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24 Oct, 2014 · Sascha · Personal · 5 comments

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Geleakte Trailer in 480p sind trotz wuchtigen Bildern immer blöd, das hat das nun auch Marvel eingesehen und binnen Stunden reagiert. Die Unternehmen gehen mit der Zeit. Nun gibt es den offiziellen Trailer zu Avengers: Age of Ultron in glorreichem HD zu bestaunen, fast eine ganze Woche der eigentlich geplanten Ausstrahlung im Fernsehen.

Dass man inzwischen den Termin eines Trailers ankündigt und diesen dann noch mit Teasern für den eigentlichen Trailern umwirbt, ist in den letzten Jahren zu einer schrecklichen Hypestrategie geworden, die nur noch nervt. Dass Marvel nun gezwungen wurde, die eigentliche Strategie und die sowohl finanziell aber auch narrativ luktrative Einbindung von Agents of S.H.I.E.L.D. abzublasen, ist aber auch doof. Es spricht jedoch für Marvel, dass sie sich selbst in so einer ungünstigen Position behaupten können. Aber was soll man auch sonst machen? Inzwischen hat man auch das Teaser-Poster getwittert.

Wie auch immer. Der Trailer überzeugt mit einer sehr düsteren Stimmung. Die Avengers sind im Exil, Tony Stark übernimmt die Verantwortung für die Zerstörung (Stichwort Civil War), Ultron sieht beängstigend teuflisch aus und die Hulkbuster-Rüstung ist der pure Wahnsinn! Unterlegt ist der Trailer mit einer creepigen Version von – wie passend – Pinocchios “I’ve Got No Strings”, für die alleine sich schon die Disney-Übernahme gelohnt hat.

»There’s nothing routine about flying to the moon. I can vouch for that.«

Eine eigene Kurzgeschichte zu veröffentlichen ist der Traum vieler Hobbyautoren. Eine Kurzgeschichte im New Yorker zu veröffentlichen gleicht hingegen einem Ritterschlag und kann durchaus als Startschuss einer fulminanten Literaturkarriere angesehen werden. Hätte Tom Hanks nicht bereits seit 30 Jahren eine Karriere als Schauspieler, seine jetzt erschienene Kurzgeschichte Alan Bean Plus Four würde ihm definitiv einen book deal bescheren.

Hanks erzählt von einer illustren Runde unter Freunden. Spät abends sitzt man bei ein paar Bierchen auf der Terasse unter dem Mondlicht und erzählt über Leben, Beruf und abgefahrene, aber spannende Wetten. Es ist einer dieser magischen Abende. Ein Hauch von Abenteuer liegt in der Luft. Wenn man jetzt volltanken geht und nicht anhält, könnte man es bis zum Sonnenaufgang ans Meer schaffen.

Doch statt dem Sonnenaufgang gibt Hanks in seiner Geschichte seinen Figuren einen selteneren Anblick: Den Erdaufgang, den bisher nur ein paar dutzend Männer mit ihren eigenen Augen sehen konnten. Aber wieso eigentlich? Ist heute nicht alles soviel einfacher? Unser iPhone, das problemlos in unsere Hosetasche passt, hat mehr Rechenkraft ein Raumschiff, das vor 45 Jahren mal zum Mond flog. So schwer kann das also nicht, oder?

Also fliegt Hanks’ Figur mit seinen Freunden zum Mond und wieder zurück. Ein Abenteuer ohne Risiko, dafür mit iPads. Es handelt sich um eine magische Kurzgeschichte, einer Voyage dans la Lune, die man sich am Besten gleich vom Autoren selbst vorgetragen anhört. Dazu gibt es einen sanften Kommentar auf unsere Zeit, in der alles möglich ist, niemand mehr aber wirklich etwas weiß oder wen kennt. Es gibt eine App für alles und wieso sollte man sich die Namen der Astronauten merken, die auf dem Mond landeten, wenn man ein Gerät stetig in greifbarer Nähe hat, mit dem man die Antwort binnen Sekunden herausfinden kann.

Magie. Nostalgie. Abenteuer. Melancholie. Der gleichgültige Kosmos.
New Yorker: Alan Bean Plus Four by Tom Hanks

“Hugh Jackman returns to the role he could play in his sleep by now – which he does.”

Netter Spoof einer Szene aus der neuen Folge.

movie astronaut gallery

Empire hat in Erwartung von Christopher Nolans Interstellar (#hype!) eine interaktive Gallerie mit Raumanzüge aus Filmen erstellt. Natürlich fehlen ein paar Standarddinger wie 2001 oder auch mal eine etwas exotorischere Wahl wie z.B. Sunshine, aber insgesamt ist das sehr nett. Mein Favorit der letzten Jahren übrigens Prometheus, ich liebe diesen Glasglockenhelm.

Walking-Dead-Volume-21Dass man sich bei Image Comics dazu entschieden hatte, zur nun bereits vor langer Zeit erschienenen 127. Comic-Ausgabe von The Walking Dead keine Vorschau zu veröffentlichen, ließ mich Autor Robert Kirkman Glauben schenken, dass die wirklich große Wendung noch bevorstünde und nach dem Beginn des neuen Sonderbandes mit dieser Ausgabe wirklich kein Stein mehr auf dem anderen stehen würde.

Deshalb wollte ich die Besprechung des 21. Sonderbandes vorziehen, noch bevor ich die neue Ausgabe lesen würde. Das ist nun ein halbes Jahr her. Ich schreibe jetzt erst die Review zum Sonderband, habe dennoch nicht weitergelesen gehabt. So schön die All Out War Aktion mit ihren zwei Ausgaben pro Monat war, am Ende war es für mich wohl ein bisschen zu viel. Ich brauchte eine Pause. Diese konnten jedoch weder Telltales zweite Staffel noch AMCs Serie füllen, also las ich vor geraumer Zeit den Sonderband, dann bereits als solcher erschienen (und nicht nur in einzelnen Ausgaben) und war erneut verzaubert. Wie viele andere war ich mit todsicher zu wissen, wie Kirkman den totalen Krieg enden wird – und lag dann doch falsch. Negan aus der Welt zu schaffen wäre tragisch gewesen. Eine komplexe Figur mit soviel Charme und Witz aus dem Comic zu schreiben war wohl auch für Kirkman zu viel, doch seine Gnade passt ins größere Bild, das er entwirft.

Immer wenn ich meine Faszination von The Walking Dead erklären will, komme ich zurück zum Vorwort des ersten Sammelbandes. Dort beklagt Robert Kirkman, dass selbst die tollsten Zombiefilme immer dort enden, wo es eigentlich am spannendsten wird. Was passiert mit den Figuren, die überleben? Wie lange überleben sie? Wie lange? Wie sieht ihr Alltag aus? Kirkman versucht all dies in seiner laufenden Comic-Serie zu erforschen. Natürlich verspricht er den Gore- und Genre-Fans damit auch eine nicht endende Zombieschlacht, aber das wirklich spannende Element des Comics bleibt das Politische. Nachdem der Autor in mehr als 100 Ausgaben alle nahezu alle Klischees abgehakt hatte, führte er in Ausgabe 100 einen neuen Antagonisten ein, er viel mehr als nur ein neuer Bösewicht war. Der daraus resultierende Krieg war höchst ideologisch.

“This is a nightmare. And nightmares end.” – Bob Stookey  (weiterlesen…)

Too Many Simpsons

20 Oct, 2014 · Sascha · Fernsehen · 1 comment

Highlight der neuen Treehouse of Horror Episode war für mich zwar die Kubrick Parodie, aber das hier ist auch nett: Die Simpsons treffen zunächst auf ihre alten Entwürfe aus Tracy Ullman Zeiten und dann auf andere What-if Versionen in einem Joke, mit dem sie ihre immer aufwändigeren Couch Gags auf die Schippe nehmen. Komplette Liste für alle verzweifelten Ratespieler nach dem Klick. (weiterlesen…)