Musiker Ahmed Alshaiba hat Hans Zimmers “Day One” aus dem Interstellar Soundtrack mit einer Oud gecovert.

This song has been requested many times, I was intimidated by this song for some time, it’s not an easy song to play on an acoustic instrument, I hope I did it justice.

Das ist ihm definitiv gelungen. Trotzdem finde ich Zimmers originale Version mit der Orgel besser, die Einbindung dieses himmlischen Instruments war wirklich ein absoluter Geniestreich und passt thematisch perfekt.

Musikvideo: Slowes – U

06 Feb, 2018 · Sascha · Musik · 0 comments

Gestern von Spotify in meinen wöchentlichen Mix gespült und seitdem in der Dauerschleife. Das Debutalbum “Times” gibt es hier auf Spotify.

Zweistellig – und zweiteilig. Aufgrund terminlicher Gründe mussten wir den Podcast aufteilen, aber das war im Rückblick eigentlich eine richtig gute Entscheidung. Die Masse an Inhalt hätte das reguläre Format unseres Podcasts ohnehin platzen lassen. Zusammen mit Alex und Lucas spreche ich im ersten Teil über drei japanische Filme, ganz im Sinne des Japanuary-Projekts, bei dem sich Filmleute aus Deutschland im Januar Filme aus Fernost anschauen sollen, die sie noch nicht kennen. Wie eine Basic Bitch habe ich mir Prinzessin Mononoke ausgesucht. Wieso ich Myazakis Animationsfilm erst jetzt sehe und was ich zum Film denke, könnt ihr im Podcast hören.

Im darauffolgenden Teil des Podcasts mussten die drei Musketiere ohne mich auskommen, aber ich habe jeweils kleine Segmente zum Erfolgsanime Your Name sowie Fallout Boys neues Album Mania aufgenommen. Beides fand ich eher mittelmäßig bis schrecklich.

Dazu findet ihr uns jetzt auf unserer eigenen Podigee-Seite, die uns auch eine Kapiteloption anbietet, sodass man uninteressante Segmente einfach überspringen kann. Nützlich, oder?

Shownotes:

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Musik: Gipfeltreffen | gipfeltreffenband.de/

Links zu Soundcloud und Podcast-Feeds:

Podigee: 010 – Japanuary, Your Name, Fallout Boys neues Album Mania
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Podcast-Feed: http://feeds.soundcloud.com/users/soundcloud:users:331600180/sounds.rss

Melodysheep hat mal wieder einen rausgehauen. Be good!

Noch bevor Sleep Well Beast, das neue Album von The National, im letzten Jahr veröffentlicht wurde, hatte ich bereits einen neuen Lieblingssong der Band. Er hieß wahlweise “Checking Out of a Collapsing Space”, “Roman Candle” oder auch einfach wieder nur “Checking Out”. So sicher war sich Sänger Matt Berninger auch nicht, als er den Song im Juni vor zwei Jahren zum ersten Mal live performte.

“Walk it Back”, wie der Song später auf der Platte heißen sollte, mutierte schnell zu meinem Lieblingssong. Ich liebe Bryce Dessners prominentes Gitarrenspiel, seinen Zwillingsbruder Aaron am Klavier und wie viel Platz die Instrumente im Song überhaupt erhalten. Es ist ein typisch launischer Song von The National, vollgestopft mit Selbstzweifel und Reue. Diese Themen sollten das Album auch dominieren. Berninger und seine Frau zeichnen sich für die Texte verantwortlich. Nach kämpferischen und stürmischen Texten voller himmelhochjauchzender Verdrossenheit hat bei dem Sänger endlich so etwas wie Selbsterkenntnis, Akzeptanz und auch Ruhe Einzug gehalten.

Anyway, ich habe mich ziemlich in den Song verliebt und könnte länger darüber schreiben, aber ich mach es kurz: Der Albumtrack hat diesen Karl Rove zugeschriebenen Monolog über die Instrumentals in der Mitte erhalten und das ruiniert alles für mich. Dass The National 2017 ein Album ohne politische Aussagen veröffentlichen könnten, ging wohl auch der Band zu weit. Bei Live-Auftritten wird Berninger nicht müde Trump zu beschimpfen und über die politische Situation in den USA zu urteilen, aber einen wirklich politischen Song vermisst man auf dem Album, das im Horrorwahljahr 2016 geschrieben wurde. Also wurde dieses Gefasel im Nachhinein auf den Song geklatscht, das den Song für mich total verändert und die stimmungsvolle musikalische Schwankung in der Mitte untergräbt und dazu wie ein Lippenbekenntnis wirkt.

Da The National scheinbar für jeden Song des Albums ein Video veröffentlichen werden, hat die Band mit Glitch-Artist Casey Reas zusammengearbeitet und dabei ist eine Zusammenstellung vieler Momente aus einigen State of the Union Reden entstanden. Zusammenpassen tut es für mich immer noch nicht. Aber ja, klar: Fuck you, Karl.

2017 war das Jahr, in dem ich mich richtig in HAIM verliebte. Auch das neue Video der drei Schwestern wurde von Paul Thomas Anderson gedreht, der mit drei nur Einstellungen die raue Einsamkeit und den bitteren Herzschmerz des Songs perfekt einfängt. Live klingt das Ganze noch einmal ein Stück herzzerbrechender, der clevere Wechsel von der Probe zur Live-Performance und wieder zur Probe lässt tief blicken und die echten Emotionen hinter den Lyrics erahnen, die ein Künstler erst in so einen Text steckt und dann immer wieder durchleben wird.

Und nochmal Jack Johnson. Der Musiker war vor seiner Karriere als bester Mensch der Erde auch mal Pro-Surfer und hat einige Filme über das Surferleben gedreht. Daher hat er noch viele Kontakte zu Filmemachern wie Emmett Malloy, der zusammen mit seinem Bruder viele bekannte Musikvideos gedreht hat und nun endlich den großen Durchbruch zu den Features geschafft hat. Im Indie-Streifen The Tribes of Palos Verde geht es um Affären, Coming-of-Age-Probleme und das Surfen. Den Trailer gibt’s hier auf YouTube.

Jack und die Malloys sind häufige Kollaborateure, Emmett hat zum Beispiel die tolle Tourdoku Jack Johnson en concert gedreht. Für den Start des Films steuert der Musiker nun eine neue, langsamere Version von Only The Ocean bei. Only The Ocean ist der Closer des letzten Albums To The Sea, welches das letzte Johnson-Album ist, das mir so richtig gut gefiel und die Filmversion sagt mir noch ein Stück mehr zu als das Original. Grund also auch mal in den Film zu schauen, der Soundtrack lässt sich nämlich auch sehen.

Ich bin nicht der größte Fan von Jack Johnsons neuem Album, aber der Song Big Sur blieb hängen. Big Sur ist ein Streifen wunderschöner, größtenteils unbewohnter Natur an der Küste Kaliforniens. Ich war dort vor einigen Jahren mal den Highway 1 runtergefahren; eine Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Egal, wo man hinschaut, schöne Motive für Bilder.

Tyler Mandosn hat für den chilligen Song einen Road-Trip durch Big Sur gemacht und seine Aufnahmen in diesem schönen Video zusammengeschnitten.