Ghostbusters – The Board Game

12 Feb, 2015 · Sascha · Toys · 7 comments

Ich kann mich in den letzten Jahren wieder deutlich mehr für komplexe Brettspiele begeistern und da kommt mir dieses Projekt gerade recht: Cryptozoic Entertainment hat eine Kickstarter-Kampagne für ein Ghostbusters Brettspiel gestartet und natürlich ist das Projekt bereits nach einem Tag voll finanziert.

Ghostbusters: The Board Game is an episodic adventure game for one to four players, who are charged with busting ghosts and sealing gates to the Spirit World. The game is customizable, cooperative, and highly re-playable. It features unique illustrations and figures based on original artwork and designs by Dan Schoening, the artist of IDW’s Ghostbusters comic book series. Each Ghostbuster has a distinct role and unlocks unique abilities by gaining experience. The game offers modes for different levels of players, making it accessible to beginners and challenging to experts. Now is your chance to save the world!

Gerade einmal $80 kostet das Grundspiel, sieht hübsch aus und hört sich spannend an – ein echtes Leidenschaftsprojekt für erwachsene Spieler (immerhin wird wohl kaum jemand eine breite und kaufbereite Fan-Masse im Alter von unter 20 finden. Daran wird auch das Reboot wenig ändern, wenn man mich fragt. Aber das nur so am Rande.).

Kickstarter: Ghostbusters – The Board Game

Wie aus dem Nichts kam gestern die Meldung, dass Jon Stewart die Daily Show nach 19 erfolgreichen Jahren im Laufe von 2015 verlassen wird. Doch schon seit einiger Zeit konnte man spüren, dass Stewart sich ein wenig zu festgefahren hatte. Die glorreichen Zeiten der Sendung während der Bush Jr. Präsidentschaft liegen schon lange hinter uns und seit Jahren verteidigt er war die rationale Herangehensweise an alltägliche Probleme in der Politik gegen die immer bizarrer werdenden Auswüchse des amerikanischen Parteiensystems, aber man merkte es schon länger: Jon Stewart steckt fest.

Er sagt zwar selbst im Video, dass er in einem wunderschönen Haus feststeckt, das er mit wunderbaren Mitarbeitern über Jahre aufgebaut hat und sehr stolz ist, aber irgendwann ist hat man auch genug von alledem. Dass er schon länger Lust auf neue Herausforderungen hatte, merkte man im Sommer letzten Jahres, als John Oliver die Moderation der Show übernahm, während er seinen Film Rosewater nach Jordanien drehen ging.

Und hier liegt auch womöglich ein weiterer Grund für Stewarts Ausstieg: John Oliver übernahm die Stelle so gut, dass er eine eigene Show bei HBO bekam und in dem neuen Format Stewarts Daily Show eigentlich in den Schatten stellt. Weiterhin ist sein früherer Kollege Steve Carrell gerade für einen Oscar nominiert und Stephen Colbert verabschiedete sich schweren Herzens von seiner Paraderolle, um in Zukunft sein Unwesen in den Wohnzimmern und Schlafzimmern von Millionen Amerikanern Abend um Abend mit der Late Show auf CBS zu treiben.

Seine früheren Kollegen haben ihn schon länger überholt und Stewart will den Job auch sicherlich nicht für immer machen. Das ist völlig menschlich und nachvollziehbar. Er wird sich wohl eine wohlverdiente Auszeit mit der Familie gönnen und dann eine neue Aufgabe finden. Womöglich wird er Chuck Todd bei Meet The Press ersetzen, da gab es ja bereits im letzten Jahr Gerüchte, die Stewart selbst bestätigte.

Vielleicht aber denke ich viel zu kompliziert. Womöglich möchte Stewart auch einfach Zeit haben, um sich bei Marvel für die Rolle eines älteren Peter Parkers zu bewerben oder für seinen Film Rosewater machen, der gestern auf VOD und DVD erschien. Spaß beiseite: Ich mochte die Daily Show sehr, sah ausgewählte Ausschnitte fast täglich und werde Stewart sehr vermissen. Wie sehr er tatsächlich fehlen wird, nachdem wir schon Colbert nicht mehr haben, werden wir dann so wirklich erst 2016 erkennen werden. Ich fürchte mich schon jetzt.

Mehr: Jon Stewart Talking Daily Show & His Ultimate Fate in Sept 2014

Honest Trailer – Boyhood

10 Feb, 2015 · Sascha · Film · 6 comments

Ich mag es sehr, dass sich die Screenjunkies bei ihrer Honest Trailer Reihe merklich mehr Mühe geben und kreativer werden. Wie schon für den LEGO Film hat man einen eigenen Song kreiert und dazu die “In A World”-Stimme/Masche weggelassen. Stattdessen nimmt man die Trailer selbst auf die Schippe. Abwechslung tut gut. Das Ergebnis ist durchaus hübsch geworden, auch wenn ich ihnen hier inhaltlich deutlich widersprechen würde. Boyhood ist Magie.

looping chewie

Haltet euch fest: Dank Nerdist können die Partynächte demnächst noch geekiger gestaltet werden, denn es wird eine Star Wars Version von Looping Louie geben. Das Kinderspiel tauchte vor ein paar Jahren plötzlich in unser aller Leben als beliebtes Trinkspiel auf, das Shots als Bestrafung einsetzt und mit steigendem Alkoholpegel immer schwieriger wird. Nun will Nerdist auch noch die Geeks von dem Spiel überzeugen: In der Variation fliegt Looping Chewie in seinem kleinen Plastikfalen im Kreis und versucht Stormtrooper umzunieten. Wenn ich gerne Alkohol trinken würde, wäre das wohl mein Untergang.

Terrence Malicks neuer Film Knight of Cups feierte gestern seine Premiere auf der Berlinale und die Meinungen sind erwartungsgemäß gespalten (Kino-Zeit z.B. hat dem Film sowohl eine positive als auch eine negative Kritik gewidmet). Da ich leider nicht auf der Berlinale bin, kann ich keine eigene Meinung einwerfen.

Sofern ich mich aber mal für die Berlinale als Pressemensch bewerben sollte und, was zu erwarten wäre, nicht angenommen werden würde, bräuchte ich mich nicht sonderlich schlecht zu fühlen. Die Pressekonferenz beweist nämlich auf höchst amüsante Art und Weise, dass einige Wenige, die von der Organisation als würdig erachtet wurden, ihre Hausaufgaben nicht gemacht hatten. So wurde nämlich der arme Nicolas Gonda, Produzent sämtlicher Malick-Filme seit The Tree of Life (und den kommenden wie z.B. Voyage of Time), mehrfach für den Regisseur gehalten. Malick meidet bekanntlich diese Veranstaltungen und lebt auch sonst sehr zurückgezogen, was bereits zuvor für lustige Videos gesorgt hat. Aber was will man auch von TMZ erwarten… (weiterlesen…)

Silicon Valley war ein unerwartetes Highlight des letzten Fernsehjahres. Man hatte befürchten dürfen, dass eine weitere Serie Nerds wie The Big Bang Theory abstempelt oder den Arbeitsalltag eines Startsups fälschlich darstellt. Doch zur allgemeinen Überraschung gelang Mike Judge ein neuer Geniestreich, der so nah an der Wirklichkeit ist, dass es weh tut.

In der zweiten Staffel darf sich Pied Piper trotz dem Erfolg im Staffelfinale aber weiter mit den alltäglichen Problemen eines Startsup rumschlagen, die durch die exzentrischen Persönlichkeiten des Teams weiter verkompliziert werden. Dürfte lustig werden, weiter geht es am 12. April, zeitgleich mit Game of Thrones – HBO kennt sein Klientel.

Hier noch zwei Kleinigkeiten: Showrunner Mike Judge war neulich zu Gast bei Marc Maron im WTF Podcast und sprach dort u.a. über seine schlimme Zeit als Entwickler und Programmier im Silicon Valley. Darüberhinaus hat jemand unter dem Synonym vinithmisra ein paar wissenschaftliche Überlegungen zur “Optimal Tip-to-Tip Efficiency” getätigt und anschließend eine zwölfseitige, wissenschaftliche Arbeit darüber verfasst, mit Gleichungen, Grafiken und allem Drum und Dran. That’s gold, Jerry!

A probabilistic model is introduced for the problem of stimulating a large male audience. Double jerking is considered, in which two shafts may be stimulated with a single hand. Both tip-to-tip and shaft-to-shaft configurations of audience members are analyzed. We demonstrate that pre-sorting members of the audience according to both shaft girth and leg length allows for more efficient stimulation. Simulations establish steady rates of stimulation even as the variance of certain parameters is allowed to grow, whereas naive unsorted schemes have increasingly flaccid performance.

Ich finde diesen ganzen “musicless” Introkram ein bisschen zu omnipräsent in den letzten Wochen, um da richtig drauf abzufahren, aber bei Monks Titelsequenz mache ich da eine Ausnahme. Immerhin ist kaum ein Intro im letzten Serienjahrzehnt, in dem solche Sequenzen ohnehin marginalisiert wurden, so markant gewesen und bei Monk macht dieser Spaß auch irgendwo thematisch Sinn. Viel Blabla, will sagen: Gut gemacht. (via)

HBO war so freundlich und hat das dreißigminütige Making Of Special “A Life In The Day” für alle bei YouTube hochgeladen. Game of Thrones wird international und on location in Spanien, Kroatien und Nordirland produziert, weshalb selbst ein einziger Tag hinter den Kulissen unglaublich spannend ist. Kleine Vorwarnung: Man sollte schon an der Produktion selbst interessiert sein. Von den Schauspielern sieht man nämlich eher weniger, es geht tatsächlich mehr um die beeindruckende Logistik hinter dieser einzigartigen Show.