“2016 wird alles besser.” habe ich letztes Jahr in den Rückblick am Ende hingeschrieben und siehe da, ich sollte Recht behalten. Das vergangene Jahr hatte zwar auch seine Tiefen, die dummerweise ganz besonders tief waren, aber insgesamt war das ein schönes Jahr vollgefüllt mit schönen Erfahrungen, toller Unterhaltung und erfreulichen Blog-Kollaborationen. Politisch gesehen verlief das Jahr ähnlich wie oben im Gif und das beschäftigt uns ja jetzt auch noch in 2017, aber das wird bestimmt bald alles besser. Wenn mich das vergangene Jahr eines gelehrt hat, dann das alles vorübergeht. Einfach weitermachen also.

Hier nochmal die gesamte Listenübersicht.

Meine Top 10 Movie Art
Meine Filmhighlights 2017
Meine Top 20 Filme 2016
Die besten Filmmomente 2016
Meine Top 10 Videospiele 2016
Meine Top 10 Fernsehserien 2016
Meine Top 10 Trailer 2016
Meine Top 20 Poster 2016


Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

The Last Guardian bietet einige der größten und gleichzeitg auch frustrierendsten Momente, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Die Beziehung, die ich zu dem neuen Titel von Fumito Uedas Team Ico (bzw. später genDESIGN) entwickelte, erinnerte mich an eine kränkelnde Liebesbeziehung, in der beide Paare wirklich verzweifelt versuchen, zueinander zu finden, um am Ende doch festzustellen, dass es langfristig nichts wird – egal, wie aufregend, schön oder beeindruckend die gemeinsamen Momente miteinander sein können.

Der erste Eindruck ist jedoch der von Verwunderung. Die Trailer zu Project Ico bzw. The Last Guardian haben fast ein ganzes Jahrzehnt auf dem Buckel. Die ersten Minuten innerhalb der Welt von The Last Guardian wirken jedoch vertraut. Wenig hat sich von der ersten Vision verändert, lediglich die Grafik wirkt geupdatet, wie eine Remastered Version eines jahrealten Fiebertraums. In The Last Guardian spielt man einen namenlosen Jungen, der sich mit Hilfe eines Fabelwesens namens Trico durch eine große, umrandete Ruinenstadt nach oben navigieren muss, in der Hoffnung zu entkommen.

Die Beziehung, die der Spieler dabei zu Trico aufbaut, ist der selling point des Spiels. Es ist nicht unbedingt schwer, zu beschreiben oder zu erklären, wieso diese tierische Kreation durch Team Ico ein solcher Geniestreich ist. Sie aber wirklich vollends zu verstehen, verlangt eine eigene Spielerfahrung. Aber ich versuche es trotzdem. (weiterlesen…)

Wie in jedem Jahr hier eine Ansammlung der Superbowl TV-Spots und Trailer für zukünftige Filme. Vielleicht liegt es an dem unglaublich schlechten Kinosommer 2016, aber irgendwie sind die Spots nicht so lahm wie in nahezu jedem Jahr. Ich freue mich schon fast!

Ghost in the Shell

Ich bin immer noch voll on board in Sachen Ghost in the Shell mit Frau Johansson, gerade weil die Trailer und Spots so genial aussehen. Besonders diese riesigen Holoprojektionen, hier u.a. Kois, die um Gebäude fliegen, sind einfach richtig juicy. Wenn der Film doof wird, haben wir immer noch den Anime.

Stranger Things 2

Ich bin diese verdammte Show so fucking leid. Nicht nur, dass die Kinder natürlich in Ghostbusters-Kostümen in die Schule rennen, nein, sogar im Trailer wird bereits der Tür-Shot aus Close Encounters kopiert, für den ich ganz groß Liebe verspüre, da es meine erste Filmerinnerung überhaupt ist. Ich nehme das inzwischen richtig persönlich. Anschauen werde ich mir die Serie natürlich trotzdem, allen voran wegen dem angeteaseten Lovecraftian Horrormonster. Aber ich werde dabei sehr oft seufzen. JAWOHL, LAUT SEUFZEN! (weiterlesen…)

Carrie Fisher hat ihren Herzinfarkt, erlitten am 23. Dezember, nicht überlebt. Sie starb am 27. Dezember 2016 im Alter von nur 60 Jahren an den Folgen. 2016 hat uns viele unserer Pop-Helden genommen, aber Carrie Fishers Tod trifft mich am meisten. (weiterlesen…)


Im 86. Wowcast reden wir zweieinhalb Stunden über Rogue One – A Star Wars Story. René und ich reden über alle Details, die vielen Easter Eggs und Cameos von alten Bekannten, wir reden über echte und galaktische Blaumilch, Stormtrooper-Toys, Familientragödien, technische und ethische Fragen von CGI-Wiederbelebungen, Außerirdische mit lustigen Tentakeln am Maul, multiple Nerdgasms und die Physik von Sternenzerstörer-pushenden Hammerhead Corvettes.

Intro: 20th Century Fox, Outro: Creedence Clearwater Revival – Fortunate Son, Soundcloud-Visual von Andrey Tramvaev

Shownotes:

Longtake.de: #72: ROGUE ONE (GAST: SASCHA BRITTNER)
PewPewPew: Wieso das ROGUE ONE Cast Photo so toll ist
PewPewPew: Wann gibt es endlich wieder eine gute Star Wars Raumschlacht?
Wowcast 48: Star Wars – The Force Awakens
Blind Ltd: Rogue One GUIs
Variety: ‘Rogue One’: What [that guy]’s Digital Resurrection Means for the Industry
Wookiepedia: Ancient Order of the Whills
io9: All the Major Star Wars Cameos and Connections You May Have Missed in Rogue One
Uproxx: ‘Rogue One’ Will Change The Way You Look At The Original ‘Star Wars’
Youtube: Star Wars From Puppets To Pixels: Digital Characters In Episode II
Sascha-Korrektur: Anakin (Darth Vader) Kills the Separatist Council Leaders
Ashley Wood

Links zu MP3, Soundcloud und Podcast-Feeds:

MP3: wowcast86.mp3 (167,4MB, 2:19h)
Soundcloud: Wowcast 86: Rogue One – A Star Wars Story
iTunes: NC-Podcast
Podcast-Feed: http://feeds.feedburner.com/nc-podcast


Nintendo

Nintendos Finanzzahlen waren in den letzten Jahren dank fantastischen Fehlschlägen wie der WiiU so in den Keller gesunken, dass sich viele Fans des japanischen Videoherstellers die Haare rauften und die naheliegende Lösung von den Dächern schrien. “LOS, HANDYMARKT, BITTE, SCHNELL, ENDLICH!”, riefen sie nach Japan. Nach einer gefühlten Ewigkeit – und vielleicht auch ein bisschen zu spät – gibt es nun nach Niantics Pokémon Go die erste Antwort vom Original selbst. Der Klempner soll’s richten. Natürlich. Wer auch sonst?

Super Mario Run ist jedoch ein außerordentlicher Zwitter aus traditioneller Mario-DNA und moderner Spiele-App geworden, der auf keiner Schiene überzeugen kann. Das Spiel verwandelt den ikonischen Italiener vom Jump’n’Runner zum Side-runner bzw. Autorunner, der bequem mit einem Finger gespielt werden kann. Wahrscheinlich der Mobilität wegen. Oder so. Jedenfall verliert das Spiel dadurch jeglichen Charme. Die echte Challenge ist verflogen.

Mario bewegt sich automatisch von links nach rechts, hüpft teilweise sogar über Gegner, das Erreichen der Fahne am Ende eines Levels ist nicht mehr das wirkliche Ziel. Stattdessen soll der Spieler möglichst viele Münzen auf dem Weg einsammeln, weshalb er die wenigen Level auswendig lernen und den bestmöglichen Weg suchen muss. Ob Super Mario Run einem Spieler zusagt, hängt von seiner Bereitschaft zur Replayability und seinem Ehrgeiz ab. Nachdem man die für den recht hohen Preis von 9,99€ lächerlich geringe Anzahl an Leveln binnen kürzester Zeit durchgespielt hat, wartet nur noch der Grind in etlichen Replays auf, um den Preis irgendwie zu rechtfertigen.

Neben den 24 Welten, die man alle insgesamt in unter einer Minuten durchläuft, wartet noch ein kleines Mushroom Kingdom auf eifrige Architekten, die Häuser für die Toads aufstellen, die man im Online-Modus erspielen kann. Dort kann man gegen die Ghosts anderer Spieler anlaufen und schauen, ob man mehr Münzen binnen eines gewissen Zeitrahmens erhalten kann. Gewinnt man, so erhält man die einen Anteil der Toads des Gegenspielers, und umgekehrt. (weiterlesen…)

owley-giacchino
Große Liebe für Star Wars: Pew-Freund Owley bei einem Interview mit Giacchino

Die Umbrüche bei Rogue One: A Star Wars Story reißen nicht ab. Komponist und Oscar-Gewinner Michael Giacchino ersetzt Komponist und Oscar-Gewinner Alexandre Desplat. Erst einmal kein Problem, oder? Giacchino ist ein erstklassiger Komponist und wird seit Jahren als der inoffizielle Nachfolger/Erbe von John Williams gehandelt. Giacchino passt einfach zu Star Wars. Seine melodischen Kompositionen sind einprägsam, seine Musiktitel sind hilarious und er macht mit seinen klassischen Motiven großartige Momente noch größer. Nicht umsonst schrieb LOST-Schöpfer Damon Lindelof Sätze wie “Giacchino plays the momentousness of the moment” in sein Skript. Giacchino liefert ab.

Dass Giacchino den Score nun übernimmt, ist kein “Problem”. Es ist lediglich ein Symptom der Veränderungen an Rogue One, die jetzt Form annehmen. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Ich bin mir trotz der beschwichtigenden Pieces wie dem in der Disney-nahen Entertainment Weekly sicher, dass der ursprüngliche Pitch eines Kriegsfilms im Star Wars Universum nicht dem endgültigen Film entsprechen wird. Im Trailer sind viele Explosionen, Laser und PewPewPew zu sehen, aber muss eben nicht bedeuten, dass der Ton dem eines Kriegsfilms entsprechen wird. Auch in Marvels Civil War wurde viel gekämpft.

Alexandre Desplat ist nicht “dark and gritty™” und der Film muss diesem Blockbuster-Meme auch nicht folgen, um erfolgreich zu sein oder zu gefallen. Aber Rogue One ist ein Spin-off und versprach zumindest anders zu werden als der bisherige Space Opera Abenteuerfilm, von dem wir inzwischen sieben DVDs im Regal stehen haben. (weiterlesen…)