The Last Guardian bietet einige der größten und gleichzeitg auch frustrierendsten Momente, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Die Beziehung, die ich zu dem neuen Titel von Fumito Uedas Team Ico (bzw. später genDESIGN) entwickelte, erinnerte mich an eine kränkelnde Liebesbeziehung, in der beide Paare wirklich verzweifelt versuchen, zueinander zu finden, um am Ende doch festzustellen, dass es langfristig nichts wird – egal, wie aufregend, schön oder beeindruckend die gemeinsamen Momente miteinander sein können.

Der erste Eindruck ist jedoch der von Verwunderung. Die Trailer zu Project Ico bzw. The Last Guardian haben fast ein ganzes Jahrzehnt auf dem Buckel. Die ersten Minuten innerhalb der Welt von The Last Guardian wirken jedoch vertraut. Wenig hat sich von der ersten Vision verändert, lediglich die Grafik wirkt geupdatet, wie eine Remastered Version eines jahrealten Fiebertraums. In The Last Guardian spielt man einen namenlosen Jungen, der sich mit Hilfe eines Fabelwesens namens Trico durch eine große, umrandete Ruinenstadt nach oben navigieren muss, in der Hoffnung zu entkommen.

Die Beziehung, die der Spieler dabei zu Trico aufbaut, ist der selling point des Spiels. Es ist nicht unbedingt schwer, zu beschreiben oder zu erklären, wieso diese tierische Kreation durch Team Ico ein solcher Geniestreich ist. Sie aber wirklich vollends zu verstehen, verlangt eine eigene Spielerfahrung. Aber ich versuche es trotzdem. (weiterlesen…)

Wie in jedem Jahr hier eine Ansammlung der Superbowl TV-Spots und Trailer für zukünftige Filme. Vielleicht liegt es an dem unglaublich schlechten Kinosommer 2016, aber irgendwie sind die Spots nicht so lahm wie in nahezu jedem Jahr. Ich freue mich schon fast!

Ghost in the Shell

Ich bin immer noch voll on board in Sachen Ghost in the Shell mit Frau Johansson, gerade weil die Trailer und Spots so genial aussehen. Besonders diese riesigen Holoprojektionen, hier u.a. Kois, die um Gebäude fliegen, sind einfach richtig juicy. Wenn der Film doof wird, haben wir immer noch den Anime.

Stranger Things 2

Ich bin diese verdammte Show so fucking leid. Nicht nur, dass die Kinder natürlich in Ghostbusters-Kostümen in die Schule rennen, nein, sogar im Trailer wird bereits der Tür-Shot aus Close Encounters kopiert, für den ich ganz groß Liebe verspüre, da es meine erste Filmerinnerung überhaupt ist. Ich nehme das inzwischen richtig persönlich. Anschauen werde ich mir die Serie natürlich trotzdem, allen voran wegen dem angeteaseten Lovecraftian Horrormonster. Aber ich werde dabei sehr oft seufzen. JAWOHL, LAUT SEUFZEN! (weiterlesen…)

Carrie Fisher hat ihren Herzinfarkt, erlitten am 23. Dezember, nicht überlebt. Sie starb am 27. Dezember 2016 im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen. 2016 hat uns viele unserer Pop-Helden genommen, aber Carrie Fishers Tod trifft mich am meisten. (weiterlesen…)


Im 86. Wowcast reden wir zweieinhalb Stunden über Rogue One – A Star Wars Story. René und ich reden über alle Details, die vielen Easter Eggs und Cameos von alten Bekannten, wir reden über echte und galaktische Blaumilch, Stormtrooper-Toys, Familientragödien, technische und ethische Fragen von CGI-Wiederbelebungen, Außerirdische mit lustigen Tentakeln am Maul, multiple Nerdgasms und die Physik von Sternenzerstörer-pushenden Hammerhead Corvettes.

Intro: 20th Century Fox, Outro: Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son, Soundcloud-Visual von Andrey Tramvaev

Shownotes:

Longtake.de: #72: ROGUE ONE (GAST: SASCHA BRITTNER)
PewPewPew: Wieso das ROGUE ONE Cast Photo so toll ist
PewPewPew: Wann gibt es endlich wieder eine gute Star Wars Raumschlacht?
Wowcast 48: Star Wars – The Force Awakens
Blind Ltd: Rogue One GUIs
Variety: ‘Rogue One’: What [that guy]’s Digital Resurrection Means for the Industry
Wookiepedia: Ancient Order of the Whills
io9: All the Major Star Wars Cameos and Connections You May Have Missed in Rogue One
Uproxx: ‘Rogue One’ Will Change The Way You Look At The Original ‘Star Wars’
Youtube: Star Wars From Puppets To Pixels: Digital Characters In Episode II
Sascha-Korrektur: Anakin (Darth Vader) Kills the Separatist Council Leaders
Ashley Wood

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast86.mp3 (167,4MB, 2:19h)
Soundcloud: Wowcast 86: Rogue One – A Star Wars Story
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast


Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

owley-giacchino
Große Liebe für Star Wars: Pew-Freund Owley bei einem Interview mit Giacchino

Die Umbrüche bei Rogue One: A Star Wars Story reißen nicht ab. Komponist und Oscar-Gewinner Michael Giacchino ersetzt Komponist und Oscar-Gewinner Alexandre Desplat. Erst einmal kein Problem, oder? Giacchino ist ein erstklassiger Komponist und wird seit Jahren als der inoffizielle Nachfolger/Erbe von John Williams gehandelt. Giacchino passt einfach zu Star Wars. Seine melodischen Kompositionen sind einprägsam, seine Musiktitel sind hilarious und er macht mit seinen klassischen Motiven großartige Momente noch größer. Nicht umsonst schrieb LOST-Schöpfer Damon Lindelof Sätze wie “Giacchino plays the momentousness of the moment” in sein Skript. Giacchino liefert ab.

Dass Giacchino den Score nun übernimmt, ist kein “Problem”. Es ist lediglich ein Symptom der Veränderungen an Rogue One, die jetzt Form annehmen. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Ich bin mir trotz der beschwichtigenden Pieces wie dem in der Disney-nahen Entertainment Weekly sicher, dass der ursprüngliche Pitch eines Kriegsfilms im Star Wars Universum nicht dem endgültigen Film entsprechen wird. Im Trailer sind viele Explosionen, Laser und PewPewPew zu sehen, aber muss eben nicht bedeuten, dass der Ton dem eines Kriegsfilms entsprechen wird. Auch in Marvels Civil War wurde viel gekämpft.

Alexandre Desplat ist nicht “dark and gritty™” und der Film muss diesem Blockbuster-Meme auch nicht folgen, um erfolgreich zu sein oder zu gefallen. Aber Rogue One ist ein Spin-off und versprach zumindest anders zu werden als der bisherige Space Opera Abenteuerfilm, von dem wir inzwischen sieben DVDs im Regal stehen haben. (weiterlesen…)

Star Wars Rogue One Todesstern
Disney

Der lang ersehnte zweite Trailer zu Gareth Edwards’ Rogue One: A Star Wars Story wurde nach vielen kleinen Clips endlich in ganzer Länge veröffentlicht. Der Trailer ist nicht identisch mit dem, der auf der Celebration in London gezeigt wurde. Er wird der letzte sein, den ich mir für den Film ansehen werde – zumindest rede ich mir das gerade ein.

From Lucasfilm comes the first of the Star Wars standalone films, Rogue One: A Star Wars Story, an all-new epic adventure. In a time of conflict, a group of unlikely heroes band together on a mission to steal the plans to the Death Star, the Empire’s ultimate weapon of destruction. This key event in the Star Wars timeline brings together ordinary people who choose to do extraordinary things, and in doing so, become part of something greater than themselves.

Nach vielem Ärger um die Gerüchte zu den langen Nachdrehs kann der Trailer viele Zweifel wegblasen – Rogue One sieht weiterhin wie ein Kriegsfilm aus -, aber es ist und bleibt eben ein Trailer. Der Trailer an sich gefällt mir vom Aufbau her eigentlich gar nicht so sehr, aber die einzelnen Einstellungen und Fragmente der Szenen rauben mir jetzt schon den Atem. Vielleicht ein gutes Zeichen, immerhin hatte ich die Trailer zu The Force Awakens abgefeiert und am Ende kam die Enttäuschung des Jahres für mich heraus.

Ich mag Gareth Edwards sehr, insbesondere sein Godzilla-Reboot halte ich für den besten Blockbuster seit Jurassic Park und genau wie mit der Echse schafft er es hier die Welt von Star Wars wuchtig und angsteinflößend erscheinen zu lassen. Das Imperium wirkt finster und verletzlich, die Rebellen klein, aber fähig, die Action episch und dringlich. (weiterlesen…)

Pokémon Go ist kein gutes Spiel. Das ist nicht schlimm, wenn auch etwas schade. Die Liste der Probleme ist lang. Damit sind nicht die Bugs gemeint, die das Spielvergnügen aktuell plagen. Es geht um grundlegende Designfehler in der aktuellen Version des Spiels.

Die Liste ist lang

So werden Spieler ab einem gewissen Level fast schon zum Kaufen von Items genötigt, da der Fortschritt sonst fast unmöglich ist. Weiterhin können Spieler aktuell Pokémon nicht miteinander tauschen. Die Kämpfe der Pokémon in den Arenen sind lächerlich, da man nur auf den Touchscreen hämmert und keine Attacken auswählen kann. Wilde Pokémon kann man nicht schwächen, sondern muss sie mit Beeren anlocken. Wer aufsteigen will, muss Pokémon fangen. So viele, wie möglich. Dann werden diese verschickt und man erhält Sternenstaub und Bonbons. Das Leveln der Pokémon, ein Prozess bei dem der Spieler eine tiefere Verbindung zu dem Tier formt, ist damit nicht existent.

Die Liste ist noch länger, aber ich ziehe hier mal einen Schlussstrich. Trotz alledem ist Pokémon Go ein Hit. Inzwischen flacht der Hype wieder etwas ab und nach nun genau fünf Wochen Spielzeit befinde ich mich an einem Punkt, an dem ich gerne ein Fazit ziehen würde. (weiterlesen…)