Ich bin spät dran und das Video hat bereits die Runde durchs Netz gemacht, doch ich möchte es mir auch in den Blog kleben: Die deutschen Viralmasters vom Bohemian Browser Ballett haben einen Werbespot für die Actionfiguren von Echsen-Merkel und den Gottkanzler Schulz im 90s-Style ebastelt. Der Erfolg des Videos zeigt auch, wie großartig und haargenau die Ästhetik dieser Werbespots eingefangen wurde. Das ist gar nicht so einfach. Diese Art von Parodie gibt es häufiger und selten so schön umgesetzt. Die Figuren sind dazu äußerst liebevoll und detailgenau gestaltet, sodass ich mir tatsächlich so ein Set kaufen würde.

Ehe für alle 🏳️‍🌈

30 Jun, 2017 · Sascha · Politik · 0 comments

Ich bin so glücklich! Ich habe heute vor Freude schon ein paar Tränen aus den Augen wischen müssen. Endlich! Herzlichen Glückwunsch alle und natürlich: Viel Glück in der Liebe. 🏳️‍🌈

Playboy Correspondent Brian J. Karem is mad as hell and not gonna take this anymore. Full context here.

Come on, you’re inflaming everybody right here, right now, with those words. This administration has done that as well. Why in the name of heaven — any one of us are replaceable, and any one of us, if we don’t get it right, the audience has the opportunity to turn the channel or not read us.

You have been elected to serve for four years at least. There is no option other than that. We’re here to ask you questions. You’re here to provide the answers. And what you just did is inflammatory to people all over the country who look at it and say, “See, once again, the president is right and everybody else out here is fake media.” And everybody out here is only trying to do their job.

Back to German Wahlplakate!

04 Mar, 2017 · Sascha · Politik · 1 comment

Das Schöne am langjährigen Bloggen ist ja, dass man sich auf alte Posts beziehen kann. Also zumindest ich finde das sehr schön. Daher lasst mir die Freude: Vor nun fast acht Jahren hatte ich mich über das inhaltslose Wahlplakat mit Bärchen von Peter Altmaier amüsiert. Altmaier gewann damals zum ersten Mal das Direktmandat für den Wahlkreis Saarlouis. Ich kenne Altmaier aus diversen Treffen, erst im Juli war ich in Bundeskanzleramt zu Besuch (Kein Witz, #humblebrag). Aber das Wahlplakat ging einfach gar nicht.

Dieses Mal, acht Jahre später, geht es nicht um Altmaier, sondern Claudia Beck, ihres Zeichens Kandidatin der Grünen für das Amt des/der Oberbürgermeister/in der Stadt Saarlouis, wo ich wohne. Die Wahl findet parallel mit der Landtagswahl des Saarlandes am 26. März statt. Und zu diesem Zweck hängen und stehen aktuell wieder überall Wahlplakate rum; eine aufregende Zeit für mich. Ich habe Politikwissenschaft und Anglistik studiert, weshalb mich dieses Plakat von Beck doppelt interessiert, denn obwohl das Wortspiel ziemlich naheliegend und keck ist, macht es für das geschulte Auge wenig Sinn.

“Back to” ist eindeutig definiert als “zurück nach” bzw. “zurück zu”. Aber vertraut mir nicht, sucht selbst im British National Corpus nach den Konnotationen. Kehrt Frau Beck also zurück ins heilige Saarland, um die geheime Hauptstadt zu retten? Frau Beck ist bereits seit Jahren Mitglied des Stadtrates, also wohl eher nicht. Beck als Kandidatin? Gerne, dann aber für ein Amt, also “Beck for […]”. Ach menno, jetzt funktioniert aber das gewünschte Wortspiel im Slogan nicht mehr. Merke: Manchmal ist Deutsch vielleicht doch immer noch die bessere Alternative. Come in and find out und so.

Beck als Person und Kandidatin finde ich dagegen sehr sympathisch und ihre Ziele sind unterstützenswert. Das mit dem Wahlplakat ist ein kleiner Pet Peeve meinerseits, das musste raus. Ich sehe das Plakat aktuell überall and, well, it just rubs me the wrong way. Anyway… hier geht’s dann ab jetzt wieder um Filme, Serien und den ganzen Kram. Bis in acht Jahren, wenn wir erneut Saschas Wahlplakatkolumne wiederbeleben.

Ich konnte mit der letzten Dokumentation aus dem Hause Brushfire Records nicht wirklich viel anfangen. Doch zum Verkaufsstarts der Tickets für die Sommertour von Musiker Jack Johnson wurde neben dem neuen Song Fragments auch die Doku komplett online gestellt, für die der Song geschrieben wurde.

In The Smog of The Sea geht Johnson mit bekannten Gesichtern aus seinem bisherigen Œuvre und einem Meeresbiologen auf Schifffahrt in den Atlantik, um dort die so genannten Plastikmüllflecken in den Ozeanen zu untersuchen. Ich hatte lange an den Mythos geglaubt, dass diese in etwa so wie eine Müllhalde im Wasser aussehen. In Wahrheit handelt es sich aber um billionenfache, klitzekleinen Plastikteilchen, die – wie der Titel schon verrät – unter der Oberfläche fast so etwas wie einen Smog kreieren. Während das Meer vom Schiff aus perfekt und blau in der Sonne erstrahlt, verheddern sich unter der Oberfläche Plastikteilchen mit Braunalgen oder werden von Fischen gefressen.

Die Doku ist ziemlich knapp, deckt aber in ihrer kurzen Laufzeit schön das Thema im Großen und Ganzen ab. Mir gefallen besonders die Kameraarbeit von Jack Johnson selbst, der neben seiner Profisurfer- und Musikkarriere auch Film studiert hat, sowie seine Ausführungen zu seiner spirituellen Verbundenheit dem Ozean gegenüber. Johnsons Musik ist in den letzten Jahren bei mir nicht mehr ganz so oft am laufen wie früher, aber er ist und bleibt einfach der realste Dude überhaupt.

100% of Jack Johnson’s 2008 tour profits were used to establish the Johnson Ohana Charitable Foundation, an endowment founded by Jack and Kim Johnson to support environmental, art and music education. Jack Johnson also donated 100% of his tour profits to charity from 2010 – 2013. As part of his 2014 From Here To Now To You World Tour, the Johnson Ohana Charitable Foundation offered direct and matching donations to All At Once Non-Profit Partners.

Hübsche kartrographische Gegenüberstellung der “Two Americas of 2016“, erstellt basierend auf der New York Times Darstellung von Alex Egoshin auf vivimaps.

Ich würde übrigens gerne auf Glacier Island wohnen. Dazu übrigens auch passend: Oscar Boysons Kurzfilm zur Zukunft von Städten und Problemen der Urbanisierung.

What do we do now?

09 Nov, 2016 · Sascha · Politik · 1 comment

Böhmermann macht auf Rammstein und verteidigt das Grundgesetz. “We are proud of not being proud.” Fantastisch. Einfach genießen und dann weiterleben. Das Video wurde nämlich auf 4chan gepostet, die Kommentare auf YouTube sehen bereits dementsprechend aus.