Zur Aufführung der “unrestaurierten” Kino-Version von A Space Odyssey hat Warner Bros. diesen wunderschönen Trailer veröffentlicht. Natürlich ist der Stil sehr modern, aber das funktioniert echt super gut. Würde 2001 nicht bereits einer meiner Lieblingsfilme, hätte ich mich glatt neu verliebt.

Der neue Print wird bald in Cannes zum ersten Mal gezeigt, betreut durch Christopher Nolan. Danach gibt es eine Vorführungen in den USA. Über Deutschland-Termine konnte ich nach einer kurzen Google-Suche leider nichts in Erfahrung bringen.

“For the first time since the original release, this 70mm print was struck from new printing elements made from the original camera negative. This is a true photochemical film recreation. There are no digital tricks, remastered effects, or revisionist edits. This is the unrestored film – that recreates the cinematic event that audiences experienced fifty years ago.” – Christopher Nolan

Ich habe mir dieses grandiose Mashup bestimmt schon ein dutzen Mal angesehen. Einfach verblüffend, wie gut das zusammenpasst.

The Avengers – The Final Curtain

22 Apr, 2018 · Sascha · Film · 0 comments

Ich muss euch was gestehen. Ich freue mich unglaublich auf Avengers: Infinity War.

Jaja, ich weiß. Ich bin auch kein großer Freund der Marvel-Filme oder dem Trend der Cinematic Universes. Die Filme sind bis auf wenige Ausnahme alle cineastisches Fast Food. Sie schmecken alle gleich, werden schnell nacheinander in die Kinos geschaufelt und fünf Minuten danach hat man schon wieder Hunger auf eine richtige Mahlzeit. Sie alle zu sehen, nur um das große Finale jetzt genießen zu können, fühlte sich oft an wie Hausaufgaben machen.

Trotzdem kann ich meine Vorfreude nur wenig verbergen, am wenigtens vor mir selbst. Ich spüre, dass ich unbedingt sehen will, wie diese von langer Hand geplante Idee jetzt ihre Vollendung findet. Die Idee eines Comic-Universums auf der großen Leinwand, das eine zusamenhängende Geschichte erzählt, war vor einem Jahrzehnt für Superheldenfans nur eine Schnappsidee. Selbst vor dem ersten Avengers-Film erinnere mich noch an meine Zweifel. Kann dies wirklich funktionieren? Zehn Jahre später wissen wir, dass Kevin Feige dieser Geniestreich erfolgreich gelang. Bei allem gebührenden Zynismus handelt es sich hier durchaus um moderne Mythen, insbesondere für die Generation, die mit ihnen aufwuchs. Deshalb interessiert mich die Kulmination dieses ganz popkulturellen Unterfangens schon enorm.

Diese schöne Videozusammenstellung der dunkelsten Momente aus den Filmen fängt für mich schon mal die Stimmung ganz gut ein. Frank Sinatra hilft natürlich.


Da Alex dieses Woche eine Pause einlegte, durfte ich die Moderation übernehmen. Meine Herrschaft beginnt.

Uns gibt es auch weiterhin super bequem bei Spotify zu hören.

Shownotes:

01:30 – Ready Player One
22:20 – The Terror
38:46 – Die Freiheit, frei zu sein
51:49 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Carthago
Jack Stauber
Darcie Wilder – Literally Show Me a Healthy Person
Ahmed Saadawi – Frankenstein in Baghdad

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Podigee: 016 – Ready Player One, The Terror, Hannah Arendt
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Warner Bros.

Sowohl mit Matthias als auch mit Jenny habe ich bereits Podcasts aufgenommen, aber nie zusammen. Das änderte sich, als wir am Sonntag über Steven Spielbergs kontroversen Film Ready Player One plauderten und uns am Ende einig waren, wie deprimierend gut dem Großmeister die Adaption von Ernest Clines Mashup-Orgie gelungen ist.

Links zu MP3 und Podcast-Feeds:

MP3: Wollmilchcast-38-Ready-Player-One.mp3 (41 MB)
Blog: Wollmilchcast #38 – Ready Player One
iTunes: Wollmilchcast
Podcast-Feed: https://www.the-gaffer.de/blog/category/podcast/feed/


Warner Bros.

Ich habe es Ende letzten Jahres verpasst, meine Filmhighlights 2018 aufzulisten (werde ich noch nachholen bald), aber The Meg wäre sicherlich sehr weit oben gewesen. Langjährige Lesers des Blogs wissen um meine Liebe für Haifilme, weshalb natürlich ein Film, in dem Jason Statham gegen einen Megalodon kämpft, bei mir ganz hoch im Kurs steht.

Ich warte bereits seit mehreren Monaten auf diesen Trailer, ohne wirklich viel über den Film zu wissen, und bin nun ziemlich weggeblasen. Ich wusste nicht, dass die Nebendarsteller so interessant besetzt sind und allgemein sieht das unglaublich spaßig und self-aware aus. Der Einsatz von “Beyond the Sea” sagt ja eigentlich schon alles.

Regie führt Jon Turteltaub, der seit dem Flopp mit The Sorcerer’s Apprentice im director jail sitzt und nur einige TV-Episoden und Last Vegas drehen durfte. Ich hoffe, dass The Meg ein richtiger Sommererfolg wird (Start: 30. August) und er somit endlich die National Treasure Trilogie beenden kann.


Lucasfilm

Während die Möglichkeit natürlich bestehen bleibt, dass der Film ziemlicher Quatsch wird, hinterlässt dieser erste Trailer zum Solo-Solofilm ein richtig gutes Gefühl bei mir. Das fängt schon beim Poster an, das nicht nur wegen der an die EU-Romane anknüpfende Farbgebung das beste unter Disney ist. Dazu wird Solo eine Geschichte erzählen, die Lucas und Kasdan bereits vor der Disney-Übernahme planten und irgendwas wird sie schon an der Idee gepackt haben. Ich glaube daran.

Ich entdecke auch langsam, was mich so unglaublich an den neuen Saga-Filmen stört, nämlich der Komplettausfall des Worldbuildings. Neben einigen kreativen Entscheidungen hinsichtlich der Figurenentwicklung kann ich nicht verstehen, wieso sich diese neuen Filme so wenig für ihre eigentliche Welt interessieren. Vor allem Aliens werden zu Wegwerf-Extras reduziert und komplett in den Hintergrund gedrängt. Das haben sogar die Prequels (Return auch mit den oft gehassten Ewoks!) besser hinbekommen, in denen neue Planeten, Aliens sowie ihre Kultur präsentiert werden und eine große Welt entsteht. Die neuen Filme sind so tempogeladen, dass am Ende nur eine Pastiche der alten Filme entsteht ohne eine eigene Atmosphäre zu schaffen oder die bestehenden Elemente weiterzuentwickeln. In The Force Awakens und The Last Jedi findet man stattdessen häufig nur einsame, leere Planeten mit wenigen Figuren und militärischen Außenposten, was die Galaxie erheblich kleiner wirken lässt und den Mythos schmälert.

Das bringt uns zu Solo; ein Film, den viele für überflüssig halten. Ich habe mal ähnlich über die Idee eines Boba Fett Films geurteilt und vielleicht muss ich bald meine Meinung revidieren, denn Ron Howard scheint viel von George gelernt zu haben. Corellia blüht bereits in dem Trailer förmlich auf. Die wenigen Shots der Sabacc-Szene alleine haben bereits besseres Alien-Design zu bieten als die gesamten Sequels zusammen.

Dazu gibt so viele kleine Momente in dem Trailer, die mein Fanherz höher schlagen lassen: Beckett (im Han Solo TFA-Concept-Art-Gedächtnisoutfit) gibt Solo seinen Blaster, Chewie rettet Malla (?), L3-37 ist süß, Chewie rammt einen Typen buchstäblich in den Boden und, und, und. Ich mag, dass Qi’ra und Han sich bereits kennen. Donald Glovers Lando ist das perfekteste Casting ever. Speaking of, der viel gescholtene Alden Ehrenreich gefällt mir immer besser in der Rolle und könnte das tatsächlich rocken. Dazu scheint der Kessel Run keine freiwillige Aktion gewesen zu sein, was ich ziemlich lustig finde. Ich bin positiv gestimmt, viel zu verlieren hat das Franchise für mich nicht mehr. Also erhoffe ich mir ein bisschen Spaß mit bekannten Freunden in einer vertrauten Galaxie. Punch it.

Eine neue Ausgabe mit zwei eher enttäuschenden Titeln. Einmal ein lustig anmutender Film, dem aber die letzte Würze fehlt und eine ambitionierte ZDF-Serie, die außer dieser Tugend – narrativ und hinter der Kamera – wenig zu bieten hat.

Dafür gibt es uns jetzt auf Spotify. Das ist doch was.

Shownotes:

01:09 – The Death of Stalin
17:37 – Bad Banks
37:04 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Castlebeat – VHS
Szczepan Twardoch – Drach
Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief
Queer Eye
Love

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Podigee: 015 – The Death of Stalin, Bad Banks
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