Wie macht man eine der traurigsten Szenen der letzten Fernsehjahre noch schmerzvoller? MICHAEL FUCKING GIACCHINO! (via)

twin peaks teaser poster
Showtime

Was für ein schickes Poster zu dem wichtigsten TV-Revival aller Zeiten: David Lynch führt uns zusammen mit Mark Frost und einem Wahnsinnscast im Jahr 2017 zurück nach Twin Peaks.

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AMC

Ein bisschen Familiendrama, ein schizophrener Flashback und viel Gelaber – damit verabschiedet sich Fear The Walking Dead ohne großes Tamtam in die Sommerpause. Wenn die Serie im August wieder startet, muss sie deutlichere Akzente setzen, um zu überzeugen.

The Walking Dead hat in vielerlei Hinsicht Akzente gesetzt, aber besonders hinsichtlich der “Eventisierung” des Midseason-Finales muss man die Serie ein wenig rügen. Während die große Auflösung um Sophia in der zweiten Staffel noch narrativ schlüssig erschien (da man diesen Handlungsstrang nicht noch weiter in die Länge hätte ziehen können), wurden die restlichen Episoden wie Made To Suffer oder Too Far Gone bewusst mit dem Gedanken konstruiert, dem Zuschauer ein Feuerwerk abzuliefern, sodass er nach der Winterpause wieder einschalten wird. Die Quotenerfolge geben den Machern recht. Das System hat funktioniert. (weiterlesen…)

6. LOST Gedenktag

23 May, 2016 · Sascha · Fernsehen · 3 comments

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an dich denken muss. Ich vermisse dich, LOST. pixellove

got603

In der 63. Ausgabe des Wowcasts besprechen wir die dritte und vierte Folge der aktuellen Game of Thrones Staffel. René und ich machen zunächst einen kurzen Exkurs zur Debatte über die derzeitige Spoilerkultur und besprechen danach pragmatische Politiker, Ramseys perverses Apfelspiel, Tormunds vermeintliche Vorliebe für Zungen, wiederkehrende Plotelemente und die Frage, wie das ganze Theater überhaupt enden wird.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, Outro: Wham – Careless Whisper.

Shownotes

PewCast 022: Game of Thrones 5×05/06
(Spoiler/Fantheorie) Who are Jon Snow’s parents?
Cleganebowl-Meme (GET HYPE)
Bayern2 KulturWelt über Spoiler
Preacher: All Fucks Given
Brienne & Tormund in Love
Moviepilot: Game of Thrones – 6. Staffel, 4. Folge im Recap
Bildquelle ©HBO

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast63.mp3 (170,5MB)
Soundcloud: Wowcast 63: Game of Thrones S06E03/04 – Oathbreaker/Book of the Stranger
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast

Hier der Link zu allen Wowcast-Folgen auf Nerdcore, hier der Link zu den Heisencasts.

I felt this needed to be made…

got604
HBO

Eine Wiedergeburt und ein Wiedersehen: Die starke 4. Folge der 6. Staffel von Game of Thrones führt Figuren zusammen und bringt den Plot schneller voran als erwartet. Das macht Mut auf eine rosige Zukunft. Aber hey, wir schauen immer noch Game of Thrones.

Endlich ist es geschehen. Fans der Show mussten sich rund 5 Jahre gedulden, Buchleser etwa vier mal so lange: Zwei Starks haben sich endlich wieder getroffen. Sansa, Podrick und Brienne haben sich Littlefingers Teleportationsmaschine geliehen und sind noch vor Jons Abreise auf der Schwarzen Festung angekommen. Es ist ein höchst emotionaler Moment, der keiner Worte bedarf. In einer Serie, die nie müde wird, ihre Figuren durch psychische und physische Qualen zu schicken und jede Woche Ramsey die Castliste verkürzen lässt, fühlt sich so ein Moment wertvoll an. Wir sollten ihn wertschätzen, denn schon in den abschließenden Szenen ziehen dunkle Wolken am Himmel Westeros auf, die nicht nur den Winter, sondern auch den Tod bringen werden.

Das Wiedersehen der Geschwister Stark in der 4. Staffel von Game of Thrones ist nicht das einzige Familientreffen in dieser Episode. Theon Greyjoy kehrt zurück auf die Iron Islands und trifft dort auf seine Schwester Yara Greyjoy, die ihm Thronsaal verweilt. Regisseur Daniel Sackheim kopiert Alan Taylors Inszenierung der Wiedervereinigung aus „The Night Lands“ in jeder Einstellung, was im Umkehrschluss jedoch durch die starke äußerliche Veränderung Theons nur noch mehr die vergangen Qualen betont. Obwohl er fast sein gesamtes Leben ein Gefangener war, erkennt Theon nun in Freiheit die feinen Unterschiede zwischen dem Hause Stark und Bolton. Ähnlich wie Jon hat ihn dieser Kampf gegen die Welt und Obrigkeit müde gemacht. Er kündigt seine Unterstützung für Yaras Wahl zur Königin des Salt Thrones an und überlässt seiner Schwester die Zukunft des Hauses Greyjoys. Dieses Thema durchzieht die gesamte Episode, wie auch schon durch die gesamte bisherige Staffel. Während bis auf wenige diabolische, gewiefte Männer viele männliche Figuren ihrer Motivation für Größeres beraubt wurden und kleinere Risiken suchen, ist es das weibliche Geschlecht, das die Führung übernimmt. Dies darf wohl als direkte Antwort auf die kritische Reaktion auf die 5. Staffel gewertet werden. (weiterlesen…)

ftwd206
AMC

Fear the Walking Dead kommt nach Umwegen endlich in Mexiko an. Das lang ersehnte Ziel kann trotz des interessanten Settings nur wenig überzeugen. Und dazu wandert die Serie plötzlich unnötigerweise in bereits ausgetrampelten Pfaden.

„Besser spät als nie,“ sagt Großgrundbesitzer Tom, als Strand und seine Gruppe endlich an ihrem Zielort in Mexiko angekommen. Man möchte ihm zustimmen. Nach einem grandiosen Start hat die Schiffsexkursion schnell an Fahrt verloren, bevor Fear the Walking Dead in der letzten Episode völlig auf Grund lief. Nach diesen Umwegen erschien das lang ersehnte Gelände Toms jedoch ebenso verfault wie sein angebissener Arm. Wie richtig diese Einschätzung sein sollte, erfährt Daniel später mit eigenen Augen.

Wieso und weshalb Mexiko ein so sicheres Ziel ist, erklärt auch die nunmehr 6. Folge nicht. Ebenso bleibt die Logistik hinter der Seebarrikade mit Booten im Abstand von wenigen hundert Metern verborgen. Als die Abigail auf die Küste zusteuert, schickt das Militär einen Stoßtrupp vor, um die Yacht zu inspizieren. Die Soldaten verlangen Gold; ob dies nun dem eigenen naiven Weltbild geschuldet ist oder Mexiko tatsächlich noch so intakt ist, dass Währungen etwas wert sind… wer kann das schon sagen, bei einer Show, die solch rudimentäre Elemente ihres Storytellings offen lässt. (weiterlesen…)