18 Jun, 2011 · reeft · Featured,Film,Review · 0 comments

Originaltitel: The Tree of Life, USA 2011
Regie: Terrence Malick
Drehbuch: Terrence Malick
Darsteller: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain
Produktion: River Road Entertainment, Plan B Entertainment, Cottonwood Pictures
Verleih: Fox Searchlight
LĂ€nge: 138 Minuten
FSK: 6 Jahre
Start: 16. Juni
“Where were you when I laid the earthâs foundation…while the morning stars sang together and all the sons of God shouted for joy?”
Dass sich an ‘The Tree of Life’ die Geister scheiden, kommt nicht von ungefĂ€hr. In seinem Epos versucht Autor und Regisseur Terrence Malick nichts geringeres als sĂ€mtliche Fragen der menschlichen Existenz zu behandeln, ein wenig den Sinn des Lebens zu ergrĂŒnden, einen Dialog mit Gott zu erhalten, einen RĂŒckblick auf das Leben im Universum und das Leben an sich zu prĂ€sentieren, und, am wichtigsten, die Kindheit und den Verlust der Unschuld darzustellen. Das kann nicht klappen, zumindest nicht in einer traditionellen und eingebĂŒrgerten Drei-Akt-ErzĂ€hlstruktur mit einer linearen Story. Malicks Antwort in ‘The Tree of Life’ auf dieses Problem ist eine non-lineare ErzĂ€hlstruktur, die Erinnerungen, Gegenwart, Zukunft und kosmische Kreation durch einen Bewusstseinsstrom in kaum zu erreichender Bildgewalt auf die Leinwand forciert.
Jack (Sean Penn) hapert mit seinem Leben. Trotz einem erfolgreichen Job, wunderschönen Haus samt Frau ist er rastlos, mĂŒde und depressiv. Der Tod seines Bruders im Alter von 19 Jahren beschĂ€ftigt ihn und seine Familie immer noch. RĂŒckblickend schaut er auf seine Kindheit in den 1950er Jahren in einem christlichen Haushalt des mittleren Westens der USA.
‘The Tree of Life’ ist einer dieser Filme bei dem die Leute sagen, dass man sich “darauf einlassen muss”. Auch wenn ich natĂŒrlich ein vorher adaptiertes Mindset empfehlen kann – der Film verlangt einfach Aufmerksamkeit und ein gewisses MaĂ an Interesse – kann und wird auch mit der richtigen Einstellung nicht jeder diesen Film lieben. Malick ist Priester, Wissenschaftler, ErzĂ€hler, Fragensteller und Gott zugleich und die kontrĂ€reren Symbolkonstellationen verstĂ€rken dies. Malicks Epos ist weniger Film als viel mehr Erfahrung.
Es ist zweifellos Malicks Magnum Opus, das Werk, in Malicks Themen kulminieren und neue Höhen der SpiritualitĂ€t erreichen. Und all dies wird in sequentieller Abwechslung zwischen Kindheitserinnerungen und Urknall bzw. evolutionĂ€rer Entwicklung der Erde behandelt. Aus dem Voice-Over drĂ€ngen bisher unterdrĂŒckte Fragen nach der menschlichen Existenz, dem Sinn und nach Gott sowie ab und an auch ein Zitat aus der Bibel.
Es kann mitunter schwierig sein, gleichzeitig die bildliche Ebene, die so bombastisch und reich an Bildgewalt ist, und die sprachliche Ebene zu verfolgen und dann sich daraus einen Reim zu machen.
Dennoch bleibt der Film eine ErzĂ€hlung von Erinnerungen, unĂŒbersehbar Malicks Erinnerungen und Probleme, die ihn heute noch beschĂ€ftigen. Daher wirkt der Film in seinen stĂ€rksten Momenten wie eine gute, lehrreiche KindheitserzĂ€hlung und in seinen schwĂ€chsten, in denen kaum eine Szene auf die vorherige aufbaut, wie verwirrtes Gestammel eines Demenzpatienten.
Von der schauspielerischen Seite kann man Brad Pitt und Jessica Chastain loben, die beide eher eindimensionale Rollen haben, er Familienoberhaupt und sie nahezu ein himmlischer Engel, diese jedoch geschickt vielschichtiger und tiefer spielen; insbesondere Pitts Mr. O’Brien erscheint in vielen Szenen oberflĂ€chlich als autoritĂ€rer, ambitionierter Vater, obwohl er in nicht wenigen Momenten durchblitzen lĂ€sst, dass er seinen Kindern nur deshalb soviel abverlangt, weil er selbst im tiefsten Innern verletzt und enttĂ€uscht ist. Er will nur, dass es seinen Kindern einmal besser ergeht als ihm selbst. Dass Sean Penn groĂ auf den Postern vermarktet ist, ist wohl seiner PopularitĂ€t und nicht seiner Screentime von gerade einmal 5 Minuten geschuldet. Vielmehr löblich ist da Hunter McCracken, der den jungen Jack spielt und in vielen Momenten, in denen er nachdenklich ĂŒber die Schulter in die Ferne schaut, stĂ€rker als alle Ă€lteren Zuschauer. Die Kinder sind im Allgemeinen fantastisch gecastet.
Vergleiche zu Stanley Kubricks Sci-Fi Epos “2001″ lassen sich natĂŒrlich nicht verleugnen. Ăhnlich wie “2001″ ist “The Tree of Life” Kino Marke “Eine Nummer zu groĂ”. Es ist Kino so groĂ und so genial wie es nur sein kann und verfehlt dabei den GroĂteil heutiger Zuschauer. DafĂŒr, dass Malick in diesen Zeiten nicht nur etwas so Originelles, sondern etwas so GroĂes probiert und es ihm dabei gelingt, so persönlich jeden Zuschauer individuell anzusprechen, gebĂŒhrt ihm Respekt. Das Problem dabei ist, dass nicht jeder Zuschauer sich mit Malicks Erinnerungen und Visionen anfreunden kann, wodurch primĂ€r Abneigung nicht nur gegenĂŒber dem gezeigten, sondern dem gesamten Werk entsteht. Klappt jedoch die Verbindung, hört man Malick gerne auch durch die schwĂ€cheren Teile seiner ErzĂ€hlung zu und wird verzaubert vom Rest.
9/10
17 Jun, 2011 · reeft · Film · 0 comments
Der finale Trailer zum groĂ en Harry Potter Finale.
Falls der Trailer von YouTube verschwindet (wovon ich ausgehe), gibt es ihn bei Apple in HD. Accio 15. Juli
16 Jun, 2011 · reeft · Alles sonst so · 0 comments
16 Jun, 2011 · reeft · Games · 0 comments
Das nun veröffentlichte cinematic Intro zum neuen Bioware-MMO “Star Wars: The Old Republic” zeigt uns erneut, genau wie die beiden vorherigen Trailer, dass noch ein bischen Leben in Star Wars ist. Ja, es gibt Potential zur “Erwachsenenunterhaltung” in Sachen Star Wars. Wieso man nicht eine Serie, die sich an diesen Trailer bzgl ihres grafischen Stiles orientiert, macht, verstehe ich nicht.
Das wĂŒrde jedenfalls wesentlich besser sein als jeder andere MĂŒll, den Lucasfilm in den letzten Jahren produziert hat. Naja, immerhin bleiben uns diese Trailer – auch wenn die natĂŒrlich absolut nichts mit dem Spiel zu haben.
15 Jun, 2011 · reeft · Alles sonst so · 3 comments
Ich gehe gerne und oft ins Kino. Sehr oft sogar. Auch wenn ich dabei immer den Charme und die GemĂŒtlichkeit kleiner ArthĂ€user schĂ€tze, tendiere ich doch öfters zu dem hier gröĂten Kino in der Umgebung: dem CineStar. Das schlimmste daran sind die Werbespots. Ja, wenn der Film um 20:15 beginnt, kann man ruhig um viertel vor neun da sein und man wird nichts verpasst haben. Doch das hat mich nicht immer gewurmt. Es gab auch Zeiten, in denen ich die Werbung genossen habe, weil sie teilweise so schlecht war, dass es wieder lustig wurde. Doch diese lustige Zeiten mit FunkyDave sind vorbei. Inzwischen nervt Werbung einfach. Eine regt mich momentan besonders auf. Es ist die NestlĂ© Schöller Kinowerbung fĂŒr 2011:
Ich hasse diese Werbung so sehr.
Ich hasse sie so sehr. Ich weiĂ gar nicht wo genau ich anfangen soll aufzuzeigen, wieso ich sie so hasse. Aber eine chronologische Analyse macht Sinn. Also: Da parkt also nachts jemand rĂŒckwĂ€rts ein und steht schon praktisch in der ParklĂŒcke drin ohne Probleme und dann passiert trotzdem ein Unfall. Aber kein Parkunfall, wo man vielleicht die letzten Zentimeter ganz langsam fĂ€hrt und dann kurz auffĂ€hrt, ohne, dass wirklich etwas passiert – NEIN! Der ganze Eiswagen wackelt, als ob Hulk persönlich dran geklopft hĂ€tte und Eis kaufen wolle. NatĂŒrlich geht dann auch zufĂ€llig der Wagen an. Wie das? LĂ€sst der Eismann die SchlĂŒssel stecken und wenn ja, wie geht dann alles an?! Egal, denn es bimmelt schon!
Dann zu dem Eiswagen an sich. Er schaut so aus als sei er gerade aus einer Coca Cola Weihnachtswerbung entfahren – die Wagen, die ich aus meiner Kindheit kenne, waren immer rostige Metallkabuffe, die auch noch nach drölf Millionen Kilometer ihre Runden drehen mĂŒssen. Solche Wagen wie den hier im Spot gibt’s nicht mal bei BoFrost oder sowas! Am lĂ€cherlichsten sind jedoch die Reaktionen der Anwohner. Diese Anwohner sind natĂŒrlich nicht davon genervt, dass mitten in der Nacht irgendwas auf der StraĂe Musik macht und laut herumbimmelt, nein, niemals! Sie sind erfreut und stehen natĂŒrlich sofort auf um hinunter zu gehen und zu schauen was genau das los ist, immerhin ist es ein Eiswagen bei Nacht, das kann ja nur eins bedeuten: Kostenloses Eis in der Nacht.
Auch unglaublich toll ist die Type, die hier als Eismann verkauft wird. Ich weiĂ ja nicht wie das bei euch war, aber mein Eismann war Ende 60, mit dickem Schnauzbart, immer ein bisschen kurz angebunden und knurrte seine SĂ€tze eher heraus als freundlich zu lĂ€cheln. Hier wird stattdessen ein hipper Endzwanziger prĂ€sentiert, der natĂŒrlich dem kleinen Kind nicht den Wunsch nach Eis in der Nacht abschlagen kann. Aber hey, ich habe Super Nanny geschaut, immerhin das ist halbwegs denkbar. Dann verabschiedet sich die RealitĂ€t wieder aber so schnell wie sie kam, denn er gibt nicht nur dem kleinen MĂ€dchen ein Eis, sondern der ganzen StraĂe, denn jeder – natĂŒrlich in Pyjamas – ist auf die StraĂe gekommen und will Eis. Dem Typen scheint es egal zu sein, ob er gerade mehrere hundert ⏠aus dem Fenster wirft oder womöglich seinen Job verliert, er hĂ€ndigt freudig Eis an alle aus. Friede, Freude, Eiskuchen.
Ja, okay, es ist Werbung und Werbung ist nicht real, soll auch nicht real sein, sondern uns eine Idee verkaufen; oder einen Wunsch, eine Sehnsucht oder eine tolle Situation. Und dann natĂŒrlich dazu fĂŒhren, dass wir das Produkt, hier Eis, kaufen. Aber irgendetwas setzt bei mir aus. Ich kann mich nicht beruhigen und es ĂŒber mich ergehen lassen. Wenn ich mir schon Werbung im Kino anschauen muss, dann doch bitte gute. Aber mein Betteln hilft nicht. Ich werde sie weiter schauen mĂŒssen, bis NestlĂ© Schöller was neues bringt. Bis dahin werde ich jedes Mal, wenn die Werbung kommt, mich wohl so sehr Ă€rgern, dass ich danach kein Eis kaufen kann, sondern den Eismann des Kinos vor Wut anbrĂŒllen werde. But that’s just me.
15 Jun, 2011 · reeft · Alles sonst so · 0 comments
13 Jun, 2011 · reeft · Fernsehen · 0 comments
Aus den YouTube-Kommentaren:
They sang parodies or bits of of “Anything You Can D
o” from ANNIE GET YOUR GUN; “A Boy Like That” from WEST SIDE STORY; “Make ‘Em Laugh” from SINGIN’ IN THE RAIN; another nod to “Anything You Can Do,” then A CHORUS LINE’s opening, “I Hope I Get It,,” “Do I Hear a? Waltz” from DO I HEAR A WALTZ?, “Don’t Rain on My Parade” from FUNNY GIRL; “How to Succeed” from HOW TO SUCCEED IN BUSINESS WITHOUT REALLY TRYING, “You’re the Top” from ANYTHING GOES and “Let Me Entertain You” from GYPSY.

Die E3 ist vorbei und hatte nur wenige Ăberraschungen im GespĂ€ck. Das Wii U halte ich fĂŒr weniger innovativ als toll als viele andere und bin erstmal auf die dann neue, gepimpte Konsole gespannt, die diese HD-Bilder aus der PrĂ€sentation liefern kann. Aber Trailer gibt es immerhin reichlich und die fallen sogar sehr positiv auf. Daher hier meine Highlights ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit
Assassin’s Creed: Relevations
Den Anfang macht die inzwischen zweite “Expansion” der “Assassin’s Creed”-Reihe. Nachdem Brotherhood eben nicht nur eine Expansion und ein schneller Cashgrab, sondern eine wirkliche Addition zur Spielesaga, Story, Gameplay, etc. war, habe ich relativ hohe Hoffnungen. Der Trailer verspricht nicht nur Ezio, sondern auch Altair aus AC1.
Dazu der berauschende Soundtrack von Woodkid mit ihrem Titel “Iron”, der gerade in den Onlinecharts auf Grund des Trailers explodiert. Ich hatte ihn ja schon vor geraumer Zeit hier gepostet und darĂŒber per Twitter gebraggt, wofĂŒr mich der fidepus zu recht als Hipster bezeichnet hat. Der Trailer verspricht ein befriedigendes Ende fĂŒr Ezio. Hoffentlich kommt dann AC3 im November 2012 – wĂŒrde immerhin gut von der Story her zusammenpassen.
The Legend of Zelda: Skyward Sword
Und wieder ein neues Abenteuer fĂŒr Link, dieses Mal beginnend in hohen Wolken ĂŒber Hyrule. Wieso? Das habe ich aufgehört zu fragen. Es gibt viele, die versuchen einen Canon da zu entwickeln, aber fĂŒr mich ist Zelda immer wieder ein fast komplett neues Spiel – von der Story her natĂŒrlich nicht. Twilight Princess fand ich ziemlich stark und ich freue mich auf Skyward Sword. Und die Grafikhater können alle mal die Klappe halten. Grafik ist nicht alles und besonders bei Nintendo nicht. Nintendospiele haben nicht immer die beste Grafik, aber dafĂŒr einen besonderen Grafikstil, der langlebiger ist und dadurch auch die Replayability erhöht. Diese brauntonigen Call of Duties schauen doch nach ein paar Jahren richtig alt aus.
Halo 4
Meine Erfahrungen im Bezug auf Halo mĂŒssen sich auf Halo 1 beschrĂ€nken, das mein Nachbar damals so gern auf dem PC zockte, was ich beim Zuschauen gar nicht nachvollziehen kann. Halo finde ich, besonders im Multiplayer, so gar nicht ansprechend. Ich habe keine Erfahrungen und darf daher eigentlich nichts sagen, aber naja. Wir werden mal sehen wie der vierte Teil wird, ohne Bungie, dafĂŒr aber wieder mit dem Master Chief.
Far Cry 3
Völlig ĂŒberrascht hat mich dieser Trailer zum nunmehr dritten Teil der “Far Cry”-Spielereihe. Far Cry 1 bleibt mir bis heute Ă€uĂerst positiv im GedĂ€chtnis. Auch wenn die Story aber der Mitte mir etwas zu abstrus wurde und ich das Spiel nie komplett durchgespielt hatte, denke ich hĂ€ufig Ă€uĂerst positiv daran zurĂŒck. Weniger positiv denke ich an den Nachfolger, der bis auf eine Ă€uĂerst nette und reale Sandbox nichts zu bieten hatte. Wer mal bischen durch Afrikas Klimazonen sparzieren will, der kann Far Cry 2 spielen – ansonsten ist das Spiel fĂŒr nichts gut. Der dritte Teil schaut super aus, back to the roots – oder besser: back to an island. GefĂ€llt mir sehr gut, bin sehr gespannt auf das finale Produkt.
08 Jun, 2011 · reeft · Featured,Film,Review · 2 comments

Originaltitel: Source Code, USA/F 2011
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Ben Ripley
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monoghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright
Produktion: VendĂŽme Pictures, Mark Gordon Company
Verleih: Summit Entertainment
LĂ€nge: 93 Minuten
FSK: 12 Jahre
Start: 2. Juni 2011
Auch wenn man Twilight nicht mag, kann man nicht leugnen, dass die Filmreihe um die BĂŒcher vom Stephanie Meyer auch durchaus positive Seiten hat. Zum Beispiel das viele Geld, das die Filme eingespielt haben, wodurch Summit Entertainment vom kleinen Indie- zum groĂen Mitmischerstudio wurde. Ăhnlich wie 20th Century FOX (Avatar) hat man nun ein wenig Ăberschuss und kann auch mal Genreproduktionen wie ‘Source Code’ finanzieren, was Sci-Fi Freunde glĂŒcklich macht. In der Hose.
Soldat Colter Stevens wacht orientierungslos in einem Passagierzug auf. Die ihm gegenĂŒber sitzende Frau scheint ihn gut zu kennen, doch er hat sie noch nie zuvor gesehen. Als er in den Spiegel schaut, erblickt er ein unbekanntes Gesicht. Noch bevor er diesen Schock verarbeiten kann, explodiert der Zug. Doch das ist nicht das Ende. Colter Stevens wacht auf und realisiert, dass er gerade die letzten 8 Minuten eines anderen Menschen mit Hilfe einer Maschine namens “Source Code” erleben konnte. Da der Anschlag auf den Zug nur der Anfang war und eine Atombombe die Millionenstadt Chicago bedroht, muss Stevens immer wieder erneut in 8 Minuten versuchen herauszufinden, wer den Anschlag auf den Zug verĂŒbt hat, um so den Nuklearanschlag zu stoppen. Doch schon bald entwickelt er GefĂŒhle fĂŒr die eigentlich bereits verstorbenen Menschen und besonders fĂŒr die Frau, die ihn so gut zu kennen scheint. Kann Stevens sie vielleicht retten?
Ich hatte bereits Anfang April die Chance gehabt Source Code im Original zu sehen und war wie verzaubert. Als ausgesprochener Fan von Regisseur Duncan Jones, der mich mit seinem Featuredebut “Moon” letztes Jahr extrem vom Hocker gehauen hat, habe ich mich sehr auf den Film gefreut und wurde nicht enttĂ€uscht. Nicht direkt jedenfalls. Jones liefert erneut eine wirklich solide Arbeit ab und nimmt sich des Drehbuches an und macht seinen eigenen Film daraus. Der Mann hat wirklich Potential, deshalb hoffe ich, dass er sein langgeplantes Projekt “Mute” ĂŒber einen blinden Barkeeper auf der Suche nach seiner entfĂŒhrten Freundin in einer Zukunftsvision Berlins bald machen darf, denn auch wenn Source Code solider Sci-Fi ist, kratzt er nur an der OberflĂ€che seiner Thematik.
Zeitreisen und Zeitschleifen sind in der Kinowelt nichts neues und einem breiten Publikum spĂ€testens seit “Groundhog Day” (Und tĂ€glich grĂŒĂt das Murmeltier) mit Bill Murray bekannt. Source Code schafft es jede seiner Zeitschleifen frisch wirken zu lassen. Durch Jones’ abwechslungsreiche Regiearbeit wirkt die Suche nach dem Terroristen an Bord nie langweilig. Ebenso schafft es das Script die 8 Minuten immer wieder auf abwechselnden SchauplĂ€tzen, auch (zu meiner Ăberraschung) auĂerhalb des Zuges, stattfinden zu lassen. Das Konzept selbst, sobald etabliert, dient jedoch lediglich der grundlegenden Spannungsmaximierung, was den Film auf das Level eines Thrillers reduziert.
Das ist schade, denn Source Code spricht einige grundlegende Themen des menschlichen Daseins an, ganz Ă€hnlich wie Moon. Was macht den Menschen aus? Ab wann ist man Mensch und welche Rechte hat er? Wieso bin ich hier und gibt es mehr da drauĂen? Das Ganze wird leider nur viel zu oberflĂ€chlich angesprochen und zu Gunsten der Thrilleraspekte stiefmĂŒtterlich behandelt. Gegen Ende kriegt der Film jedoch noch leicht die Kurve: Was wĂ€re, wenn Stevens die Bombe vom Hochgehen stoppen könnte? Schade, dass der Film dort aufhört, wo es dann mit Theorien und Gedanken ĂŒber parallel Universen eigentlich losgehen könnte.
Die schauspielerischen Leistungen sind allesamt ihren Rollen angemessen. Michelle Monoghan hat nicht wirklich viel zu tun auĂer nett und verblĂŒfft zu lĂ€cheln und immer wieder dieselben SĂ€tze aufzusagen. Vera Farmiga macht eine ordentliche Rolle als gefĂŒhlsbetonte und leicht rebellische Offizierin, wĂ€hrend Jeffrey Wright findet groĂes Gefallen an seinem leicht over-the-top akzentuierten Wissenschaftler, fĂŒr den der Zweck alle Mittel heiligt. Jake Gyllenhaal hat am meisten zu machen. Das ist sein Film.
Er spielt seine Rolle des Colter Stevens ĂŒberzeugend und kann auch in ruhigen Momenten die Tragik seiner Figur sehr gut auf die Leinwand ĂŒbertragen.
Alles in allem ist Source Code aber ein solider Thriller fĂŒr das Mainstreampublikum mit einem sehr netten Sci-Fi Rahmenkonzept fĂŒr die Geeks. Jones hat Potential. Hoffen wir, dass er sich als nĂ€chsten Film “Mute” machen darf, denn ich will sehen, was der gute Mann mit wirklich hartem Sci-Fi und einem gröĂeren Budget als dem von “Moon” anfangen kann. Auch wenn die wirklich tiefliegenden Fragen nur erwĂ€hnt werden, ruiniert das bei weitem nicht die erstklassige Kinoerfahrung.
9/10
07 Jun, 2011 · reeft · Featured,Games,Review · 0 comments

Ich bin kein exzessiver Gamer. Ich zocke regelmĂ€Ăig und wahrscheinlich liege ich knapp ĂŒber dem Durchschnitt. Dennoch ich relativ einseitig; in letzter Zeit hauptsĂ€chlich Battlefield Bad Company 2: Vietnam â bis mein Lieblingsserver mich auf Server, Teamspeak und Homepage bannte (dazu bald mehr).
Ich bin kein wirklicher Casual Gamer, denn ich mag spezifische Spiele, ich kaufe mir nicht irgendein Spiel, weil ich spielen möchte, sondern wĂ€hle und plane genau was ich spielen möchte; meistens weiĂ ich schon am Jahresanfang welche Spiele ich in diesem Jahr haben will. Daher bezeichne ich mich gerne als den selektierenden Gamer. Die Anzahl der Spiele hat in den letzten Jahren nie ĂŒber 5 gelegen. Dieses Jahr wird es knapp. HauptsĂ€chlich Fortsetzungen erfolgreicher Spiele stehen dieses Jahr auf dem Einkaufszettel: Portal 2, Infamous 2, Modern Warfare 3, Battlefield 3 und Assassin’s Creed: Revelations (und Dead Island, sofern sich das regeln lĂ€sst). Allesamt auĂerordentlich erfolgreiche Franchise. In dieser Hinsicht bin ich absoluter Mainstreamer. Das Spiel, das mich dieses Jahr ĂŒber meinen Durchschnitt heben sollte, ist Team Bondis âL.A. Noire.â
Es sollte eigentlich mein Singleplayerhighlight des Jahres werden. Und ich wurde maĂlos enttĂ€uscht. Wie viele andere.
Das Tragische: Wir sind es allesamt selbst schuld.
Als letztes Jahr Rockstars âRed Dead Redemptionâ auf den Markt kam, haben viele nicht unrichtig das Spiel als âGTA mit Pferdenâ beschrieben. Die Sandbox (diesmal wortwörtlich) des Wilden Westens war vielen Spielern durch die Erfahrung mit diversen GTA-Titeln nicht fremd und es waren auĂerordentlich viele Gameplayelemente ĂŒbernommen worden. An dieser Stelle muss ich natĂŒrlich zugeben, dass ich die Freiheiten eines GTA liebe und schĂ€tze und gerne in anderen Spielen wiederfinde. GTAIV war der Grund weshalb ich eine Playstation 3 gekauft habe. 3 Jahre spĂ€ter sollte nun L.A. Noire der glorreiche Titel des Jahres werden. Immerhin von Rockstar vertrieben und tolle Trailer und mega Hype â was sollt denn da schon schief gehen?
06 Jun, 2011 · reeft · Internetgold · 0 comments
06 Jun, 2011 · reeft · Alles sonst so · 0 comments
03 Jun, 2011 · reeft · Games · 0 comments
Da ist er nun, der erste Trailer zum Tomb Raider Reboot frisch von der E3. In Zeiten in denen es von allem mehrfache Prequels, Sequels und Remakes gibt, schaffen es durchaus einige Film- und Spielereihen sich neu zu entdecken und auĂer Geld auch etwas positives zu erreichen.
Ein Beispiel aus jĂŒngerer Zeit wĂ€re da zum Beispiel JJ Abrams’ Star Trek (2009). Dort scheint sich auch das neue ‘Tomb Raider’-Spiel einzureihen, welches eine Mischung aus Reboot und Prequel darstellt.
Ich finde den Trailer und die gesamte Idee ja sehr schön. Da ich Nintendokind war und allgemein mich damals weder Tomb Raider noch Lara Croft ansprachen und ich ohnehin keine Playstation hatte, beschrĂ€nken sich meine Erfahrungen mit Lara Croft auf “Legends”, welches ich vor ein paar Jahren auf dem PC zockte. War gut.
Was mich aber auf diesen neuen Titel hoffen lĂ€sst, ist, dass man sich wohl mal bezĂŒglich der Sexualisierung von Lara beschrĂ€nkt und ihr Raum gibt sich als Charakter zu entfalten, sodass man sich auch mal mit der Figur identifizieren kann. AuĂerdem soll das ganze wohl ein bischen Survivor-mĂ€Ăig sein, sodass man Essen, Wasser und Waffen sammeln muss um auf der Insel zu ĂŒberleben. Previously on LOST? Sicherlich nicht die schlechteste AtmosphĂ€re einen Charakter neu zu erfinden. Bleiben wir gespannt.
03 Jun, 2011 · reeft · Film · 0 comments
Nach dem doch schon schönen ersten Trailer zum “Planet der Affen”-Prequel mit James Franco ĂŒberzeugt m ich
der zweite Trailer total. Das wird ganz tolles Blockbusterkino. Auch wenn ich hier einen kleinen Uncanny Valley Effekt habe und das CGI eher so meh ist (wenn auch in Ordnung fĂŒr ein 90 Mio. $ Budget), finde ich Caesers Emotionen toll und Andy Serkis wird sich wie gewohnt wieder selbst ĂŒbertroffen haben mit der Performance. Mit seinem Caesar wird der Film stehen und fallen. Auch hoffe ich auf einen langen, genialen dritten Akt mit einer wirklich guten Priese in-your-face Gewalt und vor allem einer ordentlichen ErklĂ€rung weshalb auf einmal Affen uns versklaven können, wollen und es schaffen. Diese Phase hat das Potential den gesamten Film zu versauen, der in den ersten zwei Akten ziemlich viel richtig zu machen scheint. deshalb sollte man sich hier MĂŒhe gegeben haben. Aber das wird schon, glaube ich. Wirklich guter Trailer.
(via)