Die Disney D23 Expo ist eine Fanmesse für die kommenden Filme des Mäuseunternehmens, die alle zwei Jahre stattfindet. Bei der Bandbreite und dem Aufgebot, das scheinbar von Jahr zu Jahr wächst, könnte man aber wohl bald auf einen jährlichen Rhythmus umschalten. Es gab viele Videos, Trailer und Neuigkeiten. Let’s jump right in.

Das Highlight war natürlich das jährliche Star Wars Behind-the-Scenes Video. Die bisherigen Videos, insbesondere das zu The Force Awakens, waren sehr erfolgreich und halfen einen Mythos um die Filmproduktion zu kreieren, während sich hinter den Kulissen eigentlich die Probleme häuften. Pewfreund Matthias hat auf Moviepilot eigentlich alles perfekt zusammengefasst, was man zu dem Video sagen könnte. Da ich neugierig war und bereits über ein paar Story Leaks Bescheid weiß, hat das Video für mich einen faden Beigeschmack; scheint es doch einige Gerüchte, von denen ich nicht unbedingt ein Fan bin, zu zementieren. Ich schließe weiterhin nicht aus, dass mich Rian Johnson mit The Last Jedi überraschen kann, aber ich sehe langsam rot was diese Trilogie angeht. Mal abwarten bis Dezember. (weiterlesen…)

A24 hat einen ersten Teaser Trailer zu The Disaster Artist veröffentlicht. Die gleichnamige Buchvorlage von Schauspieler Greg Sestero schildert die ulkigen Umstände beim Dreh der Filmlegende The Room. Ich bin mir sicher, dass Rogen, Franco und Co. aufrichtige Leidenschaft mitgebracht haben, um den Stoff in einen schönen Film zu verwandeln, aber hier sieht man es noch irgendwie nicht. Bei James Fancos Performance bin ich mir auch noch etwas unsicher. Trotzdem sind die ersten Reviews bisher aber voll des Lobes für den Film und so wie wir die bisherigen Projekte der Freunde kennen, wird es sicherlich eine herzenserwärmende Geschichte über schwierige Männerfreundschaften werden, die in einer liebevollen Umarmung enden.

Für mein Empfinden ist das ironische Abfeiern dieses Films inzwischen ein totes Meme, aber Rogen, Franco und Co. dürften da schon etwas Eigenständiges gemacht haben.

John Hughes’ Spiderman

16 Jul, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Nostalgie-Outrage steht hoch im Kurs und seit Robin Williams’ Tod ist die Unruhe um das langerwartete Jumanji Sequel/Reboot noch größer. Daher ist der Trailer zu dem Film mit The Rock, Jack Black, Kevin Hart und Karen Gillian eine willkommene Überraschung. Statt einer Wiederauflage des verstaubten Brettspiels aus dem durchaus düsteren Kinderfilm der Neunzigerjahre verwandeln sich in der scheinbaren Videospieladaption des Stoffes die Figuren Avatare.

Das Konzept ist ziemlich aufregend und einige Momente im Trailer brachten mich zum Schmunzeln, jedoch strotzt der Trailer aktuell nicht vor wiedererkennbaren Videospielmechaniken oder bekannten Referenzen. Einige der Einstellungen erinnern kurz an 2D-Kampfspiele und die Figuren haben leichte RPG-Elemente, aber der von Sony produzierte Film erinnert aktuell eher an die Pixels-Enttäuschung von vor ein paar Jahren. Das Potential ist jedoch vorhanden, was meine Vorfreude von 0% auf 5% hebt.

Zum Jaws-on-Water Event des Alamo Drafthouses, bei dem Kinogänger in Austin Der Weiße Hai auf einem See schwimmend schauen konnten, haut der Popkultur-Arm Mondo noch ein paar geile Sachen raus. Einmal wäre da die ziemlich schicke Vinyl-Platte des Scores von John Williams und dieses überaus hübsche Poster, beides gezeichnet vom Künstler Phantom City Creative, der bereits im letzten Jahr einen Print zu dem Event beisteuerte. Es gibt meiner Ansicht nach ja sowieso viel zu viele Prints zu Spielbergs Meisterwerk, aber die entsättigte Variante oben gefällt mir doch ziemlich gut.

Ach, Internet. Es war mal wieder ein Tag ohne große Nachrichten. Marvel hatte keine Trailer zu verkünden und selbst aus einer weit, weit entfernten Galaxie drangen keine neuen Informationen zu uns durch. Schade. Wie generiert man also Klicks, um die Miete zu bezahlen? Man zieht sich etwas aus den Fingern und spekuliert selbst bei der klarsten Sachlage überhaupt. Mit einem Fragezeichen im Titel lässt sich schließlich alles rechtfertigen.

So geschehen nachdem ein Trailer zur Rückkehr von Close Encounters in die Kinos zum 40. Jubiläum des Films im Internet auftauchte. Das Video hatte den Titel “This Means Something”, nach dem bekannten Zitat von Richard Dreyfuss’ Figur Roy. Was dies jedoch eigentlich bedeutete, war eigentlich klar.

Ich sah das Video bereits vor den vielen Artikel, wie zum Beispiel diesem Beitrag von Slashfilm, in dem munter über ein Sequel geschrieben wird. Immerhin kann man basierend auf der Idee von Night Skies sogar Bilder von Rick Baker einbauen und einige hundert Wörter posten. Google wird sich freuen!

Die Seite war sicherlich nicht alleine. Basierend auf dem “mysteriösen” Video kann man gut und gerne über Remakes (und dann natürlich eventuell direkt ein Hot Take zum Remake-Wahn Hollywoods einstreuen), Prequels oder Sequels spekulieren. “Würde es Sinn machen, wenn Roy nach all den Jahren zurückkehrt?” Blabla, alles dummer Quatsch, der sich auf das kleine Wörtchen “still” (engl. “noch”) im Titel der eingeblendeten Webseite am Ende des Videos stützt. Auf der Seite erkennt man schnell, dass sich die versprochenen “UFO-Updates” auf Heimkinoveröffentlichungen beschränken und es sich um kein cooles Viral-ARG handelt, das ein Sequel ankündigt. Das ist alles sehr schade, denn natürlich wird eher über den Sinn oder Unsinn von Remakes/Sequels gestritten als dass die mit modernen Grafiken wiederaufgelegte Szene aus dem Flugkontrollzentrum erwähnt wird.

Close Encounters hat einen festen Platz in meinem Herzen. Ich liebe Spielbergs Film über ein sanftmütiges Treffen von Menschen und Aliens über Sprache, Barrieren, Sprachbarrieren und das was uns vereint. Die Einstellung, als Barry in der Tür steht und die Aliens ihn entführen, ist meine erste Filmerinnerung überhaupt. Ich freue mich überaus auf die 4K-Heimkinoversion sowie eine kurze Rückkehr ins Kinos, aber ärgere mich über die dummen Mechanismen des modernen Filmjournalismus, deren Finanzierungsquellen solche Irreführungen scheinbar notwendig machen.

Foglä Penis Poster

03 Jul, 2017 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments


von Owley (Foglä Produktionsblog)

Können wir uns kurz einen Moment der Stille nehmen und in Ehrfurcht den Penis auf dem Poster zum Abschlussfilm meines Freundes Owley bestaunen? The balls on this guy!

Der Popkultur-Magnat Mondo hat gerade den Verkauf von T-Shirts, Pullis und einem Anstecker zu Stanley Kubricks Full Metal Jacket angekündigt und das erinnert mich daran, dass ich noch über diese glorreichen Werbevideos aus den Achtzigern bloggen wollte, die auf VHS-Kassetten mitgeliefert wurden und Anleitungen zur Bestellung von ähnlicher Bekleidung enthielten.

Heute geschieht der Kauf natürlich erheblich schneller. Ein Klick hier, kurz einloggen da und PayPal versucht den Rest sowieso auf nur noch einen letzten “One Touch” zu reduzieren. Diese kuriosen Videos beweisen, dass das früher ein viel aufwendigerer Prozess war. Ich kenne das noch aus den Massenbestellungen meiner Schulklasse aus dem EMP Magazin, diese Videos lösen jedoch durch den Sprecher und den zusätzlichen Zeitdruck kleine Stressanfälle aus.

Aber nachdem man mit Stift, Papier und Taschenrechner vor dem Fernseher saß, eifrig zuhörte, alles zusammenrechnete und abschickte, sah man natürlich auch besser aus als heute. Das muss man dazu wissen.

“Watch and Wear” merchandise promo that could be found on the original Lorimar Home Entertainment’s VHS release similar to ones found on other genre-related releases in the late 80’s. Uploaded for pop culture archival purposes without monetary gain. No rights implied or given…

From 1988. Rare “Watch and Wear” merchandise promo found on the original Lorimar Home Entertainment’s VHS release similar to ones found on other genre-related releases in the late 80’s. Uploaded for pop culture archival purposes without monetary gain.