the-walking-dead-video-game-screenshot-1024x574
Telltale

Wie man vielleicht bereits festgestellt hat, habe ich die letzten Werewolves on Wheels Podcasts über The Walking Dead nicht mehr noch hier extra als Beitrag veröffentlicht. Der Beitrag auf Nerdcore wird zwar über meine sonstigen Social Media Kanäle weitergeleitet, muss aber nicht jede Woche auf zusätzlich auf PewPewPew erscheinen. Das hat mich dann dazu verleitet eine The Walking Dead Review Seite zu bauen, die ich stetig aktualisieren werde und auf der man meine Meinung zu allen Ausprägungen von Robert Kirkmans Kosmos finden kann.

LEGO Strip Club Set

21 Nov, 2014 · Sascha · Fernsehen · 0 comments

lego strip club

Die Custom-Lego-Genies von Citizen Brick bringen nach ihrem Breaking Bad Labor aus dem letzten Jahr den nächsten Knaller auf den Markt: Ein Lego Strip Club Set! Die nennen das ganz süffisant “Center for the Performing Arts”. Hihi! Sammler müssen sich beeilen, denn die ersten Sets sind auf 100 Stück limitiert. Macht sich auch sicherlich gut in Lego City Dioramen neben der Polizeistation.

“We have created a place where dreamers can dream, and dancers can dance. And dream. And, also, dance”

• Over 80 pad printed elements
• Hologram foil stamped wall pieces
• Working LED lights (batteries included)
• Four exclusive minifigs
• Full color printed box

CFPA_Magenta_web_1024x1024CFPA_Pole_web_1024x1024

The Citizen Brick: Center for the Performing Arts (via)

Abgesehen von ein paar Trailern habe ich noch nie sehr viel über Boardwalk Empire hier verfasst. Das lag jedoch nie an der Qualität der Serie oder mangelnder Begeisterung. Boardwalk Empire endete vor ein paar Wochen und das bestmögliche Kompliment, das ich Terence Winter, seiner Crew und dem Cast aussprechen kann, ist, dass die Serie es in jeder Folge schaffte, die Welt der 1920er Jahre wieder aufleben zu lassen. DieLiebe zum Detail, sei es bei den Sets, den Kostümen, den kontemporären Referenzen zu Musik oder Politik, der Auswahl des Castings, der Inszenierung, den pompösen Showeinlagen, den Subplots, den Einstellungen, war schier unendlich. Doch sobald die Zeitreisestunde dann aber beendet war, widmete ich mich wieder anderen Dingen. Boardwalk Empire war keine Serie, die mich fesselte.

Das lag auch daran, dass Boardwalk Empire spürbar keinen großen Gesamtplan hatte – was jedoch nie störte. Ja, man wollte das Leben von Nucky Thompson und seiner Familie (wie auch immer diese zu definieren ist, bleibt dem Zuschauer überlassen) abbilden, aber Nucky war oft nicht der überzeugendste Teil der Serie. Steve Buscemi spielte brilliant, besonders in der letzten Staffel, doch mit der Zeit wurden die eigens erschaffenen Nebenfiguren wie Richard Harrow oder Mickey Doyle interessanter. Und überhaupt: Nebenfiguren – nicht immer mit grandiosen Plots, dafür aber mitreißenden Momenten! Man war einfach dankbar, dass sie da sind und von so grandiosen Schauspielern wie Stephen Graham, Michael Shannon, Shea Whigham, Michael Kenneth Williams, Gretchen Mol, Michael Stuhlbarg, Anthony Laciura, Anatol Yusef, Vincent Piazza, Jeffrey Wright oder Bobby Cannavale (und, und, und!) zum Leben erweckt wurden.

Boardwalk Empire mag nicht ohne Fehler gewesen sein. Das Intro fand ich schon immer bescheuert. Den Frauenfiguren wurden erst späte Siege zugestanden – wenn überhaupt – und generell, historische Begebenheiten hin oder her, nicht viel Beachtung geschenkt. Aber dennoch wusste die Serie zu verzaubern und zu überzeugen. Kaum eine andere Serie bewegte sich bewusst so langsam voran, um ihren Figuren und Plots Zeit zum Atmen zu geben; nur um dann guns-blazing in den finalen Folgen einer Staffel die Köpfe rollen zu lassen. Überhaupt muss man die schnelle, kühle und vor allem direkte Art der Gewaltdarstellung der Serie loben. Ich werde die Serie sehr vermissen. Boardwalk Empire war ausgereifte Unterhaltung für Erwachsene und das gibt es nur noch selten.

Wem es ähnlich wie mir geht, der darf sich noch einmal die HBO-Dokumentation The Final Shot ansehen, in der Crew und Schauspieler fünf kreative Jahre Revue passieren lassen.

Kann sich noch jemand an den lustigen Trailer zur kolumbianischen Breaking Bad Kopie erinnern, der letztes Jahr kurz der dem richtigen Finale online ging? Die haben das Ding echt durchgezogen und 62 Episoden binnen einem Jahr rausgehauen. Nun kann man das Finale auch auf Spanisch mit kolumbianischen Nazis, Walter Blanco und Jose eins zu eins kopiert (sogar die schlechtsitzende Perücke!) bestaunen.

Bazinga! (*schüttel*) Das Lego Idea Projekt für The Big Bang Theory wurde als nächstes offizielle Produkt ausgewählt. Ugh… Okay, da waren jetzt alle vorgeschlagenen Ideen eher enttäuschend, aber das muss doch nicht sein… Da habe ich jetzt wirklich einmal Mitleid mit den Whovians. Nicht nur, dass sie immer eine mittelmäßige Serie in den Himmel loben, nein, jetzt gibt es sogar keine Lego-Steinchen zu Weihnachten. Das ist hart.

walkingdead503
AMC

HA! HA! HA! HA! TAINTED MEAT!! Im neuen Podcast besprechen Miriam (@galbrush,Facebook) und ich (@reeft, Facebook) leider angeschlagen und weiterhin ohne René unsere Lieblingszombieserie. Erneut geht es um Kannibalen, einen Priester, Moral und tainted fucking meat – endlich! Wie immer vergleichen wir die Adaption mit ihrem Original. Am Ende spekulieren wir rund 25 Minuten über Comic-Spoiler und die nächste Folge, basierend auf dem Teaser.

Kurzreview: Vor dem Podcast gefiel mir die Folge sehr gut. Nachdem wir dann alles durchgesprochen haben, hinterlassen einige Momente doch trotz Comicnähe und dichter Atmosphäre einen bitteren Nachgeschmack. Einige Dinge machen weiterhin keinen Sinn und wirken wirklich unüberlegt. Doch das Pacing gefällt und das neue Maß an Qualität, insbesondere bezüglich der Regie in dieser Woche, unterhält gut.

Als Saarländer kenne ich die besondere Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft wie kaum andere Europäer direkt aus dem Alltag und als Fernsehhipster bin ich natürlich auch Freund von arte. Wird also längst mal Zeit, dass ich davon auch mal im Blog was erzähle; immerhin konsumiere ich relativ viele der tollen Angbote. Da darf man auch ein wenig Lob zurückgeben.

Erwähnung sollte auf jeden Fall die sehr coole neue Laborentwicklung “Young Fiction” sein, bei der man Studenten der Filmakademie Ludwigsburg dazu aufforderte, junge und kreative Inhalte im seriellen Format zu entwickeln.

Aus etlichen Bewerbungen hat die Jury die besten drei ausgewählt und nun dürfen die Zuschauer den Sieger bestimmen. Die drei Pitch-Videos kann man sich online ansehen. Neben der chaotischen und abgeschlagenen Improvisationstheatersendung In freier Wildbahn gibt es noch die eher traditionelle Liebesgeschichte mit Netzeinbindung Paris Berlin & in between, die mit ihrer vertrauten Prämisse und der relativ hohen Produktionsqualität bisher die meisten Wähler begeistern konnte.

Mein Favorit ist jedoch “Broken Links” von L. H. Jung und D. Siebold über einen Computervirus, der zunächst das Internet und dadurch auch unser Leben ins komplette Chaos stürzt. Ich mag diese High Concept Idee und mir gefällt das Verständnis und die Einstellung der Machern zum Netz:

Links sind die Essenz der Netzkultur. Eine Information ohne Verknüpfung ist wertlos. Erst die Verknüpfung macht eine Bewertung und Einordnung möglich. In „Broken Links“ werden alle Verknüpfungen neu sortiert.

divbar

Weiterhin hat sich das Onlinekulturmagazin BiTS (jeden Mittwoch, ganz großartig. Die letzten Folgen gingen zum Beispiel über die Ninja Turtles, Halloweenkonsumismus, Transmediafranchiseforschung über z.B. Pokémon, etc.) diese Woche mit Netflix, Fernsehen und Algorithmen beschäftigt.

Ängste schüren, Kontrollverlustpanikmache und das alte System verteidigen, wenn auch mit einem Funken Wahrheit – das hätte man jetzt befürchten können. Stattdessen predigt das Video Eigenverantwortung und ich kann da nicht stärker beipflichten. Netflix zeigt einem nie wirklich das volle Angebot, das ist schon alleine auf Grund des Layouts und der großen Datenbank nicht möglich. Dafür muss man wohl zusätzliche Dienste oder schlicht Watchlists benutzen. Letterboxd gibt zum Beispiel unter den Filmeinträgen direkt die Möglichkeit den Film bei diversen Diensten wie Amazon, iTunes oder eben Netflix zu sehen, wenn er dort angeboten wird. Der Haken: Wirklich nützlich ist dies nur für Nutzer des amerikanischen Markts. Pfiffige deutsche Nutzer können sich aber über Umwege dort behilflich sein.

Die Sache mit der Einschätzung des Geschmacks trifft meiner Ansicht nach jedoch zu. Auch wenn das vorgeschlagene Angebot inzwischen mehr Marketingoberfläche geworden ist und man (minimal) nach den guten Titeln graben muss, sofern man nicht nach einem spezifischen Film sucht, trifft die Sterneeinschätzung stes meinen Geschmack. Wer also sehr wenig Zeit hat und seine Streamingstunden genau abwägen muss, kriegt hier eine gute Einschätzung. Allgemein ist es aber ein guter Tipp, nicht so naiv zu sein und sich immer auf diese Dienste zu verlassen und dann hinterher zu beschweren.

Jede Menge Hintergrundinformationen, Links, Bonus-Videos, etc. gibt es auf der offiziellen Seite zur Epsiode.

Mike Tyson hat eine neue Serie namens Mike Tyson Mysteries, die letzte Woche auf dem amerikanischen Sender Adult Swim zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Soweit bekannt. Ich hatte eigentlich trotz meiner Faszination für Tyson, basierend auf diversen Compilation Videos verrücktester Aussagen des Boxers und Taubenliebhabers, kein Interesse daran. Tyson bleibt eben trotz neuerlichem Charme ein Arschloch und Vergewaltiger.

Dass man jetzt mit einem bereinigten, popkulturell aufgeladenen Image dank Hit-Cameos (The Hangover) eine humorvolle Serie machen will, lässt mich eigentlich nur den Kopf schütteln. Und trotzdem bin ich nach diesem Clip oben irgendwie an der Serie interessiert. Einmal weil die Serie sich ihrer Probleme bewusst zu sein scheint und Tyson zur Zielscheibe des Spottes macht. Und andererseits weil die Prämisse einfach so abgefahren ist, dass man sich wenigstens eine Episode mal geben kann. Es muss nämlich geklärt werden: Wie kann Mike Tyson Cormac McCarthy helfen? Wobei benötigt er Hilfe? Wird McCarthy in der Serie zu sehen sein? Wie high war der Autor zum Zeitpunkt des Verfassens?