The Last Guardian bietet einige der größten und gleichzeitg auch frustrierendsten Momente, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Die Beziehung, die ich zu dem neuen Titel von Fumito Uedas Team Ico (bzw. später genDESIGN) entwickelte, erinnerte mich an eine kränkelnde Liebesbeziehung, in der beide Paare wirklich verzweifelt versuchen, zueinander zu finden, um am Ende doch festzustellen, dass es langfristig nichts wird – egal, wie aufregend, schön oder beeindruckend die gemeinsamen Momente miteinander sein können.

Der erste Eindruck ist jedoch der von Verwunderung. Die Trailer zu Project Ico bzw. The Last Guardian haben fast ein ganzes Jahrzehnt auf dem Buckel. Die ersten Minuten innerhalb der Welt von The Last Guardian wirken jedoch vertraut. Wenig hat sich von der ersten Vision verändert, lediglich die Grafik wirkt geupdatet, wie eine Remastered Version eines jahrealten Fiebertraums. In The Last Guardian spielt man einen namenlosen Jungen, der sich mit Hilfe eines Fabelwesens namens Trico durch eine große, umrandete Ruinenstadt nach oben navigieren muss, in der Hoffnung zu entkommen.

Die Beziehung, die der Spieler dabei zu Trico aufbaut, ist der selling point des Spiels. Es ist nicht unbedingt schwer, zu beschreiben oder zu erklären, wieso diese tierische Kreation durch Team Ico ein solcher Geniestreich ist. Sie aber wirklich vollends zu verstehen, verlangt eine eigene Spielerfahrung. Aber ich versuche es trotzdem. (weiterlesen…)

Ich erinnere mich noch recht klar an einen Schulausflug in der zwölften Klassen. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen hatte ich mich für einen Vormittag an der Universität Kaiserslautern angemeldet, der uns Schülern den Alltag eines Studenten näherbringen sollte. Ich erinnere mich, dass der Tag und die Planung relativ chaotisch waren, wir Schüler wurden relativ lieblos auf dem Campus abgeliefert und mussten uns fortan schnell selbst orientieren. Ich weiß noch, dass ich mich fürchterlich in einem Statistik-Seminar langweilte und eine Vorlesung über Mathe frühzeitig verließ.

Aber ich weiß auch, dass ich durch einen Zufall in einem Saal landete, in dem ein Professor Virtual Reality vorstellte. Das war ungefähr im Jahr 2005/2006, als VR noch recht unsexy war. Ich war trotzdem happy, dass ich endlich von all den Zahlen erlöst wurde und mich in eine andere Welt flüchten konnte. Die Welt war aber ebenso karg wie mein erster Eindruck der Universität. Genau wie in den Achtzigern wurde ich durch pinke, bläuliche Räume gefahren, in denen mich eine Frau mit gefühlt drölf Polygonen begrüßte.

Damals lamentierte der Professor den Zustand von VR. Eigentlich habe sich seit den Neunzigern und Achtzigern nicht wirklich viel verändert. Die Technik ist gleich geblieben, die Anwendungen begrenzt. Etwas mehr als zehn Jahre später sitze ich auf der Couch eines Freundes und spiele die Star Wars Battlefront VR Mission, in der ich mich durch ein Asteroidenfeld bewegen muss und einzelne große Brocken vom Himmel schieße, um Jyn Erso aus den Händen des Imperiums zu befreien. (weiterlesen…)

Im mystischen Jahr 2007, als World of Warcraft noch so richtig boomte, wollte Goldman-Sachs ein Stück des Gold-Farming-Kuchens abhaben und investierte rund 60 Millionen US-Dollar in die Firma Internet Gaming Entertainment, die damals jedoch verklagt wurde und sich in Affinity Media umbenannte. Die Story kommt via Wired, die bereits damals den Fall coverten. Was jedoch erst heute wichtig wird: Steve Bannon agierte als CEO bis er 2012 zu Breitbart stieß. Ja, richtig: Der wichtigste Berater des wichtigsten Mannes der Welt hat vor nur etwas mehr als vier Jahren versucht, WoW-Spielern Gold zu verkaufen. topkek

Real-Life Battlefront Gameplay

15 Jan, 2017 · Sascha · Games · 2 comments

Wow. (via)

Die SweetFX-Modifikation ermöglicht unter anderem das Hinzufügen von Effekten wie Enhanced Subpixel Morphological Antialiasing (SMAA). Außerdem lassen sich die Texturen schärfer einstellen und Änderungen an Farben, Gammawerten und weiteren Einstellungen vornehmen. Die Version 1.5.1 des Programms steht zum kostenlosen Download bereit.

Ich habe seit ungefähr 2002 nichts mit mehr mit Nintendo am Hut und beobachte die Entwicklung des Konzerns hier seit Jahren mit viel Zynismus und Enttäuschung. Nach diesem Trailer habe ich mir aber sofort die Nintendo Switch vorbestellt. Ich bin wieder elf Jahre alt. Danke, Nintendo!

Hier übrigens ein Präsentationsvideo der ziemlich beeindruckenden Features des dämlich betitelten “Joycon”-Controllers. (weiterlesen…)


Redditor Lacey_Rosehips hat ein paar Skyrim-Mods installiert, die in Verbindung mit den Kräften des Dragonborn einem modernen Jedi Knight Titel ziemlich nahekommen. Die aktuelle Veröffentlichungsstrategie von Lucasfilm erfreut mich, da es keine schwachen Tie-ins mehr gibt und man sich stattdessen auf cleveren DLC in gut produzierten, eigenständigen Titeln konzentriert, wie jetzt bei Battlefront geschehen.

Trotzdem ist es schade, dass in den letzten 4 Jahren, seitdem Disney die Lizenz hat, reizende Ideen eher abgeschossen werden, als dass sie gefördert werden. Der einzige, bekannte Lichtblick stellt im Moment das Action-Adventure Spiel von Visceral Games dar, über das noch bisher so gut wie nichts bekannt ist. Wie wäre es denn mit einem neuen Jedi Knight Spiel? Oder auch vielleicht auch nur einer HD-Restauration? Bei diesen kleinen Gifs läuft mir nämlich sofort das Wasser im Mund zusammen. DICE zeigte mit Battlefront eindrucksvoll, dass man grafisch wunderschöne Spiele in der weit, weit entfernten Galaxie entstehen lassen kann. Jetzt wäre es nur schön, wenn man auch eine Geschichte in ihr erzählen würde.


Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

Theonemanny auf Twitch ist das Highlight meines Wochenendes. Der Typ spielt super beschissen CS:GO, aber das spielt keine Rolle, denn er macht so ziemlich die beste Show unter allen Streamern. Mit dem FaceRig-Programm (erhältlich auf Steam und so etwas wie die Snapchat-Filter in gut) sowie einem DJ singt und tanzt er maskiert als Shiba Inu vergnügt zu Musik während des Spielens. Das ist ziemlich dumm, aber auch wiederum unglaublich lustig. Try not laugh. (weiterlesen…)