Star Wars als Anime? Gar nicht mal so abwegig wie man denkt. Die Leute hinter Nacho Punch fanden das zumindest und haben der wohl besten Filmtrilogie einen Mashupspoof mit Transformers und dem ganzen anderen Kram gewidmet. Dabei hatte aber bereits Star Wars ein paar Animes, die als “Cartoons” verkauft wurden. Weiß nur kaum noch einer. In den Achtzigern flimmerten bereits die Ewoks und später Artoo und Threepio über die Bildschirme. Unerreicht bleibt bis heute natürlich Tartakovskys großartiger Höhepunkt der Prequel-Phase, Clone Wars, dem Dave Filonis Kopie in jedem kreativen Aspekt hinterherläuft.

Dass man aber durchaus heute noch mit der Kombination aus Star Wars und Anime Erfolg haben könnte, zeigte ein letztes Jahr aufgetauchtes Video einer Schlacht von Rebellen mit dem Imperium. Tragischerweise beschildert das Video genau die Vorstellung einer Zeichentrickserie, die Star Wars Rebels hätte werden müssen. Stattdessen kriegen wir in diesem Jahr erneut eine Serie mit einem bösen Typen samt rotem Lichtschwert (auch wenn dessen Inquisitor-Job im Lore verankert ist, nervt das tierisch).

Meine Filmhighlights 2014

02 Jan, 2014 · Sascha · Film,Personal · 5 comments

lego-movie-logo

10. The LEGO Movie (Start: 10. April) [Trailer]

Ein Film über LEGO, der keine Dokumentation ist, hat es bei mir prinzipiell schon schwer. Und dann soll das Unterfangen noch komplett digital im Computer entstehen, statt mit liebevoller Handarbeit in kleinsten Schritten mit Stop-Motion hergestellt werden? Ein Sakrileg! Dann jedoch sammeln sich einige bekannte Synchronsprecher um das Projekt herum, während die Regisseure Phil Lord und Chris Miller mit dem Remake von 21 Jump Street völlig überraschen. Ein wenig Mut und Hoffnung durften sich ansammeln und wurden dann mit den völlig genialen Trailern bestätigt. Trotz der CGIs sieht es aus als ob man alles per Hand gebaut und dann mit Stop-Motion gefilmt hat und der Humor trifft genau meinen Geschmack. Herrlich schräg und überzogen. Könnte was werden.

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9. The Interview (Start: 13. November)

Wieder so ein Filmduo, das meinen Humor genau trifft. Als Ananas Express damals in die Kinos kam, beglückte mich dieses Duo mit einem der lustigsten Filme aller Zeiten. Die weitere Zusammenarbeit war ebenfalls äußerst ertragreich und mit The Interview werden die beiden uns wieder zusammen mit Co-Autor und -Regisseur Evan Goldberg Comedygold vom Feinsten abliefern. Da bin ich mir sicher. Wenn Rogen und Goldberg nämlich etwas können, dann die situative Seltsamkeit humorvoll zu kommentieren. Zwei Journalisten, die Kim Jong-Un interviewen wollten, unterwegs in Nordkorea erscheint mir da das perfekte Setting. Die geleakten Set-Photos lassen Großes erahnen.

Snowpiercer

8. Snowpiercer (Start: 3. April) [Trailer]

Die Trailer sowie das Comic-Videoprequel haben mich bisher nie so wirklich packen können und auch das eher abgefahrene Setting schreckt mich eher ab. Joon-ho Bong alleine weckt natürlich genug Interesse, aber irgendwie klang mir das alles eine Spur zu schräg. Umso erstaunter war ich dann als die ersten Kritiken diesen Film so in den Himmel lobten, sind Setting und Geschichte doch nicht traditionelle Weisen um ein Vehikel dieser Größenordnung in den Kritikerhimmel zu befördern. Doch der zusätzliche Streit um den finalen Cut zwischen Bong und den Weinsteins und die leidenschaftliche Fürsprache der Presse für die orignale Fassung lassen dann den letzten Zweifel verfliegen, dass es sich hier nicht um einen großartigen Film und ein wahrliches Highlight des laufenden Kinojahres handelt.

guardiansofthegalaxy

7. Guardians of the Galaxy (Start: 28. August) (weiterlesen…)

wowcast2013

Und hier noch einmal der Serienjahresrückblick als Podcast. Mit René bespreche ich im neunten WoWcast meine persönliche Top 10, andere gute Serie, die eher enttäuschenden Shows sowie die Formate, auf die wir uns in 2014 freuen können. Vorher reden wir aber persönlichen Schnickschnack wie Katzen, die zum Zahnarzt müssen, und Silvesterkrieg in Berlin und brennende Wohnungen. Wen das nicht interessiert, soll bis Minute 12:30 vorspulen. Wie immer danke fürs Zuhören, war ein tolles Jahr mit Walking Dead, dem Heisencast und natürlich René.

Shownotes

PewPewPew: Meine Top 10 Fernsehserien 2013
PewPewPew: PewCast 010: World War Z (Gast: René Walter von Nerdcore)
Nerdcore: Feeding Hannibal, the Cannibal Food-Blog
Nerdcore: Silvester in Berlin-Neukölln 2012
Guardian: The Infinity of Lists by Umberto Eco
spOnline: Interview with Umberto Eco: ‘We Like Lists Because We Don’t Want to Die’

Hier die Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:
MP3: wowcast09.mp3 (145,9MB)
Soundcloud: Wowcast 09: Best’n’Worst Series 2013
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast

Trailer zu THE RAID 2

01 Jan, 2014 · Sascha · Film · 1 comment

Whoa! Jetzt bereue ich es meine Lieblingstrailer schon so früh aufgewählt zu haben, denn gestern stellte Regisseur Gareth Evans persönlich den Trailer zur Fortführung seines Überraschungshits aus dem Jahr 2012 online und der fetzt sowas von. Der erste Teil war definitiv auf Grund seiner Härte und der bis ins kleinste Detail perfektionierten Choregraphie ein absolutes Highlight, das nun hoffentlich gebührend fortgesetzt wird.

Denn dem Trailer nach zu urteilen schafft Evans es nicht nur seine simple Geschichte aus dem ersten Teil zu übertreffen und komplexer zu gestalten, sondern den Martial-Arts-Kämpfen in der Ästhetik noch eine Schippe drauf zu legen. Ob das auch schlussendlich einen Mehrwert hat, werden uns die Kritiker schon in zwei Wochen verraten können. Dann gibt es The Raid 2 nämlich im Rahmen des Sundance Filmfestivals zu sehen. In den USA startet der Film dann im März, bei uns wird der Start noch angekündigt.

Written and directed by Gareth Evans, THE RAID 2 picks up right where the first film left off and follows Rama (Iko Uwais) as he goes undercover and infiltrates the ranks of a ruthless Jakarta crime syndicate in order to protect his family and uncover the corruption in his own police force. His mission is to get close to a new mob boss, Bangun, by befriending his incarcerated son, Uco. Rama must hunt for information linking Bangun with corruption in the Jakarta Police Department while pursuing a dangerous and personal vendetta that threatens to consume him and bring his mission–and the organized crime syndicate–down around him.Matt Flannery (THE RAID: REDEMPTION) and Dimas Imam Subhono served as cinematographers with Joseph Trapanese (THE BOURNE LEGACY), Aria Prayogi (THE RAID: REDEMPTION) and Fajar Yuskemal (THE RAID: REDEMPTION) scoring the picture. (via)

Evans ist übrigens bei Twitter sehr aktiv und beantwortet dort Fragen von Fans zur Filmreihe oder seinen anderen Werken. So wird es leider keine Spielfilmadaption des Safe Heaven Segments aus V/H/S 2 geben (Gut so, das hat nämlich perfekt gepasst).

Meine Top 20 Filme 2013

31 Dec, 2013 · Sascha · Film,Personal · 7 comments

tothewonder

20. Der Geschmack von Rost und Knochen (Jacques Audiard)
Ein leidenschaftlicher Film über Liebe, Familie und das Leben selbst. Zwei unglaublich starke Performances und eine Chemie, der man Glauben schenkt. Fällt zwar in den letzten Minuten etwas auseinander, aber der Magie und Stärke der ersten zwei Akte ist nicht zu widerstehen.

19. Blackfish (Gabriela Cowperthwaite)
Ein starkes Argument für die Schließung von SeaWorld. Durch eine psychoanalytische Zeitreise rund um den Killerwal Tilikum wird pointiert gegen diese Sklavenhaltung argumentiert.

18. To The Wonder (Terrence Malick)
Malicks zweifellos persönlichster, aber auch sensibelster Film bisher. Ein Bewusstseinsstorm um Schicksal und Liebe für alle Sinne.

17. Only God Forgives (Nicolas Winding Refn)
Der Teufel in Neon. Moody, bis ins kleinste Detail abgestimmt und bewusst geschmacklos. Ein Kontrast der Sinne. Gosling ist perfekt, die sexuellen Metaphern überladen ein ansonsten nihilistisch zielgerichtetes Manifest der Antikolonialisten.

16. Spring Breakers (Harmony Korine) [Review]
Harmony Korines ästhetisch ansprechend verpackte Antithese zum Kapitalismus. Die Perversion der kontemporären Facette des Amerikanischen Traums wird offengelegt. James Franco ist betörend und stiehlt jede Szene.

pines review

15. Blue Is The Warmest Color (Abdellatif Kechiche)
Nicht ganz so gut wie sein Ruf, aber zweifellos ein schönes Portrait von Pubertät und der Verwirrung um Gefühle und die erste Liebe. Habe es sehr willkommen geheißen, dass der Film sich so viel Zeit für seine Figuren nimmt und die Dialoge durch und durch authentisch sind.

14. The Hunt (Thomas Vinterberg)
Der mit Abstand stärkste Horrorfilm des Jahres. Der soziale Tod ist schlimmer als der körperliche. Mads Mikkelsen ist fantastisch. Zerfällt im dritten Akt völlig, da die Auflösung zu einfach und ohne größere Opfer kommt. Da hilft auch die letzte Szene nicht viel.

13. The World’s End (Edgar Wright)
Melancholischer Partyfilm mit der spaßigsten Action des Jahres.

12. Mud (Jeff Nichols)
Ein modernes Märchen und die zweitbeste Coming-of-Age Story des Jahres. McConnaugheys stärkste Rolle in den letzten Jahren – AND THAT’S SAYING SOMETHING!

11. The Place Beyond The Pines (Derek Cianfrance)
Starke und emotionale Analayse der zivilgesellschaftlichen Armut Amerikas. Subtile und persönliche Kapitalismuskritik. (weiterlesen…)

Chinesisches Kino 2013

31 Dec, 2013 · Sascha · Film · 1 comment

Fantastischer Zusammenschnitt des chinesischen Kinos 2013, das sich so gar nicht auf meinem Spektrum befindet. Da gibt es einiges nachzuholen. (via)

10. The Newsroom

Ein ambitionierter Versuch, der schlussendlich scheitert. Staffel eins machte das alles ein wenig besser, aber die Serie bleibt mein Guilty Pleasure.

9. Girls

Hannahs oberflächlich behandelte Zwangsstörung zum Ende hin enttäuscht schwer, doch die Staffel war eine stetige Weiterentwicklung auf hohem Maß mit grandiosen Momenten. Folge fünf mit Patrick Wilson ist eine Offenbarung. Lena Dunham wird uns weiterhin verzaubern.

8. Orange is the New Black

Anders. Neu. Erfrischend. Definitiv einen Blick wert.

7. New Girl

Die Rückkehr von Damon Wayans Coach ist eine Offenbarung. Wer in gerade einmal einer Episode so einen Eindruck und eine so große Lücke hinterlassen kann, muss zurückkehren. Meine persönliche Lieblingssitcom.

6. Hannibal

Wunderschön verstörend harte Bilder und ein Ermittler, der interessanter als sein Fall ist. Ich danke dem Seriengott für die Rettung der Serie und kann Staffel 2 kaum abwarten.

5. House of Cards

Zerfällt für mich ein wenig im letzten Drittel, dafür sind die ersten zwei jedoch gnadenlos unterhaltend, großartig gespielt und spannend.

4. Eastbound & Down

Ein würdiger Abschluss, der ein hohes Maß an Selbstrefklexion, Wissen um die Lächerlichkeit und Stärken der Figur beweist. Und habe ich schon erwähnt, dass es zum Schießen lustig ist? Mach’s gut, La Flama Blanca!

3. Game of Thrones

Etliche Subplots, noch mehr Charaktere und eine thematische Dichte, die ihres gleichen sucht. Die Produktionsstandards überzeugen und die Atmosphäre lässt einen in Westeros abtauchen. Hoffentlich bleibt alles so.

2. Boardwalk Empire

Ohne Gyp Rosetti funktioniert es doch: Jeffrey Wright schafft es mit seinem Valentin Narcisse der Serie eine neue Facette abzugewinnen. Michael K. Williams’ Chalky White erfährt im Gegenzug einen längst überfälligen Push und Nucky endet in der Mitte. Großartige Genreunterhaltung mit einem Setting und Budget, das sich sehen lässt. Einzelne Charakterplots mäandern zuteils weit ab, bleiben aber interessant dank den starken Figuren und Schauspielern. Das emotionale Finale bildet den Höhepunkt der Serie bisher. Nach der nächsten Staffel soll Schluss sein und das ist gut so. Man soll aufhören, wenn es am besten ist.

1.5 Black Mirror

War ja klar, dass ich etwas vergessen werde. Charlie Brooker macht Fernsehen nach meinem Geschmack. Unterhaltende, nachdenkliche Science-Fiction in der nahen Zukunft mit einem Twist.

1. Breaking Bad

Keine Überraschung. Breaking Bad ist nicht nur meine Serie des Jahres, sondern dürfte auf so ziemlich jeder Liste den ersten Platz belegen. Dank René und unserem Heisencast lernte ich die Serie noch einmal tiefgehender und anders zu genießen als zuvor. Ein würdiger Abschluss, der niemanden enttäuschte und das Drehbuch in diesen harten Zeiten leidenschaftlich verteidigt. Ich verbeuge mich.

Ehrenwerte Nennung: Brooklyn Nine-Nine, The Killing, Hostages, Homeland, Comic Book Men, Curb Your Enthusiasm

Nicht gesehen, könnte aber gut sein: The Returned, Orphan Black, American Horror Story, Almost Human, The Crazy Ones

Fails des Jahres:
1. Under The Dome
2. How I Met Your Mother
3. Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.
4. Big Bang Theory
5. The Walking Dead

Was kaum einer weiß: PewPewPew fing ja eigentlich als Gamingblog an. An den ersten Beiträgen sieht man noch, dass das mehr kolumnenlastig werden sollte zu bestimmten Gamingthemen. Das entwickelte sich aber schnell zu dem heutigen Format, bei dem alles mir schmeckende und geektastische den Weg ins Blog findet. Trotzdem bin ich immer noch Gamer im Herzen und habe auch erneut wieder viel gezockt das Jahr hier. Bevor ich meine eigenen Favoriten aufzähle, hier mal ein schöner Videorückblick auf das Gamingjahr 2013, das verdammt cool war. Ich habe noch das ein oder andere nachzuholen, aber hier ist meine Liste, mit der ich eigentlich sehr zufrieden bin.

Battlefield 4

10. Battlefield 4

Sicherlich eine kontroverse Auswahl. Sogar ein Blogkollege von einem der größten Gamingblogs Deutschlands (Huhu, Daniel! <3), der meine Liste vorab lesen durfte, meinte so: “Echt jetzt?” Und er hatte das Spiel noch nicht einmal angezockt. Ja, Battlefield 4 ist mit Bugs, Glitches und Problemen nur so behaftet. Doch die Community stört sich daran nicht, sie jagt lieber riesige Haie und Dinosaurier.

Spaß beiseite, Battlefield 4 kriegt den Platz nur vor anderen äußerst ausgereifteren Spielen (wie z.B. Tomb Raider), weil ich ein Spieler der Stunde Null bin, mir es immer noch sehr viel Spaß bereitet und die Richtung, die mit der Levolution eingeschlagen wurde, für innovativ und richtig halte. Kann auch gerne als Motivation für Dice gesehen, das Spiel zu fixen. Also, bitte.

BioShock Infinite

9. BioShock Infinite

Definitiv überhypt, trotzdem gut genug um auf die Liste zu kommen. Der Appeal des Settings ist nicht mehr ganz so stark wie noch unter dem Meer bei Rapture, aber die Stadt über den Wolken weiß auf eigene Art und Weise zu bezaubern und wenn das Spiel die erste unglaubliche starke halbe Stunde auf die gesamte Spielzeit hätte ausweiten können, wäre es sicherlich mein Spiel des Jahres geworden. Stattdessen war das Gameplay dann dort arg repetetiv, unausgewogen und gar nicht so offen, wie man das in den vergangenen Trailern noch erahnen konnte. Die Geschichte selbst ist ansprechend, ihre Präsentation ist jedoch schlussendlich viel interessanter als der vermeintlich tiefe Kommentar zum eigenen Genre. (weiterlesen…)