Also ich bin nicht wirklich verrückt nach dem Trailer, aber vielleicht ist das auch ein gutes Zeichen. The Force Awakens hatte atemberaubende Trailer und wie ich zum Film stehe, verarbeite ich hier öffentlich in Therapie seit über einem Jahr.

Aber nein, Spaß beiseite. Das sieht gut aus. Das ist für mich ein großer Schritt nach vorn. Es gibt neue Raumschiffe, neue Designs und Figuren, auch die Einstellungen sind nicht so sklavisch an die alte Trilogie gebunden wie noch in Episode VII. The Last Jedi verspricht hier im Trailer ein dunkler, mystischer und sehr emotionaler Film zu werden. Ich vertraue auf Rian Johnson. Hier eine kurze Besprechung der wichtigen Szenen:

Ich habe sehr hohe Erwartungen an das Training von Rey. Irgendwie muss es ja nun Sinn ergeben, weshalb sie ohne Ausbildung bereits so stark war. Der Trailer verspricht in wirklich teils großartigen Einstellungen einen emotionalen Kampf mit ihrem Meister und sich selbst, der wesentlich ausgeprägter und dunkler ablaufen wird als das noch bei Yoda und Luke der Fall war. Immerhin scheint Luke gar nicht mehr an die Jedi zu glauben, Yoda war dagegen relativ schnell umgestimmt und fröhlich.

Dieser Shot bereitet mir ein bisschen Bauchweh. Auch der, wo Reys Hand Staub von dem Symbol des Jedi-Ordens streicht. (Kleine Spoiler folgen nur für diese Einstellung.) Wer die Gerüchte um den Film und den Jedi-Baum verfolgt hat, wird wissen, was ich meine. Ich halte die Idee, sofern die Gerüchte stimmen, für relativ kontraproduktiv. Die Macht näher zu erforschen – okay. Aber unbedingt näher zu erklären mit Gaia-Quatsch? Das sind dann die Midichlorianer nur in grün. Hoffentlich nicht.

Wenn wir gerade vom Jedi-Orden sprechen: Ich halte diese Einstellung für einen Flashback. Eigentlich hätte das Abrams schon machen müssen, aber hat er nicht – deshalb räumt Johnson jetzt die Unordnung auf. Wir sehen auch Phasma kurz in den Flammen mit ihrem Trupp. Das ist bestimmt der Angriff der First Order / Knights of Ren auf Lukes neuen Jedi-Tempel.

Oscar Isaac stiehlt mir mein Herz. Tolle Action, der Angriff auf die Resistance scheint zu zeigen, dass die First Order nicht mit Starkiller Base unterging. Ähnlich wie in The Empire Strikes Back kommt ein Rückschlag früh im Film. Ich hoffe, dass die Parallelen nicht wieder zu offensichtlich sind.

Apropos offensichtliche Parallelen. Immerhin sind die Raumschiffe neu und aufregend und ich bin gespannt, wie sie funktionieren – und ob mich das alles zu sehr an The Empire Strikes Back erinnern wird.

Now this is podracing!

Dies ist der einzige Shot von Finn im Trailer. Er wird kurz nach diesen neuen Speedern gezeigt. Sitzt er dort drin und steuert sie? Ist er doch noch länger verletzt im Film?

Das könnten Leia oder Laura Derns Figur sein, die eine Resistance-Anführerin spielt. Hübscher Shot aber, mir gefällt das Interface sehr. Hübsches Update des traditionellen Designs.

Und es sieht so aus, als ob die Neue Republik doch nicht ganz zerstört wurde. Hier verteidigen mächtige Fregatten einen Planeten, die Schiffe erinnern an aufgemotzte Nebulon-Bs. Sehr hübsch.

Kylo Ren und Rey im Kampf, wahrscheinlich auf Ahch-To. Bring it!

Insgesamt ein sehr schöner Teaser, der eben noch viel zurückhält. Kelly Marie Trans Figur namens Rose wurde im Trailer nicht gezeigt, ebenso fehlen Benicio del Toro und Laura Dern. Wir sahen noch nichts von der Game of Thrones Stadt in der gedreht wurde. Snoke fehlt, Hux fehlt, Chewie fehlt. Da kann noch mehr kommen, aber ich werde es wohl bei diesem Teaser belassen und mich dann im Kino hoffentlich überraschen und erfreuen.

Bottom line:

Star Wars: The Last Jedi startet am 14. Dezember 2017 in den deutschen Kinos.

Das Netflix-Stigma

12 Apr, 2017 · Sascha · Featured,Film · 3 comments

Dieser Tweet hatte einigen Zuspruch erfahren und ich wollte das Gefühl noch einmal ganz kurz in einer etwas längeren Form auf dem Blog festhalten. Und genau das soll es auch sein, die Beschreibung eines Gefühls, ohne große Zahlen (die Netflix ohnehin nicht preisgibt) und Box-Office-Crunching.

Das Netflix-Original Branding hat keine besondere Bedeutung. Netflix drückt seinen “Original”-Stempel auf Eigenproduktionen, eingekaufte Serien und Filme sowie Serien, die zum Beispiel nur über Netflix ausgestrahlt werden, sonst aber nichts mit Netflix am Hut haben (siehe z.B. Better Call Saul in Deutschland). Das verwässert die Marke ungemein und lässt alles sehr undurchsichtig erscheinen.

Von Netflix produzierte Filme mit Oscar-Hoffnungen werden im gleichen Atemzug wie Adam Sandlers neuer Urlaubsdreh genannt. Netflix veröffentlichte im gleichen Jahr Ridiculous Six und Beasts of No Nation und während dieser Move natürlich die Bandbreite des Streamingdiensts unterstreicht, gibt es aber auch einen ungewollten Nebeneffekt. Ich vermute, dass das sonstige Line-Up aus The Do-Over, Tallulah, XOXO, Spectral oder Special Correspondents anderen prestigeträchtigeren Filmen die gewisse Aura eines Awardsfilms raubt.

Der direkte Vergleich zwischen Amazons Manchester by the Sea und Netflix’ Beasts of No Nation bietet sich an. Netflix kaufte die internationalen Rechte an Beasts auf, veröffentlichte den Film in einigen Kinos und zeitgleich online. Dies rief einen Boykott einiger Kinobetreiber hervor. Amazon kaufte Manchester by the Sea nach einer erfolgreichen Premiere auf dem Sundance Filmfestival (Netflix tat dies jetzt ebenso mit The Discovery). Amazon Studios brachte Manchester zunächst in die Kinos, bevor der Film im Januar online erschien.

Als Netflix vor einem Jahr bei den Oscars leer ausging, wurde dies teilweise als eine Absage an Streamingdienste wie Netflix und dergleichen angesehen. Der Film Manchester by the Sea konnte jedoch, der eben nicht nur halbherzig wie Beasts in einigen Kinos in Los Angeles und New York lief, um sich für die Oscars zu qualifizieren, in diesem Jahr zwei Trophäen mit nach Hause nehmen und insgesamt 6 Nominierungen für sich verbuchen, unter anderem die für den besten Film. (weiterlesen…)

“2016 wird alles besser.” habe ich letztes Jahr in den Rückblick am Ende hingeschrieben und siehe da, ich sollte Recht behalten. Das vergangene Jahr hatte zwar auch seine Tiefen, die dummerweise ganz besonders tief waren, aber insgesamt war das ein schönes Jahr vollgefüllt mit schönen Erfahrungen, toller Unterhaltung und erfreulichen Blog-Kollaborationen. Politisch gesehen verlief das Jahr ähnlich wie oben im Gif und das beschäftigt uns ja jetzt auch noch in 2017, aber das wird bestimmt bald alles besser. Wenn mich das vergangene Jahr eines gelehrt hat, dann das alles vorübergeht. Einfach weitermachen also.

Hier nochmal die gesamte Listenübersicht.

Meine Top 10 Movie Art
Meine Filmhighlights 2017
Meine Top 20 Filme 2016
Die besten Filmmomente 2016
Meine Top 10 Videospiele 2016
Meine Top 10 Fernsehserien 2016
Meine Top 10 Trailer 2016
Meine Top 20 Poster 2016


Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

The Last Guardian bietet einige der größten und gleichzeitg auch frustrierendsten Momente, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Die Beziehung, die ich zu dem neuen Titel von Fumito Uedas Team Ico (bzw. später genDESIGN) entwickelte, erinnerte mich an eine kränkelnde Liebesbeziehung, in der beide Paare wirklich verzweifelt versuchen, zueinander zu finden, um am Ende doch festzustellen, dass es langfristig nichts wird – egal, wie aufregend, schön oder beeindruckend die gemeinsamen Momente miteinander sein können.

Der erste Eindruck ist jedoch der von Verwunderung. Die Trailer zu Project Ico bzw. The Last Guardian haben fast ein ganzes Jahrzehnt auf dem Buckel. Die ersten Minuten innerhalb der Welt von The Last Guardian wirken jedoch vertraut. Wenig hat sich von der ersten Vision verändert, lediglich die Grafik wirkt geupdatet, wie eine Remastered Version eines jahrealten Fiebertraums. In The Last Guardian spielt man einen namenlosen Jungen, der sich mit Hilfe eines Fabelwesens namens Trico durch eine große, umrandete Ruinenstadt nach oben navigieren muss, in der Hoffnung zu entkommen.

Die Beziehung, die der Spieler dabei zu Trico aufbaut, ist der selling point des Spiels. Es ist nicht unbedingt schwer, zu beschreiben oder zu erklären, wieso diese tierische Kreation durch Team Ico ein solcher Geniestreich ist. Sie aber wirklich vollends zu verstehen, verlangt eine eigene Spielerfahrung. Aber ich versuche es trotzdem. (weiterlesen…)

Wie in jedem Jahr hier eine Ansammlung der Superbowl TV-Spots und Trailer für zukünftige Filme. Vielleicht liegt es an dem unglaublich schlechten Kinosommer 2016, aber irgendwie sind die Spots nicht so lahm wie in nahezu jedem Jahr. Ich freue mich schon fast!

Ghost in the Shell

Ich bin immer noch voll on board in Sachen Ghost in the Shell mit Frau Johansson, gerade weil die Trailer und Spots so genial aussehen. Besonders diese riesigen Holoprojektionen, hier u.a. Kois, die um Gebäude fliegen, sind einfach richtig juicy. Wenn der Film doof wird, haben wir immer noch den Anime.

Stranger Things 2

Ich bin diese verdammte Show so fucking leid. Nicht nur, dass die Kinder natürlich in Ghostbusters-Kostümen in die Schule rennen, nein, sogar im Trailer wird bereits der Tür-Shot aus Close Encounters kopiert, für den ich ganz groß Liebe verspüre, da es meine erste Filmerinnerung überhaupt ist. Ich nehme das inzwischen richtig persönlich. Anschauen werde ich mir die Serie natürlich trotzdem, allen voran wegen dem angeteaseten Lovecraftian Horrormonster. Aber ich werde dabei sehr oft seufzen. JAWOHL, LAUT SEUFZEN! (weiterlesen…)

Carrie Fisher hat ihren Herzinfarkt, erlitten am 23. Dezember, nicht überlebt. Sie starb am 27. Dezember 2016 im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen. 2016 hat uns viele unserer Pop-Helden genommen, aber Carrie Fishers Tod trifft mich am meisten. (weiterlesen…)


Im 86. Wowcast reden wir zweieinhalb Stunden über Rogue One – A Star Wars Story. René und ich reden über alle Details, die vielen Easter Eggs und Cameos von alten Bekannten, wir reden über echte und galaktische Blaumilch, Stormtrooper-Toys, Familientragödien, technische und ethische Fragen von CGI-Wiederbelebungen, Außerirdische mit lustigen Tentakeln am Maul, multiple Nerdgasms und die Physik von Sternenzerstörer-pushenden Hammerhead Corvettes.

Intro: 20th Century Fox, Outro: Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son, Soundcloud-Visual von Andrey Tramvaev

Shownotes:

Longtake.de: #72: ROGUE ONE (GAST: SASCHA BRITTNER)
PewPewPew: Wieso das ROGUE ONE Cast Photo so toll ist
PewPewPew: Wann gibt es endlich wieder eine gute Star Wars Raumschlacht?
Wowcast 48: Star Wars – The Force Awakens
Blind Ltd: Rogue One GUIs
Variety: ‘Rogue One’: What [that guy]’s Digital Resurrection Means for the Industry
Wookiepedia: Ancient Order of the Whills
io9: All the Major Star Wars Cameos and Connections You May Have Missed in Rogue One
Uproxx: ‘Rogue One’ Will Change The Way You Look At The Original ‘Star Wars’
Youtube: Star Wars From Puppets To Pixels: Digital Characters In Episode II
Sascha-Korrektur: Anakin (Darth Vader) Kills the Separatist Council Leaders
Ashley Wood

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast86.mp3 (167,4MB, 2:19h)
Soundcloud: Wowcast 86: Rogue One – A Star Wars Story
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast