Ich bin ein Fan von Kanye Wests Musik und halte ihn, ganz unironisch, für einen hochtalentierten Künstler. Dass sich Werner Herzog, zweifellos einer der interessantesten Auteure des Kinos der letzten 40 Jahre, in der Konfrontation mit Wests Werk “Famous” ganz offen und gespannt zeigt, erwärmt mein Herz. Jen Yamato von The Daily Beast haben wir diese einmalige Internetsensation zu verdanken. Herzog geht sogar soweit, Kanye für sein Werk einen Platz in seiner Rogue Film School anzubieten. Hat er sich verdient. Und ich glaube sogar, die beiden hätten sich echt viel gegenseitig zu lehren und zu erzählen. Universe, please make this happen!

Jack Johnson steht für chillige Melodien und Surferästhetik. Seit 15 Jahren gehört er zu meinen Lieblingskünstlern und ich kann wahrscheinlich bei keinem anderen Musiker so viele Lieder fehlerlos mitsingen wie bei ihm.

Die Leidenschaft eines Fans sollte aber Grenzen haben. Nur, weil man etwas erkennt und sonst prinzipiell gut findet, sollte das nicht die Empfindsamkeit für geschmackliche Ausrutscher lähmen. Zu dem Urteil komme ich, nachdem ich den neuen Dokumentarfilm All At Once gesehen habe. Johnson war vor seiner Musikarriere professioneller Surfer und filmte während dieser Zeit seine Kollegen. Daraus entstand unter anderem der super chillige Film A Brokedown Melody, eine Mischung aus Musikvideo, Surferästhetik und Lebensweisheiten von Sunnyboys. Außerdem gibt es großartige Filme wie En Concert, die ihn auf einer Tour begleiten und nicht nur für die Ohren ein besonderer Schmaus sind.

All At Once ist aber nichts davon. Der Film ist viel zu kurz, um sich mit einem Thema wirklich tiefgehend zu beschäftigten und kann sich nicht entscheiden, was er will. All At Once springt von Konzerten über Gärten und Ackerbau zum grünen Alltag einer umweltfreundlichen Tour-Infrastruktur. All das ist prinzipiell interessant, aber so simpel und oberflächlich erklärt, dass sich der Inhalt binnen Sekunden offenbart. Insofern handelt es sich hier um die Verfilmung der Aufzählungspunkte auf der Rückseite eines Flyers. Auch visuell kann Tyler Mansons Dokumentarfilm wenig bieten. Die schönsten Shots lassen sich bereits im Trailer finden und er findet zu keinem Zeitpuntk spannende oder kreative Wege, um die Missionierung des Films zu verbergen.

While following Jack’s 2014 west coast tour, this film highlights the Johnson‘s Kokua Hawaii Foundation, the work of the All at Once campaign, and several key non-profit partners and businesses focusing on plastic free initiatives and sustainable local food systems. Additionally, the film highlights the unique way in which the Jack Johnson tour is run.

From traveling on biodiesel buses, to eating organic and locally sourced meals and carefully disposing of waste created along the way. The viewers will experience day-to-day life of touring and the band’s commitment to the environment every step of the way. The goal of the tour and this documentary is to inspire people to get involved, make the right choices, and enjoy the music along the way.

All At Once ist kein sehenswerter Dokumentarfilm, aber die Bewegung an sich ist ein unterstützenswertes Projekt, das Jack und Kollegen seit Jahren mit großer Leidenschaft verfolgen. Das ist zumindest im Film zweifellos zu erkennen.

Thatgamecompany’s Journey is as close as it gets to having a religious experience when playing a videogame. Abzû, which will be released on August 2nd, is a spiritual successor. Made by a different company but by the same art director, it definitely looks and feels like the sequel we never got. And now, thanks to composer Austin Wintory, it will also sound like Journey. Color me hyped. Journey‘s score was the first videogame to ever be nominated for a Grammy, so I’m expecting big things. Going by this trailer, I’m not going to be disappointed.

*fasst sich an Nase*
Oh Gott, ist das Blut …und aus me-m-meinen Ohren… kann jemand einen Krankenwagen ru—

On Topic: Die Sache bewegt sich auf einem ziemlich schmalen Grat. Auf der einen Seite ist das natürlich eine ziemlich liebevolle und anscheinend authentische Situation, die Williams tatsächlich Freude bereitet. Auf der anderen Seite ist das schon eine echt anstößige Aktion, weil man nicht einfach so die Leute nerven soll. Basierend auf der Reaktion von Williams tendiere ich aber zu Ersterem. Sollte man aber nicht unbedingt jetzt überall wiederholen.

Oscar Dances

30 May, 2016 · Sascha · Film,Musik · 2 comments

Twitter hat ein neues Meme: Die Tanzszene aus Ex Machina wird von dem Twitter-Account Oscar (Isaac) Dances – der in einem Übermaß an Fangirleifer sträflicherweiser Sonoya Mizuno vergisst – mit unterschiedlichen Songs unterlegt; hilarity ensues. Das People Magazine twitterte, dass der Tanz zu jedem Lied passen würde, wogegen ich hundertprozentig widersprechen würde. Weil der Betreiberin des Accounts der Fame ein bisschen abgeht, postet sie leider wie wild – ob es zum Tanzstil oder Rhythmus stimmt oder nicht. So richtig passt es nur eigentlich nur zu diesen drei bisher, wobei auch irgendwie nur so halb.

Am besten gefällt mir noch bisher Abba mit “Dancing Queen”, weil eben Disco und der gewissen Nähe zum Funk von Oliver Cheathams “Get Down Saturday Night” aus dem Film. Naja. Kategorie: Ganz nett.

Dendemann – Hallig meiner Angst

27 May, 2016 · Sascha · Musik · 0 comments