stranger things poster

In der 69. Ausgabe des Wowcasts besprechen wir die ersten drei Folgen von Netflix neuer Serie Stranger Things. Bei der Aufnahme vor zwei Tagen hatten weder René noch ich den Rest der Staffel angeschaut, den Rest der Serie behandeln wir dann in der nächsten Folge.

René und ich reden über das neu-alte Genre „VHS-Core“ und fragen uns, ob das überhaupt ein eigenes Genre ist. Wir diskutieren postmodernen 80s-Zitat-Overkill, den Soundtrack und das hervorragende Sounddesign, die Parallelen zu den 80s-Referenz-Pornobüchern Ready Player One und Retroland, welches von den beiden so halb okay-ish und welches davon völlig beknackt ist.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen.

Shownotes

PewPewPew: Oxenfree Review
The Ringer: ‘Stranger Things’ Phones Home – The new Netflix show taps into the ’80s childhood imagination
Nerdcore: Soundtrack to imaginary Giallos
Bandcamp: Carpenter Brut
Brooklyn Vegan: Eerie ‘Stranger Things’ score composed by members of S U R V I V E
Bandcamp: S U R V I V E
Variety: ‘Stranger Things’ Finale: Duffer Brothers Talk Cliffhangers, Death and Season 2
Empire: Stranger Things: the full story behind the hit Netflix show
Uproxx: Stephen King Shares Some Love With Netflix’s ‘Stranger Things’

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast69.mp3 (106,8MB)
Soundcloud: Wowcast 69: Der VHS-Core von Stranger Things
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast
Bildquelle © Netflix

Das Ende der Galaxien

22 Jul, 2016 · Sascha · Featured,Games,Personal · 0 comments

Dieser Artikel erschien zuerst in der 9. Ausgabe des WASD-Magazins.

divbar

In jedem Game stirbt man tausend Tode, aber nur einen davon wirklich. 

Das Ende eines MMORPGs ist eine gleichsam seltsame und tieftraurige Angelegenheit. Man müsste meinen, die meisten Videospiele seien für die Ewigkeit gemacht. Habe ich Lust auf Super Mario World, schließe ich mein über zwanzig Jahre altes Super Nintendo Entertainment System an und lege los. Vielleicht brauche ich noch einen Adapter, weil ich mir einen neuen Fernseher gekauft habe, der die alten NTSC/Pal-Signale in HD umwandeln muss, aber ansonsten steht dem Spielvergnügen nichts im Weg. Bei einem MMO ist das jedoch anders. Sobald die Verbindung unterbrochen wird, sobald die offiziellen Server heruntergefahren werden, ist die Show vorbei. Für immer.

Man konnte im Verlauf der Jahre spüren, dass *Star Wars Galaxies leerer wurde. Städte verschwanden von der Flugroutenkarte. Ehemals von Jedi, Rebellen, Space-Piraten, Sith und Stormtroopern bevölkerte Siedlungen liegen im Staub und es ist ein unglaublich trauriges Gefühl, wenn man auf seinem Speederbike schon aus weiter Entfernung die zerstörten Stadtplanungen erkennt.

Wo einstmals Politiker – was tatsächlich ein Beruf mit Skill Points im Spiel war – in einem der vielleicht besten Sandkasten-MMORPGs aller Zeiten mit virtueller Stadtplanung und geschickt verlaufenden Straßen für nahezu lebendige  und eigenständige Metropolen im Star Wars Universum sorgten, stehen heute verlassene Häuser von lange deaktivierten Spieleraccounts. Im Star Wars-Film-Universum wären sie längst von den Sanddünen Tatooines verschlungen worden.

Die Entvölkerung der virtuellen Star Wars Galaxis nahm schließlich solche Ausmaße an, dass Sony einen „Leerstehendes Haus“-Alarm für die Verbleibenden einbaute. Diese wurden dann mit einem „Luftangriff des Imperiums“ ausradiert. Und als wäre das schon nicht traurig genug, erhielten besonders fleißige Spieler dafür sogar eine Auszeichnung.

Die Freundesliste wurde ebenfalls immer kleiner. Ging man früher in der Woche abends online, erstrahlte eine Ansammlung von illustren Namen in gelber Schrift. Später laß man  dann nur noch die immer gleichen fünf Namen. Hardcorespieler, die ihre Dungeons nur verließen, um ihren Loot zu verkaufen, und jene, die bis zum bitteren Ende Gäste in ihrer Cantina bewirtschaften wollteb. Dabei war oft die Anzahl der Bandmitglieder höher als die Anzahl der Gäste. Man wusste eigentlich, dass es vorbei war. (weiterlesen…)

Als ich 2012 während meines Road Trips durch den Westen der USA in Los Angeles einen Stopp einlegte, hatte ich die Chance die Stanley Kubrick Ausstellung zu besuchen. Ich bedauerte es sehr, dass dies aus diversen Gründen schlussendlich nicht ging. Nachdem ich nun dieses Video, in dem Mythbuster Adam Savage durch einen Teil der Ausstellung führt, gesehen habe, könnte ich mir noch mehr in den Arsch beißen als zuvor. Gerade bei Kubrick, der sich so intensiv und detailliert auf seine Arbeit wie kaum ein zweiter Filmemacher vorbereitete, ist ein Blick hinter die Kulissen schließlich besonders wertvoll. (via)

Kurator und Projektmanager ist übrigens der deutsche Tim Heptner, der gegen Ende im Video auftaucht. Als die Ausstellung in Mexiko Halt machte, gab er dem Museum ein ausführliches Interview über die Idee und Hintergründe der Ausstellung. (weiterlesen…)

fear the walking dead day of the dead poster
AMC

Fear The Walking Dead kehrt erst am 21. August zurück, aber wir dürfen bereits jetzt ein vielversprechendes Poster bewundern. Nachdem man bereits bei dem letzten Poster spürbar mehr Kreativität in dieses Werbevehikel pumpte, passt dieses Motiv mit den Zombies und dem Dia de los Muertos noch ein Stück besser – immerhin hat sich die Serie in ihrer zweiten Staffel als durch und durch Latinospiegelbild der Schwesterserie etabliert.

In meinen Recaps war ich äußerst kritisch bezüglich des Worldbuildings in AMCs Spin-off. Mexiko wurde als sicheres Reiseziel deklariert, in dem staatliche Strukturen sowohl die Zombiewelle bewältigen als auch die Grenzsicherung sicherstellen können, ohne dass dies jemals wirklich genauer erklärt oder dargestellt wird – während die USA komplett untergegangen sind. Sinn hat dies jedoch noch nie gemacht. Anders als bei einem Virus, der sich von Zombie zu Zombie verbreitet, werden schließlich alle Menschen nach dem Tod in Robert Kirkmans Universum zu Walkern. Das ist wohl jetzt jemandem im Writers’ Room augefallen. Dass der Tod nun “keine Grenzen kennt”, finde ich insofern beruhigend.

Herman Cain, ehemaliger Pizza-Magnat und republikanischer Präsidentschaftsbewerber, ist ausgewiesener Pokémon-Experte. Dies bewies er eindrucksvoll, als er scheinbar aus dem Stegreif den 2000er Film in seiner Rücktrittsrede zitierte. Nun meldet sich Hermie wieder zum anhaltenden Hype um Pokémon Go zu Wort – und seine Meinung ist im Unterschied zu sonst ziemlich moderat.

preacher 104

In der 68. Folge des Wowcasts besprechen wir die dritte und vierte Folge der Serienverfilmung von Garth Ennis’ Preacher. Ich peitsche René für seine schlampige Arbeit einmal durch die Wowcast-Version des Walk of Shame, wir reden über H.G. Wells Shape of Things to come, den Metzgerschlachterbetrieb von Odin Quincannon, Frau Amy Grinderbinder und beschweren uns über seltsames Pacing und mangelnden narrativen Fokus.

Gegen Ende geht es dann noch kurz um Stephen King, die ewigwährenden Achtziger und wir üben uns in ein bisschen Selbstreflexion über den Podcast.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, Intro-Song: Willie Nelson – Time of the Preacher, Outro: Jailhouse – Long Way Up (aus S01E04 Monster Swamp).

Shownotes

List of Preacher-Characters: Herr Starr
List of Preacher-Characters: Amy Grinderbinder
Trailer: Braindead (Serie)
Film auf Youtube: The Shape of Things to come
Leigh Alexander: The Y2K aesthetic: who knew the look of the year 2000 would endure?

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast68.mp3 (113,7MB)
Soundcloud: Wowcast 65: Preacher S01E01/02 – Pilot/See
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast
Bildquelle © AMC

Closer Thank We Think Doku

Ach, das bricht mir das Herz: Ein Dokumentarfilm über Retrofuturismus und den großen Illustrator Arthur Radebaugh wird wahrscheinlich sein Ziel auf Indiegogo nicht erreichen. Ich habe den Film bereits unterstützt und hoffe als großer Fan dieses Genres, dass ihr es mir gleichtut und dem Film finanziell auf die Sprünge helft. Ein großer Teil ist bereits abgedreht und es wurden namhafte Größen der futuristischen Szene interviewt. Das Projekt hat die Unterstützung mehr als verdient.

Our film explores the panels of Closer Than We Think, examines what it is to be a futurist, and serves as a biography of Arthur and the arc of his life and work. We’ve interviewed designers Syd Mead (Tron, Blade Runner), and Rick Guidice (NASA), Futurists including Kirk Citron (Editor of The Long News), scientist Aubrey de Grey (SENS Research Foundation), historians of mid-century futurism Hampton C. Wayt (Curator of Driving Through Futures Past) Todd Kimmell and the other curators of the exhibit Radebaugh: The Future We Were Promised and Matt Novak of the Paleofuture blog.


Ach, übigens: Das erfolgreichste Projekt meiner Internetaktivitäten ist bis heute A Future Lost In Time – ein retrofuturistischer Bildchentumblrblog, der tausende Follower hat.

*fasst sich an Nase*
Oh Gott, ist das Blut …und aus me-m-meinen Ohren… kann jemand einen Krankenwagen ru—

On Topic: Die Sache bewegt sich auf einem ziemlich schmalen Grat. Auf der einen Seite ist das natürlich eine ziemlich liebevolle und anscheinend authentische Situation, die Williams tatsächlich Freude bereitet. Auf der anderen Seite ist das schon eine echt anstößige Aktion, weil man nicht einfach so die Leute nerven soll. Basierend auf der Reaktion von Williams tendiere ich aber zu Ersterem. Sollte man aber nicht unbedingt jetzt überall wiederholen.