Astronaut Chris Hadfield filmte etliche Edutainment-Videos während seiner letzten Expedition zur ISS und stellte sie auf YouTube. Der krönende Abschluss seiner Serie war ein Cover von David Bowies legendärem Song “Space Oddity“, das als erstes Musikvideo überhaupt im Weltall (Low-Earth-Orbit, aber das lassen wir mal gelten) gedreht wurde. In etwas mehr als einem Monat feiert Chris Hadfields Video seinen fünften Geburtstag, weshalb er über die Schwierigkeiten eines Videodrehs im Weltall sowie Bowies Reaktion erzählt und wieso seine YouTube-Videos so wichtig und erfolgreich waren.

Bereits vor dem Start von The Force Awakens gab es spannende Gerüchte um einen besonderen Körperteil von Luke Skywalker: Seine rechte Hand, die er im Duell mit Darth Vader in Cloud City verlor, sollte angeblich unser erster Eindruck der neuen Trilogie werden. Lukes Hand sollte durchs Weltall driften, das Lichtschwert seines Vaters immer noch fest umklammert. Stattdessen entschied sich JJ Abrams für eine von A New Hope kopierte Eröffnungsequenz, doch später stellte sich heraus, dass die Gerüchte stimmten.

Tim Gray, ein freischaffender Motion Graphics Designer, hat bereits mehrfache YouTube-Erfolge erzielt (z.B. mit seinem sehr stimmungsvollen Video über die Voyager-Sonden). Er hat die Szene für uns visualisiert. Das Endresultat könnte sicherlich besser inszeniert sein, aber seine Vision gibt einen guten Gesamteindruck von einer alternativen und weitaus mysteriösen Eröffnungsszene. Dass Lukes Lichtschwert so zu Rey gefunden hätte, wäre wesentlich interessanter gewesen. Gerüchte über ein Mädchen mit einem Lichtschwert hätten folglich die First Order sowie die Resistance zu Jakku und auf die Jagd nach Rey geführt. Wenn Rey tatsächlich keinen Bezug zur Skywalker-Legacy hat (als Hauptfigur in der Skywalker-Saga…) und Kylo Rens Aussage zu Reys Eltern stimmen sollte, wäre das definitiv eine inspiriertere Wahl gewesen. (weiterlesen…)

Make The Purge Great Again

29 Mar, 2018 · Sascha · Film · 0 comments


Universal / Blumbouse

Ich bin immer noch nicht über dieses Poster hinweg. Mann, das ist so gut.

Das The Purge Franchise hat im Kern eine Prämisse, die so stark ist, dass sie drei schlechte bis mittelmäßige Filme überlebte und bald auch noch eine Serie sowie ein Prequel abwerfen wird. Insbesondere auf Letzeres freue ich mich enorm, nicht nur wegen dem vielversprechenden Poster.

Als The Purge damals anlief, lockten mich Ethan Hawke sowie ein toller Trailer in die Kinos. Leider war der Film dann eine reine Enttäuschung, nicht zuletzt wegen der schwammigen Prämisse. Sodass die grausamen Aktionen der Figuren ihre intendierte Wirkung auf einer zweiten Ebene als nur der reinen Gewalt entfalten können, muss die Hintergrundgeschichte besser ausgearbeitet sein. Damals schrieb ich Folgendes:

Das größte Problem des Films ist der schwammige Mittelweg an Exposition. Dass die Prämisse auf die langweilige Location eines Hauses verschwendet wird, ist ohnehin bereits Grund genug den Ablauf des Films zu lamentieren; dass jedoch kontinuierlich die Außenwelt noch über Fernsehbotschaften plump eingebunden wird, ist erzürnend. Würde sich der Film tatsächlich nur die Situation der Film betrachten, würde ein Satz an Exposition ausreichen. Doch DeMonaco kann es nicht lassen. Andauernd werden Anmerkungen zu der world-at-large gemacht, ohne die Chance jedoch diese genauer zu erkunden, sodass dieser Fluss aus Exposition und Andeutungen irgendwann zuviele Fragen aufwirft, die sowohl die schwache Prämisse als auch die Spannung zerstören.

Wie konnte so ein Wandel rechtens umgesetzt werden? Wieso macht das ein so großer Teil der Bevölkerung mit? Wieso fahren die Reichen nicht übers Wochenende nach Kanada? Was ist mit den anderen Ländern und der UN-Menschenrechtscharta? Ebenfalls schwach sind die Nebenrollen: Wie kann die Gegenwehr symbolisch für Antirassismus und Gleichberechtigung stehen, wenn mit dem Opfer nicht einmal zusammengearbeitet wird, geschweigedenn ihm ein Name zugestanden wird?

Das war vor fünf Jahren. Was für eine schöne, heile Welt das noch war. Inzwischen sind die Rechten in den USA an der Macht und haben alle drei Gewalten fest in ihrer Hand. Ein “Purge” ist weiterhin natürlich unvorstellbar, aber selbst Trump glaubt, dass er jemanden auf offener Straße erschießen könnte, ohne bei den Umfragewerten einzubußen. Ich neige inzwischen dazu, ihm Recht zu geben.

The First Purge, das Prequel, jedoch hat die Chance dem ganzen Theater rückwirkend endlich mehr Wucht zu verleihen. Ich würde nicht darauf wetten, aber wenn die Realität dir quasi den Ball auf den Elfmeterpunkt vor ein leeres Tor legt, muss du den halt einfach verwandeln. Ich trau’s ihnen zu.

Ich habe mein Poster-Game zwischen den Jahren etwas ruhen lassen und dabei drei ganz grandiose Prints verpasst, von denen ich zumindest einen unbedingt auf eBay jagen muss.

Den Anfang macht dieser Schaukasten zu The Killing of A Sacred Deer, den man nur wirklich versteht, wenn man den Film gesehen hat. Aber auch so versprüht der Print eine bedrohliche Stimmung, die einen spannenden Kontrast zur sonstigen Schönheit der Szenerie kreiert. Greg Ruth sollte man auf jeden Fall auf dem Radar haben, nicht nur wegen dieser fantastischen Strichführung und der super schönen Fell des Rehkitzes. Leider ist dieser Print mal wieder auf Posterplakatgröße erschienen und er hat einen Credit Block, auf den ich bei diesem beeindruckenden Motiv gerne verzichtet hätte. Eine Nummer kleiner und dann als reiner Kunstsdrunk, dann wäre das Ding der absoluter Oberknaller.

The Killing of a Sacred Deer by Greg Ruth
24″x36″ Screen Print, Edition of 250
Printed by D&L Screenprinting
Langjährige Leser wissen um meine Liebe für H.G. Wells. Ich habe meine Abschlussarbeit über seine frühen Science-Fiction-Werke geschrieben, zu denen auch eben auch The Invisible Man gehört. Griffins Geschichte ist nicht mein Favorit, aber Jonathan Burton hat sich mit diesem Print völlig übertroffen und meinen Lieblings-Wells-Print aller Zeiten abgeliefert.

Ich habe hier bereits Tongs Sets aus dem Jahr 2012 liegen, welches bald von diesem schicken Ding abgelöst wird. Das Konzept ist creepy, bedrohlich und die Umrahmung Griffins durch die Ablehnung anderer ist eine absolut bezaubernde Idee gewesen. Alle Personen drehen sich von ihm weg – krümmen sich geradezu – und nutzen nicht einmal ihre Augen, manche schützen sie sogar, sodass sie Griffin im Zentrum gar nicht sehen können, welcher den Betrachter direkt anstarrt. Das muss ich haben!

The Invisible Man by Jonathan Burton
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting
Zu Brandon Holts Creature from the Black Lagoon habe ich gar nicht so viel zu sagen. Mich erinnerte die Strichführung an Richy Becketts Bran Stark; sogar das Layout passt. Einfach gut gemacht, sieht spitze aus.

Creature from the Black Lagoon by Brandon Holt
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting

So long and thanks for all the fish!

Play

Credits:

Buch: Sascha Brittner und René Walter
Schnitt: Sascha Brittner
Musik: Matthias Hopf und 3typen
Zusätzliche Stimmen: HerrKaschke
Zusätzliche Soundeffekte CC-BY-NC 3.0: debroidehenrique85n, robinhood76, straget

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast100.mp3 (103 MB)
Soundcloud: Wowcast 100: Vor dem Blackout
iTunes: PewCast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/pewcast


Del Rey

In einem Interview mit IGN hat Luke Skywalker persönlich verlauten lassen, wie George Lucas seine Sequel-Trilogie hätte enden lassen. In den eigentlichen Pläne wäre Luke erst in Episode IX gestorben. Zuvor hätte er seine Schwester trainiert und Yodas geheimen Plan B in die Wirklichkeit umgesetzt. Hamill erklärte: “I happen to know that George didn’t kill Luke until the end of [Episode] 9, after he trained Leia. Which is another thread that was never played upon [in The Last Jedi].”

EU-Fanherzen schlagen beim Lesen dieser Nachricht natürlich höher. In die bestehende Timeline hätte eine solche Geschichte wahrscheinlich ohnehin nicht gepasst, aber das lange Will-she-won’t-she Spiel im Expanded Universe mit ihrem Machtraining war schon immer ein Lieblingsaspekt vieler Bücher für mich. Am Ende wurde Leia der Dark Nest Crisis Buchreihe zu einer kompletten Jedi-Ritterin ausgebildet inklusive ihrem eigenen Lichtschwert. So kämpfte sie auch später an der Seite ihres Bruders, wie die Macht es schon immer wollte.

Leias Verbindung zur Macht war schon immer stark. Auch ohne Training konnte sie Luke Hilferuf in der Macht in Episode V spüren und ihren Bruder retten. Deshalb hatte ich auch im Unterschied zu vielen anderen Fans überhaupt kein Problem mit der berühmt-berüchtigten “Marry Poppins”-Szene, die ich gar nicht ulkig, sondern als sehr emotional fand.

RIP Carrie

Jack Johnson in Concert

27 Mar, 2018 · Sascha · Musik · 0 comments

Update: Die Embed-Funktion geht aktuell nicht, deshalb hier der Direktlink.

In Concert, nicht en Concert. Das wäre das 2009 veröffentlichte DVD-Touralbum. PBS lud Jack ein, um ein paar seiner Klassiker und neuen Songs in Rahmen der Serie Front and Center zu spielen, die sich in dem Arrangement hier angenehm anders und neu anhören. Neben Brushfire Records Kumpel G. Love, der teilweise mitspielt, gibt es schöne Publikumsinteraktionen und Entstehungsgeschichten zu den jeweiligen Songs.