thenightof

Im 74. Wowcast quatschen wir erstmal eine halbe Stunde lang dummes Zeug und reden anschließend über HBOs großartiges Crime-Drama The Night of. René und ich versuchen, unsere Hörer mit Fake-Youtube-Audio-Dingsbums zu verarschen und unseren Zuschauern Zuhörern Zuschauern den Leuten den total superen neuen Lippenstift unseres geilen neuen Sponsors anzudrehen und reden ansonsten über kaputte Füße und Sneaker als idiosynkratischen roten Faden der Serie, über The Night of als sechste Staffel von The Wire und singen dabei das Theme von Enterprise.

Das Intro wurde uns freundlicherweise vom großartigen Herrn Kaschke eingesprochen, Musik und Produktion von 3typen, Outro: Monsters of Folk – Dear God.

Shownotes:

Russel Watson- Faith of the Heart (Enterprise Theme)
3QuarksDaily: The Night Of

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast74.mp3 (142,4MB)
Soundcloud: 74: The Night of Sonntagnachmittage mit Enterprise-Theme
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast
Bildquelle © HBO

Star Wars Rebels Season 3 Poster

Disney XD beginnt ab morgen mit der Ausstrahlung der dritten Staffel und ich kann mir selbst kaum glauben, wenn ich sage, dass ich mich auf die Staffel freue. In den zwei Podcast-Reviews zu der ersten Staffel hagelte es jede Menge Kritik und auch wenn die zweite Staffel durchweg besser war, kann die Show als Serie nie endgültig überzeugen.

Hier und dort ergeben sich wie bereits in The Clone Wars zwar nette Kurzgeschichten, gestreckt über vielleicht zwei bis drei Episoden, aber danach gibt es direkt wieder eine Füllerfolge mit dem nervigen Droiden und der Ton wird zu flappsig. Das wird sich wohl nicht ändern, aber mir reichen bis dato die einzelnen Episoden aus, um weiterzugucken. Diese sind dann nämlich so gut, dass sich das Ganze am Ende des Tages schon lohnt.

In der dritten Staffel gibt es viele kleine Änderungen. Die Animation wird wie bei The Clone Wars von Staffel zu Staffel besser, auch wenn sie aktuell immer noch weit hinter der Qualität (und eben dem Budget) von TCW liegt. Dafür aber kann Ezra mit einer neuen Frisur aufwarten und die anderen Figuren haben auch kleine Makeovers bekommen. Insgesamt wirkt die Staffel wesentlich düsterer und dass man Thrawn als ernsthaften Gegner wieder in den Kanon holt, gefällt mir zumindest im Ansatz. Darth Maul muss aber ganz schnell weg.

Denn die Serie könnte einen ernsthaften Gegenspieler gebrauchen. Die wenigen Szenen mit Darth Vader sind die Serienhighlights und allgemein wird es Zeit, dass das Imperium seine Macht zeigt. Dass die Rebellen kleine Siege davontragen können, entspricht ja der “momentum narrative” von A New Hope, aber die bisherigen Staffeln waren tonal zu lockerflocking und in der Darstellung dieser Diktatur zu zurückhaltend. Das untergräbt nicht nur die Wichtigkeit des Sieges der Helden in den Filmen, sondern auch die beängstigende Situation kurz vor dem Wendepunkt in A New Hope. Schließlich, um tatsächlich Sinn zu machen, müssen nicht nur Jyn Erso und ihre Bande sowie Ezra und Co. sterben. Ein Retcon, im Sinne weiterer Helden auf gleicher Ebene neben Luke, wäre eine Katastrophe.

Happy 12th Birthday, LOST

22 Sep, 2016 · Sascha · Fernsehen · 2 comments

LOST wurde heute vor 12 Jahren zum ersten Mal auf ABC ausgestrahlt. Damon Lindelofs und Carlton Cuses Serie veränderte die Fernsehlandschaft und mein Leben. Zur Feier des Tages werde ich einfach Clips aus der Serie in diesen Thread posten, wie zum Beispiel oben das perfekte Ende der Episode “Exodus”.

Übrigens, darüber habe ich kurioserweise niemals gebloggt, wurde vor zwei Jahren ein Buch zum zehnjährigen Jubiläum veröffentlicht, von Fans für Fans, in dem ich auch zwei Mal vertreten. “Nobody Does It Alone: Whispers from the LOST Community” ist für ganz wenig Geld zu haben.

In 2004, ABC aired the premiere episode of LOST, a show that would go on to capture the imaginations of millions of fans for six seasons. Years after its final episode, LOST continues to occupy the hearts and minds of those fans who dubbed themselves “Losties.” This is their story. Culled from over 200 hundred responses collected around the globe, Nobody Does It Alone: Whispers from the LOST Community tells the story of this phenomenon through the eyes of its most devoted followers. Fans discuss their favorite memories, share close encounters with the stars of the show, and reflect on how the themes and mysteries of LOST intersect with their own lives. Go back to the Island one more time and recapture the magic of one of television’s most beloved stories

(weiterlesen…)

ftwd212

Fear The Walking ist bemüht: Auf eine der schwächsten Folgen der bisherigen Serie sehen wir eine Fortsetzung, die ohne Glanz und Gloria strikt und direkt ein Thema abhandelt. In Ekstase versetzt diese Episode nicht, aber sie schenkt zumindest neues Vertrauen, dass das Fundament der Serie nicht auf Sand gebaut ist.

In gewisser Weise ist die 12. Folge der 2. Staffel, Pillars of Salt, eine direkte Antwort auf meine Frage der letzten Woche. Es gibt viel an Fear the Walking Dead zu kritisieren, im Groben und im Detail, aber wenn eine Serie nicht verdeutlichen kann, worum es ihr geht, ist das ein gewaltiges Problem. Fear The Walking Dead hat dies in Pillars of Salt nun korrigiert. Selbstverständlich hat sich sowohl The Walking Dead als auch das Spin-off mehrfach bereits mit der Erziehung von Kindern und der Beziehung von Eltern und Kindern im Allgemeinen beschäftigt, aber dass diese Episode das Thema so direkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt und jeglichen Konflikt der Serie in diesem Kontext abhandelt, ist bemerkenswert – wenn auch nicht neu.

Auch The Walking Dead setzte seit dem Beginn der Serie auf die intensive Bindung zwischen Elternteil und Kind, setzte jedoch den Fokus auf den verständlichen Schutzinstinkt. Die Liste ist lang. Hershel fürchtet um das Wohl seiner Töchter. Carol wird verrückt, weil sie ihre Tochter in diesem Chaos verloren hat. Jessie möchte ihren kleinen Sohn vor der grauenvollen neuen Welt bewahren. Das Trauma des Governors lässt sich alleine durch den Verlust der Tochter erklären. Carol trainiert eine kleine Armee, sodass sie nicht Sophias Schicksal teilen. Und da wäre natürlich auch noch Rick, der zunächst seinen Sohn nur beschützen will und später erkennen muss, dass dies vielleicht in einem physischen Sinne möglich ist, er die psychologischen Folgen aber nicht abschätzen kann. (weiterlesen…)

ftwd211
© AMC

Fear The Walking erweitert seine in die Länge gezogene 2. Staffel um eine weitere Episode. Diese beginnt einen neuen Handlungsstrang, führt ein paar neue Figuren ein, baut Beziehungen zwischen den Figuren aus. Was Serien eben so machen. Begeisterung? Fehlanzeige.

Ist es tatsächlich so weit gekommen, dass die bloße Entscheidung, das Hotel zu sichern und als Unterschlupf auszubauen, Grund genug für Begeisterung ist? Die Messlatte für Fear the Walking Dead-Episoden, die nicht vor oder nach Sendepausen ausgestrahlt werden, ist inzwischen so niedrig angesetzt, dass es mir wohl so scheint. Immerhin arbeiten nun plötzlich Figuren zusammen, finden Gefallen aneinander, helfen und verstehen sich – es ist, als ob plötzlich ein Ruck durch das Autorenzimmer ging und man sich dazu entschied, dass es jetzt Zeit ist, ein Umdenken bei den Figuren zu initiieren.

Denn bis dato ist Fear The Walking Dead bestenfalls eine Ansammlung von Momentaufnahmen ohne Leitgedanken. Fear The Walking Dead hat keine Vision. (weiterlesen…)

halt-and-catch-fire-score
© Lakeshore Records

Paul Haslingers (Tangerine Dream) atmosphärische Synthwave-Musik ist das pochende Herz von AMCs Halt and Catch Fire, auch bekannt als die beste Serie, die niemand schaut. Gerade eine Serie, die so erfolgreich eine momentan gefeiertes und memefiziertes Jahrzehnt haargenau aufleben lässt und dazu sehr treffende Kommentare auf aktuelle Themen wie Internet, Privatsphäre und Innovation im Technologiezeitalter abgibt, müsste doch erfolgreicher sein. Ich verstehe es nicht. Ebenso unverständlich war es, dass AMC Paul Haslingers Score nicht veröffentlichte. Während die laufende dritte Staffel mit Blick auf die Zuschauerzahlen wohl die letzte der Serie sein wird, können wir uns immerhin jetzt über den Release der Musik freuen.

Halt and Catch Fire (Original Television Series Soundtrack) von Paul Haslinger ist ab sofort auf Spotify und iTunes erhältlich. Auf Birth. Movies. Death. gibt es weiterhin ein sehr schickes Interview mit Haslinger über sein bisheriges Werk, Tangerine Dream und natürlich die Arbeit für Halt and Catch Fire.

strangerthingsstandbyme
Stranger Things / © Netflix

In der neuen Ausgabe des The Canon Podcasts von Devin Faraci und Amy Nicholson ging es um Stand By Me und ob Rob Reiners Klassiker gut genug ist, um in den Kanon der besten Filme aller Zeiten aufgenommen zu werden.

Inspiriert durch die Rahmengeschichte im Film hat Faraci für mich wunderbar festgehalten, wieso Stand By Me auch noch nach Jahren funktioniert sowie mit zukünftigen Generationen eine emotionale Verbindung aufbauen wird und wieso Stranger Things, in der Stand By Me direkt zitiert wird, nur ein 80s-Eskapismus-Referenzen-Flickwerk ist.

“I’m not wild about the era that I grew up in, which is the era Stranger Things is set in. I’m not wild about it. But here’s the interesting thing about nostalgia and Stand By Me. […] The reason why [Stand By Me] resonated with me as a 12-year-old kid in ’86 – I have no connection to the 50s – is that it’s nostalgia for a state of being and not nostalgia for a thing. It’s not predicated on nostalgia for, even though it’s full of songs, it isn’t predicated on nostalgia for the songs, it isn’t predicated on nostalgia for a certain kind of soda pop, it isn’t predicated on a certain tv show, it’s predicated on that state of being, that state of being a 12-year-old boy, in this weird moment between being a child and an adoslescent. […]

One of the things I love about this movie is the line that these kids walk, which is that they walk a line between being silly and childish and sort of aware of death and bad things in the world. And they live in an exact moment, you know, it’s gonna get beaten out of them any minute now where they can sit there and cry to each other. They live in that exact moment. And I think that’s really beautiful and it’s a beautiful little moment in your life that I think that this movie really captures. It’s nostalgia for that moment as opposed to nostalgia for 1956 or nostalgia for 1983, it’s nostalgia for what was it like to live right on the line between innocence and knowledge.”

ftwd210
AMC

Eine neue Woche, eine neue Folge von Fear The Walking Dead, in der es der Serie erneut gelingt, selbst aus den gekünstelt spannenden Szenen nichts zu machen und aus vielversprechenden Prämissen pure Klischees zu entwickeln.

Es muss einen Punkt geben, an dem sich die Autoren von Fear The Walking Dead dem Potential ihrer Geschichte bewusst werden und aus dieser neuen Chance eine bessere Zombie-Serie machen. Insgesamt schenkt sich ein Vergleich der Qualität der beiden Shows nichts, da sowohl The Walking Dead als auch die Schwesterserie ihre positiven Episoden und Anhänger hat – aber auch beide Shows deutliche Schwächen aufweisen. Doch Dave Ericksons Serie steckt nicht in den groben Zügen von Robert Kirkmans Comic fest, der bei dem wiederholten Adaptationsversuch seiner Welt wesentlich stärkeres Mitspracherecht hat (und das von Anfang an), und die Figuren sind, zumindest in ihren Ansätzen, interessanter als ihre mittelmäßig adaptierten Serienpendants.

Und manchmal gibt es da diese Lichtblicke. Nick (Frank Dillane) erhielt in der 8. Folge der 2. Staffel seine gebührende Aufmerksamkeit und sobald sich die Geschichte auch nur ansatzweise auf die Entwicklung einer Figur fokussiert, macht die Qualität in nahezu sämtlichen Belangen einen Quantensprung. Ähnlich verhält sich das mit der Schwesterserie. Sobald Carol und Daryl durch Atlantas Innenstadt streifen, ergeben sich imposante Bilder, tatsächliche Spannung und kleine Momentaufnahmen einer postapokalyptischen, gleichgültigen Welt, in der sich die Figuren neu definieren müssen/können/dürfen. All das ist unterhaltend und spannend, wenn es gut gemacht wird.

In der 10. Folge von Fear the Walking Dead mit dem urkomischen Titel Do Not Disturb, ein ironischer Hinweis von der Autorin Lauren Signorino mit Hinblick auf das Hotelsetting, gelingt das alles jedoch nicht – oder höchstens nur im Ansatz, als eine Andeutung dessen, was sein könnte. Genau dieses Hotel gibt uns im Cold Opening einen interessanten Einblick in die ersten Momente der Apokalypse. Fear wagt deutlich häufiger den Blick in das Leben der Figuren vor der Apokalypse oder auch einfach nur den Moment des gesellschaftlichen Verfalls als die Schwesterserie und profitiert deutlich davon. In wenigen Sekunden wird erneut die Zombiemythologie von Robert Kirkman visuell stimmig nacherzählt: Es gibt bereits Gerüchte über eine Krankheit, aber da sich niemand mit einem Virus infiziert und es keinen Patient Zero gibt, muss man ab der “Stunde Null” auf den ersten Todeskandidaten warten, der wiederkommt. Und mal ehrlich: Wie oft kommen die meisten Menschen in ihrem Alltag mit einem Toten, rein räumlich gesehen, in näheren Kontakt? (weiterlesen…)