‘Ralph Reichts’ Review

21 Dec, 2012 · Sascha · Film,Games,Review · 0 comments

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USA, 2012
Regie: Rich Moore
Drehbuch: Phil Johnston & Jennifer Lee
Darsteller: John C. Reilly, Sarah Silverman, Jane Lynch, Jack McBrayer
Länge: 108 Min.
Rating: ★★★★☆

Man kann sich für Regisseur Rich Moore nur freuen. Nach jahrelanger Arbeit an den Simpsons und Futurama gelang dem sympathischen Regisseur der Sprung auf die große Leinwand mit dem äußerst unterhaltsamen Animationsfilm für Disney, ‘Ralph Reichts’. Aber auch für Disney stellt der Film eine Wende dar. Unter neuer Führung von John Lasseter kommt das traditionsreiche Studio mit der verspielten Videospielhomage endlich im 21. Jahrhundert an und übertrumpft in diesem Jahr auch den kleinen Bruder Pixar.

Ralph ist ein Videospielebösewicht und könnte eigentlich froh sein, da sein Spiel doch stolze 30 Jahre überstanden hat und sich immer noch großer Beliebtheit erfreut. Doch in seiner Welt wird er wie der Bösewicht behandelt, der er eben ist. Jeder versteht, dass es nur sein Job ist, aber befreundet sein, wollen sie mit ihm trotzdem nicht. Ralph reicht es, er verlässt sein Spiel und geht in andere Spiele, die alle über eine große Spielehalle miteinander verbunden sind, und verirrt sich in Sugar Rush, einem Rennspiel, in dem er der kleinen Vanellope helfen muss.

Wer auch nur im Ansatz Videospiele mag, wird den Film lieben. Er nimmt das Genre ernst und macht mehr als ein paar oberflächliche Andeutungen, sondern lebt seine Nerdigkeit voll aus und ich freue mich bereits jetzt auf die Blu-Ray-Version, die ich an bestimmten Punkten anhalten werde, nur um im Hintergrund nach Referenzen zu suchen.

Die Geschichte ist unterhaltend und sehr schön erzählt, die Set-Pieces sind einfach unglaublich und ich würde sofort das Spiel Sugar Rush kaufen, wenn es wirklich existierte. ‘Ralph Reichts’ macht ähnlich wie die Pixar-Filme einen ähnlichen Spagat und kann sowohl Jung als auch Alt zu. Natürlich darf es auch an der Moral nicht mangeln und hier ist der vielleicht größte Schwachpunkt des Films.

Man kann es Kindern nicht oft genug sagen, dass sie sich selbst akzeptieren müssen und das auch in den Medien, die sie konsumieren, aber im Gesamtkontext des Genres gesehen, sagt der Film nichts Neues aus. Ein zynischer Blogkollege brachte es auf den Punkt: Ralph ist eine wichtige Komponente im Status-Quo. Er ist ein Terrorist, der lernt, seinen Platz in der Welt zu finden und damit glücklich zu sein. Solche Nuancen bleiben Kindern natürlich verwehrt.

Daher bietet ‘Ralph Reichts’ trotz seiner spaßigen Referenzen und guter Charaktere nicht Neues. Been there, done that. Ein guter Film ist er dennoch.

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James Franco, Seth Rogen, Jonah Hill, Jay Baruchel, Michael Cera, Paul Rudd, Jason Segel, Danny McBride, Aziz Ansari und Craig Robinson. Oh.. und Emma Watson. All diese bekannten Schauspieler spielen sich selbst in der Apokalypse. Schaut verdammt super aus. Michael Cera wird übrigens etwas mit Rihanna haben, das nur am Rande. Must-Watch!

Das Unternehmen basiert übrigens auf dem Trailer zu Jay & Seth vs. The Apocalypse, der vor ein paar Jahren online auftauchte. Jede Menge Selbstironie und Referenzen zu den Karrieren der Schauspieler? Super Idee, wird klasse.

Trailer zu ‘A Talking Cat!?!’

21 Dec, 2012 · Sascha · Cats,Film · 0 comments

Die Jungs von RedLetterMedia haben diesen grandiosen Trailer zu dem Film ‘A Talking Cat!?!’ (ja, das ist der Titel) ausgegraben. Regie führte David Costeau, der dieses Jahr ganze zwölf (12!) Filme gedreht hat. Die glänzenden Dialoge stammen von Andrew Helm, der zuvor das Drehbuch für solch von der Kritik gefeierte Erfolge wie Death Racers geschrieben hat und bald mit Amityville: The Legacy 3-D in den DVD-Fundgruben deiner Videothek um die Ecke zu finden sein wird.

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Ach, Googlepixellove

‘The Bay’ Review

20 Dec, 2012 · Sascha · Film,Review · 0 comments

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USA, 2012
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Michael Wallach
Darsteller: Kristen Connolly, Jane McNeill, Christopher Denham
Länge: 86 Min.
Rating: ★★☆☆☆

“Shoot me! SHOOT ME!”

‘The Bay’ ist ein Öko-Found-Footage-Horror-Film von Barry Levinson. Ja, genau, der Typ, der ‘Wag the Dog’, ‘Rain Man’ oder ‘Good Morning, Vietnam’ gemacht hat. Levinson hat aber auch mehr als ein paar Wildcards in seiner Filmographie wie zum Beispiel Bandits oder Man of the Year. Und ‘The Bay’ ist sehr wild.

Der Film spielt in einem kleinen Städtchen an der Küstes von Maine, in dem Menschen plötzlich von Parasiten von innen heraus aufgefressen werden. Und das war es dann auch schon. ‘The Bay’ hat weder Charaktere, noch eine tiefgehende Story, die Menschen werden plötzlich von Wasserasseln gefressen und das war’s. Der Film ist vielleicht am ehesten als ‘Contagion’ im Found-Footage-Stil zu beschreiben. Er versucht die Geschichte des Ablaufs zu erzählen, bedient sich dabei einer schrecklichen Rahmenhandlung einer amateurhaften Reporterin, die den ganzen Film über ein Voice-Over darbietet, und Kameraaufnahmen aus Polizeiwagen, Handys und mehr.

Ein paar inzwischen bekannte Gesichter wie Kristen Connolly (The Cabin in the Woods) oder Christopher Denham (Argo, Sound of my Voice) hat der Film zwar, aber da sie nicht im Mittelpunkt stehen und die Szenen eher verbindungslos aneinander gereiht sind, kommt auch weder ein Spannungsbogen noch eine Identifikation auf, denn es ist dank des offensichtlichen Standpunktes der Erzählung recht schnell klar, was und wieso alles passiert und wie es endet.

Es gibt 2 bis 2 1/2 richtig gute Jump Scares, die Effekte sind ganz ordentlich, aber es gab auch viele dieser für FF typischen Momente des “Wieso filmst du das noch?”. Dazu sind viele eingebaute Aufnahmefehler enthalten – obwohl JEDE Person auf Video aufzeichnet. Dazu sind die Aufnahmen bis zur Unkenntlichkeit verwackelt. Man gehe auf YouTube, finde Aufnahmen zu jeder Katastrophe oder jedem Anschlag und wird bessere Aufnahmen finden. Die große Masse der Leute weiß, wie man eine Kamera zu halten und zu bedienen hat. Das nimmt einen sehr aus dem Film.

Insgesamt ist der Film aber ein großes Fest der Langeweile, das mich trotz seiner ohnehin recht kurzen Laufzeit mehr als einmal auf die Uhr schauen ließ. Es gibt durchaus tiefere Themen, so wurde die Seuche durch Umweltverschmutzung und gedopete Tierhaltung ausgelöst, Stadt vertuschte dies, die Regierung ignorierte zunächst alle Warnzeichen und ließ dann die Menschen im Stich, riegelte die Stadt ab und erkaufte sich bei den Überlebenden mit horrenden Summen Totenstille über den Vorfall, weshalb natürlich bis heute niemand von der Katastrophe in 2009 weiß.

‘The Bay’ ist also kein dummer Film, seine Botschaft nicht neu, etwas plump, aber trotzdem wertvoll. Die Ausführung ist auf allen Ebenen mittelmäßig und die Geschichte weder spannend noch wirklich unterhaltend, aber bei weitem nicht so schlimm wie andere Found-Footage-Horrorfilme. Kann man sich mal antun. Einmal.

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Auf derm Olymp der Videojahresrückblicke gibt es neben Gen Ips Filmography eigentlich nur Kees van Dijkhuizens, dessen Videos mir leicht besser gefallen. Kees wurde hier schon etliche Male auf gefeaturet und es ist kein Geheimnis, dass ich ein ziemlicher Fanboy von ihm bin. Daher fehlen mir auch gerade ein wenig die Worte seinen letzten Jahresrückblick zu beschreiben, außer mit ganz vielen “woahs” und Superlativen.

Mich juckt es ja wieder, dass ich mir für meinen Jahresrückblick nicht mehr Zeit nehmen konnte, denn auch ich hätte gerne was mit Woodkids “Run Boy Run” gemacht, ganz genau wie er letztes Jahr meinen Lieblingssong “Spanish Sahara” von den Foals genommen hatte. Aber nicht jammern, selber besser machen. Nächstes Jahr dann.

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Der super sympathische Olly Moss hat gerade einmal drei Jahre professionelles Art Design auf dem Buckel und wird trotzdem für seine popkulturell-verspielten Werke nicht nur unter Nerds gefeiert, sondern ist auch bei den größten Publikationen der Welt wie dem TIME Magazine heiß begehrt. Bei dem Offset-Creative-Festival in Dublin gab er seine erste Präsentation und berichtete über seinen Werdegang, Fehlschläge und wieso ein gespenstiges Mädchen auf der Comic-Con ihn als besten Nazi-Designer seit den Nazis bezeichnete.

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Tony Hawk kann besser skaten als du gehen kannst. Sounds western union time zone map
legit.