Passend zur Premiere des Films in Cannes hat Netflix endlich einen langen Trailer zu Bong Joon-hos neuen antikapilatischen Science-Fiction Epos Okja veröffentlicht. Darin hat der gute Mann inzwischen recht viel Erfahrung und auch Okja dürfte qualitativ den Vorgängern in nichts nachstehen. Das verspricht alleine schon der großartige Cast und diese schönen Anime-esken Szenen. Besonders das Design des titelgebenden Wesens ist natürlich super wichtig, sodass selbst der größte Fleischesser dem veganen Thriller etwas abgewinnen kann. Das ist gelungen, würde ich sagen. Vor allem die Bewegungen wirken so flüssig und lebendig, wie ein Live-Action Ghibli Film.

Quick story time: Kurz bevor Transformers 2 in den Kinos anlaufen sollte, suchte ich noch schnell den Elektronikwarenladen meines Vertrauens auf, um mir Michael Bays Transformers auf Blu-ray zu besorgen. Das Ziel sollte natürlich sein, bestmöglichst für das Sequel vorbereitet zu sein, denn ich mochte den ersten Teil sehr. Das lag an meiner Liebe für Shia LaBeouf, Michael Bay, aber auch daran, dass ich kein wirklicher Fan der Zeichentrickserie war und mir relativ egal war, ob Optimus Prime jetzt so wie in den Achtzigern aussieht oder eben nicht. Heute lächle ich über diesen Impulskauf, war Transformers 2 doch dank dem Writers’ Strike so ziemlich der dümmste Film aller Zeiten. Aber der Trailer war eben so gut, dass ich damals nicht anders konnte.

Ich erzähle das damit man mir glaubt, wenn ich sage, dass ich die Filmreihe wirklich, wirklich mögen will. Und nun stehe ich wieder hier und denke mir: Wer zweimal auf den gleichen Trick hereinfällt, ist selber schuld! Wer fünfmal auf den gleichen Trick hereinfällt, ist ein Transformers-Fan mit Hoffnung. Und die gebe ich auch nicht auf. Die Reihe erholte sich von dem Totalausfall nur geringfügig und Age of Extinction führte bei mir zu Schwindeanfällen. Der Trailer zum fünften Teil mit einem schwertschwingenden Cade Yeager und Optimus Prime als Bösewicht (?!) berauscht meine Sinne jedenfalls nicht, aber vielleicht ist das umgekehrt ja mal ein gutes Zeichen.

Ich meine, das ist halt schon ziemlich abgefahren. Optimus Prime redet mit einer Robo-Göttin, da hängen König Artus und seine Ritter mit Transformern rum, Anthony Hopkins besucht Schlösser mit elektronischem Butler, Kinder liefern sich Straßenkämpfe mit Mechas, der Mond wird zerstört, etc. Dazu scheint die Welt dank der Transformers-Kämpfe in postapokalyptische Zustände verfallen zu sein und das Drehbuch setzt verstärkt auf mehr auf Referenzen zu den anderen Filmen der Reihe. Eine Vertiefung der Franchise-Mythologie halte ich nicht für den richtigen Schritt, eine entschlackte Version des Stoffes würde mir besser gefallen. Ich will doch einfach nur sehen, wie sich ein paar Roboter die Köppe einschlagen, ist das so viel verlangt?

TRANSFORMERS: THE LAST KNIGHT zerschmettert alle bisher bekannten Mythen des TRANSFORMERS-Universums und definiert das Heldentum neu. Zwei Spezies im Krieg: die Menschheit gegen die Transformers; Optimus Prime hat die Erde verlassen. Die Rettung des Planeten und seine Zukunft liegen begraben in den dunklen Geheimnissen der Vergangenheit. Gibt es eine Vorgeschichte, die die Transformers mit der Menschheit verbindet?

Nur eine der beiden Welten kann überleben, und der Schlüssel zur Rettung der Erde liegt allein in den Händen einer ungewöhnlichen Allianz: Cade Yaeger (MARK WAHLBERG), Bumblebee, der britische Lord Edmund Burton (Sir ANTHONY HOPKINS), die smarte Geschichtsprofessorin Vivien Wembley (LAURA HADDOCK) und die unerschrockene Izabella (ISABELLA MONER). Im Leben eines jeden kommt irgendwann der Moment, in dem man dazu aufgerufen wird, alles zu verändern – die Gejagten werden zu Helden! Helden werden zu Feinden! Kinofans können sich auf ein spektakuläres Star-Ensemble freuen, bestehend aus vertrauten und neuen Gesichtern.

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Super schöne Poster zu drei meiner Filmhighlights des Jahres: Yorgos Lanthimos’ The Killing of a Sacred Deer vereint ihn erneut mit Colin Farrell, Darren Aronofsky arbeitet mit Jennifer Lawrence in Mother! zusammen und Sofia Coppola dürfte mit The Beguiled einen absoluten Hit landen.

Vier lange Jahre mussten Fans von The National auf ein neues Album der Band warten. Auch ich zähle die Musiker um Frontmann Matt Berninger zu meinen Lieblingskünstlern und freue mich enorm auf neues Material. Die Band geht im Herbst auch auf Tour, einen Stop in Deutschland werde ich mir wohl endlich auch mal live ansehen.

Die erste Songauskopplung “The System Only Dreams in Total Darkness” gibt einen ersten Vorgeschmack auf den leicht veränderten Sound der Band, der ein wenig von den elektronischeren Tönen von Matts Pausenprojekt El Vy inspiriert zu sein scheint. Die verzerrte E-Gitarre hat mir zunächst überhaupt nicht zugesagt, aber nach ein paar neuen Versuchen gefällt mir der Song inzwischen sehr. Insbesondere das Gitarrensolo in der Mitte sowie der Refrain mit der Frauenstimme und den Trompeteneinlagen sind schon sehr eindeutig dem gewohnten Sound der Band zuzuschreiben. Das Lied endet am Ende ein wenig abrupt für mein Gefühl, das könnte wahrscheinlich live noch etwas mehr gegen Ende explodieren, wie die Band es zum Beispiel mit Songs wie “About Today” öfter macht.

Paul Swartzel ist anscheinend ein riesiger Fan von Dennis Nedry, immerhin hat er dieses Musikvideo über den Programmierer aus Jurassic Park produziert, in dem der BioSyn-Spion den Vorfall auf Isla Nublar überlebt hat und nun von seinen 1,5 Millionen Dollarn Embryo-Money ein schönes Leben führt. Das Video wurde bereits vor über einem Jahr produziert und hat gerade einmal knapp über 1000 Hits. Das liegt daran, dass es ziemlich schlecht ist. Aber als Jurassic Park Hardcorefan erkenne ich die Leidenschaft und gebe ein A for effort.

Semi-related: Ich mochte immer sehr wie brutal und krass (hinsichtlich der Eskalation der Ereignisse) Crichton Nedrys Tod im Roman inszeniert hat.

Die neue Planet of the Apes Trilogie mag nicht nur durch die CGI-Technik und eine gepflegte Portion Posthumanismus zu überzeugen, auch der IKEA Monkey sieht im neuen Trailer ziemlich fesch aus. Er scheint sein Trauma vor 5 Jahren gut überstanden zu haben und ist inzwischen zu einem süßen, knuffigen Äffchen herangewachsen, das bei Caesars Revolution wohl eine wichtige Rolle spielen wird. Vielleicht ja als Fashionberater, immerhin zeigt er seinen Sinn für Geschmack mit diesem wunderschönen, blauen Parka.

Blödsinn beiseite, ich mag an den Filmen sehr, dass die Hauptfiguren tatsächlich die Affen sind und die menschlichen Widersacher von Film zu Film wechseln. In den Trailern erscheint mir dieses winterliche Szenario, wenn auch thematisch passend, ein wenig beliebig, aber ich bin gespannt wie man jetzt diese letzte Enklave in die übergeordnete Story einbauen wird.

Ich bin kein Fan der Teaser für Trailer, eigentlich ist das eine ziemliche Plage, aber dieses Teil mit Charlton Hestons Voiceover funktioniert trotz den eher gegensätzlichen Bildern aus Filmen und historischen Aufnahmen enorm gut.

Nach dem legendären Bob Ross Twitch-Stream läuft erneut PBS Goodness in der Dauerschleife: Twitch streamt aktuell alle Episoden (über 900) von Mr. Rogers’ Neighborhood chronologisch von 1968 bis 2001. Ich bin nicht mit der Sendung aufgewachsen, habe aber über die Jahre durch das Internet Rogers’ Persönlichkeit sowie die Sendung sehr zu schätzen gelernt. Das war etwas ganz Besonderes. Ich werde das nebenbei in den nächsten Wochen laufen lassen, hier noch die wunderschöne Fürsprache für kindergerechtes Fernsehen von Rogers vor dem US-Kongress, als PBS die Finanzierung entzogen werden sollte. (weiterlesen…)