Wisst ihr noch? Recreate Berlin? Diese tolle Aktion in Berlin, bei der junge Leute dabei helfen dürfen die Stadt zu verbessern und nach ihren Vorstellungen zu formen? Läuft immer noch und nun gibt es bereits die dritte Episode, die sich uns nach Charlottenburg führt. Ich habe leider noch nicht viel von unserer Hauptstadt gesehen, aber in Charlottenburg war ich schon einmal. Currywurst gab es natürlich auch, wobei ich aber als stolzer Saarländer nicht zugeben wollte, dass sie eventuell besser schmecken könnte als die heimische. Nunja, trotzdem war Charlottenburg super nett und vor allem lecker. Die Teilnehmer dürfen das nun selbst erkunden:

Tag drei führt unsere 12 Kreativen ins alte Zentrum von Berlin. Wenn die Frage aufkommt, wo es in Berlin die beste Curry-Wurst gibt, dann kann die Antwort nur lauten: in Charlottenburg. Doch der Stadtteil hat natürlich noch viel mehr zu bieten und unser Berlin-Experte DJ Clé entpuppt sich als Gourmet der ersten Güte. Rogazki, Paris Bar, Cassambalis… kulinarisch einiges los im alten West-Berlin. Mit dem GALAXY NOTE sollen die Teilnehmer diese lukullischen Traumwelten explorieren. Na dann mal los: RETASTE Charlottenburg! Auf den Geschmack gekommen?

Mehr Infos und die vorherigen Episoden gibt es drüben bei VICE.
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Hierbei handelt es sich um einen Sponsored Post.

Es gibt eigentlich schon die definitive Blu-Ray Version von ‘Blade Runner’, auf der sich alle 5 Cuts befinden. Wer aber Sammler ist wie ich, wird wohl auch nicht an der 30 Jahre Edition vorbeikommen. Verstärkt wird mein zukünftiger Kauf auch von dem unglaublich hübschen Cover, das ich gerne als Poster hätte. Außerdem gibt es ein 70-seitiges Booklet mit bisher unveröffentlichem Designkrimskrams. Also ganz nett.

/Film hat den Pressetext und einen Trailer, unterlegt mit Clint Mansells Score zu ‘The Fountain’. Mhmm.

Derweil präsentiert Mondo einen am Freitag erscheinenden Druck von Craig Drake zu ‘Blade Runner’. Es ist ein Portrait von Pris und fällt in die Sparte “Kann-man-machen-muss-aber-nicht”, in die Mondo in letzter Zeit öfters fällt. Wird sich trotzdem verkaufen wie geschnitten Brot.

Drakes Werk ist Teil einer Ausstellung von Mondo, die am Freitag in deren Galerie in Austin beginnt.

Vor einigen Wochen wurde angekündigt, dass es neue Teile der erfolgreichen ‘Uncharted’-Spielereihe geben wird. Aber nicht vom bisherigen Entwickler Naughty Dog. Damit kann ich aber leben, für mich ist Uncharted in gewisser Hinsicht abgeschlossen. Klar, man kann neue Teile rausbringen, aber das Konzept bleibt das gleiche und die Charaktere wurden auch ausgereizt. Will man also nicht Lara Croft ist Grab folgen, muss man sich nach neuen Projekten umsehen.

Für Naughty Dog ist dies The Last of Us. Man spielt den Antihelden Joel, der mit dem 14-jährigen Mädchen Ellie durch eine postapokalyptische Welt ums Überleben kämpft. Verfolgt vom Auslöser der Apokalypse, fungus-mutierten Zombies, müssen sich aber auch gegen andere Menschen, die sie ohne Zögern für ihre Lebensmittel umbringen würden, behaupten. Vergleiche mit I am Legend, Children of Men, 28 Days Later, The Walking Dead, usw. sind durchaus angebracht und von Naughty Dog auch willkommen geheißen und als Inspiration angegeben worden.

Der erste Trailer überraschte die Kritiker und Spielegemeinschaft, immerhin war zuvor kaum etwas nach außen gedrungen. Lediglich Virals mit Photos von (mit dem real existierenden Virus) infizierten Insekten tauchten auf. Schnell stieg das Interesse und es kamen neue Videos. In diesen sieht Ellie auch nicht mehr aus wie Ellen Page, sondern wurde deutlich verjüngt. Angeblich um den Schutzinstinkt von Joel / den Spielern zu erhöhen, aber ich befürchte, dass man Angst vor irgendwelchen Kritikern hatte, die da Creepiness unterstellen wollten.

Das Spiel räumte ebenfalls bei den Game Critics AwarDs 2012 voll ab. Wieso sieht man unter anderem in diesem Clip, der uns zeigt, wie hart und fies diese Welt ist.

“Wir werden Multiplayer in The Last of Us unterstützen. Wir sind jedoch noch nicht bereit über Details zu reden, wie der Mehrspielermodus implementiert werden wird. Jedoch können wir sagen, dass sich dabei nicht um einen Koop-Modus innerhalb der Hauptkampagne handeln wird.“, sagte Game Director Neil Druckmann

Neben dem geplanten Multiplayer will man bei Naughty Dog vor allem mit der Kampagne überzeugen, die zwar eine brutale Du-oder-ich-Mentalität aufweist, aber vor allem in der emotionalen Bindung zwischen Joel und Ellie überzeugen will. Dazu hat man Unterstützung bei Gustavo Santaolalla angefragt, der für Brokeback Mountain und Babel die Soundtrack komponierte und zwei Oscars erhielt.

Trotzdem wird Naughty Dogs neuer Titel überraschend brutal, wie das Gameplay-Footage von der E3 beweist. Es sind zwei unterschiedliche Sachen, Gegner von weitem zu erschießen oder andere Menschen direkt im Nahkampf erledigen zu müssen, nur um zu überleben. Da ist eine psychologische Komponente dabei, die ganz interessant sein dürfte.

Es gibt auch schon eine der vielen Cutszenen online einzusehen, die uns beweisen, dass Joel und Ellie nicht alleine in der postapokalyptischen Welt unterwegs sind.

Breaking Bad on Tatooine

07 Sep, 2012 · Sascha · Fernsehen · 1 comment

via René, der noch mehr auf seinem Tumblr hat.

Verdammt schickes Poster zur dritten Staffel ‘The Walking Dead’, die am 16. Oktober in den USA anläuft. Bei uns dann eine Woche später im PayTV. Rick Grimes steht auf einem umgestürzten Bus, hinter ihm das Gefängnis, das wir am Ende der zweiten Staffel gesehen haben und der längste Schauplatz in den Comics war. Wir dürfen uns also auf ein Zombiefest sondergleichen freuen. Ricks Waffe ist jedoch nicht auf das zombieüberlaufende Gefängnis gerichtet, sondern gegen Woodbury, die Stadt nahe dem Gefängnis, in der der Governor thront, der ein Auge auf Ricks Zuflucht geworfen hat. Daher passt auch die Tagline so schön: “Fight the dead. Fear the living.” Die Serie ist im Begriff ihren Ton radikal zu ändern und das wird ihr gut tun. Außerdem kommt das den Comics und dem momentanen Trend, die Zombies eher zur Hintergrundmusik verkommen zu lassen, nahe.

Außerdem gibt es drei neue Trailer, die ich mir mit meinem Hamster-Internet hier in Montana nicht anschauen kann. Aber das ist mir sowieso lieber. Ich weiß ja ohnehin schon was passiert (dank den Comics), also kann die Visualisierung ruhig eine kleine Überraschung werden im Oktober.

Gay Pride Stormtrooper

07 Sep, 2012 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

Deal with it.

Regisseure sind interessant. Sie führen uns an neue Orte und erzählen Geschichten auf immer neue Weisen. Neben den Filmen dienen Interviews zur Aufklärung bei: Was inspirierte X zu Y? Wieso wurde Z Filmemacher? Wieso ist Tarantino Gott? Bei den Antworten merkt man dann auch schnell, dass das immer unterschiedliche Köpfe sind.

Während Christopher Nolan, zum Beispiel, nur mit ausgewählten Mitgliedern der Presse spricht und Onlinemedien komplett ignoriert, erklärt JJ Abrams öffentlich das Geheimnis seines Erfolges und seine Faszination mit Mysterien in einem TED Talk. Die Wachowskis, die interessantesten und markantesten Regisseure der letzten 20 Jahre, sind dagegen stumm. Schon bevor Matrix zum weltweiten Erfolg wurde, hatten sie eine No-Press-Klausel in ihrem Vertrag stehen.

Das hat sich in den letzten Monaten geändert. Zuerst gab es eine Einführung mit Tom Tywker für den Trailer von ‘Cloud Atlas’ (Bild oben) und nun der Megaknaller: Der New Yorker hat ein extensives Profil über ihren Kampf zur Finanzierung von ‘Cloud Atlas’ geschrieben. Aber es geht um wesentlich mehr. So geht es um Lanas Geschlechtswandel, ihre Inspiration Filmemacher zu werden, Familiengeschichte und, und, und! Es ist mit Abstand das interessantes und beste Regisseurprofil seitdem Quint von AICN Spielberg interviewt hat.

Lana initially hated “2001,” and was perplexed by the mysterious presence of the black monolith. “That’s a symbol,” Ron [ihr Vater] explained. Lana told me, “That simple sentence went into my brain and rearranged things in such an unbelievable way that I don’t think I’ve been the same since. Something clicked inside. ‘2001’ is one of the reasons I’m a filmmaker.”

Hier gibt es die ganze Story. via /Film

Clara schreibt mir:

guten tag sascha,
ich hätte eine bitte an dich, könntest du diesen offenen brief an die öffentlich-rechtlichen tv-sender auf deinen blog posten? [...]

Clara ist noch Schülerin der 10. Klasse, was diesen Brief noch wichtiger macht, weil sie noch mehr “Zukunft ist” als ich. Außerdem bin ich angehender Lehrer und wenn Schüler so etwas tolles fabrizieren, bin ich sofort gewillt da mal bisschen Werbung für zu machen. Stimme dem Brief natürlich in jedem Wort zu. Deutschland kann Qualitätsfernsehen machen, aber die Frage ist, ob die Verantwortlichen das auch wollen.

Sehr geehrte Verantwortliche der Öffenttlich-Rechtlichen Sender,

“Denken Sie daran einen deutschen Ableger ihres Senders HBO ins Leben zu rufen?”, wurde der Chef eben dieses amerikanischen Erfolgssenders gefragt. Seine Antwort darauf war: “Wieso sollte ich, wenn die ARD und das ZDF kein ordentliches Fernsehen machen, ist es euer Problem.”¹
In dem Artikel der TV Spielfilm², der mich auf die Idee gebracht hat, diesen Brief zu schreiben, stand auch, dass Deutschland die Chance auf eigenes hochkarätiges Fernsehen hat, ähnlich dem, welches HBO oder auch die BBC produzieren. Zusätzlich wurden drei Sender genannt, die sich zu einem deutschen HBO mausern könnten. Denn ein Erfolgsgeheimnis für gutes und anspruchsvolles Fernsehen liegt darin, nicht von Quoten abhängig zu sein und dementsprechend auch Experimente wagen zu können.
Diese Vorraussetzung erfüllen in Deutschland, neben Sky, die Öffentlich-Rechtlichen. Es ist eine Freiheit, die Ihnen unglaubliche Möglichkeiten bietet und sie außerdem privilegiert. Dieses Privileg sollten Sie nutzen allein schon in Ihrem eigenen Interesse, denn Ihre Daseinsberechtigung besteht nur noch darin, dass Sie die Tagesschau produzieren, zur Belustigung der Senioren beitragen und hin und wieder mal einen guten Tatort liefern.
Wenn Sie also wieder als bedeutende Fernsehsender gelten wollen, die zu Recht die Plätze eins und zwei auf unseren Fernbedienungen belegen und das nicht nur in den Altersheimen der Republik, dann seien Sie mutig!
Sie haben den Freiraum, um großartige Serien und Filme zu produzieren und ich bin sicher, dass es genügend kreative, junge Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler gibt, die sich riesig über die Chance freuen würden, gutes Fernsehen machen zu können! Auch bin ich mir sicher, dass niemand, der heute die GEZ-Gebühren bezahlt, sich darüber aufregen wird, dass Sie neue Pfade beschreiten, selbst wenn es kein Erfolg werden sollte.
Und wenn Sie diese Pfade beschreiten, dann machen Sie auch darauf aufmerksam!
Zeigen Sie, was Sie haben und zwar nicht zu undankbaren Zeiten (Anm.: Beispiel 1 und 2), sondern zur Primetime und nicht auf einem der kleinen Ableger, sondern im Hauptprogramm! Und wenn Sie diese Highlights in Ihrem eigenen Programm ankündigen, dann bitte auch im Geiste der Sendung und nicht wie den neuen Rosemunde-Pilcher-Film, denn damit haben Sie schon potentielle Zuschauer verloren und falsche Erwartungen bei Ihren Zuschauern geweckt.
Bitte tun Sie sich und uns den Gefallen, endlich gutes Fernsehen genießen zu können, ohne extra dafür bezahlen zu müssen und geben Sie uns die Hoffnung in das deutsche Fernsehen wieder, das gefühlt nur noch der akuten Volksverdummung oder als Schlafmittel für die über 60-Jährigen dient. Lasst uns nicht mehr in dem Glauben, nur die Amerikaner und Briten können hochkarätiges Fernsehen machen und zeigen Sie, dass Ihnen nicht nur die alte Generation wichtig ist, sondern auch die Hoffnung auf eine Zukunft Ihnen etwas bedeutet!

Mit freundlichen Grüßen,
Clara Siepmann

¹ Bezug auf ”Fernsehen für Profis” von Rüdiger Meyer, erschienen in der TV Spielfilm XXL 18/12, Seiten 8-9.
² Rüdiger Meyer, aaO.

Ich habe Clara gefragt, ob Sie damit einverstanden ist, wenn ich ihre Mail-Adresse veröffentliche und sie hat zugestimmt und um Feedback gebeten. Dann mal auf. Kommentare gehen natürlich auch. Und einen Blog sollte sie sich auch anschaffen, wenn es nach mir geht.