Aktion Arschloch

03 Sep, 2015 · Sascha · Politik · 0 comments

Nachdem ich schon gestern kurz auf Facebook darüber berichtete und der Post schon 83 Mal geteilt wurde (Wow! Danke, Leute!), möchte ich auch noch ganz formal hier auf dem Blog auf die “Aktion Arschloch” hinweisen. Die Aktion versucht “Schrei nach Liebe” wieder in die Charts und ins Radio zu bringen, um auch ein musikalisches Zeichen gegen rechte Übergriffe auf Flüchtlinge und Unterkünfte zu setzen. Ich könnte mir keinen besseren Song dafür vorstellen. Mitmachen!

Die Organisation Veterans For Peace UK hat als Protest gegen die Früherziehung von Soldaten im Kinderzimmer Battlefield Casualties ins Leben gerufen und zusammen mit Regisseur Price James und der unverwechselbaren Stimme von Matt Berry eine super effektive und rabenschwarze Parodie der Action Man Werbespots aus den Neunzigern gedreht. (via)

The UK is one of only nineteen countries worldwide, and the only EU member, that still recruits 16 year olds into its armed forces, (other nations include Iran and North Korea). The vast majority of countries only recruit adults aged 18 and above, but British children, with the consent of their parents, can begin the application process to join the army aged just 15.1

The UK’s child recruitment policy has been challenged at various times by the Joint Committee on Human Rights, the Defence Committee, the Equality and Human Rights Commission, major child rights organisations, Amnesty, the National Union of Teachers, the UN Committee on the Rights of the Child and veterans themselves. Successive governments have ignored all these calls to review the policy.

Action-Man-Veterans for Peace

Election 2016: Too Many Crooks

21 Mar, 2015 · Sascha · Politik · 0 comments

CNN freut sich schon auf die 2016er Präsidentschaftswahlen in den USA und gibt mal einen Überblick über die Köpfe und Themen, die uns begegnen werden. Kommentar auf reddit: “The most hilarious thing about this whole video is that one of these people will be the next President of the United States.”

Edit: Okay, bin ich halt wie viele andere drauf reingefallen. Spielt keine Rolle, großartiges Stück Medienkritik, das vor allem Dank Böhmermanns Worte am Schluss kein bisschen an Wert verliert.

Originalpost:

Holy crap! Der Mittelfinger, der Deutschland seit Sonntag Abend nicht mehr loslässt, war tatsächlich gefälscht – von Jan Böhmermann und der Redaktion des Neo Magazin Royale. Wow. Ernsthaft. That’s some next level shit. Den Effekt selbst finde ich dabei gar nicht so spektakulär. Was wirklich sitzt, sind die paar knappen Worte, mit denen sich Böhmermann mal klipp und klar ohne Ironie an Günther Jauch, Redaktion und das deutsche Volk wendet. Das ist so großartig! Grimme-Preis!

Und ich finde es gar nicht allzu weit gegriffen, was Philipp hier vorschlägt.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Böhmermann und Redaktion uns hier tatsächlich nicht an der Nase herumführen. Könnte natürlich sein, glaube ich aber nicht. Böhmermann gelang es nämlich schon einmal, mit einem gefälschten Clip bei TV total zu landen. Dort dachte man, die Show-in-der-Show Blamieren oder Kassieren sei in Asien abgekupfert worden. Eine Reaktion von Raab gab es damals nicht, nur spät kam eine Rückmeldung durch einen ProSieben-Sprecher. Das kann sich Jauch nicht erlauben.

Man muss sich das ganze Elend mal bewusst machen. Ein Mann, dessen Englischfähigkeiten völlig ungenügend sind und so wenig Ahnung vom Internet hat, dass er selbst kleine Phänomene offensichtlich nicht versteht, wird EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und maßt sich anschließend nicht nur an, über die Zukunft unserer Netzstruktur Aussagen zu treffen, die entweder schlicht falsch oder mit ein paar wenigen Sätzen widerlegbar bzw. korrigierbar sind, sondern auch Gegner seiner Pläne mit den Taliban zu vergleichen. Das muss man sich erst mal bewusst machen. Bevor man sich darüber Gedanken macht, wie groß die Wut ist.

Netzpolitisch verwandt: Regierung plant Vorratsdatenspeicherung im Alleingang

Wie aus dem Nichts kam gestern die Meldung, dass Jon Stewart die Daily Show nach 19 erfolgreichen Jahren im Laufe von 2015 verlassen wird. Doch schon seit einiger Zeit konnte man spüren, dass Stewart sich ein wenig zu festgefahren hatte. Die glorreichen Zeiten der Sendung während der Bush Jr. Präsidentschaft liegen schon lange hinter uns und seit Jahren verteidigt er war die rationale Herangehensweise an alltägliche Probleme in der Politik gegen die immer bizarrer werdenden Auswüchse des amerikanischen Parteiensystems, aber man merkte es schon länger: Jon Stewart steckt fest.

Er sagt zwar selbst im Video, dass er in einem wunderschönen Haus feststeckt, das er mit wunderbaren Mitarbeitern über Jahre aufgebaut hat und sehr stolz ist, aber irgendwann ist hat man auch genug von alledem. Dass er schon länger Lust auf neue Herausforderungen hatte, merkte man im Sommer letzten Jahres, als John Oliver die Moderation der Show übernahm, während er seinen Film Rosewater nach Jordanien drehen ging.

Und hier liegt auch womöglich ein weiterer Grund für Stewarts Ausstieg: John Oliver übernahm die Stelle so gut, dass er eine eigene Show bei HBO bekam und in dem neuen Format Stewarts Daily Show eigentlich in den Schatten stellt. Weiterhin ist sein früherer Kollege Steve Carrell gerade für einen Oscar nominiert und Stephen Colbert verabschiedete sich schweren Herzens von seiner Paraderolle, um in Zukunft sein Unwesen in den Wohnzimmern und Schlafzimmern von Millionen Amerikanern Abend um Abend mit der Late Show auf CBS zu treiben.

Seine früheren Kollegen haben ihn schon länger überholt und Stewart will den Job auch sicherlich nicht für immer machen. Das ist völlig menschlich und nachvollziehbar. Er wird sich wohl eine wohlverdiente Auszeit mit der Familie gönnen und dann eine neue Aufgabe finden. Womöglich wird er Chuck Todd bei Meet The Press ersetzen, da gab es ja bereits im letzten Jahr Gerüchte, die Stewart selbst bestätigte.

Vielleicht aber denke ich viel zu kompliziert. Womöglich möchte Stewart auch einfach Zeit haben, um sich bei Marvel für die Rolle eines älteren Peter Parkers zu bewerben oder für seinen Film Rosewater machen, der gestern auf VOD und DVD erschien. Spaß beiseite: Ich mochte die Daily Show sehr, sah ausgewählte Ausschnitte fast täglich und werde Stewart sehr vermissen. Wie sehr er tatsächlich fehlen wird, nachdem wir schon Colbert nicht mehr haben, werden wir dann so wirklich erst 2016 erkennen werden. Ich fürchte mich schon jetzt.

Mehr: Jon Stewart Talking Daily Show & His Ultimate Fate in Sept 2014

PewPewPew Does #HeForShe

24 Sep, 2014 · Sascha · Politik · 7 comments

heforshe

Wunderschöne Solidaritätsaktion der UN Women inklusive der Botschafterin Emma Watson (dürfte man mitgekriegt haben): #HeForShe. Ich habe unterschrieben und würde mich freuen, wenn einige Leser es mir gleich tun würden.