Supercut: Driving Duo

14 Oct, 2014 · Sascha · Film · 3 comments

Neues Video von Supercutcutter Roman Holiday. Eine Liste aller Filme gibt es hier: (weiterlesen…)

Werner Herzog und die Pinguine

14 Oct, 2014 · Sascha · Film · 5 comments

Werner Herzog kennt die harschen Verhältnisse der Antarktis wie kein Zweiter. In seinem oscarnominierten Dokumentarfilm Encounters at the End of the World befasste er sich mit antarktischen Höhlenformationen, den Lebensbedingungen und -geschichten der dort arbeitenden Menschen sowie depressiven Pinguinen. Yes, really.

Wahrscheinlich hatte DreamsWorks den Meister des Erzählens daher um einen Cameo im Madagascar Spin-Off der Pinguinbrüder gebeten, in welchem die Pinguine jedoch keineswegs depressiv, sondern eher aufgeweckt und abenteuerlustig sind. Das bedeutet auch Abwechslung für den sonst sehr ernsten Herzog und überraschenderweise gefällt mir das sonderlich gut. Es ist sogar schade, dass die Aktion wohl nur bei einem Cameo bleibt. Immerhin übernehmen weitere Schauspieler mit einzigartigen Stimmen (Malkovich, Cumberbatch) andere Rollen.

Die Pinguine aus Madagascar startet bereits am 27. November 2014 in den deutschen Kinos und ist leider keine existenzielle Erörterung der Pinguine, sondern hat was mit “globaler Spionage” zu tun. Das ist aber auch gut so, dem jungen Zielpublikum seien noch ein paar Jahren des glückseligen Daseins gegönnt. (via)

Discover the secrets of the most entertaining and mysterious birds in the global espionage game: Skipper, Kowalski, Rico and Private now must join forces with the chic spy organization, the North Wind, led by Agent Classified (we could tell you his name, but then… you know), voiced by Benedict Cumberbatch, to stop the villainous Dr. Octavius Brine, voiced by John Malkovich, from taking over the world.

Vielleicht sollte Shia das mit dem Schauspielern einfach sein lassen und Stand Up Comedian werden. (via)

exit log short

Nach einer längeren Pause geht die SciFi Short Collection mit fünf Krachertiteln in eine neue Runde. Neben einem Alienmonster geht es dieses Mal um abgestürzte Astronauten, tödliche Spiele, Raumfahrer und Zeitschleifen sowie eine Idee, die unsere Welt nachhaltig verändern würde. (weiterlesen…)

iOS Autocomplete Song

12 Oct, 2014 · Sascha · Musik · 3 comments

Der wunderbare Jonathan Mann komponiert in der 2110. Ausgabe seines A Song A Day Projektes ein Lied aus der iOS Autocomplete-Funktion, die ich schon längst entnervt abgestellt habe. Ich schätze Mann als Künstler wirklich sehr, insbesondere wenn er aus so schierbar unmöglichem Kauderwelsch wie hier einen Song dreht, den man so im Radio spielen könnte, obwohl er sich wie dieses uralte 4chan Meme anhört: Has Anyone Really Been Far Even as Decided to Use Even Go Want to do Look More Like?

In Episode 160 des Scriptnotes Podcasts von John August und Craig Mazin widmen sich die beiden Drehbuchautoren dem Phänomen, dass Menschen ihrer Kunst fast automatisch, nach einer gewisser Zeit, ans Ende der Welt denken müssen. Ich konnte mich da sehr wiederfinden. Fast jedes Mal, wenn ich einen kreativen Ansporn erhalte, hat es was mit dem Ende der Welt zu tun und Craig Mazin hat mir da total die Augen geöffnet: Ich bin Piggy:

John: Well, at a certain point, it stops becoming just, you know, exponentially more tragic and just becomes, wow, it’s completely new framework for how you have to think about sort of what’s there and what’s next.

I think you also hit on that sense of it’s self-loathing but we also have this inner question about like, well, what would I do if I didn’t have all these things.

Craig: Mm-hmm.

John: In sort of a stoicism that kicks in where I don’t need all these trappings around me. If I can get back to a primitive, more simpler time, I could be great. I could be a king in an earlier time.

Craig: Mm-hmm.

John: And that I think is a fascination as well. It’s that question of, what would it be like if I were in a time back before we had all these things.
Craig: Absolutely.

John: Even back to Twain’s like, you know, a Connecticut Yankee at King Arthur’s Court, that sense of like what it would be like to be transported back to a place that was simpler.

Craig: And this is particularly seductive for writers.

John: Yeah.

Craig: Writers typically don’t grow up as the head of the cheerleading squad or the quarterback. When writers sit down to imagine starting with a blank slate, they very often drift into a classic conflict between might makes right, and rationality and what we would call enlightened wisdom.

John: Yes.

Craig: And of course, the screenwriter, the novelist, they [laughs] tend to represent the power of the mind and goodness as opposed to I’m going to hit you over the head and drag you away. If you want to look at the cleanest, simplest version of that, screenwriters are Piggy in Lord of the Flies and the people that used to beat up screenwriters are Jack [laughs] from Lord of the Flies.

Men Women Children Poster
Paramount Pictures

Jason Reitman kehrt nach seinem schlecht vermarkteten Film Labor Day wieder mit einer Literaturadaption zurück und es geht um den Internetgebrauch von Men, Women & Children. Ein fürchterlicher Titel, aber er beruht auf dem Roman von Chat Kultgen aus dem Jahr 2011. In diesem geht es um eine Gruppe von vernetzten Kleinstadtmenschen, die übers Netz Erlösung für ihr eingeschlafenes Sexleben suchen oder durchs Netz erst Probleme kriegen. Der erste Teaser ist verdammt stark und atmosphärisch.

A look at the sexual frustrations that young teenagers and adults face in today’s world.

Der richtige Trailer überzeugt dann schon eher weniger. Filme, die sich mit dem Internet befassen, leiden prinzipiell unter dem Problem, dass sie bereits in dem Moment ihrer Premiere outdated sind. Dazu sind die Themen allesamt nicht neu und sie kompakt in einem Film zu behandeln ist gefährlich, da man leicht in ammenmärchenhafte Territorien abdriften kann und nur eine Kariktur dessen zeigt, was eigentlich sorgfältig abgebildet gehört. Immerhin zeigt uns der Film Adam Sandler mal wieder in einer seriösen Rolle und dazu gibt es eines der schönsten Poster des Jahres, das ist ja auch eine Leistung.

Ob Jason Reitman wieder überzeugen kann, wird man in Deutschland ab dem 11. Dezember herausfinden. Dann startet Men, Women & Children nämlich unter dem Namen #Zeitgeist in den hiesigen Kinos. Das ist übrigens einer der seltenen Fälle, in dem die deutsche Übersetzung einen Titel wahrhaftig verbessert.

Bleiben wir beim Thema: Tony Zhou hat in seiner Video-Essay-Serie Every Frame A Picture höchst interessant dargestellt, wie Regisseure seit ein paar Jahren das Texting ihrer Figuren visualisieren.