Ich erinnere mich noch recht klar an einen Schulausflug in der zwölften Klassen. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen hatte ich mich für einen Vormittag an der Universität Kaiserslautern angemeldet, der uns Schülern den Alltag eines Studenten näherbringen sollte. Ich erinnere mich, dass der Tag und die Planung relativ chaotisch waren, wir Schüler wurden relativ lieblos auf dem Campus abgeliefert und mussten uns fortan schnell selbst orientieren. Ich weiß noch, dass ich mich fürchterlich in einem Statistik-Seminar langweilte und eine Vorlesung über Mathe frühzeitig verließ.

Aber ich weiß auch, dass ich durch einen Zufall in einem Saal landete, in dem ein Professor Virtual Reality vorstellte. Das war ungefähr im Jahr 2005/2006, als VR noch recht unsexy war. Ich war trotzdem happy, dass ich endlich von all den Zahlen erlöst wurde und mich in eine andere Welt flüchten konnte. Die Welt war aber ebenso karg wie mein erster Eindruck der Universität. Genau wie in den Achtzigern wurde ich durch pinke, bläuliche Räume gefahren, in denen mich eine Frau mit gefühlt drölf Polygonen begrüßte.

Damals lamentierte der Professor den Zustand von VR. Eigentlich habe sich seit den Neunzigern und Achtzigern nicht wirklich viel verändert. Die Technik ist gleich geblieben, die Anwendungen begrenzt. Etwas mehr als zehn Jahre später sitze ich auf der Couch eines Freundes und spiele die Star Wars Battlefront VR Mission, in der ich mich durch ein Asteroidenfeld bewegen muss und einzelne große Brocken vom Himmel schieße, um Jyn Erso aus den Händen des Imperiums zu befreien. (weiterlesen…)

Im mystischen Jahr 2007, als World of Warcraft noch so richtig boomte, wollte Goldman-Sachs ein Stück des Gold-Farming-Kuchens abhaben und investierte rund 60 Millionen US-Dollar in die Firma Internet Gaming Entertainment, die damals jedoch verklagt wurde und sich in Affinity Media umbenannte. Die Story kommt via Wired, die bereits damals den Fall coverten. Was jedoch erst heute wichtig wird: Steve Bannon agierte als CEO bis er 2012 zu Breitbart stieß. Ja, richtig: Der wichtigste Berater des wichtigsten Mannes der Welt hat vor nur etwas mehr als vier Jahren versucht, WoW-Spielern Gold zu verkaufen. topkek

Real-Life Battlefront Gameplay

15 Jan, 2017 · Sascha · Games · 2 comments

Wow. (via)

Die SweetFX-Modifikation ermöglicht unter anderem das Hinzufügen von Effekten wie Enhanced Subpixel Morphological Antialiasing (SMAA). Außerdem lassen sich die Texturen schärfer einstellen und Änderungen an Farben, Gammawerten und weiteren Einstellungen vornehmen. Die Version 1.5.1 des Programms steht zum kostenlosen Download bereit.

Ich habe seit ungefähr 2002 nichts mit mehr mit Nintendo am Hut und beobachte die Entwicklung des Konzerns hier seit Jahren mit viel Zynismus und Enttäuschung. Nach diesem Trailer habe ich mir aber sofort die Nintendo Switch vorbestellt. Ich bin wieder elf Jahre alt. Danke, Nintendo!

Hier übrigens ein Präsentationsvideo der ziemlich beeindruckenden Features des dämlich betitelten “Joycon”-Controllers. (weiterlesen…)


Redditor Lacey_Rosehips hat ein paar Skyrim-Mods installiert, die in Verbindung mit den Kräften des Dragonborn einem modernen Jedi Knight Titel ziemlich nahekommen. Die aktuelle Veröffentlichungsstrategie von Lucasfilm erfreut mich, da es keine schwachen Tie-ins mehr gibt und man sich stattdessen auf cleveren DLC in gut produzierten, eigenständigen Titeln konzentriert, wie jetzt bei Battlefront geschehen.

Trotzdem ist es schade, dass in den letzten 4 Jahren, seitdem Disney die Lizenz hat, reizende Ideen eher abgeschossen werden, als dass sie gefördert werden. Der einzige, bekannte Lichtblick stellt im Moment das Action-Adventure Spiel von Visceral Games dar, über das noch bisher so gut wie nichts bekannt ist. Wie wäre es denn mit einem neuen Jedi Knight Spiel? Oder auch vielleicht auch nur einer HD-Restauration? Bei diesen kleinen Gifs läuft mir nämlich sofort das Wasser im Mund zusammen. DICE zeigte mit Battlefront eindrucksvoll, dass man grafisch wunderschöne Spiele in der weit, weit entfernten Galaxie entstehen lassen kann. Jetzt wäre es nur schön, wenn man auch eine Geschichte in ihr erzählen würde.


Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

Theonemanny auf Twitch ist das Highlight meines Wochenendes. Der Typ spielt super beschissen CS:GO, aber das spielt keine Rolle, denn er macht so ziemlich die beste Show unter allen Streamern. Mit dem FaceRig-Programm (erhältlich auf Steam und so etwas wie die Snapchat-Filter in gut) sowie einem DJ singt und tanzt er maskiert als Shiba Inu vergnügt zu Musik während des Spielens. Das ist ziemlich dumm, aber auch wiederum unglaublich lustig. Try not laugh. (weiterlesen…)

Red Dead Redemption 2 Trailer

20 Oct, 2016 · Sascha · Games · 0 comments

Nach Jahren der Gerüchte und den letzten Tagen des Hypes ist nun also endlich der erste Trailer zum dritten Teil der Red Dead Reihe veröffentlicht worden. Dieser Teil trägt den Titel Red Dead Redemption 2 – eine komische Wahl. Geht es hier um den Wiedererkennungswert der Marke oder handelt es sich um ein Sequel mit James Marsdens Sohn? Der Trailer gibt noch keinen Aufschluss darüber.

Rockstar gewährt dagegen eher einen atemberaubenden Einblick in die riesige und abwechslungsreiche Spielwelt. Ich muss gestehen, dass mich dieser Trailer nicht umhaut. Auch grafisch sieht das eher nach dem aus, was man von Rockstar erwarten konnte. Bisher wurde der Titel nur für die PlayStation 4 angekündigt. Eine PC-Version halte ich jedoch dieses Mal, wohl wieder mit einiger Verzögerung, für sehr wahrscheinlich.

Rockstar wird, wenn der Titel nächstes Jahr im Herbst veröffentlicht wird, etwas mehr als sechs Jahre an Red Dead Redemption 2 gearbeitet haben. Dass Entwickler so viel Zeit in ein Spiel investieren, ist eine Seltenheit. Die Erwartungen sind also hoch gesteckt. Aus diesem Grund bin ich von diesem ersten Trailer ein wenig enttäuscht und gleichermaßen faszniert. Die Natur sieht großartig aus, der Rest befindet sich wohl noch in Arbeit. Aber gerade die Herstellung einer dichten Atmosphäre dieser gefährlichen, weiten Wildnis war im Vorgänger enorm wichtig und erfolgreich; deshalb hat Rockstar schon jetzt gewonnen.

Developed by the creators of Grand Theft Auto V and Red Dead Redemption, Red Dead Redemption 2 is an epic tale of life in America’s unforgiving heartland. The game’s vast and atmospheric world will also provide the foundation for a brand new online multiplayer experience.

Red Dead Redemption bietete schon 2010 einen kaum bespielten Online-Modus. Nach dem phänomenalen Erfolg von GTA Online dürfte sich dies ändern.

red-dead-redemption-2

Am Rande: Mich nerven die jetzt schon entstandenen Thinkpieces über das Teaser-Photo der Gang, das – Huch! – keine Frau zeigt. Der Trailer klärt das nicht auf, aber diese Truppe kann doch auch sehr gut einfach nur aus den Bösewichten bestehen, während man selbst vielleicht eine Tochter auf einer Farm spielt, die von diesen Plünderern überfallen wird. Anschließend begibt sie sich auf eine Reise der Rache, um ein Mitglied nach dem anderen zur Strecke zu bringen. Will sagen: Wir wissen noch nichts. Mehrere spielbare Hauptfiguren wie in GTA V sind sehr wahrscheinlich. Dass Rockstar sich selbst so einen Shitstorm einlädt, halte ich für unwahrscheinlich. Immer langsam mit jungen Pferden!