iOS Autocomplete Song

12 Oct, 2014 · Sascha · Musik · 3 comments

Der wunderbare Jonathan Mann komponiert in der 2110. Ausgabe seines A Song A Day Projektes ein Lied aus der iOS Autocomplete-Funktion, die ich schon längst entnervt abgestellt habe. Ich schätze Mann als Künstler wirklich sehr, insbesondere wenn er aus so schierbar unmöglichem Kauderwelsch wie hier einen Song dreht, den man so im Radio spielen könnte, obwohl er sich wie dieses uralte 4chan Meme anhört: Has Anyone Really Been Far Even as Decided to Use Even Go Want to do Look More Like?

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OMGOMGOMG! Darauf habe ich gewartet: Mondo veröffentlicht den epischen Soundtrack aus Guardians of the Galaxy, den sechsten und vielleicht sogar wichtigsten Hauptcharakter des Films. Das Artwork ist eine Variation von Tyler Stouts Poster, die Rückseite und auch die Innenseiten werden aber neu gestaltet. Mit 50$ ist der Preis etwas hoch angesetzt, aber die rechtlichen Lizenzen waren sicherlich weder billig noch einfach zu gestalten und das Cover wird von D&L Screenprinting gestaltet; es handelt sich also nicht um ein übliches Schallplattencover, sondern die Vinyl kommt quasi im Poster verpackt. Dazu gibt es eine von neun typischen Stout Handbills. Schnäppchen also, insgesamt. Für alle, die eine Auffrischung brauchen, gibt es hier die Tracklist:

Hooked on a Feeling – Blue Swede
Go All the Way – Raspberries
Spirit in the Sky – Norman Greenbaum
Moonage Daydream – David Bowie
Fooled Around and Fell in Love – Elvin Bishop
I Want You Back – The Jackson 5
I’m Not in Love – 10cc
Come and Get Your Love – Redbone
Cherry Bomb – The Runaways
Escape (The Piña Colada Song) – Rupert Holmes
O-O-H Child – The Five Stairsteps
Ain’t No Mountain High Enough – Marvin Gaye and Tammi Terrell

2001 Mondo Vinyl (3)

Der Gigant für alternative Poster erschließt weitere Märkte. Bald gehen Mondos hochwertigen Vinylfiguren online und nun gibt es auch noch weitere Schallplatten. Mondo will auch als Plattenvertrieb und Spielzeughersteller ernst genommen werden. Und so wird neben Looper, Shaun of the Dead und Iron Giant auch der originale 2001: A Space Odyssey Score von Alex North auf der eigenen Convention erhältlich sein.

Also sprach Zarathustra, 2001 – das ist unzertrennlich für jeden Filmfan verbunden. Doch Kubrick hatte sich erst spät in der Postproduktion dafür entschieden. Zuvor hatte er Alex Noth (Spartacus, Dr. Strangelove) engagiert, der einen kompletten Score für den Film komponierte, der dann aber nicht genutzt wurde. Das fand North erst bei der offiziellen Filmpremiere in den Publikumsrängen sitzend heraus und war verständlicherweise niedergeschlagen: “Well, what can I say? It was a great, frustrating experience, and despite the mixed reaction to the music, I think the Victorian approach with mid-European overtones was just not in keeping with the brilliant concept of Clarke and Kubrick.”

Kubrick verteidigte sich: “However good our best film composers may be, they are not a Beethoven, a Mozart or a Brahms. Why use music which is less good when there is such a multitude of great orchestral music available from the past and from our own time? When you are editing a film, it’s very helpful to be able to try out different pieces of music to see how they work with the scene…Well, with a little more care and thought, these temporary tracks can become the final score.” Norths Score wurde in den Anvil Studios in London bis 1980 aufbewahrt, bis diese ihre Tore schlossen und die Aufnahmen vernichtet wurden. Nur Norths Familie hatte für eine Weile ein paar Tapes übrig, bis der Score 1993 und vor einigen Jahren wieder neu aufgenommen wurde.

Mondo verleiht nun North seinen späten, aber verdienten Sieg und zeigt 2001 mit seinem originalen Score auf der Mondo-Con. Gleichzeitig wird die Filmmusik in dieser wunderbaren Verpackung, die als Monolith und Sternentor agiert, zum Verkauf angeboten. Großartig.

Hier noch die offizielle Pressemitteilung von Mondo sowie die Trackliste und drei Tracks zum Reinhören. (weiterlesen…)

Because the robots, the robots, the robots won’t love you anymore

Der wunderbare Jonathan Mann hat im Rahmen seines A Song A Day Projekts allen Filmrobotern eine ohrwurmigen Hymne gewidmet. Wie einer der Kommentatoren schreibt: “I fucking love the internet.”

Foals x Moon x Gravity

16 Sep, 2014 · Sascha · Film,Musik · 1 comment

Ist es anmaßend zu sagen, dass ich die gleiche Idee hatte? Ich habe ja auch produktives Interesse an diesen Mashup Videos und habe 2012 auch meinen Kinorückblick visuell festgehalten. Als großer Fans der Foals dachte ich mir letztens noch im Auto, als “Moon” über die Lautsprecher lief, dass das gut zu einem Space-Film passen würde, am besten wohl zu Gravity. Und schau an, keine Idee ist originell. Schön ausgearbeitet, besser als ich das wohl gemacht hätte.

Dass Markus Wiebusch von kettcar jetzt alleine Musik macht, hatte ich mitbekommen, aber dann irgendwie verpasst mal reinzuhören. Danke an Sebastian fürs Teilen. Gänsehaut! pixellove

Mein erstes Album

13 Sep, 2014 · Sascha · Featured,Musik,Personal · 0 comments

René hat gerade diese Live-Version von Blurs “Song 2″ gepostet und mich gut 16 Jahre zurückgeworfen. Danke dafür, Digga. “Song 2″ ist zwar ein Track, den ich immer wieder gerne in geregelten Abständen höre und dazu abfeier, aber er markiert für mich auch so wirklich die persönliche Entdeckung von Musik.

If you wanna be my lover

Bis so zum Ende der Grundschule konnte ich nämlich nie wirklich etwas mit Musik anfangen und fand die Spice Girls Kostümierung der Schulkameradinnen zu Fasching total befremdlich. Ich erinnere mich noch ganz genau daran, als ich im reifen Alter von 9, ein Alter in dem man oft Kluges sagt und nachhaltig korrekte Aussagen trifft, auf die Frage meiner Lehrerin, ob ich die Spice Girls toll finde, sagte: “Ich kann mit Musik einfach nicht viel anfangen. Vielleicht ist das einfach nichts für mich.” (Den Spice Girls Film fand ich trotzdem irgendwie cool damals.)

It wasn’t easy / But nothing is

Irgendwann Mitte 1998 dann spielte ich auf der N64 zum ersten Mal Fifa98 und dann ertönte Blurs “Song 2″. Ich weiß noch ganz genau, dass ich mich jedes Mal ärgerte, als der Song vorzeitig abgebrochen wurde vom Intro. Ich wollte den zu Ende hören, du dummes Spiel! Aber wie? Es war 1998, ich war 11 und es gab kein Internet, zumindest für mich noch nicht. Ich kannte auch keinen, der mir “fifa 98 intro song” bei AltaVista hätte ergooglen können (Comedy, people. You’re welcome!) und somit war ich aufgeschmissen. Der beste Song meines bisherigen Lebens und ich konnte ihn nicht mal ganz hören oder herausfinden von wem er stammt. Der doofe ProMarkt in meiner Kleinstadt hätte Blur sowieso nicht im Angebot gehabt.

It’s a sweet sensation

Fast Forward three years. Es ist 2001, irgendein Freitag Abend wie heute, es zappe in eine dieser beliebigen Top 100 Shows auf MTV hinein und auf einmal fliegt da Blur durch mein Kinderzimmer. Während des Videos kam keine Anzeige von Künstler und Song, weshalb ich schon feiernd den Sender verfluchte, aber danach kam der VJ ins Bild und meinte, dass das Blur mit “Song 2″ waren und Damon Albarn jetzt auch Musik mit seiner neuen Band, den Gorillaz, macht. Und dann spielten sie “Clint Eastwood”. Es war um mich geschehen. Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad in die Welt hinaus, kaufte mir Gorillaz, malte das Logo auf meinen Schulordner und hörte in meinem Baumhaus hinter unserem Garten eines der besten und abwechslungsreichsten Alben überhaupt. Danke Damon, dass du meinen Geschmack gerettet hast.

Anmerkung: Gorillaz war in der Tat nicht mein “erstes erstes” Album, sondern davor gab es irgendwie Schlümpfe Parodien oder Bravo Hits, blablabla. Gorillaz war das erste Album, das ich nicht geschenkt bekam. Gorillaz war das erste Album, das ich haben wollte und wofür ich in einen Laden ging und es mir von meinem eigenen Geld kaufte.

Letzte Woche wurde die Vermutung leider traurige Gewissheit: Die Zero G Sex Geckos der russischen Raumfahrtbehörde sind leider erfroren. Last Week Tonight Host John Oliver hatte sich zuvor stark für die Rettung der wuschigen Reptilien eingesetzt und ist jetzt verständlicherweise extrem traurig. Daher widmet er den fünf mutigen Viehchen ein absolut großartiges und bewegendes Abschiedskonzert, das beweist, wieso John Oliver gerade der geilste Typ im Fernsehen ist.