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Vor ein paar Monaten hatte Matt Vince diese fantastischen Fake-Poster für einen Zelda-Film im Stil von Studio Ghibli gemalt. Die Dinger gingen viral, auch ich habe sie hier irgendwo auf dem Blog and that was that. Dachte ich jedenfalls! Dieses großartige Hirngespinst hat Matt weitergesponnen und in einen Trailer verwandelt. Check it out!

Kann das bitte echt sein? Bitte? Wieso ist das nicht echt? Nintendo wird das Ding wahrscheinlich noch eher löschen als Matt Vince für dieses wunderschöne Video irgendwelche Kompensationen oder Kooperationen anzubieten. Ich habe auch nicht wirklich mehr zu sagen. Alles passt. Es ist einfach so wunderschön.

Blade Runner – Future Noir

22 Sep, 2016 · Sascha · Film · 1 comment

Sehr schickes Mood Piece von Andy Kelly, dem Schöpfer der Other Places Videoreihe, die sich mit den Welten in Videospielen beschäftigt. Kein besonderes Video, kein Video-Essay, keine Narration, einfach ein paar Szenen aus dem Film unterlegt mit dem Soundtrack von Vangelis. Manchmal braucht man sowas. Ich möchte oft nicht den ganzen Film gucken, auch nicht einzelne Szenen, sondern einfach die Stimmung des gesamten Films kurz und bündig in einem kleinen Video nachempfinden können. Deshalb mag ich solche Mood Pieces.

Das Drama um das Drehbuch von Prometheus hat mich damals nicht nur dazu inspiriert, die beiden Drehbuchentwürfe von Damon Lindelof und Jon Spaiths zu lesen, sondern auch Spaiths weitere öffentlich verfügbare spec scripts zu durchforsten. Passengers ist ein unglaublich gutes Drehbuch, das ich binnen drei Stunden verschlang. Ursprünglich sollten Keanu Reeves und Rachel McAdams die Hauptrollen übernehmen, nun tun das Mr. und Mrs. Reddit.

Morten Tyldum hat das Drehbuch verfilmt, definitiv nicht meine erste, zweite oder dritte Wahl, da ich seine bisherigen Filme sehr zum Einschlafen finde. Kameramann Rodrigo Prieto (Brokeback Mountain, Argo, The Wolf of Wall Street, Scorseses neuer Film Silence) rettet aber mit sehr hübschen Bildern den Trailer. Insgesamt wirkt mir das aber alles zu glatt und diese Parodie einer Perfüm-Werbung trifft den Nagel auf den Kopf.

A perfume commercial

Jennifer Lawrence and Chris Pratt are two passengers onboard a spaceship transporting them to a new life on another planet. The trip takes a deadly turn when their hibernation pods mysteriously wake them 90 years before they reach their destination. As Jim and Aurora try to unravel the mystery behind the malfunction, they begin to fall for each other, unable to deny their intense attraction… only to be threatened by the imminent collapse of the ship and the discovery of the truth behind why they woke up.

Passengers kommt bei uns am 5. Januar in die Kinos und wird in den USA über Weihnachten jede Menge Kohle scheffeln. Als Konsequenz wird Hollywood sicherlich auf weitere Sci-Fi Geschichten wie Spaiths’ Shadow 19 oder in andere originelle Drehbücher investieren. AHAHAHAHAHA!

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Große Liebe für Star Wars: Pew-Freund Owley bei einem Interview mit Giacchino

Die Umbrüche bei Rogue One: A Star Wars Story reißen nicht ab. Komponist und Oscar-Gewinner Michael Giacchino ersetzt Komponist und Oscar-Gewinner Alexandre Desplat. Erst einmal kein Problem, oder? Giacchino ist ein erstklassiger Komponist und wird seit Jahren als der inoffizielle Nachfolger/Erbe von John Williams gehandelt. Giacchino passt einfach zu Star Wars. Seine melodischen Kompositionen sind einprägsam, seine Musiktitel sind hilarious und er macht mit seinen klassischen Motiven großartige Momente noch größer. Nicht umsonst schrieb LOST-Schöpfer Damon Lindelof Sätze wie “Giacchino plays the momentousness of the moment” in sein Skript. Giacchino liefert ab.

Dass Giacchino den Score nun übernimmt, ist kein “Problem”. Es ist lediglich ein Symptom der Veränderungen an Rogue One, die jetzt Form annehmen. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Ich bin mir trotz der beschwichtigenden Pieces wie dem in der Disney-nahen Entertainment Weekly sicher, dass der ursprüngliche Pitch eines Kriegsfilms im Star Wars Universum nicht dem endgültigen Film entsprechen wird. Im Trailer sind viele Explosionen, Laser und PewPewPew zu sehen, aber muss eben nicht bedeuten, dass der Ton dem eines Kriegsfilms entsprechen wird. Auch in Marvels Civil War wurde viel gekämpft.

Alexandre Desplat ist nicht “dark and gritty™” und der Film muss diesem Blockbuster-Meme auch nicht folgen, um erfolgreich zu sein oder zu gefallen. Aber Rogue One ist ein Spin-off und versprach zumindest anders zu werden als der bisherige Space Opera Abenteuerfilm, von dem wir inzwischen sieben DVDs im Regal stehen haben. (weiterlesen…)

PewPewPew does #Horrorctober 2016

17 Sep, 2016 · Sascha · Film · 1 comment

horrorctober2016

Eines der spaßigsten Blogstöckchen der deutschen Filmblogosphäre, das gleichzeitig den schlechtesten Namen aller Zeiten hat, geht bei mir in die dritte Runde. Der Titel des Blogeintrags ist aber schon mal gelogen, in den letzten beiden Jahren (2015, 2014) gelang es mir nämlich nicht wirklich den #Horrorctober zu beenden. Ich könnte mit den ungesehenen Titeln eine ganze Liste für dieses Jahr gestalten, beginne aber lieber eine mit neuen Filmen, auf die ich wirklich Bock habe. Mal sehen, wie weit ich dieses Jahr komme. Die Liste gibt es auch auf Letterboxd.

Ich mag Fallout nicht. Kommt nicht auf den Titel an, ich hatte einfach noch nie etwas an der Spielereihe und das wird auch in der Zukunft so bleiben. Vor einigen Jahren hatte ich einmal Fallout 3 als Weihnachtsgeschenk erhalten und dem Spiel eine Chance gegeben, aber mehr als ein dutzend Stunden schaffte ich nicht.

Das liegt nicht daran, dass mir das Setting nicht gefällt oder ich das Spiel für schlecht halte, sondern schlicht an der ästhetischen Gestaltung der Postapokalypse im Fallout-Universum. Mir gefällt diese staubige, mutierte Welt mit ihren Braun-in-Braun-Tönen überhaupt nicht.

Ein Mod, den ich auf dem großartigen Modder-Channel hodilton gefunden habe, schafft jedoch Abhilfe. Mit ihm wird die Welt in eine grüne Oase verwandelt, in der Wälder, Gräser und Sträucher das Wasteland zurückerobert haben. Das finde ich realistischer (mir ist bewusst, dass es bei Fallout nicht darum geht, but still) und einfach hübscher. So einen Mod gab es bereits für Fallout 3 und ich hatte es trotzdem nicht gespielt. So wird es sich wohl auch mit dem vierten Titel halten, aber hübsch ist es trotzdem.

Schnell! Summt euren Lieblingssoundtrack aus einem Marvel-Film! Hmm, joa, gar nicht so einfach, oder?

Tony Zhous neues und unglaublich gutes Video-Essay fragt am Beispiel des Marvel Cinematic Universes, wieso sich die Filmmusik in so vielen Blockbuster gleicht und einfach keine emotionale Verbindung mehr mit dem Zuschauer eingehen kann. Die Antwort liegt nahe, doch sie verblüffte mich als relativ unbewanderter Mensch in Sachen musikalischer Komposition enorm. Und wie bei so vielen Problemen, die Hollywood aktuell plagen, sind die Symptome und Gründe auch hier systematisch und man fragt sich unweigerlich, wie sich diese risikoscheue Filmfabrik jemals wieder aus ihren Fesseln befreien kann. Natürlich gibt es immer wieder Lichtblicke, aber Zhous Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

Zuletzt jedoch ein positiver Ausblick in die Zukunft: Michael Giacchino komponiert die Filmmusik für Doctor Strange. Vielleicht wird das ja mal was. Hier noch eine Extraversion nur mit Temp-Musik-Vergleichen: (weiterlesen…)

strangerthingsstandbyme
Stranger Things / © Netflix

In der neuen Ausgabe des The Canon Podcasts von Devin Faraci und Amy Nicholson ging es um Stand By Me und ob Rob Reiners Klassiker gut genug ist, um in den Kanon der besten Filme aller Zeiten aufgenommen zu werden.

Inspiriert durch die Rahmengeschichte im Film hat Faraci für mich wunderbar festgehalten, wieso Stand By Me auch noch nach Jahren funktioniert sowie mit zukünftigen Generationen eine emotionale Verbindung aufbauen wird und wieso Stranger Things, in der Stand By Me direkt zitiert wird, nur ein 80s-Eskapismus-Referenzen-Flickwerk ist.

“I’m not wild about the era that I grew up in, which is the era Stranger Things is set in. I’m not wild about it. But here’s the interesting thing about nostalgia and Stand By Me. […] The reason why [Stand By Me] resonated with me as a 12-year-old kid in ’86 – I have no connection to the 50s – is that it’s nostalgia for a state of being and not nostalgia for a thing. It’s not predicated on nostalgia for, even though it’s full of songs, it isn’t predicated on nostalgia for the songs, it isn’t predicated on nostalgia for a certain kind of soda pop, it isn’t predicated on a certain tv show, it’s predicated on that state of being, that state of being a 12-year-old boy, in this weird moment between being a child and an adoslescent. […]

One of the things I love about this movie is the line that these kids walk, which is that they walk a line between being silly and childish and sort of aware of death and bad things in the world. And they live in an exact moment, you know, it’s gonna get beaten out of them any minute now where they can sit there and cry to each other. They live in that exact moment. And I think that’s really beautiful and it’s a beautiful little moment in your life that I think that this movie really captures. It’s nostalgia for that moment as opposed to nostalgia for 1956 or nostalgia for 1983, it’s nostalgia for what was it like to live right on the line between innocence and knowledge.”