The Simpsons do the Oscar-Selfie

05 Mar, 2014 · Sascha · Film · 1 comment

Dieser Oscar-Selfie und der ganze Hype darum ging mir bereits drei Minuten nach dem Entstehen des Photos so auf den Sack, dass ich mir geschworen hatte absolut nichts dazu zu bloggen. Übernehmen eh die üblichen Verdächtigen. Doch das hier ist einfach zu gut: Die Simpsons haben jetzt den Selfie parodiert und wollen den Rekord knacken. Hoffentlich funktioniert das, denn ich bin ziemlich grumpy, weil das geniale Photo von Barack Obama übertrumpft wurde von so einem erzwungenen Kack. Not that it matters anyway, but you know…

DVD-Abend der besondere Art: Die Besatzung der ISS (NASA Astronauten Mike Hopkins, Rick Mastracchio und JAXA Astronaut Koichi Wakata) hat Gravity im Weltall geguckt, was ungefähr so cool sein muss wie sich Dokus über Flugzeugabstürze als Inflight Entertainment reinzuziehen, und gratuliert nun Alfonso Cuarón und seiner Crew für die erstklassige Produktion und sieben gewonnenen Academy Awards. Währenddessen kann Neil deGrasse Tyson diese “Let Go”-Szene nicht, ähm, loslassen. Immer wieder hat er sich in den vergangenen Wochen trotz Sympathiebekundungen an ein paar wissenschaftlichen “Freiheiten” aufgegeilt. Zurecht, ist ja sein Job, aber wie er das hier wieder in der neuen Ausgabe seines Startalk Radio zelebriert, nervt mich langsam. Relax, Neil, it’s a movie. (via Variety)

DRECKSAU DVD Kritik

03 Mar, 2014 · Sascha · Film,Review · 1 comment

Drecksau Review

Großbritannien 2013
Regie: Jon S. Baird
Drehbuch: Jon S. Baird
Darsteller: James McAvoy, Jamie Bell, Jim Broadbent
Länge: 94 Minuten
Rating: ★★★½☆

In den USA geht gerade nichts an HBOs Hit-Serie True Detective vorbei. Es ist zweifellos das Serienhighlight des Jahres. Ganz ähnlich wie in der Serie geht es in Jon. S. Bairds Film Filth um einen Polizeibeamten, der ebenfalls ein “wahrer Detektiv” ist. Die Betonung muss hier auf dem Unterschied zu dem Konzept des moralisch “guten” Detektiven zu den Figuren liegen, die wir sehen wollen. Unsere Kultur hat es seit den Zeiten von Humphrey Bogart für verständlich angesehen, dass Detektive wie in The Maltese Falcon, The Big Heat oder The Big Sleep erst wirklich dann gut zu bewertende Arbeit leisten, wenn sie zum wahren Detektiv werden und die Grenzen der Legalität überschreiten um ihren Fall zu lösen. Der Zweck heiligt alle Mittel.

An dem Zweck ist Bruce Robertson aber gar nicht interessiert, ihm sind die Mittel viel wichtiger. Er blüht durch diese erst richtig auf, wenn er sie alle verschlingt. Kokain, Alkohol, Seitensprüngen, Polizeigewalt oder der Blowjob einer Minderjährigen – all das ist für ihn erst der Start in den Tag. Gegen jede Logik und zur Freude des Zuschauers gelingt Bruce der Aufstieg in den Rängen der Polizeibeamten und die Eroberung sämtlicher Frauen.

Als ein japanischer Austauschstudent von einer Gruppe Jugendlicher zu Tode geprügelt wird, wittert Bruce seine große Chance. Endlich kann er einen Fall lösen, befördert werden und damit seine Ex-Frau so beeindrucken, dass sie zu ihm zurückkehrt. Doch die Aufklärung des Mordes steht gar nicht im Fokus dieses Films, noch ist es unbedingt im Sinne von Bruce. Vielmehr konzentriert sich dieser lose Plot auf die Eleminierung seiner Konkurrenz und auf McAvoys teuflischen und manisch-depressiven Bruce. Dabei werden die Nebenfiguren zu Karikaturen degradiert, was aber im Sinne des Filmes ist. Ohnehin: Dies ist Bruces Show und McAvoys Film, der ihn zu jeder Zeit grandios bestimmt. Noch nie war er präsenter.

Und dank Regisseur Jon S. Baird gelingt diese Talfahrt in den gestörten Geist unseres Antihelden. Ständig läuft dieses explosive Experiment mit all seinen Halluzinationen und sprunghaften Szenenwechsel Gefahr aus den Fugen zu geraten, doch das straffe Drehbuch navigiert stets souverän durch diese Gewässer. Matthew Jensens Cinematographie unterstützt die Narrative durch die ausgewaschenen Farbpaletten exzellent. Das durch die Fenster des bewölkten Schottlands hereinströmende, omnipräsente Licht ist kalt und grell, was den Effekt der beständigen Katerstimmung unterstützt.

James McAvoy ist fantastisch und es ist ohne Frage die beste Rolle und Darbietung in seiner bisherigen Karriere. Das Make-Up Department hat es geschafft den Schauspieler nicht nur krank aussehen zu lassen, doch es bleibt McAvoy überlassen seinen Detektiv wahrhaftig krank zu spielen. Eine Aufgabe, die ihm mit Bravour gelingt. McAvoys natürlicher schottischer Akzent, seine expressive Mimik, seine ambivalenten Gewaltausbrüche und sein nicht zu unterschätzender Charme kreieren eine Figur, wie es sie im letzten Jahrzehnt nicht mehr wirklich gegeben hat. Filth erreicht eine gewisse Zeitlosigkeit, wie man sich das von einer Adaption eines Irvine Welsh (Trainspotting) Buches wünscht.

Filth ist ein erfrischend kurzweiliger Film mit einem grandiosen Hauptdarsteller. Diese schwarze Komödie weiß sich stets auf skurrile und surreale Weise charmeant in die tiefdunklen Herzen der Zuschauer zu spielen. Auch wenn gewisse Stellen lose wirken und manche Figuren nicht vollends überzeugen, kann das Gesamtpaket überzeugen.

divbar

Über die DVD-Veröffentlichung kann man sich nicht beschweren. An Bild und Ton ist nichts zu beanstanden. Die Extras sind nett gestaltet. Neben dem Trailer gibt es ein Featurette, B-Roll Footage und ein Hand voll Interviews, aber das war es dann bereits. Als Cover hat man sich das Poster mit McAvoy auf einem Schwein ausgesucht, statt der von mir präferierten Koks-Karriereleister, die ein wenig besser zum Plot passt. Aber ein Polizist auf einem Schwein ist schlussendlich das besser vermarktbare Cover.

Philip Seymour Hoffman

03 Mar, 2014 · Sascha · Film · 0 comments

Camera Zwo Hoffman Tribute

Hier etwas verspätet das Extraprogramm meines örtlichen Arthousekinos. Hier lesen ja auch ein paar aus der Region mit, deshalb blog ich das mal hier. Super coole Idee und ich bin jetzt schon dankbar dafür The Master noch einmal im Kino sehen zu können.

Derweil hat Cutter Caleb Stein dieses exzellent geschnittene Tribute-Video mit Szenen aus Hoffmans gesamter Filmographie hochgeladen, das nicht nicht nur die Genialität dieses Schauspielers offenbart, sondern auch die Universalität seiner Figuren nahelegt. Ein kleines Meisterwerk für einen wahren Meister seiner Kunst.

THE PHILOSOPHERS DVD Kritik

03 Mar, 2014 · Sascha · Film · 1 comment

The-Philosophers

USA 2013
Regie: John Huddles
Drehbuch: John Huddles
Darsteller: James D’Arcy, Bonnie Wright, Sophie Lowe
Länge: 93 Minuten
Film-Rating: ½☆☆☆☆
DVD-Rating: ★★★☆☆

Das Jahr ist gerade einmal 2 Monate jung und schon gibt es einen motivierten Bewerber für den schlechtesten Film des Jahres. Nein, philosophisch ist an John Huddles’ The Philosophers wirklich nichts. Dafür lässt sich jedoch viel Dummes an dem Film finden, der sich nicht einmal darum bemüht seinen Dilletantismus auch nur ansatzweise zu verbergen – und wenn doch, dann scheitert er an jeder Stelle. Aber immerhin funktioniert der Titel besser um die Prämisse der Geschichte zu verkaufen als der ehemalige, sinnlose Titel After The Dark. Das ist wahrscheinlich das einzig Positive, das man zum Film sagen kann.

Es gehört schon etwas Talent dazu, dass man aus einer netten Idee eine solche Katastrophe bauen kann, die allen voran am Drehbuch und dann an jeder weiteren kreativen Entscheidung scheitert ohne dabei jemals einen gewissen Charme zu entwickeln, der die Quälerei auf sonstige Art und Weise belohnen könnte.

In Jakarta (wieso auch immer hier) leben 20 vermeintlich hochintelligente Philosophiestudenten aus Großbritannien und sie besuchen alle die Klasse von Mr. Zimit. Es ist der letzte Tag der Vorlesungen und ihr Dozent will, bevor die Ferien beginnen, ein letztes Gedankenexperiment der besonderen Art durchführen, in dem die Schülerinnen und Schüler ihr angeeignetes Wissen anwenden. Also stellen sie sich gemeinsam exotische Orte vor und erhalten unterschiedliche Berufe wie Poet oder Ingeneur. Überall um sie herum explodieren dann nukleare Sprengköpfe und die Schüler müssen entscheiden, wen sie in den für 10 Menschen anlegten Sicherheitsbunker mitnehmen, und wen nicht.

So weit, so interessant. Was dann jedoch folgt, verstößt nicht nur gegen jede ethische Grundlage eines Lehrers, sondern ist vor allem filmisch so schlecht inszeniert und geschrieben, dass man nur den Kopf schütteln kann. Der englische Ausdruck “falls flat on its face right out the gate” passt perfekt.

So ist nämlich das Gedankenexperiment von John Huddles als geteilte und für uns sehbare alternative Realität dargestellt, in der die Schülerinnen und Schüler genau das tun, was sie wohl gerade im Unterricht besprechen. Nur sehen oder hören wir kein Voice-Over, keine Diskussionen, keine “Ich würde das dann wohl so machen”-Kommentare, keine Erklärungen oder Erläuterungen. Nein, die Situation wird in diesem Gedankenexperiment genau so dramatisch ausgespielt und erzählt, als würde sie wahrhaftig stattfinden.

Und genau das funktioniert schlicht dramatisch nicht, wenn der Zuschauer sich zu jeder Zeit bewusst ist, dass die Schüler in einem Raum sitzen. Echte Gefahr kommt dadurch nie auf, ihr Leben steht nie auf dem Spiel, was im starken Kontrast zu der Ernsthaftigkeit des gesamten Tons ist. Schlicht einmal wird die Situaton scherzhaft aufgelockert und das auch erst gegen Ende. Insbesondere Situationen wie das Leiden durch die Wartezeit oder den Hunger können schlicht nicht funktionieren. Wir sehen angeblich zum rationalen Denken erzogene Extremisten, die solche Sackgassen eigentlich non-chalant verbal beenden würden. Stattdessen wird all dies zum Leid der Nerven des Zuschauers theatralisch ausgespielt.

Doch es wird surrealer. In diesem Gedankenexperiment gehen die Schüler duschen, sie beschweren sich über den Mangel an Kondomen, sie spielen homosexuelle Rollen, welche plötzlich dann ihre tatsächliche reale sexuelle Orientierung beeinflussen, sie führen intime Unterhaltungen, wir sehen sie schlafen. Wieso gibt es Flashbacks in dem Gedankenexperiment? Wie kann der Lehrer eine Waffe im Gedankenexperiment verbergen? Wieso kämpfen zwei Personen im Gedankenexperiment? Wieso hören wir nie Einwände seitens der Schüler aus dem Klassenraum als Voice-Over? Wieso spielen zwischemenschliche Beziehungen aus dem wahren Leben in diesem Rollenspiel mit? Wieso gibt es keine festgesetzten Regeln? Wieso kann jeder plötzlich neue Regeln erfinden? Und neue Orte? Und Gedankenexperimente im Gedankenexperiment beginnen? Dass niemand das Drehbuch mal überdacht hat, wird spätestens jetzt klar.

The Philosophers ist eine dieser netten Ideen, die junge Drehbuchautoren mit einem Hang zur Science-Fiction haben und sich durch vermeintlich tiefe gesellschaftliche Fragestellungen profilieren wollen, ihre Idee aber nie wirklich überdenken. Der Film gleicht einem ersten Drehbuchentwurf – mit all den üblichen Fehlern, Logiklöchern und anderen charakteristischen Problemen. Und als wäre John Huddles nicht nur ein schlechter Drehbuchautor, kann er auch visuell absolut nichts von Wert festhalten. Ein Atompilz am Horizont hat visuelle Kraft und greift tiefsitzende Ängste auf. Der Film bedient sich hier frei bei der Angst der Post-9/11 Millenials, die sich der nuklearen Proliferation ausgesetzt fühlt. Doch wenn die Bomben lediglich zur Hintergrundmusik verblassen und keinen Einfluss besitzen, verlieren sie ihre bildliche Kraft.

Schauspielerisch ist diese Show ebenfalls eine Nullnummer. Insbesondere Bonnie Wright, bekannt als Ginny aus der Harry Potter Reihe, sollte sich nach einem neuen Beruf umsehen Wer sich die Namen dieser gesichterlosen Figuren merken kann, erfährt meinen tiefsten Respekt. Selbst den Namen des Lehrers, gespielt vom sonst großartigen James D’Arcy, musste ich googlen. Die Figuren erfahren keine Charaktersierung, sie sind ohne Bedeutung und damit dem Zuschauer egal. Vielmehr sollen sie Ideen aus der Philosophie widerspiegeln, was ungefähr so gut funktioniert wie die “Liebe ist…”-Sprüche aus der BILD-Zeitung. Spätestens wenn man dann Platos Höhlengleichnis nicht nur verkürzt, sondern falsch erläutert, hört der Spaß dann auf. Nur, weil man zwei Philosophen und Einstein zitieren kann, macht das den Film nicht philosophisch oder wertvoll oder gut.

Am ärgerlichsten nach alledem verbleibt dann aber jedoch das Ende – oder vielleicht das Fehlen eben jenes. Der Film hört quasi einfach auf, wenn John Huddles nicht mehr weiter weiß und lässt nicht nur eine unglaubliche Leere zurück, sondern vor allem eine deutliche Wut. Immerhin hat man sich durchgequält und am Ende wird man noch für dumm verkauft, ohne dass man einen Mehrwert hat. Eine absolute Katastrophe.

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Im Unterschied zum mitgelieferten Film verdient die DVD-Veröffentlichung von Ascot Elite ein deutliches Lob. Die Box kommt mit einem hochwertigen Schuber, auf dem vorne das Filmposter in 3D abgebildet ist. Die DVD-Menüs sind aufwendig gestaltet und die Extras sind ebenfalls nett gestaltet und viele an der Zahl. So gibt es neben diversen Interviews ein Behind the Scenes Featurette für alle, die mehr von den Dreharbeiten erfahren wollen. Der letzte Drehtag insbesondere erhält eine audivisuelle und emotionale Betrachtung. Neben den obligatorischen und wirklich gut geschnittenen Trailern – immerhin wären meine Erwartungen ohne diese nicht so hoch gewesen – gibt es noch die “Brit Boys” zu bestaunen, was durchaus den Blick der Produzenten auf das Zielpublikum offenbart.

Großartiger Spoof von YouTube-Memes aus Jimmy Kimmels Oscar-Special mit Kevin Spacey, Christoph Waltz, Gary Oldman, Ben Kingsley, Mandy Patinkin, Abby Cornish als Dramatic Chipmunk, Hamster on a Piano, Keyboard Cat und “Ameowdeus”. Don’t ask, just watch. (via Jenny)

Many of this year’s Oscar nominated films were adapted from books, including The Wolf of Wall Street, Captain Phillips, and Twelve Years a Slave – but times are changing. Our plan is to escort the movie business into the 21st century, so we enlisted the help of some of the greatest talents in the world of film to help us adapt popular YouTube videos into big-budget Hollywood movies. Here’s an adaptation of the YouTube classics “Keyboard Cat” “Hamster on a Piano” and “Dramatic Chipmunk” starring Kevin Spacey, Christoph Waltz, Gary Oldman, Ben Kingsley, Abbie Cornish and Mandy Patinkin.

Während bei uns in den Pausen der Oscars Werbung für Sexhotlines geschaltet wird und wir mit dem zehnten Trailer für 12 Years a Slave bombadiert werden, laufen in den USA zu der besten Sendezeit neue Spots und Google hat an diesem Abend diesen Preis definitiv davon getragen. Die Werbung feiert alle Geschichtenerzähler und die, die es werden wollen und täglich mit sich und ihrer Geschichte kämpfen. Zu einem Voice-Over von Filmemacher Andrew Stanton (John Carter, Wall-E, Finding Nemo) nehmen viele junge und alte Cinephile die Kamera in die Hand und setzen unterlegt zum Finding Nemo Theme ihre Ideen um. Pretty inspiring stuff.

“We all love stories. We’re born for them,” says filmmaker Andrew Stanton (“Finding Nemo,” “Toy Story,” “WALL-E”) in this video that celebrates everyone who’s ever had an idea, picked up a camera, or searched for a way to bring their story to life.

Andrew Stantons gesamten Storytelling TED Talk gibt es hier. (via)

oscars-2012

Das waren die Oscars für dieses Jahr – Die Verleihung der 86. Academy Awards ging gerade zu Ende. Mit 22 richtigen Tipps meinerseits war die Zeremonie für mich leider ohne Überraschungen abgelaufen. Lediglich die Niederlage von The Act of Killing nagt an mir, aber dafür gewann Her und ich bin da so unglaublich froh drüber. Außerdem hat Oppenheimers Film eine echte Debatte losgetreten in Indonesien und der Film wird noch für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, relevant bleiben.

oscars grumpy cat

Insgesamt war die Verleihung an sich sehr lahm und äußerst familienfreundlich. Ellen hatte einen kurzweiligen Monolog ohne große Highlights, von dem jedoch nichts hängen bleibt. Auf Showeinlagen wurde ebenfalls komplett verzichtet. Ihre sonstigen Bits glichen der üblichen Tiefstaplerei aus ihrer Talkshow. Die Dialoge mit den Stars waren zwar durchaus nett, insbesondere eine Pizzalieferung und ein hungriger Harrison Ford unterhielten, aber leider wurden diese Szenen durch den faden Beigeschmack des Product Placements ruiniert. Ellen machte mehrere Selfies mit ihrem neuen Samsung Galaxy und erreichte mit ihrem Gruppenphoto, mit vorgehaltener Pistole quasi, den Rekord der meisten Retweets . Ironischerweise twitterte Ellen selbst hinter den Kulissen Photos mit ihrem eigenen Handy – einem iPhone.

Die sonst immer für Furore sorgende In Memoriam Kategorie war dieses Jahr sehr stilvoll inszeniert gewesen. Die vor Kurzem am Set von Midnight Rider verstorbene Kamera-Assistentin Sarah Jones, für deren Einbindung ins Segment eine eigene Unterschriftenaktion gestartet wurde, fand einen Platz. Ebenso Harold Ramis. Die Zeiten haben sich dank der Technologie verändert, so können auch diese Segmente schneller produziert werden und ohne Ausfälle auskommen (ebenfalls ohne Applaus des Publikums, sehr schöne und stilvolle Entscheidung seitens der Regie). Andere Segmente wiederum, wie zum Beispiel eines für “Helden”, enttäuschten und erweckten den Anschein, dass man die Laufzeit füllen muss und Hollywood erst seit 1998 Filme macht. Dass es so gut wie keine Heldinnen gab, wird nicht erwähnt.

Der große Abräumer des Abends ist Gravity mit 7 Oscars für nahezu alle technischen Kategorien. Cuarón wurde als bester Regisseur ausgezeichent, Emmanuel Lubezki endlich für die beste Kamera und Steven Price erhielt in einem relativ schwachen Jahr den Oscar für den besten Score. 12 Years A Slave ist dahingegen der beste Film des Jahres. Es gibt also erneut ein Split, während der völlig überschätzte David O. Russell mit seinem Langweiler American Hustle zu meiner Befriedigung komplett leer ausging.

Die besten Reden gehen Cate Blanchett, Steve McQueen, Lupita Nyong’o und den Mann der Stunde, Mr. #AlrightAlrightAlright höchstpersönlich, Matthew McConnaughey.


PICTURE:
American Hustle
Captain Phillips
Dallas Buyers Club
Gravity
Her
Nebraska
Philomena
Winner! 12 Years a Slave
The Wolf of Wall Street

DIRECTOR:
David O. Russell – American Hustle
Winner! Alfonso Cuarón – Gravity
Alexander Payne – Nebraska
Steve McQueen – 12 Years a Slave
Martin Scorsese – The Wolf of Wall Street
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