Das erste DLC zu Battlefield 1 steht für Premium-Spieler am 14. März und für alle anderen am 29. März bereit. In “They Shall Not Pass” kann man dann endlich Franzosen spielen, sich auf zwei neuen Operations-Missionen über das fehlende Teamplay der Mitspieler ärgern, den neuen Modus Frontlines ausprobieren und sich an vielen neuen Waffen, Vehikel, Karten und Behemoths erfreuen. Ganz besonders freue ich mich auf die Map, in der der Wald in Flammen steht.

Ich spiele “They Shall Not Pass” bereits seit grob einer Woche auf dem Community Test Environment an und es gefällt mir durchaus sehr gut. Eine wirkliche Einschätzung der Karten ist aktuell sehr schwierig, da sie nur im Eroberungsmodus spielbar sind und sich im Vanilla-Game diverse Karten je nach Modus dramatisch anders spielen lassen. Abwarten.

Im letzten Jahr hatte ich ganz erschrocken festgestellt, dass ich sehr viele Videospieltitel verpasst hatte und gar keine richtig gute Liste an Spielen vorweisen konnte. Die Games-Sektion des Blogs hatte ich ebenfalls ignoriert. Daher kommt meine Liste der besten Videospiele des Jahres 2016 etwas verspätet, da ich einfach noch ein paar Sachen nachholen musste, bevor ich die Top 10 aufsetze. Darüber hinaus habe ich einige Reviews verfasst, u.a. auch bei Superlevel, auf die ich sehr stolz bin. Insgesamt war das echt ein verdammt tolles Gamingjahr und ich hoffe, dass es 2017 so weitergeht.

10. Battlefield 1

Ich hatte meine Bedenken, was den neuen FPS-Shooter von DICE angeht. Als Spieler der ersten Stunde und vielen Jahren im eSport konnte ich nicht drum herum zu erkennen, dass Battlefield 1 mit der Rückkehr zu den Weltkriegen und der realistischen Grafik eventuell auf ein moralisches Problem zusteuert. Und dann hat DICE diese tolle Kampagne gemacht, die die Bedenken in Luft auflöste. Das Spiel beginnt mit einer der beeindruckendsten Szenen in einer Singleplayer-Kampagne überhaupt: Ich sterbe, immer und immer wieder. Doch das Spiel geht weiter. Eindrucksvoll wird die brutale Gleichgültigkeit des Kriegs dargestellt. Trotzdem gibt es natürlich den Online-Modus, der von den meisten Spielern genutzt wird. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die Spieler unverändert aus dem Singleplayer in den Multiplayer wechseln. Insofern hat DICE genau den Mittelweg gefunden, den ich mir gewünscht habe.

Spielerisch hat man ebenfalls mit den Operations einen neuen Modus gefunden, der das sonst chaotische Gameplay zu mehr teamorientierten Ansätzen zwingt und somit jahrzehntelange Problem vom Tisch fegt. Die alten Modi sind immer noch da, die Flugzeuge sind jetzt nicht berauschend und es fehlen die schönen Levolutions aus Battlefield 4. Insgesamt aber bleibt unter dem Strich der beste Shooter des Jahres zurück. Aspekte wie das Sounddesign oder die Grafik werden inzwischen einfach akzeptiert, oft kommentarlos einfach zurückgelassen in Reviews, weil DICE Jahr für Jahr abliefert.

9. Clustertruck

Das Spielprinzip ist ganz einfach: The floor is lava und die einzige Möglichkeit, das Ziel zu erreichen, ist über die Anhänger von fahrenden LKWs zu springen. Problem: Es gibt viele Hindernisse und noch mehr LKWs, es kommt zum titelgegebenden clusterfuck. Das Ganze spielt sich dann so ein bisschen wie die Szene auf dem Highway in Matrix Reloaded, in der Morpheus den Schlüsselmacher retten will – mit der Besonderheit, dass Morpheus stirbt. Oft. Clustertruck hat das vielleicht spaßigste Gameplay, das ich in dem vergangenen Jahr erleben durfte. Gleichermaßen ist das Spiel enorm herausfordernd und der Map-Creator bietet endlosen Spaß für ganz wenig Geld. (weiterlesen…)

The Last Guardian bietet einige der größten und gleichzeitg auch frustrierendsten Momente, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Die Beziehung, die ich zu dem neuen Titel von Fumito Uedas Team Ico (bzw. später genDESIGN) entwickelte, erinnerte mich an eine kränkelnde Liebesbeziehung, in der beide Paare wirklich verzweifelt versuchen, zueinander zu finden, um am Ende doch festzustellen, dass es langfristig nichts wird – egal, wie aufregend, schön oder beeindruckend die gemeinsamen Momente miteinander sein können.

Der erste Eindruck ist jedoch der von Verwunderung. Die Trailer zu Project Ico bzw. The Last Guardian haben fast ein ganzes Jahrzehnt auf dem Buckel. Die ersten Minuten innerhalb der Welt von The Last Guardian wirken jedoch vertraut. Wenig hat sich von der ersten Vision verändert, lediglich die Grafik wirkt geupdatet, wie eine Remastered Version eines jahrealten Fiebertraums. In The Last Guardian spielt man einen namenlosen Jungen, der sich mit Hilfe eines Fabelwesens namens Trico durch eine große, umrandete Ruinenstadt nach oben navigieren muss, in der Hoffnung zu entkommen.

Die Beziehung, die der Spieler dabei zu Trico aufbaut, ist der selling point des Spiels. Es ist nicht unbedingt schwer, zu beschreiben oder zu erklären, wieso diese tierische Kreation durch Team Ico ein solcher Geniestreich ist. Sie aber wirklich vollends zu verstehen, verlangt eine eigene Spielerfahrung. Aber ich versuche es trotzdem. (weiterlesen…)

Ich erinnere mich noch recht klar an einen Schulausflug in der zwölften Klassen. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen hatte ich mich für einen Vormittag an der Universität Kaiserslautern angemeldet, der uns Schülern den Alltag eines Studenten näherbringen sollte. Ich erinnere mich, dass der Tag und die Planung relativ chaotisch waren, wir Schüler wurden relativ lieblos auf dem Campus abgeliefert und mussten uns fortan schnell selbst orientieren. Ich weiß noch, dass ich mich fürchterlich in einem Statistik-Seminar langweilte und eine Vorlesung über Mathe frühzeitig verließ.

Aber ich weiß auch, dass ich durch einen Zufall in einem Saal landete, in dem ein Professor Virtual Reality vorstellte. Das war ungefähr im Jahr 2005/2006, als VR noch recht unsexy war. Ich war trotzdem happy, dass ich endlich von all den Zahlen erlöst wurde und mich in eine andere Welt flüchten konnte. Die Welt war aber ebenso karg wie mein erster Eindruck der Universität. Genau wie in den Achtzigern wurde ich durch pinke, bläuliche Räume gefahren, in denen mich eine Frau mit gefühlt drölf Polygonen begrüßte.

Damals lamentierte der Professor den Zustand von VR. Eigentlich habe sich seit den Neunzigern und Achtzigern nicht wirklich viel verändert. Die Technik ist gleich geblieben, die Anwendungen begrenzt. Etwas mehr als zehn Jahre später sitze ich auf der Couch eines Freundes und spiele die Star Wars Battlefront VR Mission, in der ich mich durch ein Asteroidenfeld bewegen muss und einzelne große Brocken vom Himmel schieße, um Jyn Erso aus den Händen des Imperiums zu befreien. (weiterlesen…)

Im mystischen Jahr 2007, als World of Warcraft noch so richtig boomte, wollte Goldman-Sachs ein Stück des Gold-Farming-Kuchens abhaben und investierte rund 60 Millionen US-Dollar in die Firma Internet Gaming Entertainment, die damals jedoch verklagt wurde und sich in Affinity Media umbenannte. Die Story kommt via Wired, die bereits damals den Fall coverten. Was jedoch erst heute wichtig wird: Steve Bannon agierte als CEO bis er 2012 zu Breitbart stieß. Ja, richtig: Der wichtigste Berater des wichtigsten Mannes der Welt hat vor nur etwas mehr als vier Jahren versucht, WoW-Spielern Gold zu verkaufen. topkek

Real-Life Battlefront Gameplay

15 Jan, 2017 · Sascha · Games · 2 comments

Wow. (via)

Die SweetFX-Modifikation ermöglicht unter anderem das Hinzufügen von Effekten wie Enhanced Subpixel Morphological Antialiasing (SMAA). Außerdem lassen sich die Texturen schärfer einstellen und Änderungen an Farben, Gammawerten und weiteren Einstellungen vornehmen. Die Version 1.5.1 des Programms steht zum kostenlosen Download bereit.

Ich habe seit ungefähr 2002 nichts mit mehr mit Nintendo am Hut und beobachte die Entwicklung des Konzerns hier seit Jahren mit viel Zynismus und Enttäuschung. Nach diesem Trailer habe ich mir aber sofort die Nintendo Switch vorbestellt. Ich bin wieder elf Jahre alt. Danke, Nintendo!

Hier übrigens ein Präsentationsvideo der ziemlich beeindruckenden Features des dämlich betitelten “Joycon”-Controllers. (weiterlesen…)


Redditor Lacey_Rosehips hat ein paar Skyrim-Mods installiert, die in Verbindung mit den Kräften des Dragonborn einem modernen Jedi Knight Titel ziemlich nahekommen. Die aktuelle Veröffentlichungsstrategie von Lucasfilm erfreut mich, da es keine schwachen Tie-ins mehr gibt und man sich stattdessen auf cleveren DLC in gut produzierten, eigenständigen Titeln konzentriert, wie jetzt bei Battlefront geschehen.

Trotzdem ist es schade, dass in den letzten 4 Jahren, seitdem Disney die Lizenz hat, reizende Ideen eher abgeschossen werden, als dass sie gefördert werden. Der einzige, bekannte Lichtblick stellt im Moment das Action-Adventure Spiel von Visceral Games dar, über das noch bisher so gut wie nichts bekannt ist. Wie wäre es denn mit einem neuen Jedi Knight Spiel? Oder auch vielleicht auch nur einer HD-Restauration? Bei diesen kleinen Gifs läuft mir nämlich sofort das Wasser im Mund zusammen. DICE zeigte mit Battlefront eindrucksvoll, dass man grafisch wunderschöne Spiele in der weit, weit entfernten Galaxie entstehen lassen kann. Jetzt wäre es nur schön, wenn man auch eine Geschichte in ihr erzählen würde.