Da Alex dieses Woche eine Pause einlegte, durfte ich die Moderation übernehmen. Meine Herrschaft beginnt.

Uns gibt es auch weiterhin super bequem bei Spotify zu hören.

Shownotes:

01:30 – Ready Player One
22:20 – The Terror
38:46 – Die Freiheit, frei zu sein
51:49 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Carthago
Jack Stauber
Darcie Wilder – Literally Show Me a Healthy Person
Ahmed Saadawi – Frankenstein in Baghdad

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© AMC

Ein katastrophaler Start in jeder Hinsicht bedeutet noch lange nicht das Ende der Welt, aber die neue kreative Führung macht bereits beim Start der neuen Staffel von Fear The Walking Dead klar, dass die alte Version dieser Serie in ihren Augen wohl zu gut war.

48 Minuten. So lange braucht die Staffelpremiere von Fear the Walking Dead, bevor wir ein bekanntes Gesicht sehen. Es ist Alicia, die, zusammen mit ihrem Bruder Nick und einer neuen Gruppe, Morgan (Lennie James) in einen Hinterhalt lockt. Dieser ist wiederum – für Zuschauer, die die Produktion der Serie nicht genau verfolgen – überraschenderweise der Protagonist dieser ersten Episode. Wir folgen ihm auf seiner Reise von Virginia quer durch die Südstaaten der USA bis nach Texas, wo sich die Clarks und mehrere, neue Figuren zusammenfinden. Zuvor verabschieden ihn die drei Figuren, die ihn seit seiner Rückkehr in die Serie am meisten begleitet haben. Nach Jesus und Carol macht Rick den Abschluss. Er kritisiert die erneute Flucht in die Isolation, schließlich ist Wegrennen keine Lösung, wie Rick eben in dem All Out War mit Negan bewiesen hat. Doch genau das tut Morgan.

Was bei anderen Serien ein verwirrend interessanter Start sein kann (zum Beispiel der radikale Wechsel zu Beginn der 2. Staffel von The Leftovers), scheitert bei Fear the Walking Dead komplett. Dieser Schachzug macht für Zuschauer, die die Mutterserie nicht verfolgen, schlicht keinen Sinn. Sie wissen weder, wer Morgan ist, wovon er wegrennt oder wohin er will. Der neu ernannte Walking-Dead-Überlord Scott Gimple (nun verantwortlich für beide Serien) nimmt als ehemaliger Showrunner wie selbstverständlich an, dass Fans des Spin-offs auch die Mutterserie The Walking Dead verfolgen.

Während bisher beide Serien fantastisch voneinander abgekapselt in ganz eigenen Weisen operiert und funktioniert haben, werden sie nun irreversibel miteinander verknüpft, zum deutlichen Nachteil des Spin-offs. The Walking Dead gibt sich nicht mehr damit zufrieden, die eigenen in die Länge gezogenen Staffeln mit Nebenfiguren zu bevölkern. Nein, stattdessen quellen sie nun auch in andere Serien über. Statt die Verbindung in eine Webisode zu packen, wie bereits häufig geschehen, stehlen die neuen Showrunner Andrew Chambliss und Ian Goldberg ihrer Serie einen ordentlichen Auftakt.

Gimple und sein Autorenteam hatten Morgans Rückkehr von langer Hand mit mehreren kleinen Teaser-Szenen angekündigt. Dass Lennie James den Weg in die Serie zurückfand, war eine erfreuliche Wendung. Immerhin konnte er vor vielen Jahren gemeinsam mit Andrew Lincoln und Frank Darabont ein Gespür für die Atmosphäre dieses Serienuniversums definieren. Doch die Figur Morgan war bis auf seine überraschende Rückkehr nicht weiter interessant, weder im Comic, noch in der Serie. Der im Fandom generierte Hype manifestierte sich nie in der Dramaturgie der Figur. Mit einer Flashback-Folge versuchten die Autoren, Morgan mehr Charakter zu verleihen und mit seiner Einführung in das Gefüge in Alexandria auch gleichzeitig einen philosophischen Konflikt mit Rick zu generieren. Vermeintlich komplex angelegt, blieb Morgan jedoch in einem stetigen Wechsel aus Selbstmitleid und bipolarem Pazifismus stecken und wird nun aus der Mutterserie geschrieben, weil er dort keinen Platz mehr findet. Wahrscheinlich ist dies auch ein Grund, weshalb Morgan im Comic ebenfalls ausschied. Nur eben deutlich früher und sinnvoller. (weiterlesen…)

Bereits vor dem Start der zweiten Staffel von Westworld hat HBO ein langes Video mit allen Spoilern zu der Story veröffentlicht. Die Zusammenstellung ist offiziell. Jeffrey Wright dient als Sprecher.

Jonathan Nolan sah sich zu dieser Entscheidung gezwungen, da die Reddit-Community den großen Twist am Ende vorab richtig erriet, während die erste Staffel noch lief. Auch ich bekam davon Wind, auch weil viele Blogs diese beliebte Theorie aufgriffen und verbreiteten.

Nun möchten HBO und Nolan eine ähnliche Situation wie bei Game of Thrones erschaffen: Interessierte können vorab alle Informationen erfahren und dann eine Art Gatekeeping-Armee bilden, um so Spoiler besser einzudämmen. Ein gewagtes Experiment, gelinde gesagt. Aber die Aktion ist verrückt genug, dass sie tatsächlich funktionieren könnte.

Wenn ihr stark genug seid, schaut euch das Video an.

Ich habe mir das gesamte Video reingezogen. Dass mir der Twist am Ende der ersten Staffel bewusst war, hat der Unterhaltung in keinster Weise geschadet und sogar eher noch dazu geführt, dass die Rezeption auf einem deeperen Level höher war. Ohnehin habe ich persönlich nichts Spoiler. Ich vermeide sie wo möglich, aber ruinieren tun sie nichts (Podcast zum Thema).

Bei dieser Aktion konnte ich jedoch nicht widerstehen. Hier bin ich gerne Versuchskaninchen. Keine Sorge, ich werde hier auf dem Blog oder auf den anderen Kanälen natürlich nichts verraten, aber dieses Video hat es schon in sich. Das wird die Serie des Jahres! Versprochen.

Eine neue Ausgabe mit zwei eher enttäuschenden Titeln. Einmal ein lustig anmutender Film, dem aber die letzte Würze fehlt und eine ambitionierte ZDF-Serie, die außer dieser Tugend – narrativ und hinter der Kamera – wenig zu bieten hat.

Dafür gibt es uns jetzt auf Spotify. Das ist doch was.

Shownotes:

01:09 – The Death of Stalin
17:37 – Bad Banks
37:04 – Empfehlungen

Links zur Sendung:
Castlebeat – VHS
Szczepan Twardoch – Drach
Detektiv Conan – Der purpurrote Liebesbrief
Queer Eye
Love

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Podigee: 015 – The Death of Stalin, Bad Banks
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Eine Zusammenstellung direkt aus einem dystopischen Film. Verantwortlich ist die Sinclair Broadcasting Group, die ideologisch rechts neben Fox News liegt und etliche Local TV Stations in den USA verkauft übernommen hat. Viele Amerikaner verlassen sich auf ihre lokalen TV-Sendungen. Mit Fox News weiß man immerhin, was man kriegt. Sinclair hingegen hat die lokalen Fernsehsender unterwandert und zwingt die Sprecher Trump-Propaganda zu verbreiten. John Oliver hatte dazu letztes Jahr bereits ein Segment.

Ich habe es häufig in unseren Wowcast-Besprechungen gesagt: Die gesamte erste Staffel war ein exzellentes, philosophisches Fundament für die Action, die uns in der zweiten Staffel Westworld um die Ohren fliegen wird. So haben die echten Konsequenzen, die sich der Man in Black schon seit Ewigkeiten wünscht, auch Gewicht. Und ich muss gestehen, die Wucht dieses Trailer haut mich schon mal um. Hologramm-Planung am Strand, Nirvana-Cover, Young Will kehrt zurück, erste Teaser aus Shogun-World, weitere Interviews mit Delores, Bernard zwischen den Fronten und mehrere Shots aus der realen Welt(?). Und dann ist da noch dieser weiße Android ohne menschliche Features, der mich bereits jetzt in meinen Alpträumen verfolgt. Puh, das wird geil.

Wie viele Fernsehepisoden gibt es, die einen eigenen Print haben? Und wie viele, die es verdient haben? Allgemein ist das Medium Fernsehen in der Poster-Community etwas unterrepräsentiert, auch wenn viele Leute – wie ich – überhaupt erst durch die damalige Poster-Aktion von LOST zum Hobby fanden. Illustratorin Katherine Anderson dachte sich, dass Damon Lindelofs zweite Show im Vergleich ziemlich untergeht und hat daher The Leftovers den meines Wissens ersten Print der Serie geschenkt.

Als Episode hat sie sich natürlich International Assassin ausgesucht, die die ohnehin großartige 2. Staffel  gegen Ende noch einmal in legendäre Ebenen hob. The Leftovers ist eher eine introspektive Serie ohne große Visuals wie fliegende Drachen oder Psychiater mit Hirschgeweihen. Aber Lindelofs Meisterwerk ist sicherlich eine bildhaft schöne Serie mit tiefgründigen Bildern, die aber meist nur in einem Kontext eingebettet funktionieren. Ich bin jetzt nicht der größte Fan dieses Prints, aber ich mag ihn und er hat durchaus eine hübsche sowie thematisch passende Komposition ohne viel Schnickschnack. Also habe ich ihn mir gekauft. Er war billig und der erste und einzige Print meiner Lieblingsserie muss schon in meine Sammlung wandern.

Auf unsere neue Episode bin ich ganz besonders stolz. Die Diskussion um Paul Thomas Andersons neuen Film finde ich echt gut gelungen und ich konnte meinen Partnern/Partnerin einen Splitter-Comic von Christophe Bec über Alien-Raumschiffe auf dem Mars unterjubeln. Ein Erfolg!

Shownotes:

Themen: “Der seidene Faden”, Paul Thomas Andersons Film über einen Schneider und seine Frau, “Olympus Mons”, der neue Science-Fiction-Comic des Autors und Zeichners Christophe Bec, und “The End of the F*ing World”, eine Ausreißer-Serie aus Großbritannien.1:27 – Der seidene Faden
25:39 – Olympus Mons
40:27 – The End of the F***ing World
54:33 – Empfehlungen:

Links zur Sendung:
Ben Kaplan – The DryWorld Chronicles: Part One
Haruki Murakami – Die Ermordung des Commendatore – Band 1
This Is Us
Grace and Frankie

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Podigee: 011 – Phantom Thread, Olympus Mons, The End of the F***cking World
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