand ich schon immer bescheuert. Den Frauenfiguren wurden erst späte Siege zugestanden – wenn überhaupt – und generell, historische Begebenheiten hin oder her, nicht viel Beachtung geschenkt. Aber dennoch wusste die Serie zu verzaubern und zu überzeugen. Kaum eine andere Serie bewegte sich bewusst so langsam voran, um ihren Figuren und Plots Zeit zum Atmen zu geben; nur um dann guns-blazing in den finalen Folgen einer Staffel die Köpfe rollen zu lassen. Überhaupt muss man die schnelle, kühle und vor allem direkte Art der Gewaltdarstellung der Serie loben. Ich werde die Serie sehr vermissen. Boardwalk Empire war ausgereifte Unterhaltung für Erwachsene und das gibt es nur noch selten.

Wem es ähnlich wie mir geht, der darf sich noch einmal die HBO-Dokumentation The Final Shot ansehen, in der Crew und Schauspieler fünf kreative Jahre Revue passieren lassen.

Schicker neuer Trailer mit mehr Ultron. Kinostart ist der 30. April 2015.

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Das EU ist tot, lang lebe das EU! Über die vergangenen Jahren sind die Hörspielversionen von Timothy Zahns Thrawn-Trilogie in Deutschland erschienen, zweifellos dem besten Stück Star Wars abseits der Filme. Nun gibt es alle drei Teile schön kompakt ab dem 25. November in einer Box zu kaufen, insgesamt sind 14 Einzel-CDs enthalten. Oliver Dörung, der deutschen Star Wars Fans bekannt sein dürfte, war für die Hörspiele verantwortlich und konnte auch die originalen Synchronstimmen der Figuren mit an Bord holen. SWU hat ein Interview mit ihm, an dessen Ende es auch eine kurze Hörprobe gibt. Must-Have!

Fünf Jahre sind seit der Zerstörung des zweiten Todessterns vergangen. Das Imperium, das während der Schlacht von Endor große Verluste erlitten hatte, musste sich in die äußeren Sternsysteme zurückziehen. Doch nun soll sich das Blatt wenden. Vereint unter der Führung von Thrawn, dem letzten Großadmiral des Imperators, hat sich die imperiale Flotte neu formiert. Und Thrawn kennt nur ein Ziel: Die endgültige Vernichtung der Rebellion!

Die Geschichte um Luke Skywalker, Han Solo und Leia Organa Solo wird weitererzählt in diesem packenden, exklusiven Hörspiel von Oliver Döring. Diese Sammlerbox beinhaltet die komplette Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn als spielfilmartige Hörspiel Produktion mit den originalen Sounds, der Musik von John Williams und DEN DEUTSCHEN STIMMEN AUS DEN ORIGINALEN KINOFILMEN. Ein MUSS für jeden Star Wars-Fan!

Amazon-Partnerlink: Star Wars – Die Thrawn-Trilogie

Supercut: Space Exploration Movies

12 Nov, 2014 · Sascha · Film · 1 comment

Super inspirierende Zusammenstellung von allen halbwegs realistischen Science Fiction Filmen, in denen wir das Weltall erkunden. Fängt ganz vorne bei Georges Méliès’ Le Voyage dans la Lune und endet natürlich ganz aktuell bei Christopher Nolans Interstellar. (via)