Musik - PewPewPew

Hier das wunderschöne Set von Far Caspian zum Release des Debütalbums Ways To Get Out. Extrem clean, unglaublich gefühlvoll und stimmt mit glückselig. Einfach bezaubernde Musik. Super unterschätzt und zu wenig gehört.

“After Dark” ist so ein TikTok- bzw. Instareels-Hit, der einen bis dato unbekannten Künstler wie Mr. Kitty binnen Tagen zum Star katapultieren kann. Meist stehen die dann ohne Label, ohne Album oder sogar Musikvideo da. Völlig unvorbereitet also, um den plötzlichen Erfolg beim Schopf zu packen und die Welle weiter zu reiten. Hier hat jemand Mr. Kitty unter die Arme gegreiffen und den Song zu Blade Runner 2049 unterlegt, mit fantastischen Synergieeffekten. Das passt wirklich perfekt zu den traurigen Muscle-Incel-Vibes des Cyberpunk-Films.

Das neue Album von Father John Misty war für mich nicht so wirklich ein riesiger Hit, aber neben meinem Fav “Goodbye Mr. Blue” (es geht schließlich um eine Katze) fand ich “Funny Girl” sicherlich bezaubernd, vor allem aufgrund dieses schicken Videos. Das wirkt auch ein bisschen wie aus der Hand von Sean Pecknold, dem Bruder von Fleet Foxes Frontmann Robin Pecknold. Man kehrt wohl immer wieder zu seinen Wurzeln zurück.

Super scary SCP-Vibes im neuen Video von Mike Diva, bevor es dann sehr stimmig wird. Geiler Track auch.

“The same sound, yet so new.”, schreibt ein Fan in den Kommentaren auf YouTube. Und ja, das finde ich eine ziemlich treffende Umschreibung des neuen Shout Out Louds Albums House. Die Singleauskoppling “My Companion” besitzt den typischen forward drive der alten Songs, kann textlich aber durchaus etwas mehr als nur Beziehungsgejammer. Das Album wurde von Björn Yttling aus Peter Bjorn and John produziert, der auch bei der allerersten EP damals zusammen in Stockholm beteiligt war. Insofern in vielerlei Hinsicht eine Rückkehr zu offener klingenden Riffs und dickerem Sound.

Vor knapp einem Monat durfte ich die Band ein drittes Mal live sehen und es war wirklich ein wohliger Genuss, wie eine warme Umarmung. Hoffentlich hören die nie auf, das wäre ein großer Verlust für mich.

Eine bewegende Performance eines bewegenden Songs von Casper zusammen mit dem Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld, die mir gut in Erinnerung geblieben ist. Wirklich hübsch inszeniert und arrangiert.

Ich weiß nicht, ob Sie es schon mitbekommen haben, aber: Die Neunziger sind wieder da. Nachdem wir uns im letzten Jahrzehnt Kindheitserinnerungen heute führender Kreativer rumschlagen mussten, sind die Nineties-Kids jetzt an der Reihe. Und so kommen auch alte Kult-Favs wieder zurück, wie die Band Pavement. Zur zweiten Reunion der Indie-Rock und dem Re-Release ihrer Spit on Stranger EP ließen sie Alex Ross Perry Sophie Thatcher dabei filmen, wie die vor Projektionen des alten Musikvideos herumhüpft und werkelt. Das passt gut, Thatcher ist dank ihres Grunge-Looks aus Yellowjackets und ihrer Parallele zu Juliette Lewis ja sowas wie die Verkörperung dieser Verbindung in die Vergangenheit. Süß!

“You can meet the moonlight every night you really want to.” I believe this. Wunderschöne, beruhigende Bilder zu dem vielleicht schönsten Song auf dem neuen Album von Mellow-King Jack Johnson. “It’s good not to miss too many chances to follow love” Love the guy.