Jurassic World 2 First Look

09 Mar, 2017 · Sascha · Film · 1 comment

Colin Trevorrow hat einen ersten Einblick in Jurassic World 2 via Twitter ermöglicht. Auch Regisseur J.A. Bayona und Produzent Frank Marshall haben den Tweet freudig geteilt. Ich verfolge die Produktion des Sequels nicht mehr so intensiv im Vergleich zu Rebootquel, das besonders hier im Blog dutzende Einträge erhielt, weil ich mir etwas mehr Überraschungen für den Film bewahren möchte.

Trotzdem habe ich bereits vor einiger Zeit vom Casting einer jungen Schauspielerin gehört, die eine Figur namens “Lucy” spielen soll. Ich gehe davon aus, dass wir Lucy hier sehen. Der Raum wirkt auf mich weniger wie ein Musuem als viel mehr die Ausstellung eines privaten Sammlers. Das könnte damit zusammenhängen, dass das Sequel sich Gerüchten zufolge um Umweltschutz drehen soll – ähnlich wie Jurassic Park 2: The Lost World. Sehen wir als in Jurassic World 2: The Lost Park eine Gruppe ehemaliger Mitarbeiter um Chris Pratt, die auf Isla Nublar die Dinosaurier vor Wilderern schützen? Damit hätte ich kein Problem, solange Pratt am Ende nicht durch San Diego düst.

Der Raum erinnert mich außerdem an John Hammonds Haus aus The Lost World. Vielleicht versucht man die Hammonds/Murphys als Erben nun wieder miteinzubeziehen? Vielleicht ist Lucy Lex’ Tochter?

Hollywood hat die Animes für sich entdeckt. Es hat ein bisschen gedauert, Geburtsschwierigkeiten eingeschlossen, aber mit Ghost in the Shell kommt demnächst die erste Live-Action Adaptation eines Animes in die Kinos, die eine ganze neue Welle an Filmen wie Death Note oder Attack on Titan einschließt. Die Japaner probieren sich bereits schon seit Jahren an ihren Stoffen, immer mit eher mäßigem Erfolg. Zumindest in kritischer Hinsicht. Es ist selten, dass eine Produktion gut genug ist, um zu uns herüber zu schwappen und mehr als die Weeaboos nass in der Hose zu machen.

Dragonball Evolution war katastrophal, The Last Airbender fand nur selten erinnerungswürdige Momente im Chaos und Speed Racer wurde nicht als das Anime-Meisterwerk vermarktet, das es war. An Akira schraubt man seit über einem Jahrzehnt herum. Doch Ghost in the Shell, eine IP, die auch eher genrefremden Kinogängern und dem geneigten Nerd ein Begriff ist, soll das endlich ändern.

Mit Scarlett Johansson und einem beachtlichen Cast sowie Regisseur Rupert Sanders (Greatness Awaits) kann das auch gelingen, selbst wenn es bereits wegen des Castings Whitewashingvorwürfe gab. Ich sehe das so: Einerseits würde ein Film mit diesem Budget ohne Johansson nicht grünes Licht für die Produktion bekommen. So funktioniert das risikoscheue Blockbustersystem heute leider. Andererseits kann sich nach dieser Logik aber auch nie ein asiatischer Star entwickeln, durchsetzen und für diese Rollen ins Gespräch kommen. Rinko Kikuchi zum Beispiel hätte die Rolle bestimmt gut ausgeübt (wobei auch Johansson bestimmt einen guten Job abliefern wird), aber hier liegt das Vertrauen eber eher zunächst in der Marke statt dem Stoff.

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All das spielt aber keine wirklich große Rolle mehr, wenn man den Trailer gesehen hat. Die Action haut mich jetzt nicht wirklich um, aber vor allem das Produktionsdesign ist halt einfach atemberaubend. In dem Film steckt unglaublich viel Vision, Liebe fürs Detail und echtes Handwerk. Adam Savage besuchte erst vor kurzer Zeit den Weta Workshop, um sich dort die animatronischen Wunderwerke und Props aus dem Film anzusehen, die tatsächlich verblüffen. Auch die Umsetzung dieser riesigen Holofiguren in der Stadt sowie die Kostüme, Fahrzeuge und Roboter sehen schlicht grandios aus.

Basierend auf der gleichnamigen international gefeierten Sci-Fi-Reihe erzählt GHOST IN THE SHELL die Geschichte von Major, einem einzigartigen Mensch- Maschine-Hybriden, die in einer dystopischen Zukunft die Eliteeinheit Sektion 9 anführt. Auf ihrer Mission gegen die gefährlichsten Kriminellen und Extremisten sieht sich Sektion 9 mit einem Gegenspieler konfrontiert, dessen Ziel es ist, die fortgeschrittenen Cyber-Technologien des Konzerns Hanka Robotics zu vernichten.

Ghost in the Shell startet am 30. März in den deutschen Kinos. Während wir noch drei Wochen auf den Film warten müssen, gibt es bereits den Remix des berühmten und beliebten Themes von niemand Geringerem als Steve Aoki. Ich meine, den Remix finde ich jetzt nicht prinzipiell schlecht, aber er hat auch nichts mehr von dem Theme übrig und passt nicht zur Shelling Sequence, die nun nichts mehr von diesem mythischen Erwachen des Majors hat. Aber naja, just my two cents.

Immerhin sind die Poster schon mal ziemlich großartig, auch wenn natürlich nichts über Martin Ansins Interpretation geht.


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Sponsored Post in Kooperation mit Paramount Pictures Germany

Werner Herzog im Gespräch mit Andreas Ungerbück und Jörg Schiffauer vom und für das Filmmagazin ray. (via)

Ein paar Highlights:
– Herzog hat und braucht kein Handy. Social Media Kanäle hat er auch keinen.
– Er Findet seine Imitatoren eher schwach. Das wird Paul F. Tompkins das Herz brechen.
– Herzog klingt enttäuscht, dass den gefilmte Vulkanausbruch in Into The Inferno keinen Schaden anrichtete.
– Er hat Grizzly Man auf “ganz unfeine Art” von den eigentlichen Filmemachern übernommen.
– “Nicolas Cage hat neulich erst im Internet gesagt…”
– Herzog wird nie besser sein als in Salt and Fire. “Let’s face it.”

Meine Top 20 Filme 2016

05 Mar, 2017 · Sascha · Film,Personal · 2 comments

20. The Nice Guys (Shane Black)
Der einzige Film des Jahres, von dem ich mir ein Sequel wünsche.

19. The Invitation (Karyn Kusama)
Eine packende Studie über Spannung im Kino, wie man sie erzeugt, wie man sie hält, wie man mit den Erwartungen der Zuschauer spielt. Das Ende gefällt mir ganz besonders.

18. Wir sind die Flut (Sebastian Hilger)
Der beste deutsche Genre-Film seit… ja, sehr langer Zeit.

17. Midnight Special (Jeff Nichols)
“I like worrying about you.” Emotionen > Plot

16. Green Room (Jeremy Saulnier)
Jeremy Saulniers schonungslose Verfolgung von Realität schockt mich weiterhin. (weiterlesen…)

Die besten Filmmomente 2016

05 Mar, 2017 · Sascha · Film · 0 comments

Bevor ich meine Lieblingsfilme des Jahres aufliste, zunächst noch hier die besten Momente. Manchmal hat ein Film einen wirklich tollen Moment, der aber ansonsten ziemlich alleine dasteht. Dennoch soll das gewürdigt werden. Daher hier meine Highlights:

Star Trek – Sabotage

Manche fanden das ziemlich albern, für mich aber das Highlight des besten Sommerblockbusters 2016.

10 Cloverfield Lane – “Oh, come on!”

Den Clip kann ich leider nicht im Internet finden (komisch, weil der Film ja doch schon recht beliebt war), aber der Moment als Michelle auf das Autodach steigt, über die Felder schaut und man selbst kurz seinen Augen nicht traut, als dort ein UFO fliegt, war einfach grandios. Der Film ist ein Thriller, bei dem man sich nie sicher ist, was jetzt stimmt. Es ist ein Hin und Her, man schwankt und weiß nicht, worauf man sich verlassen kann. Und dann macht der Film einfach alles: Ja, Goodman ist verrückt. Ja, Goodman ist ein Vergewaltiger. Ja, Goodman ist ein Mörder. Und scheiße ja, da sind Aliens. “Oh, come on!” ist da die genau richtige, sympathische Reaktion, die uns ins Finale des Films leitet.

The Witch – Wouldst thou like to live deliciously?

Aus den YouTube-Kommentaren:

“Answer to me, Black Philip”
me: Nah that goat won’t speak
“What you want”
me: BITCH WHAT THE FUCK

Das ist auch so ziemlich der Grund, weshalb ich das Ende so sehr mag. It just goes there.

Arrival – On the Nature of Daylight (weiterlesen…)

Zack Prewitts Video-Essay über Hayao Miyazakis Faszination vom Fliegen für Fandor (super Streaming-Service für Indie-Filme und älteres Zeug übrigens) fängt für mich gut die Dichotomie von Miyazakis Träumen perfekt ein. Das Motiv von Fliegern und Menschen, die durch die Lüfte sausen, durchdringt das Werk das japanischen Altmeisters und ist in seiner Schönheit durchaus nachzuvollziehen, aber seine geliebten Wunderwerke der Technik werden eben nicht immer nur für friedliche Zwecke verwendet.

Daher war ich auch etwas enttäuscht von The Wind Rises, ein nahezu perfekter Animationsfilm, der die Sinne berauscht, aber die ultimativen Konsequenzen der Arbeit der Hauptfigur zwar nicht verschweigt, aber auch nicht deutlich genug adressiert. Miyazaki, ganz wie sein Idol Jiro Horikoshi, mag Pazifist sein; den Terror der Flugzeuge jedoch zu verschweigen fand ich moralisch schwierig. Was Miyazaki aber als Mensch eben nicht weniger interessant macht, wie das Video-Essay beweist. (via)

Übrigens ist The Wind Rises wahrscheinlich doch nicht Miyazakis letzter Film. Studio Ghibli hat seine Rückkehr für einen finalen Film angekündigt. Darauf freue ich als Fan der Filme der Produktionsstube sehr, wobei jedoch der beste Studio Ghibli Film gar kein Animations-, sondern ein Dokumentarfilm ist.

ROGUE ONE Featurettes

02 Mar, 2017 · Sascha · Film · 0 comments


Disney

Um die Wartezeit zur Heimkinoveröffentlichung von Rogue One zu verkürzen, habe ich hier einmal alle Featurettes und kleinen Videos zusammengefasst, die man so auf den Special Features einer Blu-Ray finden dürfte. Es geht um Waffen, Kostüme, Kreaturen, Kostüme und das CGI hinter Tarkin, Leia und der Schlacht um Scarif.

Hier übrigens die sehr vielversprechende Liste an zusätzlichen Inhalten, die wir ab dem Verkaufsstart am 4. Mai (May the Fourth Be with You!) anglotzen dürfen.

– A Rogue Idea – Hear how ILM’s John Knoll came up with the movie’s concept – and why it’s the right film to launch the Star Wars stand-alone films.
– Jyn: The Rebel – Get to know Rogue One’s defiant, resourceful survivor, and hear what it was like for Felicity Jones to bring her to life onscreen.
– Cassian: The Spy – Diego Luna shares insights into his complex, driven character, who becomes a hero through selflessness, perseverance and passion.
– K-2SO: The Droid – Explore the development of this reprogrammed Imperial droid, from initial pitch and character design through Alan Tudyk’s performance.
– Baze & Chirrut: Guardians of the Whills – Go deeper into the relationship between these two very different characters, with Chinese superstars Jiang Wen and Donnie Yen.
– Bodhi & Saw: The Pilot & The Revolutionary – Forest Whitaker and Riz Ahmed reflect on Saw Gerrera, the broken Rebel leader, and Bodhi Rook, the Imperial pilot who defects.
– The Empire – Meet a dangerous new Imperial adversary…and cross paths once more with the most iconic villain of all time.
– Visions of Hope: The Look of “Rogue One” – The filmmakers describe the challenges and thrills of developing a bold new look for the movie that can fit within the world of the original trilogy.
– The Princess & The Governor – See what it took to bring the vibrant young princess of “Star Wars: A New Hope” – as well as one of her most memorable foes – back to the screen.
– Epilogue: The Story Continues – Filmmakers and cast celebrate Rogue One’s premiere and look forward into the future, to the Star Wars stories yet to be told.
– Rogue Connections – Uncover Easter eggs and film facts hidden throughout the movie that connect “Rogue One” to the Star Wars universe.

Leider wird die erste Heimkinoversion ohne Deleted Scenes auskommen, was ziemlich ironisch ist, angesichts der Tatsache, dass man den halben Film neu gedreht hat. Disney ist da sehr geheimnisvoll, was bekannte Produktionsprobleme angeht. Das hat mich bereits bei der “Hach, ist das nicht alles toll”-BTS-Doku auf der The Force Awakens Blu-ray gestört, wo zum Beispiel mit keinem Wort der Produktionsstillstand durch Harrison Fords gebrochenen Fuß erwähnt wurde.

Randnotiz: Irgendwie sind die ganzen Featurettes schneller geschnitten, kürzer und allgemein irgendwie flashiger geworden. Klar, man muss mit dem ganzen Content und den aufmerksamkeitsarmen Menschen im Internet mithalten, aber ich erinnere mich gerne an die ehrlichen und ruhigen Making-Ofs von Lord of the Rings oder Episode I.

Spezialeffekte

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Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)