Als Kinder der Neunziger habe ich eine sehr lange und liebevolle Verbindung zu Nintendo, doch in den letzten Jahren hat eben genau diese Beziehung stark gelitten. Keines der Produkte vom japanischen Hersteller kann mich so wirklich überzeugen und der letzte Kauf einer Konsole liegt nun bereits zehn Jahre zurück.

Heute stellte man die neue Konsole namens Nintendo Switch vor, auf der auch das viel umworbene neue Zelda-Spiel laufen wird. Was wir sehen, ist quasi eine PS Vita Pro. Die Konsole kann sowohl zu Hause aufgebaut, aber auch mit ein paar kurzen Handgriffen und einem kleinen Bildschirm mobil gemacht werden. Diese Wandlungsfähigkeit sieht interessant aus und spricht mich ehrlich gesagt an.

Jedoch habe ich ein gewaltiges Problem mit dieser Vorstellung im Video. Ja, im Fokus steht die neue Konsole, aber was wird im Video gezeigt? Der neue Zelda-Titel, der seit Jahren verschoben und verschoben wird. Von diesem Spiel habe ich schon so viel Gameplay und etliche andere Vorstellungen gesehen, dass ich schon jetzt müde bin. Ansonsten? Mario Kart, natürlich. Skyrim? Wirklich? SKYRIM? Ein sehr guter Spiel und eine gute Zusammenarbeit der beiden Firmen, zweifellos, aber das Spiel ist alt. Ebenso wurde bereits Splatoon im letzten Jahr veröffentlicht; hier wird das Spiel als der große eSports-Hit deklariert.

Ich bin auch die Ausreden ehrlich gesagt leid. Die großen Marken wie Mario oder Zelda sind für Nintendo natürlich ein Muss und sehr wertvoll und das Gameplay wird auch ganz sicher interessant sein, aber warum sehen diese Spiele so schlecht aus? Also, rein grafisch. Nintendo hängt aber nicht nur in dieser Hinsicht hinterher. Die Wii U konnte mich zu keinem Zeitpunkt überzeugen, dass sie einen Kauf wert ist. Auch weil es einfach nicht genug Spiele für die Konsole gibt. Und was macht Nintendo nun in diesem Video? Genau.

[Werbestimme] Kämpfe gegen den stärksten Gegner, den es gibt: Dich selbst! Dun dun dun!

Man stelle sich vor, David Bowman müsste vor seiner Wiedergeburt in 2001: A Space Odyssey erst noch gegen eine ganze Horde an Kopien von ihm selbst kämpfen, die Level um Level von seinen Fähigkeiten und Bewegungen lernen und sich anpassen an seinen Kampf- und Überlebensstil anpassen. Das Spiel Echo bietet genau diese Spieleerfahrung und der Name ist kein Witz, sondern äußerst passend. Die weibliche Spielfigur findet sich ungewollt in einem mysteriösen Palast im Weltall wieder, in dem sie auf computergenerierte Kopien von sich selbst trifft, die sie umbringen wollen und von ihr lernen. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Am Ende soll dann die Unsterblichkeit als Belohnung auf die Spielfigur warten.

Klingt ziemlich interessant und sieht vor allem auch jetzt schon gut aus. Inwiefern dieser Lernprozess aber tatsächlich individuell ist, wird man aber natürlich erst im fertigen Spiel herausfinden. Mehr zum Spiel vom Entwicklerstudio Ultra Ultra gibt es auf der offiziellen Website. Echo wird mit der Unreal Engine 4 erstellt und er scheint für PC und Next-Gen Konsolen. Einen Starttermin gibt es noch nicht.

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Noch ganze 31 Tage bis zum Ziel, doch das Videospiel Lost Ember hat bereits sein Ziel von 100.000 € auf Kickstarter erreicht. Das ist keine Überraschung. Ein kurzer Blick in das Promovideo des deutschen Entwicklerstudios Mooneye Studios erklärt schnell, wieso das Projekt so erfolgreich ist. Lost Ember ähnelt jüngsten Erfolgen wie Abzu oder den Spielen von thatgamecompany, Journey und Flower.

Als Wolf erkundet man eine magische versunkene Spielewelt, die vor langer Zeit untergegangen ist. Der Spieler muss das Geheimnis dieser Welt offenbaren und sich durch die Welt bewegen. Klingt zunächst nach einem Walking Simulator (Ich benutze das Wort nicht mit der abfälligen Konnotation wie viele andere) und sehr interessant. Die grafische Aufbereitung gefällt mir sehr und auch die Musik stimmt.

The gameplay in Lost Ember focuses on experiencing the world and the story from fascinating perspectives. Each animal you can play offers new possibilities and opportunities for breathtaking moments. Dive into deep waters, fly at lofty heights, dig underground as a mole or even climb steep cliffs with a mountain goat. We want players to move through our world in their own pace without interrupting their gameflow with combat, too hard puzzles or dying in general.

Das Spieleerlebnis steht selbst im Vordergrund, doch auch das Gameplay scheint interessant zu sein. So gestatten die magischen Fähigkeiten des Wolfes dem Spiel in jedes Tier zu schlüpfen, das er sieht. Das bedeutet also, dass man auch die Welt theoretisch aus der Luft oder im Wasser erkunden kann. Einen offiziellen Story-Teaser gibt es ebenfalls bereits.

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Lost Ember klingt genau nach der Sorte von Spiel, die ich in letzter Zeit am meisten genieße. Deshalb habe ich das Projekt auch unterstützt.

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Vor ein paar Monaten hatte Matt Vince diese fantastischen Fake-Poster für einen Zelda-Film im Stil von Studio Ghibli gemalt. Die Dinger gingen viral, auch ich habe sie hier irgendwo auf dem Blog and that was that. Dachte ich jedenfalls! Dieses großartige Hirngespinst hat Matt weitergesponnen und in einen Trailer verwandelt. Check it out!

Kann das bitte echt sein? Bitte? Wieso ist das nicht echt? Nintendo wird das Ding wahrscheinlich noch eher löschen als Matt Vince für dieses wunderschöne Video irgendwelche Kompensationen oder Kooperationen anzubieten. Ich habe auch nicht wirklich mehr zu sagen. Alles passt. Es ist einfach so wunderschön.

Zusammen mit Daniel habe ich bei einem neuen Format drüben bei Superlevel mitgewirkt, in dem Autoren erneut in Videoform über das Spiel, ihre Review und alles, das nicht darin Platz fand, sprechen können (wie zum Beispiel eine sehr tiefgehende, spoilerhafte Besprechung der durchdringenden Themen des Spiels, also Achtung: zuerst durchspielen!). Im Piloten ging es um meine Review zu Playdeads Inside, das ich schon jetzt zu meinen Lieblingsspielen des Jahres zählen kann.

Das ganze tun wir zum ersten, aber nicht zum letzten Mal und eröffnen damit ein neues Format auf Superlevel: Nachspiel. Inspiriert von Polygons Podcast Quality Control wollen wir hier zukünftig noch einmal über all das sprechen, was in der Textform eines Reviews keinen Platz gefunden hat. Und um den nötigen Kontext zum gesagten auch in Bildform zu liefern, findet das ganze auf YouTube statt.

Das Format ist auch als Podcast auf Soundcloud verfügbar. Wenn euch gefällt, was ihr seht, wäre es vielleicht ein Überlegung wert, Superlevel bei Patreon zu unterstützen.

Ich habe das Theater um den Release von No Man’s Sky mit großem Interesse verfolgt. Das Spiel schien wie für mich gemacht, aber ich war vorsichtig und wollte mich nicht von dem Hype (trotz des fantastischen Soundtracks von 65daysofstatic, der bereits eine Woche vorab veröffentlicht wurde) nicht einnehmen lassen.

Es sieht so aus, als hätte ich die richtige Entscheidung getroffen. Zum Hype um das Spiel hat Marcus bei Superlevel übrigens alles gesagt, was gesagt werden muss. Ich werde mir das Spiel wohl beim Steam Winter Sale dann wohl für einen annehmbaren Preis kaufen und dann die Galaxie genießen, in Ruhe, fernab von all dem Zank und mit realistischen Vorstellungen. Denn ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass No Man’s Sky auch ohne die erhofften Funktionen eine meditative und bereichernde Spieleerfahrung sein kann. Autor John Green war zumindest in seinem ersten Let’s Play dazu inspiriert worden, über den Sinn des Lebens zu philosophieren. Geht also.

Pokémon Go ist kein gutes Spiel. Das ist nicht schlimm, wenn auch etwas schade. Die Liste der Probleme ist lang. Damit sind nicht die Bugs gemeint, die das Spielvergnügen aktuell plagen. Es geht um grundlegende Designfehler in der aktuellen Version des Spiels.

Die Liste ist lang

So werden Spieler ab einem gewissen Level fast schon zum Kaufen von Items genötigt, da der Fortschritt sonst fast unmöglich ist. Weiterhin können Spieler aktuell Pokémon nicht miteinander tauschen. Die Kämpfe der Pokémon in den Arenen sind lächerlich, da man nur auf den Touchscreen hämmert und keine Attacken auswählen kann. Wilde Pokémon kann man nicht schwächen, sondern muss sie mit Beeren anlocken. Wer aufsteigen will, muss Pokémon fangen. So viele, wie möglich. Dann werden diese verschickt und man erhält Sternenstaub und Bonbons. Das Leveln der Pokémon, ein Prozess bei dem der Spieler eine tiefere Verbindung zu dem Tier formt, ist damit nicht existent.

Die Liste ist noch länger, aber ich ziehe hier mal einen Schlussstrich. Trotz alledem ist Pokémon Go ein Hit. Inzwischen flacht der Hype wieder etwas ab und nach nun genau fünf Wochen Spielzeit befinde ich mich an einem Punkt, an dem ich gerne ein Fazit ziehen würde. (weiterlesen…)

Das Nintendo Power Magazin habe ich natürlich nie gelesen, aber die Cover sind großartig und die gesamten Ausgaben wurden eingescannt. Erinnert mich sehr an meine geliebte N-Zone, von der ich auch vom Start an bis zu einem gewissen Zeitpunkt alle Ausgaben gesammelt habe. Blättert mal durch, da sind von wunderhübsch illustrierten Maps über komplette Vintage-Lösungsbücher und Oldschool-Werbeanzeigen bis hin zu Zelda Comics alles dabei.

Nintendo Power was a news and strategy magazine which was initially published in-house monthly by Nintendo of America, and later independently. In December 2007, Nintendo contracted publishing to Future US, the American subsidiary of British publisher Future. It was one of the longest running video game magazines in the United States and Canada, and was Nintendo’s official magazine in North America.