Passend zur Premiere des Films in Cannes hat Netflix endlich einen langen Trailer zu Bong Joon-hos neuen antikapilatischen Science-Fiction Epos Okja veröffentlicht. Darin hat der gute Mann inzwischen recht viel Erfahrung und auch Okja dürfte qualitativ den Vorgängern in nichts nachstehen. Das verspricht alleine schon der großartige Cast und diese schönen Anime-esken Szenen. Besonders das Design des titelgebenden Wesens ist natürlich super wichtig, sodass selbst der größte Fleischesser dem veganen Thriller etwas abgewinnen kann. Das ist gelungen, würde ich sagen. Vor allem die Bewegungen wirken so flüssig und lebendig, wie ein Live-Action Ghibli Film.

Die neue Planet of the Apes Trilogie mag nicht nur durch die CGI-Technik und eine gepflegte Portion Posthumanismus zu überzeugen, auch der IKEA Monkey sieht im neuen Trailer ziemlich fesch aus. Er scheint sein Trauma vor 5 Jahren gut überstanden zu haben und ist inzwischen zu einem süßen, knuffigen Äffchen herangewachsen, das bei Caesars Revolution wohl eine wichtige Rolle spielen wird. Vielleicht ja als Fashionberater, immerhin zeigt er seinen Sinn für Geschmack mit diesem wunderschönen, blauen Parka.

Blödsinn beiseite, ich mag an den Filmen sehr, dass die Hauptfiguren tatsächlich die Affen sind und die menschlichen Widersacher von Film zu Film wechseln. In den Trailern erscheint mir dieses winterliche Szenario, wenn auch thematisch passend, ein wenig beliebig, aber ich bin gespannt wie man jetzt diese letzte Enklave in die übergeordnete Story einbauen wird.

Ich bin kein Fan der Teaser für Trailer, eigentlich ist das eine ziemliche Plage, aber dieses Teil mit Charlton Hestons Voiceover funktioniert trotz den eher gegensätzlichen Bildern aus Filmen und historischen Aufnahmen enorm gut.

WOODSHOCK Trailer

10 May, 2017 · Sascha · Film · 2 comments

Ich habe noch nie von der scheinbar sehr erfolgreichen Modemarke Rodarte gehört, aber die beiden Gründerschwestern Kate und Laura Mulleavy haben einen Film gedreht, dessen Trailer mich ziemlich umhaut. Trailer vom Studio A24 sind immer ein Highlight, aber hier sieht man schon am Rohmaterial, dass es sich bei dem Film zumindest visuell um ein wahres Fest handeln muss.

Theresa (Kirsten Dunst) a woman in the wake of profound loss, torn between her fractured emotional state and the reality-altering effects of a potent cannabinoid drug.

In Woodshock wandelt Kirsten Dunst durch träumerisch eingefangene, kalifornische Wälder, nachdem sie irgendwie Probleme mit Drogen und ihrer Mutter hatte. Oder so. Ist mir bei den Bildern auch zunächst einmal relativ egal was da passiert. Bei dem Film handelt es sich um den Debütstreifen der Schwestern, die zuvor nur einmal mit Darren Aronofsky an den Kostümen für Black Swan zusammenarbeiteten. Neben Dunst sind auch Pilou Asbæk, Jack Kilmer und Lorelei Linklater zu sehen.

Das ist auch so ein bisschen mein Traum. Irgendwie reich werden und dann selbst die eigenen Filmideen produzieren.

Bereits im Posting zu dem Teaser Trailer liest sich die Auflistung der involvierten Talente wie ein reines Fest. Und der offizielle Trailer verspricht nun auch wahrhaftig großartige Bilder sowie bemühte Darsteller, aber irgendwie will der Funke bei mir nicht so wirklich überspringen.

Liegt es einfach nur an meiner zynischen Erwartungshaltung oder ist der Trailer tatsächlich so “2017”? Sofern der Trailer nicht herausragende Actionszenen zurückhält, wirkt das alles recht standardmäßig. Das Produktionsdesign versucht die großen Fußstapfen auszufüllen und wagt nur teilweise eigene Schritte, erinnert insgesamt aber ebenso wie die Geschichte und die angepriesene Charakterentwicklung an den erst kürzlich erschienenen Ghost in the Shell. Alles in allem erinnert mich das irgendwie an das Total Recall Remake.

Nichts hier im Trailer verspricht ein sanftes oder ruhiges Erlebnis wie in Teilen des Originals. Ist das die Maxime des modernen Trailerschnitts oder ein echter Vorgeschmack auf den wahren Film? Geht es heutzutage einfach nicht mehr anders? Blade Runner 2049 steckt in der Zeit fest, während das Original zeitlos ist. Zweifel über Zweifel. Gott, nein, Roger, bitte rette uns!

Eine gute und eine schlechte Nachricht: Pat Johnsons autobiographischer Star Wars Film 5-25-77 kommt eeendlich in die Kinos. Natürlich am 25. Mai. Ich fühle mich langsam wie ein Verrückter, der ständig über das Ende der Welt oder die Rückkehr von Jesus berichtet, nachdem bereits der Film mehrfach angekündigt wurde und dann trotzdem nicht fertiggestellt oder veröffentlicht wurde. Doch nun scheint es endgültig zu sein.

Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass passend zum Film dieser unsägliche Trailer veröffentlicht wurde, der eine fürchterliche musikalische Untermalung hat, die teilweise die Dialoge völlig übertönt. Dazu kommt noch ein unprofessionell wirkender Font und der spaßige Dazed and Confused meets Sweded-Filmmaking Hauch ist verflogen. Lieber noch einmal den alten Trailer anschauen und gutes Hoffen. Ich habe ja ehrlich gesagt gar keine großen Erwartungen an den Film, ich glaube sogar, dass er recht schlecht sein wird. Wieso sonst sollte der Film keinen Verleiher finden und solche Probleme haben, wenn es sich doch bei dem Thema um ein so vermarktbares wie Star Wars handelt. Aber nach einem Jahrzehnt an blue balls ist die Neugier einfach enorm.

EA und DICE machen aus Battlefront II den Titel, den wir uns schon 2015 erhofft haben: Story, Kampagne, Multiplayer, alle Äras, Customization, neue Maps, neue Modi, Weltraumschlachten, etc.

Es ist schon sehr schwer hier etwas dagegenzuhalten. Nachdem bereits der DLC zum ersten Mal besser und besser wurde, habe ich nun richtig hohe Erwartungen an das Sequel. Insbesondere von der Geschichte erwarte ich mir sehr viel. Das Inferno Squad, eine Spezialeinheit des Imperiums, wird außerdem bereits einen Tie-in Roman erhalten. Dieser wurde bereits vor einigen Wochen als Rogue One Sequel angekündigt, in dem die Soldaten des Imperiums direkt nach der Schlacht auf Scarif die Rebellen jagen werden. Im Trailer sieht man bereits wohin das führt: Yavin IV.

Dieses Multimedia-Storytelling wurde des Öfteren angekündigt, so krass wurde es jedoch bis jetzt nicht wirklich umgesetzt – insbesondere mit neu geschaffenen EU-Figuren. Die Lucasfilm Story Group hält ihr #itsallconnected-Versprechen: Im Trailer sehen wir bereits die Palpatine-Messenger und Operation Cinder aus den Comics wird indirekt erwähnt. Gleichzeitig umfasst die Geschichte die gesamten 30 Jahre nach dem Ende von Return of the Jedi und da wir dabei die Starkiller Base sehen, werden wir also wohl mit The Force Awakens ihre Geschichte als Admiral/General beenden.

Da diese Zeitperiode bisher noch sehr undefiniert ist, hat man hier einen enormen Spielraum und kann viele Nebenfiguren wie Sloane aus Lost Stars oder General Hux mit an Bord nehmen. Hype!

Weitere Verbindungen sehen wir auch im Trailer zur vierten und letzten Staffel von Star Wars Rebels. Dave Filoni erklärte, dass er die schlimme Erfahrung, The Clone Wars nicht richtig beenden zu können, vermeiden will. Ich denke, es könnte auch an den Zuschauerquoten liegen. Filoni erwähnte jedoch im gleichen Atemzug, dass dies nicht das Ende von Lucasfilm Animation ist. Weitere Serien werden folgen. *seufz*

Aber egal, die letzte Staffel hat erneut Thrawn, bringt seinen Bodyguard Rukh (aus der Thrawn-Trilogie, gesprochen von Warwick Davis) und damit die Noghri zurück in den Kanon, lässt die Rebellen an Yavin IV ankommen und hat jede Menge Mandalorianer anzubieten.

Ich habe mit meiner Kritik bezüglich des Animationsstil nie zurückgehalten und finde den Fokus der Seite auf den Jedi weiterhin sehr deplatziert, aber dass die Serie wahrscheinlich mit der Schlacht um Scarif endet, ist befriedigend. Jetzt müssen nur noch Kanan und Ezra ein stimmiges Ende finden. Und Ahsoka lebt ja anscheinend auch noch. Ohje. Sollten sie nämlich überleben oder “untertauchen”, könnte das die gesamte OT untergraben. Immerhin nennt Yoda Luke den “letzten Jedi”. Does that ring a bell?

Ich finde es immer interessant, wie die Synchronisation gewisse Sachen übersetzt und aus Neugier habe ich mir mal den deutschen Trailer zu Star Wars: Die letzten Jedi (Plural, obwohl Rian Johnson nun in einem Interview verkündete, dass er den Titel The Last Jedi als Singular ansieht) reinzogen. Und wow, ich war nicht auf meine emotionale Reaktion auf Hans-Georg Panczaks Stimme im Trailer gefasst. Es war bereits für mich sehr emotional, Panczak, Wolfgang Pampel, Susanna Bonaséwicz und den anderen Originalstimmen aus der alten Trilogie in Oliver Dörings großartigem Thrawn-Trilogie-Hörspiel zuzuhören, aber das hier in die ersten, neuen und offiziellen Worte in 34 Jahren von Luke Skywalker in einem Star Wars Film. Ich schaue die Trilogien bis heute aus Nostalgie- und Gewohnheitsgründen lieber auf deutsch als auf englisch und der deutsche Trailer funktioniert daher für mich eindeutig besser. Gänsehaut pur!

Hier eine herrliche Sammlung von Clips aus den letzten Jahren und von der gerade laufenden Celebration in Orlando, in denen Mark Hamill über seine Rolle innerhalb der neuen Trilogie spricht. Hamill ist finanziell gesichert auf Lebenszeit und er macht diesen Convention-Zirkus nicht erst seit ein paar Jahren. Er braucht sich also um nichts Sorgen zu machen, weshalb er schon seit Längerem seinem Unmut über die neue Trilogie Luft macht. Seine völlig korrekten Analysen sind nicht als Jammerei eines Schauspielers zu beschreiben, der sich mehr erhofft hatte. Hamill ist ein echter Fan, dem die Qualität des Films tatsächlich am Herzen liegt. Man hört immer den Stolz aus seinen Erzählungen heraus, Teil dieser noch heute so angesehen Trilogie gewesen zu sein. Dass er in seiner Kritik jetzt so deutlich wird, dass Kathleen Kennedy einschreiten musste, lässt mich fasst an Lukes Tod in The Last Jedi glauben. Als ob er wirklich nichts mehr zu verlieren hätte.

Zero fucks gibt übrigens auch Harrison Ford, der zusammen mit George Lucas leider dem völlig anstrengenden Anthony “FUN FUN FUN!” Carboni ein Interview geben musste. Hilarity ensued. Fun times indeed.