Film - PewPewPew

Fan-Design des B-Wings Mark II

31 Jul, 2022 · Sascha · Design,Film · 0 comments

So viel Liebe, so viel Kreativität, so viele Mühe einfach. Ich werde nie verstehen, dass einzelne Fans bessere Sequel-Designs hinkriegen als Lucasfilm.

The B-Wing Mark 2 is an established ship in Star Wars canon, but we’ve only ever seen its cockpit. Two years ago, I imagined what the rest of the ship might look like. Now, I’ve revisited this design to give it more depth and detail.

Der Star Wars Fanfilm The Descendants of Order 66 nahm vor über 15 Jahren seinen Anfang. Damals flogen die Fans hinter dem Projekt anch Tunesien, besuchten die echten Drehorte und machten für ihre eigene Geschichte Abstecher nach u.a. China und Guatemala. Ich erinnere mich noch sehr gut an die alten Production Diaries, die ich damals von der offiziellen Seite runterladen musste (Ja, so war das Internet damals) und habe die mpegs noch auf dem Rechner liegen.

Wie bei Tydirium habe ich ehrlich gesagt nicht mehr mit einer Veröffentlichung gerechnet. Da wird zwar immer auf die vielfältigen Probleme und die größeren Ambitionen verwiesen, wenn plötzlich mehr drin ist oder sich die Technologie verbesserte und neue Möglichkeiten offenbart. Aber meine Vermutung, weshalb die Sachen nie fertig werden, ist eher emotional verortet. Mit diesen Dingen fertig zu werden, würde auch heißen, dass man damit in einer Form abschließt. Vielen Filmemachern muss man ja die Filme entreißen, um sie ins Kino zu bringen. George Lucas selbst tüftelt noch Jahre später an seinen Werken neu rum und vollendet seine Vision. Aber wenn man mit so einem Projekt Aufmerksamkeit bekommt, Freunde gewann und seine Leidenschaft ausleben kann, dann gibt man das auch ungern auf. Denn was kommt danach?

Jetzt ist dieser Film aber doch fertig geworden. Oder ist es überhaupt einer? Veröffentlicht wird “Chapter 1” und man spricht inzwischen von einer “Fan-Series”. Auch hier schreiten die Fans nun in den neuen Spuren des großen Vorbilds. Oder will man nur den Abschluss weiter rauszögern? Ich habe keine Recherche gemacht und Interviews gesucht, die es vielleicht gibt, und spekuliere nur. Ich werde mir mal das Ding anschauen in ein paar Tagen und dann den Blue Milk Blues Podcast meines Freundes Tobi anhören, der die Macher interviewte.

ES ERSCHEINT IMMER UNMÖGLICH, BIS…

…es getan ist. Im Mai 2006 machten wir uns zu dritt auf den Weg in die Wüste Tunesiens um unseren eigenen STAR WARS Film zu drehen. Bereits nach 7 Tagen kehrten wir zurück, mit schmutziger Kleidung und einer Handvoll Filmaufnahmen…doch das Abenteuer unseres Lebens hatte gerade erst begonnen. Nach 15 Jahren Entwicklungszeit können wir nun endlich sagen: Der Film ist fertig. Wegen der Covid-19 Pandemie haben wir jedoch entschieden die Premiere und die Veröffentlichung auf (hoffentlich) nächstes Jahr zu verlegen.

Hier auf YouTube wird der Film dann am 3. August veröffentlicht.

Es ist etwas schade, wie sehr die inzwischen legendäre Episode I Dokumentation durch Redlettermedia zu Tode gememet wurde. Es ist ein aufrichtiges und authentisches Werk ohne jegliche Prätention, das sich ungewohnt kritisch und offen mit dem Film auseinandersetzt und von den Schwierigkeiten des Filmemachens selbst auf diesem scheinbar limitlosen Level wie dem von Star Wars erzählt. Eigentlich sollte das Werk Inspiration versprühen und ich erinnere mich gut daran, dass ich das sehr gerne geschaut habe und beeindruckt von dieser riesigen Produktion war. Stattdessen wurden einige Szenen für ihre Unrühmlichkeit bekannt, was ich schade finde.

Eine Sache hatte mich aber immer geschockt: Als das Casting von Anakin Skywalker in den Fokus gerückt wird, sind drei Jungen am Ende in der engeren Auswahl. Lucas entscheidet sich am Ende bekanntermaßen für Jake Lloyd und begründet seine Entscheidung mit einem Bauchgefühl. Heute kann ich die Entscheidung durchaus nachvollziehen, zumal uns die Doku nur begrenzte Szenen gibt, aber ich erinnere mich sehr genau an die Empörung, dass man nicht den anderen blonden Jungen nahm, der einfach Mark Hamills Luke Skywalker aus dem Gesicht geschnitten schien. Dieser Junge ist Devon Michael und wie Jake Lloyd sollte seine Beziehung zu Star Wars nicht nur positiv bleiben, wobei es ihm aber heute sicherlich besser als dem Chosen One geht.

Growing up, Michael had small roles in commercials, television shows and movies. At 9 years old, he understood that an opportunity like “Star Wars” could change his life. From 3,000, the producers narrowed it down to three, and soon Michael was at Skywalker Ranch doing a test screen with George Lucas and Natalie Portman. The role ultimately went to Jake Lloyd, who experienced a level of criticism and bullying that would be alarming for even an adult actor. In Ben Proudfoot’s “The Unchosen One,” Michael shares his experience as a child actor and urges the public not to forget that they’re just kids.

Ben Proudfoots Doku trägt ziemlich dick auf, lässt Devon die typischen Star Wars Floskeln wiederholen und schließt dennoch irgendwo ein Kapitel für mich ab, das vor langer Zeit begann. Nette Geschichte!

In einer Einstellung in Return of the Jedi ist an dem Helm des Anführers der grauen Staffel (die Bomber, also B- und Y-Wing) eine Emblem mit lateinischen Buchstaben zu erkennen. Das kann eigentlich nicht sein, gibt es im Star Wars Universum doch ein eigenes Alphabet namens Aurebesh. Ja, es gibt das High Galatic Alphabet, aber das ist auch nur ein Retcon für die Zeit vor Aurebesh. YouTuber und Über-Nerd EC Henry, der schon viele Mysterien der Schlacht um Endor aufschlüsselte, fand heraus, dass es sich um das Logo einer Radiostation nahe den ILM-Offices handelte. Das Logo wurde authentisch restauriert und den Sticker bietet Henry in seinem Shop an. Cooles Easter Egg.

Ich habe diesen Twitterthread seit ein paar Jahren gebookmarkt und kehre immer wieder zurück, weil er ein Gefühl beschreibt, das ich schon lange vermisse und bis dahin nie in Worte fassen konnte. Filme waren früher in der Kindheit ein Mysterium, welches sich langsam in TV Spielfilm oder den Teaser-Poster vor der Kinokasse anbahnte. “Der König, der ins Dorf kommt” ist die perfekte Metapher und es erklärt auch, wieso jüngere Generationen mit Merchandise wie Actionfiguren weniger anfangen können als noch Millenials oder Gen X.

Sam Raimis Spider-Man

31 Jul, 2022 · Sascha · Film · 0 comments

Erst vor ein paar Beiträge schrieb ich ja darüber, wie sehr ich solche Edits mag, die einen nochmal kurz eintauchen lassen. Diese Retrospektive der ersten Spider-Man Trilogie zeigt nochmal ganz deutlich, was Sam Raimi damals geleistet hat und wieso das bis heute noch unangetastet ist.

The most recent Spider-Man trailer inspired me to go back to this wonderful trilogy and watch it with a fresh mind. I concluded that I still love it and I think, I love it even more than I used to. These films explore the duality of Peter Parker and Spider-Man splendidly, exceptionally. I was hoping to convey the same feeling with this video. I hope you’ll enjoy it and remember how good Tobey Maguire’s trilogy actually was.

Ja, Mann!

Ich liebe solche Worldbuildingdetails, die so eine Welt greifbar machen und die Gedanken noch lange nach dem Filmende kreisen lassen – könnte ich mich drin verlieren. Und für Werbung habe ich ein kleines Faible seit ich mal in der 4. Klasse einen Wettbewerb gewann, in dem es um Anti-Werbung ging und meine Reederei “Sink Sank” mit einem Schiffsuntergangswerbeposter gewann. Ja, da war kurz nachdem ich Titanic im Kino sah, aber das spricht nur für mich. Seize the moment momentum! Das Video ist von 2007 und der Agentur Foreign Office, die hinter den Fake-Werbebildchen stehen, die in Children of Men zu sehen waren. Gespenstig, dass wir davon nicht mehr weit entfernt sind. Was auch immer davon wahr werden wird, wir werden es verdienen.

Gerade diesen coolen Kanal gefunden, der alternative Poster vorstellt und analysiert. Habe ich früher hier mit den Veröffentlichungen von Mondo, Bottleneck Gallery, etc. auch gemacht. Hier oben in dem Video geht es um Chris Skinners überwältigen Fifth Element Print, den ich auch mein Eigen nennen darf. Ich erinnere mich noch recht genau, dass das über Jahre hinweg eine richtig Tortur war. Skinner hatte zugesagt, aber viele andere professionelle Auftragsarbeiten auf dem Tisch, sodass eine private commissions wie die unserer Gruppe einfach warten muss. Dazu dauert der Prozess des eigentlichen Drucks auch nochmal immer gut ein halbes Jahr, aktuell durch die Lieferkettenprobleme noch länger. Am Ende dauerte es gut dreieinhalb Jahre bis das Ding hier eingerollt ankam und an meine Wand kam. Ich wechsle regelmäßig aus, daher schmort das Teil gerade in meinem Lager, aber durch dieses Video bekomme ich total Lust auf dieses detailreiche Sammelsurium an Easter Eggs und Referenzen.

Hier noch zwei weitere Videos zu Olly Moss’ legendärem There Will Be Blood Print und Martin Ansins Spider-Man.