Es ist geschehen. Kurz bevor wir zweistellig werden habe ich so ziemlich alle besprochenen Titel extrem cool gefunden.

Shownotes:

Themen: “Black Mirror”, die Netflix-Serie der schwarzen Zukunftsvisionen von Charlie Brooker. “World of Tomorrow”, die Trickfilme des Animators Don Hertzfeldt. Und “The Killing of a Sacred Deer”, der neue Film von “Lobster”-Regisseur Yorgos Lanthimos mit Colin Farrell und Nicole Kidman. Außerdem wieder: Persönliche Empfehlungen von jedem von uns.

01:21 – Black Mirror
20:30 – World of Tomorrow
33:29 – The Killing of a Sacred Deer
52:55 – Empfehlungen

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Vor vierzig Jahren hatte George Lucas die Vision, dass Lichtschwertkämpfe wie Duelle der Samurai aussehen sollen. Dazu ordnete Lucas die Schauspieler an, die Lichtschwerter mit beiden Händen zu führen, da es sich um schwere Waffen handeln würde. Mark Hamill fand dies immer schade, ganz besonders weil Lucas zu Zeiten der Prequel-Drehs seine Meinung plötzlich geändert hatte. Die neuen Filme unter Disneys Führung setzen eher auf die Emotionalität der Figuren und die Wucht der Schwerter.

Dieser virale Teaser zu einem 2018 erscheinenden Kurzfilm findet irgendwo den Mittelweg und kann den Kampf zwischen Obi-Wan und Vader aus Episode IV sanft updaten ohne unglaubwürdig zu werden. Ich bin gespannt auf das fertige Produkt.

This is a small teaser for a reimagining of the Vader vs Kenobi fight from A New Hope that I am VFX Supervising. More to come soon! Full scene coming in 2018.

HAIM by PTA

02 Oct, 2017 · Sascha · Kurzfilm,Musik · 0 comments

Paul Thomas Andersons Zusammenarbeit mit HAIM für das neue Album der Band geht weiter. Es gibt nicht nur ein neues mitreißendes Musikvideo zum tanzbaren Lied “Little of Your Love”, sondern auch den Kurzfilm Valentine aus dem Aufnahmestudio der Band. Simpel, aufs Wesentliche reduziert und einfach schön.

Seitdem Zack Snyder den Regieposten bei Justice League verlassen hat, wurde es etwas still um den Regisseur. Ganz untätig blieb er in seiner persönlichen Auszeit jedoch nicht. Snyder ist dazu der Auffassung, dass man einfach rausgehen und etwas drehen soll, wenn man einen Film machen will. Die Möglichkeiten dazu hat heute jeder in seiner Hosentasche. Um das seinen Schülern eines Kurs, den er bald lehren wird, zu beweisen, hat er einen Kurzfilm in seinem Stil mit dem iPhone gedreht.

Natürlich hat er jede Menge Gadgets benutzt (Zeiss ExoLens und Mount, Smartphone Rigs,einen Kessler Pocket Dolly sowie eine Drohne und die FiLMiC Pro app um die Kamera zu kontrollieren), sodass der Look seinen Filmen in nichts nachsteht. Ich finde, das ist gelungen. Dazu braucht man auch noch eine kleine Crew, Schauspieler, Kostüme und einen professionellen Coloristen für die Postproduktion, aber an und für sich will er ja nur beweisen, dass einen heute nichts mehr wirklich zurückhalten muss. Es muss also niemand wie Werner Herzog eine Kamera aus einem Muserum stehlen, um einen Film zu drehen.

Nettes Teil auf jeden Fall und es freut mich, dass der Mann wieder hinter der Kamera steht.

Foglä Penis Poster

03 Jul, 2017 · Sascha · Kurzfilm · 0 comments


von Owley (Foglä Produktionsblog)

Können wir uns kurz einen Moment der Stille nehmen und in Ehrfurcht den Penis auf dem Poster zum Abschlussfilm meines Freundes Owley bestaunen? The balls on this guy!

“You’ll know I’m the moderator, because I’m behind a podium and I’m wearing a graphic tee with an extremely obscure comic book reference on it.”

Die unendliche Geschichte um den TIE Fighter Anime Kurzfilm hat ein weiteres Kapitel. Nachdem der Film bereits vor zwei Jahren endlich veröffentlicht wurde, gibt es nun eine inoffizielle, überarbeitete Version, die mit dem Sound von Battlefront und einem Score aus Rogue One die Stimmung noch einmal näher an die Saga heranführt. Ziemlich großartig und ich würde nach wie vor eine solche Netflix-Serie sehr begrüßen.

Von Borrowed Time habt ihr vielleicht in den vergangenen Tagen bereits im Internet gehört, ich möchte es mir aber auch nicht nehmen lassen, den Kurzfilm im Blog zu verewigen. Dieser stammt von zwei Pixar-Animatoren, die den emotionalen Western in ihrer Freizeit neben ihrer Arbeit an Inside Out und Brave produziert haben.

Man liest jetzt häufig im Kontext dieses Films, dass Pixar mehr Filme für Erwachsenen produzieren soll oder dass Animation auch ein Genre für reife Geschichten sein kann. Pixars Kurzfilm-im-Film zu Beginn von Wall-E wird auch immer als Beweis dafür angesehen, dass die Produktionsfirma auch dark™ sein kann. Aber muss es immer dark sein, damit es für Erwachsene genießbar ist? Sicherlich nicht, wie Inside Out bewiesen hat (wobei ich auch argumentieren würde, dass dieser Film in seiner Gesamtheit wesentlich finsterer empfunden werden kann als Wall-E). Komplexe Themen können sowohl für Erwachsene als auch Kinder spaßig sowie ernst aufbereitet werden. Zumal ich die Unterstellung, dass Erwachsene unbedingt düstere Unterhaltung konsumieren wollen, nicht haltbar finde.

Anyway, was ich aus diesem Vorschlag höre ist der Ruf nach einem Animationsfilm, der ausschließlich für ein erwachsenes Publikum gedacht ist. Da frage ich mich aber: Hat denn niemand Anomalisa gesehen? Wie auch immer, Borrowed Time ist ein fantastischer Kurzfilm, der alles hat. Runde Animationen, reiches Charakterdesign, tolle Regie und Musik von dem grandiosen Komponisten Gustavo Santaolalla (The Last of Us).