Fabu von Superlevel hat am Wochenende die Pilotfolge des Doomian Podcasts aufgenommen. Das Konzept ist recht selbsterklärend: Fabu mimt den Domian und redet mit “Anrufern” rund 10 Minuten lang über Videospiele und alles drum herum. Definitiv eine der coolsten Podcastideen der letzten Jahre. Sehr einfach, aber hoch spannend. Genau deshalb habe ich mich auch beim ersten Mal freiwillig als Testsubjekt gemeldet. Meinen Teil über Firewatch, in dem leider all die Spoilerdiskussionen gebleept wurden, kann man ganz am Ende hören.

Shownotes:
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Lasst euer Wochenende doch mit diesem neuen Video von Other Places über Firewatchs Shoshone National Forest in Videoform ausklingen. Olly Moss und Jane Ng haben hier im ersten Spiel von Campo Santo eine einzigartige und wunderschöne Welt erstellt, die es wert ist, in der Reihe von Other Places aufzutauchen. Die Serie kann man übrigens auf Patreon unterstützen.

Und wenn wir gerade bei Firewatch sind: Grob die Hälfte des Entwicklerteams, bestehend aus Sean Vanaman (writer, lead designer), Jane Ng (environment/lighting), Chris Remo (composer, Musik ist hier erhältlich) und Jake Rodkin (creative director) schaute bei IGN vorbei und hat einen neunzigminütigen Spoilercast aufgenommen.

Dabei werden nicht nur einige Geheimnisse, Alternativen beim Ende oder Einblicke in die Entwicklung des Spiels preisgegeben, sondern die Entwickler überraschen sich gegenseitig mit vielen eingebauten Details und übernehmen in dem Interview sowieso recht schnell das Wort. Was für eine charmante Truppe. (weiterlesen…)

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Das großartige Spiel Firewatch drückt einem nach gut einer Stunde des Wanderns eine Kamera in die Hand. Die Geschichte findet im Jahr 1989 statt, weshalb es sich um eine analoge Kamera handelt. Es wird also mehr Sorgfältigkeit bei der Auswahl der Motive verlangt als der moderne Spieler gewohnt ist. Insgesamt 18 Fotos kann man damit schießen, die man am Ende nicht nur in den Credits noch einmal schön vorgeführt bekommt, sondern über einen Service von Panic Inc. sogar tatsächlich ausdrucken kann. Dafür werden gerade einmal $15 verlangt, der Versand ist kostenlos.

Was für eine tolle Aktion in unserer digitalen Zeit! Ich hatte ohnehin vor, Firewatch noch einmal durchzuspielen. Nicht nur, weil das Game von Campo Santo eine ganz besondere Spieleerfahrung bietet. Sondern auch weil Herumwandern und Photos in einem US-amerikanischen Nationalpark zu meinen Lieblingsaktivitäten überhaupt gehört und mir kein anderes Spiel diese Möglichkeit bietet. Ich werde da bald noch einmal mit ganz anderen Augen durch die Spielewelt wandern.

Hier kann man meine Bilder sehen. Eine ausführliche Review kommt im Laufe der nächsten Woche. Firewatch ist erhältlich für PC und PS4.

Kitty wants to play Firewatch

08 Feb, 2016 · Sascha · Games · 1 comment

I FEEL YOU KITTY! NOCH EINMAL SCHLAFEN!

Pixel heart 1988
Gallery1988

Die Gallery1988 hat am Wochenende ein paar ziemlich hübsche Pixelherzen aus Holz ausgestellt. Viele unterschiedliche Künstler bekamen alle das ein und selbe 30×30 cm größe Pixelherz aus Holz als Grundlage und malten darauf ihre Lieblingsmotive aus Videospielen. Warum auch nicht? Von den über hundert pixellove gefällt mir zwar nur gerade einmal eine Handvoll, aber die hier haben es schon in sich (auch sich?). Schade, dass die Teile mal wieder viel zu teuer sind.

Der 50. Superbowl findet zwar erst in zwei Wochen statt (!), aber die ersten TV Spots finden jetzt schon ihren Weg ins Netz. So auch dieser Hype-Trailer von Nintendo zum 20. Geburtstag von Pokémon. Keine Angst, so alt seid ihr alle noch nicht, denn hier wird die Erstveröffentlichung in Japan (Rote und grüne Edition, 27. Februar 1996) gefeiert. Der Trailer hypet mich persönlich schon sehr, obwohl ich seit Jahren keinen Titel mehr gespielt habe. Ich freue mich jedoch extrem auf Pokémon Go. Ich kann daher auch nicht verstehen, wieso man diesen Werbespot nicht nutzt, um für den kommenden Titel zu werben. Was ich mir auch noch gewünscht hätte: Der Papa hätte ruhig auch “We can do that” sagen können, um den wachsenden Generationsaspekt der Spieleserie zu betonen. Aber was man macht nicht alles für die Kinder…

Oxenfree Review

25 Jan, 2016 · Sascha · Games,Review,Sponsored · 3 comments

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Es ist kein Wunder, dass Comic-Größe Robert Kirkman mit seiner Produktionsfirma Skybound bereits an einer Film- bzw. Serienadaption von Oxenfree arbeitet. Das erste Spiel aus dem Hause von Nightschool Studio, das sich aus Disney und Telltale Alumni zusammensetzt, mutet nicht wie ein gewöhnliches Spiel an, sondern überzeugt durch eine überraschend dichte Erzählung sowie komplexe Figuren und Beziehungen.

Oxenfree erhält seinen Namen aus einem Kinderspruch (“olly olle oxen free”), der am Ende eines Versteckspiel gerufen wird. Alle, die sich bis zu dem Zeitpunkt erfolgreich verstecken konnten, sind erlöst und können rauskommen. Der etwas umständlich wirkende Name passt daher aber perfekt zu der Geschichte um eine Gruppe Jugendlicher, die am letzten Tag des Schuljahres auf eine berühmt-berüchtigte Insel fahren, um dort Party zu machen – und auf etwas Übernatürliches stoßen.

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Das Abenteuergenre hatte in den letzten Jahren ein längst überfälliges Revival erlebt. Allen voran die Entwickler von Telltale Games war dafür mit verantwortlich. Dank ehemaligen Mitarbeitern Telltales startet das Adventure-Gaming-Jahr nun mit Oxenfree besonders stark.

Spieler_innen schlüpfen in die Rolle von Alex, einer jungen Schülerin, die sich mit ihrem Stiefbruder Jonas, ihrem Jugendfreund Ren sowie ihren zwei Mitschülerinnen, Clarissa und Nona, auf einer verlassenen Insel trifft. Kurz vor Sonnenuntergang fährt die letzte Fähre die Gruppe zur Insel, wo fortan am Strand eine Party mit Alkohol, Drogen und Lagerfeuer beginnt.

Das Setting wäre der perfekte Ansatz für einen Slasherfilm, doch das ist nicht das einzige Klischee bzw. der alleinige stereotypische Hergang, den das Spiel gekonnt umschifft. An Blut, Horror oder Amnesia-esken Jump-Scares ist Oxenfree gar nicht interessiert (wobei letztere schon vorhanden sind und mir beim Durchspielen in der Nacht tatsächlich eine starke Reaktion abverlangten).

Stattdessen spielt die Geschichte und das Gameplay mit der Entdeckung der anderen Figuren und des Unheimlichen, das durch leise und visuell gezielte Momente dem Spieler eine anhaltende Angst bzw. ein Gefühl des Unbehagens eintreiben will. So hat die Protagonistin Alex ein Radio, das – nachdem die Gruppe zufällig etwas Übernatürliches geweckt hat – unheimliche Frequenzen und gequälte Töne abfangen kann. Hinzu kommen visuelle Anomalien und Erscheinungen, die tatsächlich wesentlich unheimlicher und länger wirken, als ein beliebiger Jump-Scare. (weiterlesen…)

Liebe Videospiele,

ich muss mich bei euch entschuldigen. Dieses Jahr haben wir aus diversen Gründen irgendwie nicht so richtig zueinander gefunden. Entweder lag es daran, dass ich erst jetzt zu Weihnachten die Möglichkeit habe, einige von euch zu spielen (PS4). Oder es ist der Zeit geschuldet, denn der Tag hat auch bei mir nur 24 Stunden und eine Folge Master of None ist kürzer und bequemer geguckt als eine Spielsitzung Anno 2205. Während ich also sehr viel Zeit für andere Medien hatte, seid ihr mir ein wenig zu kurz gekommen. Das machen wir im nächsten Jahr etwas anders, hoffe ich.

Euer Sascha
xoxo

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10. Downwell

Kaum ein anderes Spiel hat mich in diesem Jahr persönlich so herausgefordert wie Downwell. Das Spiel ist sehr direkt und schnörkellos: Man fällt tatsächlich als nicht näher definierte Spielfigur im Pixellook einen bodenlosen Brunnen hinunter. Dabei begegnet man Kanten und schwebenden Ebenen, auf den man sich ausruhen kann – und Gegner, die einen berühren und töten wollen. Man wehrt sich gegen sie, in dem man nach unten schießt und neue Waffenmodifikationen aufnimmt. Das ist alles.

Downwell ist insofern fast der Zwilling zu DoodleJump; nur, dass es nach unten statt nach oben geht. Da das Spielprinzip sehr einfach zu beherrschen, aber schwer zu meistern ist, habe ich mich richtig in diesen Welten mit Geistern und Unterwasserlevels verloren. Der hohe Wiederspielwert rührt auch daher, dass es scheinbar so einfach ist, nach unten zu kommen. Wenn die Figur stirbt, gibt man sich selbst und der eigenen Ungeschicklichkeit die Schuld, niemals dem Spiel. Downwell wird mich noch einige Zeit ins neue Jahr begleiten. (weiterlesen…)