Vor dem Hintergrund der bisherigen Trailer ist das japansiche Poster für Kong: Skull Island leicht spoilerhaft, aber wen schert das schon? Da ist ein Baummonster auf er linken Seite zu sehen. Ich wiederhole: Ein. Baum. Monster.

Wow! WOW! LOOK AT THIS! A24 strikes again! Das ist wohl mit Abstand das beste Horrorfilmposter seit Jahren und vielleicht auch schon das beste Poster des Jahres. Mir fehlen ernsthaft die Worte. Ich will das eingerahmt hier irgendwo hängen haben.

Wer ein Haustier hat, weiß ganz genau wie komisch es ist, wenn ein Tier in die Ecke starrt, so als ob da tatsächlich etwas wäre. Und man weiß ja ganz genau, dass dort nichts ist. Dass dort nichts sein kann. Aber der starre Blick des Tieres ist trotzdem beängstigend, weil tief in uns drin natürlich die genetische Veranlagung dazu führt, dem Tier in solch einer Situation zu vertrauen. Schließlich hat die Aufmerksamkeit des besten Freundes des Menschen Leben gerettet.

Heute lebend wir alle sicher drinnen, aber im Wald kann ja tatsächlich etwas sein! Deshalb ist das Poster so toll! Ich liebe es, dass das Licht des Hauses gerade so bis zum Waldrand geht, bereits in A24s The Witch hat man so großartig mit genau diesem verebten Unbehagen bezüglich dieser Grenze gespielt. Die Leine des Hundes ist straff, als ob er in die Nacht hinaus bellt und die Körnung des Posters trägt zur angespannten Stimmung bei. So als ob jemand verzweifelt die Schärfe erhöht, nur um mehr zu sehen (Braucht man übrigens nicht, es gibt auf dem Poster sonst nichts zu sehen). Und wie toll ist das Spiel mit dem Titel des Films, dessen Darstellung fast so etwas wie eine emporragende Gestalt andeutet.

Okay, das Poster ist gut. Aber was ist mit dem Film? Krisha-Regisseur Trey Edward Shults hat das Drehbuch geschrieben und führte Regie, Hauptdarsteller ist Joel Edgerton, der seine Frau und seinen Sohn von einer boshaften, mysteriösen Präsenz beschützen muss, die die Familie genau vor ihrer Haustür terrorisiert. Wow, holy shit, ich kriege Gänsehaut, wenn ich mir das nur vorstelle.

It Comes At Night kommt bei uns demnächst weder bei Tag noch bei Nacht in die Kinos, in den USA hat der Film einen Kinostart für den 27. August angesetzt. Wir müssen uns also noch gedulden, aber vielleicht haben wir ja Glück und der Film findet einen Weg zum Fantasy Filmfest.

Ich bin laut Reddit übrigens nicht der einzige, der an das bekannte Bild mit dem Hund vor der offenen Tür von Dragan Bibi und eine Neil Gaiman Kurzgeschichte denken musste.

Wie in jedem Jahr hier eine Ansammlung der Superbowl TV-Spots und Trailer für zukünftige Filme. Vielleicht liegt es an dem unglaublich schlechten Kinosommer 2016, aber irgendwie sind die Spots nicht so lahm wie in nahezu jedem Jahr. Ich freue mich schon fast!

Ghost in the Shell

Ich bin immer noch voll on board in Sachen Ghost in the Shell mit Frau Johansson, gerade weil die Trailer und Spots so genial aussehen. Besonders diese riesigen Holoprojektionen, hier u.a. Kois, die um Gebäude fliegen, sind einfach richtig juicy. Wenn der Film doof wird, haben wir immer noch den Anime.

Stranger Things 2

Ich bin diese verdammte Show so fucking leid. Nicht nur, dass die Kinder natürlich in Ghostbusters-Kostümen in die Schule rennen, nein, sogar im Trailer wird bereits der Tür-Shot aus Close Encounters kopiert, für den ich ganz groß Liebe verspüre, da es meine erste Filmerinnerung überhaupt ist. Ich nehme das inzwischen richtig persönlich. Anschauen werde ich mir die Serie natürlich trotzdem, allen voran wegen dem angeteaseten Lovecraftian Horrormonster. Aber ich werde dabei sehr oft seufzen. JAWOHL, LAUT SEUFZEN! (weiterlesen…)

Ich halte Deadpool völlig überschätzt als Figur, ein eigentlich langweiliger Superheld für Mainstream-Comicfans, die mal über den Tellerrand schauen wollen und sich fortan als Comic-Experten schimpfen, weil sie Deadpool und Metawitzchen schnallen. Durchs Netz und die Meme-Fabrik denkt dazu nun jeder, dass Deadpool voll der Inside-Joke ist. Es gibt da so einen selbstgefälligen Aspekt unter den Fans der Figur, der mir sehr widerstrebt und ein häufiger Auslöser für Seufzer meinerseits ist.

Der Erfolg des Films hat mich jedoch überrascht. Die Leute mögen Deadpool offensichtlich. Okay. Ich habe mich nicht wirklich um Deadpool geschert. Mir war der Film egal. Das Nervigste war, für wie edgy der Film sich hielt, während er innerhalb den Konventionen des Genres operierte, die er angeblich so süffisant dekonstruierte. Das gleiche Phänomen ist jetzt wieder bei einer ironisch gemeinten, aber dann doch im Kern schon ehrlich gewollten Oscar/Awards-Kampagne des Films zu beobachten, die den Helden von seiner letzten Portion Coolness trennt.

Das einzig Interessante an Deadpool war vielleicht noch, wie er die X-Men behandelte. Einfach zwei Helden genommen, spielt keine Rolle, fertig. Wie der Film die Alltäglichkeit der Mutanten an Xaviers Schule darstellt, war unglaublich erfrischend. Welch Revolution, wenn es auch nur einmal nicht um die Rettung der Menschheit geht und nur ein einziger Held alleine durch einen Film schreitet.

Dies soll sich jetzt aber mit Deadpool 2 ändern. 20th Century Fox hat Blut gerochen. “It’ll be a solo movie. It’ll be populated with a lot of characters, but it is still Deadpool’s movie, this next one.”, sagt Drehbuchautor Rhett Reese. Cable, Domino, Colossus und Negasonic Teenage Warhead sind gesetzt, aber nach Deadpools angekündigtem Cameo in einer weiteren Produktion darf man wohl noch mehr erwarten. Dazu kehren bestimmt sein indischer Taxifahrer, sein bester Freund an der Bar und seine Freundin sicher zurück. Puh. Ganz schön viel. Kann vielleicht funktionieren, aber für mich klingt das alles eher so, als ob sich Fox nach dem Erfolg des ersten Films grinsend die Hände reibt und nun versucht, auf dem Rücken von Deadpool mehrere Franchises zu starten (mindestens mal X-Force). Nicht, dass das wirklich tragisch wäre oder eine Rolle spielt, aber es ist schon lustig, wie Fox einfach nichts dazulernt.

A24 steigt in das Abrams’sche Mystery Box Geschäft ein. Vor ein paar Tagen veröffentliche der Verleiher diesen Trailer für einen Film, aus dem ich nicht wirklich schlau werde. Science Fiction, Zukunft, Identitätswechsel, Gedächtnisupload in einen neuen Körper? Die Videobeschreibung hilft auch wenig, insofern dass nur “In our near future.” als Handlungszeit angegeben wird. Auf Twitter wird gemunkelt, dass der Trailer vielleicht Shane Carruths (Primer, Upstream Color) neuen Film Predicting The Future (Arbeitstitel?) umwerben könnte. Ich weiß es nicht, aber ich vertraue A24, die bis auf Kevin Smiths Tusk bisher noch keinen schlechten Film ins Kino gebracht haben.

Mein Weg zu Star Wars führte über Actionfiguren. Als großer Fan von Jurassic Park erzählte ich den Film in meinem Kinderfilm immer wieder mit den kleinen Nachbildungen von Alan Grant, Velociraptoren, usw. nach. Als mein Cousin mir dann Mitte der Neunziger einen Stormtrooper zeigte, war es um mich geschehen. Noch bevor ich die Filme zum ersten Mal sah, hatte ich meinen Obi-Wan in der Hand. Ein erster von vielen.

Nach dem Ende der Prequels und mit steigendem Alter verlor ich ein wenig das Interesse an diesem Hobby. Doch als The Force Awakens Star Wars groß neustarten sollte, war ich nur voll des Hypes für die Trailer, sondern auch für die kommenden Waves an Actionfiguren. Und dann das:

Meine Enttäuschung war groß. Ich kaufte mir keine einzige Figur (und nicht nur, weil der Film miserabel war). Aber ich konnte damit leben. Dennoch wunderte ich mich nicht nur über die fehlende Ähnlichkeit und offensichtliche Lieblosigkeit, die in die Produktion der traditionellen 3 3/4″ Figuren ging, sondern auch über die rückläufige Entwicklung der Artikulationspunkte und der allgemeinen Qualität.

Zwischen diesen beiden Figuren von Poe Dameron und Mara Jade liegen nur ein paar Jahre – wobei jedoch Dameron die neuere Figur ist. Was ist also passiert? Um das zu erörtern, habe ich mit Maik von Lost Boys World (Facebook, Twitter) gesprochen, einer Star Wars Fanseite mit dem Schwerpunkt auf Hasbro Artikeln.

PewPewPew: Lieber Maik, warum sollte man Star Wars Figuren sammeln?

LBW: Interessante Frage. Sollten man den generell Figuren sammeln? Ich sammle Star Wars Figuren, weil ich Fan der Star Wars Saga bin. Ich finde, es macht mehr Sinn Geld in ein “Spielzeug” zu investieren als in einen “Einarmigen Banditen” zu werfen. Nein, ohne Flachs. Ich sammle seit sehr langer Zeit und ich finde es toll die Charaktere zu sammeln, die ich eben noch im Film gesehen habe.

Dieses Gefühl kenne ich sehr gut. Zu Star Wars hat man noch eine stärkere Beziehung als Fan wahrscheinlich als noch zu anderen Filmen, aber so einen kleinen Teil von einem Film oder einer IP irgendwo rumstehen zu haben, kann ich gut nachvollziehen. Du sprichst jetzt von einer Invesitition in die Figuren. Heißt das, dass du nur bestimmte Figuren sammelst oder generell alles – und lohnt sich das überhaupt finanziell?

Ich persönlich gehöre zu den Sammlertyp, der nur kauft, was er wirklich mag. Das aber dann eventuell öfter; beispielsweise Trooper, da bin ich doch immer ein wenig ehrgeizig. Dann gibt es die sogenannten “Komplettsammler”, die alles einmal besitzen wollen. Und es gibt noch die Variantensammler, die neben verschiedenen Verpackungsversionen auch alle Varianten der Figur besitzen wollen.

Tatsächlich hat sich so eine kleine Gruppe an Sammlern gebildet, die Star Wars Merchandise als kleine Wertanlage sehen und dementsprechend Artikel kaufen und diese OVP irgendwo einlagern bis der Tag gekommen ist und sie mit einer Figur Millionen verdienen. Ich sag nur “Toy Hunter” lässt grüßen. Du erkennst meinen Sarkasmus, aber es ist wirklich so. Ich habe einen Bekannten, der mir sagt, dass ich verrückt bin, weil ich die 6 inch Figuren auspacke und für meine Seite bebildere. Die Figur wäre jetzt wertlos, sagt er. Dass ich das nur mache, um den ganzen OVP Sammlern zu zeigen was sie verpassen, realisiert er nicht. Ich will gar nicht sagen, dass es nicht diese wenigen Stücke gibt, die nur einen Produktionslauf haben, die tatsächlich seltener sind und einen hohen Preis erzielen könnten. Das ist aber die Ausnahme und kann an zwei Händen abgezählt werden.

Lohnt sich das Sammeln finanziell? Ich denke, dass jeder selbst entscheiden muss wieviel Star Wars im Monat drin ist. Man kann als Normalbürger nicht alle kaufen, auch weil fast alle Lizenznehmer in den letzten Jahren die Preise drastisch erhöht haben.

Das bedeutet also, dass deine Figuren nicht zum Wiederverkauf anbietest und kein Geschäft damit machen willst?

Da ich eine verhältnismäßig große Sammlung habe und mittlerweile auch sehe was ich behalten und ausstellen möchte, verkaufe ich tatsächlich Teile meiner Sammlung. Aber zum einem in sehr kleinen Rahmen und zum anderen am liebsten an Sammlerkollegen, damit diese ihre Wunschsammlung fertig bekommen. Da ich meistens einen ganzen Karton von allem kaufe, vertreibe ich natürlich auch die Reste, allerdings immer zum Einkaufspreis, weil ich nichts mit den “Scalpern” zu tun haben will und auch kein Händler bin.

Ich habe auch eine relativ größere Sammlung, auch wenn diese aus fast nur älteren Figuren besteht. Ich habe irgendwie vor ein paar Jahren aus diversen Gründen mit dem Kaufen von Star Wars Figuren aufgehört und auch nicht wieder angefangen. Welche Neuerungen, von denen ich wissen muss, habe ich verpasst?

Um das genau zu beantworten, müsste ich natürlich wissen, wann du aufgehört hast. Zum einen natürlich die Reduzierung der Artikulationspunkte. Es gab ja die Hochphase der maximal 14+ Artikulation und jetzt sind wir wieder bei 5 POA (Point of Articulation) angelangt. Das ist ein Streitthema, manchen gefällt es und anderen wiederum nicht. Die Fahrzeuge haben sich dahingehend verändert, dass die Skalierung sich verändert hat. Dafür sind jetzt seit der The Force Awakens Collection bei jedem Fahrzeug auch eine Figur dabei. Das ist eine gute Sache. Mit der Einführung der 6″ Line, gibt es auch wieder so viele exklusive Artikel, dass man leicht den Überblick verlieren könnte.

Genau das ist ein großer Kritikpunkt für mich. Aus meiner Sicht als Laie, der sich ab und zu früher Figuren ohne viel Hintergrundwissen kaufte, gab es auf einmal diese größeren 6″ Figuren, die an NECA erinnern, während die Artikulation der alten Figuren, wo man Armbeugen, Knie, Knöchel, etc. verbiegen konnte, plötzlich verschwand. Gerade als die Figuren zu der damals von mir hoch gehypeten Episode VII erschienen, bin ich fast umgefallen, weil die Figuren so schlecht aussahen. Kannst du die Entscheidung und die Änderung im Fokus von Hasbro erklären? Weißt du mehr? Und wie stehst du zu diesem Wechsel. Immerhin scheinen die traditionellen 3 3/4″ Figuren, mit denen Star Wars groß wurde, Hasbro nicht mehr groß genug zu sein. (weiterlesen…)

Meine Filmhighlights 2017

05 Jan, 2017 · Sascha · Film · 7 comments

15. Split (Start: 26. Januar 2017)

Ich liebe M. Night Shyamalan und werde all seine bisherigen Filme bis auf den Tod verteidigen. Split sieht ziemlich großartig aus, nicht nur wegen der Performance von James McAvoy. Shyamalan operiert am Besten, wenn er eine solide Idee nimmt und sie mit relativ begrenzten Mitteln oder in einem begrenzten Rahmen erzählt. Das scheint Split zu gelingen. Ich bin gespannt auf den Twist.

14. The Discovery (Start: unbekannt)

Charlie McDowell hat mich 2013 mit seinem Regiedebüt The One I Love ziemlich geflasht und, ohne mehr verraten zu wollen, zwei Genre vermischt, die sonst nicht wirklich gut miteinander funktionieren. Im Kern erörtete er Reaktionen auf eine übernatürliche Entwicklung innerhalb einer Beziehung und fragte, wie die Figuren darauf reagieren würden. Der Reiz bestand auch darin, dass man sich sehr leicht die Frage selbst stellen und zu überraschenden Antworten gelangen konnte. The Discovery hat eine ebenfalls übernatürliche Prämisse: Das Leben nach dem Tod wird wissenschaftlich bewiesen, was zu einer Welle an Selbstmorden führt. Der Film begleitet eine Truppe aus Lebenden (Rooney Mara, Jason Segel, Jesse Plemons, Riley Keough und Robert Redford) bei der Frage, ob sie sich nicht vielleicht doch umbringen sollten. Das klingt sehr spannend und könnte zu ebenfalls großartigen Resultaten wie The One I Love führen.

13. Song to Song (25. Mai 2017)

Der geheimnisumwitterte Film Song To Song wird uns Rooney Mara, Ryan Gosling, Michael Fassbender, Christian Bale, Cate Blanchett, Haley Bennett, Natalie Portman, Val Kilmer, Benicio Del Toro und Holly Hunter unter der Regie von Terrence Malick zeigen. Die Film wird anscheinend auf dem Austin City Limits Festival spielen, über die Geschichte ist nicht mehr bekannt. Die Red Hot Chili Peppers sollen aber auch mit dabei sein. Eyooo! Klingt alles ziemlich weird, aber da ich Malicks Filme liebe, werde ich auch hier bestimmt nicht enttäuscht werden; Emmanuel Lubezki übernimmt auch wieder die Kamera und er wird sicherlich erneut für himmlische Bilder sorgen, halleluja! Der Gegensatz aus ausgelassener Feierei bei Konzerten und Malicks christlich angehauchten Naturgemälden finde ich schon jetzt ziemlich spannend. (weiterlesen…)