Die besten Filmmomente 2016

05 Mar, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Bevor ich meine Lieblingsfilme des Jahres aufliste, zunächst noch hier die besten Momente. Manchmal hat ein Film einen wirklich tollen Moment, der aber ansonsten ziemlich alleine dasteht. Dennoch soll das gewürdigt werden. Daher hier meine Highlights:

Star Trek – Sabotage

Manche fanden das ziemlich albern, für mich aber das Highlight des besten Sommerblockbusters 2016.

10 Cloverfield Lane – “Oh, come on!”

Den Clip kann ich leider nicht im Internet finden (komisch, weil der Film ja doch schon recht beliebt war), aber der Moment als Michelle auf das Autodach steigt, über die Felder schaut und man selbst kurz seinen Augen nicht traut, als dort ein UFO fliegt, war einfach grandios. Der Film ist ein Thriller, bei dem man sich nie sicher ist, was jetzt stimmt. Es ist ein Hin und Her, man schwankt und weiß nicht, worauf man sich verlassen kann. Und dann macht der Film einfach alles: Ja, Goodman ist verrückt. Ja, Goodman ist ein Vergewaltiger. Ja, Goodman ist ein Mörder. Und scheiße ja, da sind Aliens. “Oh, come on!” ist da die genau richtige, sympathische Reaktion, die uns ins Finale des Films leitet.

The Witch – Wouldst thou like to live deliciously?

Aus den YouTube-Kommentaren:

“Answer to me, Black Philip”
me: Nah that goat won’t speak
“What you want”
me: BITCH WHAT THE FUCK

Das ist auch so ziemlich der Grund, weshalb ich das Ende so sehr mag. It just goes there.

Arrival – On the Nature of Daylight (weiterlesen…)

Zack Prewitts Video-Essay über Hayao Miyazakis Faszination vom Fliegen für Fandor (super Streaming-Service für Indie-Filme und älteres Zeug übrigens) fängt für mich gut die Dichotomie von Miyazakis Träumen perfekt ein. Das Motiv von Fliegern und Menschen, die durch die Lüfte sausen, durchdringt das Werk das japanischen Altmeisters und ist in seiner Schönheit durchaus nachzuvollziehen, aber seine geliebten Wunderwerke der Technik werden eben nicht immer nur für friedliche Zwecke verwendet.

Daher war ich auch etwas enttäuscht von The Wind Rises, ein nahezu perfekter Animationsfilm, der die Sinne berauscht, aber die ultimativen Konsequenzen der Arbeit der Hauptfigur zwar nicht verschweigt, aber auch nicht deutlich genug adressiert. Miyazaki, ganz wie sein Idol Jiro Horikoshi, mag Pazifist sein; den Terror der Flugzeuge jedoch zu verschweigen fand ich moralisch schwierig. Was Miyazaki aber als Mensch eben nicht weniger interessant macht, wie das Video-Essay beweist. (via)

Übrigens ist The Wind Rises wahrscheinlich doch nicht Miyazakis letzter Film. Studio Ghibli hat seine Rückkehr für einen finalen Film angekündigt. Darauf freue ich als Fan der Filme der Produktionsstube sehr, wobei jedoch der beste Studio Ghibli Film gar kein Animations-, sondern ein Dokumentarfilm ist.

ROGUE ONE Featurettes

02 Mar, 2017 · Sascha · Film · 0 comments


Disney

Um die Wartezeit zur Heimkinoveröffentlichung von Rogue One zu verkürzen, habe ich hier einmal alle Featurettes und kleinen Videos zusammengefasst, die man so auf den Special Features einer Blu-Ray finden dürfte. Es geht um Waffen, Kostüme, Kreaturen, Kostüme und das CGI hinter Tarkin, Leia und der Schlacht um Scarif.

Hier übrigens die sehr vielversprechende Liste an zusätzlichen Inhalten, die wir ab dem Verkaufsstart am 4. Mai (May the Fourth Be with You!) anglotzen dürfen.

– A Rogue Idea – Hear how ILM’s John Knoll came up with the movie’s concept – and why it’s the right film to launch the Star Wars stand-alone films.
– Jyn: The Rebel – Get to know Rogue One’s defiant, resourceful survivor, and hear what it was like for Felicity Jones to bring her to life onscreen.
– Cassian: The Spy – Diego Luna shares insights into his complex, driven character, who becomes a hero through selflessness, perseverance and passion.
– K-2SO: The Droid – Explore the development of this reprogrammed Imperial droid, from initial pitch and character design through Alan Tudyk’s performance.
– Baze & Chirrut: Guardians of the Whills – Go deeper into the relationship between these two very different characters, with Chinese superstars Jiang Wen and Donnie Yen.
– Bodhi & Saw: The Pilot & The Revolutionary – Forest Whitaker and Riz Ahmed reflect on Saw Gerrera, the broken Rebel leader, and Bodhi Rook, the Imperial pilot who defects.
– The Empire – Meet a dangerous new Imperial adversary…and cross paths once more with the most iconic villain of all time.
– Visions of Hope: The Look of “Rogue One” – The filmmakers describe the challenges and thrills of developing a bold new look for the movie that can fit within the world of the original trilogy.
– The Princess & The Governor – See what it took to bring the vibrant young princess of “Star Wars: A New Hope” – as well as one of her most memorable foes – back to the screen.
– Epilogue: The Story Continues – Filmmakers and cast celebrate Rogue One’s premiere and look forward into the future, to the Star Wars stories yet to be told.
– Rogue Connections – Uncover Easter eggs and film facts hidden throughout the movie that connect “Rogue One” to the Star Wars universe.

Leider wird die erste Heimkinoversion ohne Deleted Scenes auskommen, was ziemlich ironisch ist, angesichts der Tatsache, dass man den halben Film neu gedreht hat. Disney ist da sehr geheimnisvoll, was bekannte Produktionsprobleme angeht. Das hat mich bereits bei der “Hach, ist das nicht alles toll”-BTS-Doku auf der The Force Awakens Blu-ray gestört, wo zum Beispiel mit keinem Wort der Produktionsstillstand durch Harrison Fords gebrochenen Fuß erwähnt wurde.

Randnotiz: Irgendwie sind die ganzen Featurettes schneller geschnitten, kürzer und allgemein irgendwie flashiger geworden. Klar, man muss mit dem ganzen Content und den aufmerksamkeitsarmen Menschen im Internet mithalten, aber ich erinnere mich gerne an die ehrlichen und ruhigen Making-Ofs von Lord of the Rings oder Episode I.

Spezialeffekte

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Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

Ich konnte mit der letzten Dokumentation aus dem Hause Brushfire Records nicht wirklich viel anfangen. Doch zum Verkaufsstarts der Tickets für die Sommertour von Musiker Jack Johnson wurde neben dem neuen Song Fragments auch die Doku komplett online gestellt, für die der Song geschrieben wurde.

In The Smog of The Sea geht Johnson mit bekannten Gesichtern aus seinem bisherigen Œuvre und einem Meeresbiologen auf Schifffahrt in den Atlantik, um dort die so genannten Plastikmüllflecken in den Ozeanen zu untersuchen. Ich hatte lange an den Mythos geglaubt, dass diese in etwa so wie eine Müllhalde im Wasser aussehen. In Wahrheit handelt es sich aber um billionenfache, klitzekleinen Plastikteilchen, die – wie der Titel schon verrät – unter der Oberfläche fast so etwas wie einen Smog kreieren. Während das Meer vom Schiff aus perfekt und blau in der Sonne erstrahlt, verheddern sich unter der Oberfläche Plastikteilchen mit Braunalgen oder werden von Fischen gefressen.

Die Doku ist ziemlich knapp, deckt aber in ihrer kurzen Laufzeit schön das Thema im Großen und Ganzen ab. Mir gefallen besonders die Kameraarbeit von Jack Johnson selbst, der neben seiner Profisurfer- und Musikkarriere auch Film studiert hat, sowie seine Ausführungen zu seiner spirituellen Verbundenheit dem Ozean gegenüber. Johnsons Musik ist in den letzten Jahren bei mir nicht mehr ganz so oft am laufen wie früher, aber er ist und bleibt einfach der realste Dude überhaupt.

100% of Jack Johnson’s 2008 tour profits were used to establish the Johnson Ohana Charitable Foundation, an endowment founded by Jack and Kim Johnson to support environmental, art and music education. Jack Johnson also donated 100% of his tour profits to charity from 2010 – 2013. As part of his 2014 From Here To Now To You World Tour, the Johnson Ohana Charitable Foundation offered direct and matching donations to All At Once Non-Profit Partners.

Okay, klar: Das ist ein guter Trailer. Trotz des bisher ausgezeichneten Marketings frage ich mich aber, ob Guardians of the Galaxy Vol. 2 der erste Marvel-Film sein wird, der den Sequel-Fluch des Studios brechen kann. Iron Man 2, Civil War, Age of Ultron – jeder Film, bei dem der gefeierte Regisseur eines Marvel-Erfolgs zurückkehrte, hat im Anschluss darauf versagt. Ob das James Gunn nun auch aus den diversen Gründen, die diese Filme plagten, passieren wird, kann ich nicht einschätzen. Dafür verfolge ich die diese Filme nicht aufmerksam genug. Aber es ist schon ein interessantes Phänomen. Vor einiger Zeit war sich Gunn nämlich nicht sicher, ob er einen dritten Film in der Produktionslinie Marvels machen möchte.

Aber ist auch nicht so wichtig. KURT RUSSELL!

Set to the backdrop of ‘Awesome Mixtape #2,’ Marvel’s Guardians of the Galaxy Vol. 2 continues the team’s adventures as they traverse the outer reaches of the cosmos. The Guardians must fight to keep their newfound family together as they unravel the mysteries of Peter Quill’s true parentage. Old foes become new allies and fan-favorite characters from the classic comics will come to our heroes’ aid as the Marvel cinematic universe continues to expand.

Steven Spielberg, Francis Ford Coppola, Guillermo del Toro, Paul Greengrass und Lawrence Kasdan mit der Unterstützung von Meryl Streep als Erzählstimme präsentieren in einer neuen Netflix-Seire die Weltkriegsarbeiten von Frank Capra, John Ford, John Huston, George Stevens und William Wyler. Die Serie wird sich den Dokumentarfilmen selbst widmen, aber auch verfolgen, wie die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs die Filmemacher und ihr Werk nachhaltig beeinflusst hat. Spielberg und der Zweite Weltkrieg ist immer interessant und zusätzlich wird Netflix noch einige der Dokumentarfilme von Ford, Wyler und Co. passend zum Start von Five Came Back am 31. März online stellen. Passt jetzt nicht unbedingt zum sonstigen Portfolio und dem stereotypisch wahrgenommen Netflix-Zuschauer, aber wenn das Streamingunternehmen seine Fühler ausstreckt, soll mir das recht sein.

In conjunction with the launch of Five Came Back, Netflix will also present 13 documentaries discussed in the series, including Ford’s The Battle of Midway, Wyler’s The Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress, Huston’s Report from the Aleutians, Capra’s The Battle of Russia, Stevens’ Nazi Concentration Camps, and Stuart Heisler’s The Negro Soldier.

La Flama Blanca vs. Xenomorphs – was könnte mein Herz mehr wollen? Der zweite und letzte Trailer, den ich für Alien: Covenant sehen werde, gefällt mir wesentlich besser als unsere erste Vorschau auf Scotts neuen Film, wo alles noch etwas zu formelhaft aussah. Klar, auch hier wird erneut eine Crew auf einem Planeten landen, Eier in einem Hufeisenraumschiff finden und dann von Monstern wegrennen, aber insgesamt wird der Film sich (und das wissen wir schließlich aus dem ersten Trailer) doch deutlich an Prometheus anlehnen.

Im Trailer sehen wir viele neue Szenen, die der geschulte Kinogänger leider viel zu leicht zu den jeweiligen Akten zuordnen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob dies daran liegt, dass die Alien-Formel inzwischen einfach ausgelutscht ist (Gott bewahre!) oder Fox einfach keine guten Trailer mehr schneiden kann. Bereits die Prometheus-Trailer, so sehr ich sie auch gefeiert habe, zeigten viel zu viel.

Fans, die mit Prometheus nichts anfangen konnten, werden hier bereits im Trailer mit jeder Menge Xenomorph-Action belohnt. Gleichzeitig aber handelt es sich um CGI-Aliens, die wohl keiner so richtig will. Die Nahkämpfe, sowieso die mit dem “neuen” weißen Xenomorph, bleiben aber wohl practical. Immerhin. Übrigens kichere ich gerade darüber, dass Ridley Scott Drachen ziemlich scheiße findet, hier seine Kreatur aber das Fliegen lernt.

Im Großen und Ganzen bleibt dies aber ein höchst hübscher Trailer für einen Film, der das Alien-Franchise zurück zu seinen Wurzeln führt. Ich finde das ein bisschen schade, denn ich hätte gerne den Ancient Alien Aspekt weiter verfolgt. Vielleicht findet dies abseits des hier angeteaseten Massakers auch noch mit David und Swan statt, aber insgesamt wirkt das alles ein wenig wie eine Kurzkorrektur; eine Reaktion auf die negativen Rückmeldungen einiger Fans.

Ridley Scott returns to the universe he created, with ALIEN: COVENANT, a new chapter in his groundbreaking ALIEN franchise. The crew of the colony ship Covenant, bound for a remote planet on the far side of the galaxy, discovers what they think is an uncharted paradise, but is actually a dark, dangerous world. When they uncover a threat beyond their imagination, they must attempt a harrowing escape.

Letzte Woche wurde übrigens bereits dieses hübsche “Viral” (wieso benutzt das Wort eigentlich keiner mehr?) veröffentlicht, in Anlehnung an die großartigen Prometheus-Clips, die einfach im Film oder eben dem Director’s Cut hätten enthalten sein müssen. In dem kleinen Clip sehen wir bereits James Franco als Captain der Covenant. Lange wird es ihn laut Gerüchten aber nicht dort halten.

Außerdem wird zum ersten Mal in der langen Filmreihe ein schwulen Pärchen gezeigt. Da es sich bei den Astronauten ausschließlich um Kolonialisten und Pärchen handelt, gab es große Fragezeichen bei einigen Fans. Ich finde die Debatte diskriminierend und konservativ (als ob man die hochqualifizierten Menschen nur auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Fortpflanzungsfähigkeit reduzieren könnte), aber insofern interessant, da Alien ohnehin schon immer stark sexuelle und insbesondere homosexuelle Bilder und Themen anschlug. Da kann Scott einiges mit machen.

Gleichzeitig könnte man auch direkt Diskriminierung am Arbeitsplatz ansprechen. Immerhin hat Weyland-Yutani dieses Pärchen ausgewählt, um dorthin zu reisen. Also wird an Charakter, Qualifikationen und vielleicht auch kulturelle Einflüsse gedacht, nicht nur um den reinen Fortpflanzungszweck. Anyway… dumme Debatte, passt aber sowieso gerade zur Zeit.