Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

Ich konnte mit der letzten Dokumentation aus dem Hause Brushfire Records nicht wirklich viel anfangen. Doch zum Verkaufsstarts der Tickets für die Sommertour von Musiker Jack Johnson wurde neben dem neuen Song Fragments auch die Doku komplett online gestellt, für die der Song geschrieben wurde.

In The Smog of The Sea geht Johnson mit bekannten Gesichtern aus seinem bisherigen Œuvre und einem Meeresbiologen auf Schifffahrt in den Atlantik, um dort die so genannten Plastikmüllflecken in den Ozeanen zu untersuchen. Ich hatte lange an den Mythos geglaubt, dass diese in etwa so wie eine Müllhalde im Wasser aussehen. In Wahrheit handelt es sich aber um billionenfache, klitzekleinen Plastikteilchen, die – wie der Titel schon verrät – unter der Oberfläche fast so etwas wie einen Smog kreieren. Während das Meer vom Schiff aus perfekt und blau in der Sonne erstrahlt, verheddern sich unter der Oberfläche Plastikteilchen mit Braunalgen oder werden von Fischen gefressen.

Die Doku ist ziemlich knapp, deckt aber in ihrer kurzen Laufzeit schön das Thema im Großen und Ganzen ab. Mir gefallen besonders die Kameraarbeit von Jack Johnson selbst, der neben seiner Profisurfer- und Musikkarriere auch Film studiert hat, sowie seine Ausführungen zu seiner spirituellen Verbundenheit dem Ozean gegenüber. Johnsons Musik ist in den letzten Jahren bei mir nicht mehr ganz so oft am laufen wie früher, aber er ist und bleibt einfach der realste Dude überhaupt.

100% of Jack Johnson’s 2008 tour profits were used to establish the Johnson Ohana Charitable Foundation, an endowment founded by Jack and Kim Johnson to support environmental, art and music education. Jack Johnson also donated 100% of his tour profits to charity from 2010 – 2013. As part of his 2014 From Here To Now To You World Tour, the Johnson Ohana Charitable Foundation offered direct and matching donations to All At Once Non-Profit Partners.

Okay, klar: Das ist ein guter Trailer. Trotz des bisher ausgezeichneten Marketings frage ich mich aber, ob Guardians of the Galaxy Vol. 2 der erste Marvel-Film sein wird, der den Sequel-Fluch des Studios brechen kann. Iron Man 2, Civil War, Age of Ultron – jeder Film, bei dem der gefeierte Regisseur eines Marvel-Erfolgs zurückkehrte, hat im Anschluss darauf versagt. Ob das James Gunn nun auch aus den diversen Gründen, die diese Filme plagten, passieren wird, kann ich nicht einschätzen. Dafür verfolge ich die diese Filme nicht aufmerksam genug. Aber es ist schon ein interessantes Phänomen. Vor einiger Zeit war sich Gunn nämlich nicht sicher, ob er einen dritten Film in der Produktionslinie Marvels machen möchte.

Aber ist auch nicht so wichtig. KURT RUSSELL!

Set to the backdrop of ‘Awesome Mixtape #2,’ Marvel’s Guardians of the Galaxy Vol. 2 continues the team’s adventures as they traverse the outer reaches of the cosmos. The Guardians must fight to keep their newfound family together as they unravel the mysteries of Peter Quill’s true parentage. Old foes become new allies and fan-favorite characters from the classic comics will come to our heroes’ aid as the Marvel cinematic universe continues to expand.

Steven Spielberg, Francis Ford Coppola, Guillermo del Toro, Paul Greengrass und Lawrence Kasdan mit der Unterstützung von Meryl Streep als Erzählstimme präsentieren in einer neuen Netflix-Seire die Weltkriegsarbeiten von Frank Capra, John Ford, John Huston, George Stevens und William Wyler. Die Serie wird sich den Dokumentarfilmen selbst widmen, aber auch verfolgen, wie die Erfahrung des Zweiten Weltkriegs die Filmemacher und ihr Werk nachhaltig beeinflusst hat. Spielberg und der Zweite Weltkrieg ist immer interessant und zusätzlich wird Netflix noch einige der Dokumentarfilme von Ford, Wyler und Co. passend zum Start von Five Came Back am 31. März online stellen. Passt jetzt nicht unbedingt zum sonstigen Portfolio und dem stereotypisch wahrgenommen Netflix-Zuschauer, aber wenn das Streamingunternehmen seine Fühler ausstreckt, soll mir das recht sein.

In conjunction with the launch of Five Came Back, Netflix will also present 13 documentaries discussed in the series, including Ford’s The Battle of Midway, Wyler’s The Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress, Huston’s Report from the Aleutians, Capra’s The Battle of Russia, Stevens’ Nazi Concentration Camps, and Stuart Heisler’s The Negro Soldier.

La Flama Blanca vs. Xenomorphs – was könnte mein Herz mehr wollen? Der zweite und letzte Trailer, den ich für Alien: Covenant sehen werde, gefällt mir wesentlich besser als unsere erste Vorschau auf Scotts neuen Film, wo alles noch etwas zu formelhaft aussah. Klar, auch hier wird erneut eine Crew auf einem Planeten landen, Eier in einem Hufeisenraumschiff finden und dann von Monstern wegrennen, aber insgesamt wird der Film sich (und das wissen wir schließlich aus dem ersten Trailer) doch deutlich an Prometheus anlehnen.

Im Trailer sehen wir viele neue Szenen, die der geschulte Kinogänger leider viel zu leicht zu den jeweiligen Akten zuordnen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob dies daran liegt, dass die Alien-Formel inzwischen einfach ausgelutscht ist (Gott bewahre!) oder Fox einfach keine guten Trailer mehr schneiden kann. Bereits die Prometheus-Trailer, so sehr ich sie auch gefeiert habe, zeigten viel zu viel.

Fans, die mit Prometheus nichts anfangen konnten, werden hier bereits im Trailer mit jeder Menge Xenomorph-Action belohnt. Gleichzeitig aber handelt es sich um CGI-Aliens, die wohl keiner so richtig will. Die Nahkämpfe, sowieso die mit dem “neuen” weißen Xenomorph, bleiben aber wohl practical. Immerhin. Übrigens kichere ich gerade darüber, dass Ridley Scott Drachen ziemlich scheiße findet, hier seine Kreatur aber das Fliegen lernt.

Im Großen und Ganzen bleibt dies aber ein höchst hübscher Trailer für einen Film, der das Alien-Franchise zurück zu seinen Wurzeln führt. Ich finde das ein bisschen schade, denn ich hätte gerne den Ancient Alien Aspekt weiter verfolgt. Vielleicht findet dies abseits des hier angeteaseten Massakers auch noch mit David und Swan statt, aber insgesamt wirkt das alles ein wenig wie eine Kurzkorrektur; eine Reaktion auf die negativen Rückmeldungen einiger Fans.

Ridley Scott returns to the universe he created, with ALIEN: COVENANT, a new chapter in his groundbreaking ALIEN franchise. The crew of the colony ship Covenant, bound for a remote planet on the far side of the galaxy, discovers what they think is an uncharted paradise, but is actually a dark, dangerous world. When they uncover a threat beyond their imagination, they must attempt a harrowing escape.

Letzte Woche wurde übrigens bereits dieses hübsche “Viral” (wieso benutzt das Wort eigentlich keiner mehr?) veröffentlicht, in Anlehnung an die großartigen Prometheus-Clips, die einfach im Film oder eben dem Director’s Cut hätten enthalten sein müssen. In dem kleinen Clip sehen wir bereits James Franco als Captain der Covenant. Lange wird es ihn laut Gerüchten aber nicht dort halten.

Außerdem wird zum ersten Mal in der langen Filmreihe ein schwulen Pärchen gezeigt. Da es sich bei den Astronauten ausschließlich um Kolonialisten und Pärchen handelt, gab es große Fragezeichen bei einigen Fans. Ich finde die Debatte diskriminierend und konservativ (als ob man die hochqualifizierten Menschen nur auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Fortpflanzungsfähigkeit reduzieren könnte), aber insofern interessant, da Alien ohnehin schon immer stark sexuelle und insbesondere homosexuelle Bilder und Themen anschlug. Da kann Scott einiges mit machen.

Gleichzeitig könnte man auch direkt Diskriminierung am Arbeitsplatz ansprechen. Immerhin hat Weyland-Yutani dieses Pärchen ausgewählt, um dorthin zu reisen. Also wird an Charakter, Qualifikationen und vielleicht auch kulturelle Einflüsse gedacht, nicht nur um den reinen Fortpflanzungszweck. Anyway… dumme Debatte, passt aber sowieso gerade zur Zeit.

Die diesjährige Oscarverleihung war eine der langweiligsten und uninspiriertesten Ausgaben in der Geschichte des wichtigsten Filmpreises überhaupt und dann geht diese bis dato schon chaotisch wirkende Produktion tatsächlich doch noch in die Geschichte ein. Erst holt man sich mit Jimmy Kimmel den Freund der Celebs als Moderator um die Bühne, um dann Justin Timberlake die Show tanzend und singend starten zu lassen. Danach kommen weder gute Skits (mit der Ausnahme von der We Bought a Zoo Verarsche) noch ein lustiger Monolog, kreative Montagen oder auch nur ein paar verstreute Jokes. Das Highlight besteht darin, dass man überraschte Normalos vor die Bühne holt. Wow. Die Preisverleihung selbst läuft auch ganz belanglos ab ohne wirkliche #Upsets, aber dann:

Hier natürlich das Ganze direkt schon mit der Titelmusik von Curb your Enthusiasm. Aber Spaß beiseite, das ist echt ein richtig beschissener Moment. Das Team hinter La La Land darf nicht so blamiert werden (aber super reagiert von Jordan Horowitz. A class act!) und die Kreativen hinter Moonlight sollten den Preis nicht einfach so dann in die Hände gedrückt bekommen. Man stelle sich den Saal vor, wenn die Überraschung mit Moonlight nach Plan über die Bühne gegangen wäre. Alles doof. Aber naja, immerhin gut für die Memes.

There is a hell. This is worse.

Na wenn das mal nicht eine Tagline ist, dann weiß ich auch nicht. The Void ist ein vielversprechender Indie-Horror-Streifen mit Bezügen zu The Thing und Lovecrafts kosmischen Horror, der jetzt einen ersten richtig coolen Trailer bekommen hat. Ich finde es ja immer wieder lehrreich, wie viel mit wenig Geld möglich ist. Ich meine, diese synchron agierenden Figuren in den weißen Gewändern, die das Haus umzingeln, sind so ziemlich das Einfachste und gleichzeitig Schlimmste, das ich mir vorstellen kann.

When police officer Carter (Aaron Poole) discovers a blood-soaked man limping down a deserted road, he rushes him to a local hospital with a barebones, night shift staff. As cloaked, cult-like figures surround the building, the patients and staff inside start to turn ravenously insane. Trying to protect the survivors, Carter leads them into the depths of the hospital where they discover a gateway to immense evil.

The Void erscheint am 7. April auf VOD. Der Film finanzierte sich übrigens durch eine Crowdsourcingkampagne auf Indiegogo, wo es viele weitere nette Zitate, Bilder und Informationen zu den Zielen und der Umsetzung der Filmidee gibt.

With this project we are pooling over ten years of experience to conjure up a terrifying film that will combine the aesthetic attitude of modern horror cinema as it emerged in the 1970s with the splatter and sophisticated practical special effects that ruled the creature features of the 1980s and early 90s.

La La Land von David Lynch

23 Feb, 2017 · Sascha · Film · 1 comment

Ich habe von diesen ganzen Mashups à la “EY, STELL DIR MAL VOR WES ANDERSON HÄTTE…” eigentlich genug, aber das hier ist sehr gut und ich würde mir das sofort wünschen, aber das gibt es schon. Der Film heißt Mulholland Drive. (via)

Everyone knows that La La Land is the feel-good, singing and dancing movie of the year. And with Damien Chazelle nominated for “Best Director” in this weekend’s Academy Awards, we wondered what the film would look like with an entirely different director and tone. This episode of Trailer Mix brings you a darker, more surrealist version courtesy of David Lynch.