Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

Theonemanny auf Twitch ist das Highlight meines Wochenendes. Der Typ spielt super beschissen CS:GO, aber das spielt keine Rolle, denn er macht so ziemlich die beste Show unter allen Streamern. Mit dem FaceRig-Programm (erhältlich auf Steam und so etwas wie die Snapchat-Filter in gut) sowie einem DJ singt und tanzt er maskiert als Shiba Inu vergnügt zu Musik während des Spielens. Das ist ziemlich dumm, aber auch wiederum unglaublich lustig. Try not laugh. (weiterlesen…)

Red Dead Redemption 2 Trailer

20 Oct, 2016 · Sascha · Games · 0 comments

Nach Jahren der Gerüchte und den letzten Tagen des Hypes ist nun also endlich der erste Trailer zum dritten Teil der Red Dead Reihe veröffentlicht worden. Dieser Teil trägt den Titel Red Dead Redemption 2 – eine komische Wahl. Geht es hier um den Wiedererkennungswert der Marke oder handelt es sich um ein Sequel mit James Marsdens Sohn? Der Trailer gibt noch keinen Aufschluss darüber.

Rockstar gewährt dagegen eher einen atemberaubenden Einblick in die riesige und abwechslungsreiche Spielwelt. Ich muss gestehen, dass mich dieser Trailer nicht umhaut. Auch grafisch sieht das eher nach dem aus, was man von Rockstar erwarten konnte. Bisher wurde der Titel nur für die PlayStation 4 angekündigt. Eine PC-Version halte ich jedoch dieses Mal, wohl wieder mit einiger Verzögerung, für sehr wahrscheinlich.

Rockstar wird, wenn der Titel nächstes Jahr im Herbst veröffentlicht wird, etwas mehr als sechs Jahre an Red Dead Redemption 2 gearbeitet haben. Dass Entwickler so viel Zeit in ein Spiel investieren, ist eine Seltenheit. Die Erwartungen sind also hoch gesteckt. Aus diesem Grund bin ich von diesem ersten Trailer ein wenig enttäuscht und gleichermaßen faszniert. Die Natur sieht großartig aus, der Rest befindet sich wohl noch in Arbeit. Aber gerade die Herstellung einer dichten Atmosphäre dieser gefährlichen, weiten Wildnis war im Vorgänger enorm wichtig und erfolgreich; deshalb hat Rockstar schon jetzt gewonnen.

Developed by the creators of Grand Theft Auto V and Red Dead Redemption, Red Dead Redemption 2 is an epic tale of life in America’s unforgiving heartland. The game’s vast and atmospheric world will also provide the foundation for a brand new online multiplayer experience.

Red Dead Redemption bietete schon 2010 einen kaum bespielten Online-Modus. Nach dem phänomenalen Erfolg von GTA Online dürfte sich dies ändern.

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Am Rande: Mich nerven die jetzt schon entstandenen Thinkpieces über das Teaser-Photo der Gang, das – Huch! – keine Frau zeigt. Der Trailer klärt das nicht auf, aber diese Truppe kann doch auch sehr gut einfach nur aus den Bösewichten bestehen, während man selbst vielleicht eine Tochter auf einer Farm spielt, die von diesen Plünderern überfallen wird. Anschließend begibt sie sich auf eine Reise der Rache, um ein Mitglied nach dem anderen zur Strecke zu bringen. Will sagen: Wir wissen noch nichts. Mehrere spielbare Hauptfiguren wie in GTA V sind sehr wahrscheinlich. Dass Rockstar sich selbst so einen Shitstorm einlädt, halte ich für unwahrscheinlich. Immer langsam mit jungen Pferden!

Als Kinder der Neunziger habe ich eine sehr lange und liebevolle Verbindung zu Nintendo, doch in den letzten Jahren hat eben genau diese Beziehung stark gelitten. Keines der Produkte vom japanischen Hersteller kann mich so wirklich überzeugen und der letzte Kauf einer Konsole liegt nun bereits zehn Jahre zurück.

Heute stellte man die neue Konsole namens Nintendo Switch vor, auf der auch das viel umworbene neue Zelda-Spiel laufen wird. Was wir sehen, ist quasi eine PS Vita Pro. Die Konsole kann sowohl zu Hause aufgebaut, aber auch mit ein paar kurzen Handgriffen und einem kleinen Bildschirm mobil gemacht werden. Diese Wandlungsfähigkeit sieht interessant aus und spricht mich ehrlich gesagt an.

Jedoch habe ich ein gewaltiges Problem mit dieser Vorstellung im Video. Ja, im Fokus steht die neue Konsole, aber was wird im Video gezeigt? Der neue Zelda-Titel, der seit Jahren verschoben und verschoben wird. Von diesem Spiel habe ich schon so viel Gameplay und etliche andere Vorstellungen gesehen, dass ich schon jetzt müde bin. Ansonsten? Mario Kart, natürlich. Skyrim? Wirklich? SKYRIM? Ein sehr guter Spiel und eine gute Zusammenarbeit der beiden Firmen, zweifellos, aber das Spiel ist alt. Ebenso wurde bereits Splatoon im letzten Jahr veröffentlicht; hier wird das Spiel als der große eSports-Hit deklariert.

Ich bin auch die Ausreden ehrlich gesagt leid. Die großen Marken wie Mario oder Zelda sind für Nintendo natürlich ein Muss und sehr wertvoll und das Gameplay wird auch ganz sicher interessant sein, aber warum sehen diese Spiele so schlecht aus? Also, rein grafisch. Nintendo hängt aber nicht nur in dieser Hinsicht hinterher. Die Wii U konnte mich zu keinem Zeitpunkt überzeugen, dass sie einen Kauf wert ist. Auch weil es einfach nicht genug Spiele für die Konsole gibt. Und was macht Nintendo nun in diesem Video? Genau.

[Werbestimme] Kämpfe gegen den stärksten Gegner, den es gibt: Dich selbst! Dun dun dun!

Man stelle sich vor, David Bowman müsste vor seiner Wiedergeburt in 2001: A Space Odyssey erst noch gegen eine ganze Horde an Kopien von ihm selbst kämpfen, die Level um Level von seinen Fähigkeiten und Bewegungen lernen und sich anpassen an seinen Kampf- und Überlebensstil anpassen. Das Spiel Echo bietet genau diese Spieleerfahrung und der Name ist kein Witz, sondern äußerst passend. Die weibliche Spielfigur findet sich ungewollt in einem mysteriösen Palast im Weltall wieder, in dem sie auf computergenerierte Kopien von sich selbst trifft, die sie umbringen wollen und von ihr lernen. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Am Ende soll dann die Unsterblichkeit als Belohnung auf die Spielfigur warten.

Klingt ziemlich interessant und sieht vor allem auch jetzt schon gut aus. Inwiefern dieser Lernprozess aber tatsächlich individuell ist, wird man aber natürlich erst im fertigen Spiel herausfinden. Mehr zum Spiel vom Entwicklerstudio Ultra Ultra gibt es auf der offiziellen Website. Echo wird mit der Unreal Engine 4 erstellt und er scheint für PC und Next-Gen Konsolen. Einen Starttermin gibt es noch nicht.

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Noch ganze 31 Tage bis zum Ziel, doch das Videospiel Lost Ember hat bereits sein Ziel von 100.000 € auf Kickstarter erreicht. Das ist keine Überraschung. Ein kurzer Blick in das Promovideo des deutschen Entwicklerstudios Mooneye Studios erklärt schnell, wieso das Projekt so erfolgreich ist. Lost Ember ähnelt jüngsten Erfolgen wie Abzu oder den Spielen von thatgamecompany, Journey und Flower.

Als Wolf erkundet man eine magische versunkene Spielewelt, die vor langer Zeit untergegangen ist. Der Spieler muss das Geheimnis dieser Welt offenbaren und sich durch die Welt bewegen. Klingt zunächst nach einem Walking Simulator (Ich benutze das Wort nicht mit der abfälligen Konnotation wie viele andere) und sehr interessant. Die grafische Aufbereitung gefällt mir sehr und auch die Musik stimmt.

The gameplay in Lost Ember focuses on experiencing the world and the story from fascinating perspectives. Each animal you can play offers new possibilities and opportunities for breathtaking moments. Dive into deep waters, fly at lofty heights, dig underground as a mole or even climb steep cliffs with a mountain goat. We want players to move through our world in their own pace without interrupting their gameflow with combat, too hard puzzles or dying in general.

Das Spieleerlebnis steht selbst im Vordergrund, doch auch das Gameplay scheint interessant zu sein. So gestatten die magischen Fähigkeiten des Wolfes dem Spiel in jedes Tier zu schlüpfen, das er sieht. Das bedeutet also, dass man auch die Welt theoretisch aus der Luft oder im Wasser erkunden kann. Einen offiziellen Story-Teaser gibt es ebenfalls bereits.

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Lost Ember klingt genau nach der Sorte von Spiel, die ich in letzter Zeit am meisten genieße. Deshalb habe ich das Projekt auch unterstützt.

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Vor ein paar Monaten hatte Matt Vince diese fantastischen Fake-Poster für einen Zelda-Film im Stil von Studio Ghibli gemalt. Die Dinger gingen viral, auch ich habe sie hier irgendwo auf dem Blog and that was that. Dachte ich jedenfalls! Dieses großartige Hirngespinst hat Matt weitergesponnen und in einen Trailer verwandelt. Check it out!

Kann das bitte echt sein? Bitte? Wieso ist das nicht echt? Nintendo wird das Ding wahrscheinlich noch eher löschen als Matt Vince für dieses wunderschöne Video irgendwelche Kompensationen oder Kooperationen anzubieten. Ich habe auch nicht wirklich mehr zu sagen. Alles passt. Es ist einfach so wunderschön.

Zusammen mit Daniel habe ich bei einem neuen Format drüben bei Superlevel mitgewirkt, in dem Autoren erneut in Videoform über das Spiel, ihre Review und alles, das nicht darin Platz fand, sprechen können (wie zum Beispiel eine sehr tiefgehende, spoilerhafte Besprechung der durchdringenden Themen des Spiels, also Achtung: zuerst durchspielen!). Im Piloten ging es um meine Review zu Playdeads Inside, das ich schon jetzt zu meinen Lieblingsspielen des Jahres zählen kann.

Das ganze tun wir zum ersten, aber nicht zum letzten Mal und eröffnen damit ein neues Format auf Superlevel: Nachspiel. Inspiriert von Polygons Podcast Quality Control wollen wir hier zukünftig noch einmal über all das sprechen, was in der Textform eines Reviews keinen Platz gefunden hat. Und um den nötigen Kontext zum gesagten auch in Bildform zu liefern, findet das ganze auf YouTube statt.

Das Format ist auch als Podcast auf Soundcloud verfügbar. Wenn euch gefällt, was ihr seht, wäre es vielleicht ein Überlegung wert, Superlevel bei Patreon zu unterstützen.