16″x24″ Screen Print, Edition of 125 | Printed by D&L Screenprinting | $40

Ziemlich weit oben auf der Liste der Dinge, die ich definitiv nicht erwartet habe: Personal Shopper kriegt einen Mondo Print. Ich habe Olivier Assayas neuen Film mit seiner Muse Kristen Stewart noch nicht gesehen, aber bisher sehr Gutes gehört. Aber auch so würde mich dieser Print von Tula Lotay als Stewart-Fan der ersten Stunde extrem erfreuen. Ich weiß halt nur nicht, ob ich mir das kaufen und aufhängen würde. Dass Mondo ebenfalls unsicher ist, sieht man an der geringen Zahl von nur 125 Prints. Ich überlege mir das noch. Derweil plant Mondo den Release des Prints für morgen zu einer “unbestimmten Zeit” (ungefähr um 18 Uhr).

“I’m sorry, Dave. I’m afraid I can’t answer that question.”

Als großer Fan von Tomer Hanuka erfreut es mich sehr, dass der Grafikdesigner endlich einen richtigen Knallerprint für einen Film am Start hat. Mondo lässt ein alternatives Poster für Life aka Alien-Gravity: The Movie springen. Der Film hat wenige Wochen vor dem Start bisher absolut keinen Buzz, die Trailer verraten alles und sind trotzdem eher lahm, dazu scheint selbst das Studio trotz hochkarätiger Schauspieler wenig Vertrauen in den Film zu haben. Nach dem Spacehype der letzten Jahre könnte man meinen, dass Leute™ sich etwas mehr auf Life freuen würden. Tut aber keiner, dafür ist das Poster von Mondo fantastisch. I’m calling it now: Der Print ist besser als der Film. Noch besser wäre dieses wunderhübsche Design als Art Print, ohne den Titel und Credits Block, aber auch so wird dieses schicke Ding in meine Sammlung wandern.

Starke und eloquente Antwort von Hitzelsberger auf die Frage von Clarence Seedorf, wieso er mit seiner Homosexualität so öffentlich umgeht. Seedorf zeigte sich übrigens im Anschluss an Hitzelsberger Erklärung sehr positiv und aufgeschlossen, das zeigt der Clip leider nicht. (via)

Back to German Wahlplakate!

04 Mar, 2017 · Sascha · Politik · 1 comment

Das Schöne am langjährigen Bloggen ist ja, dass man sich auf alte Posts beziehen kann. Also zumindest ich finde das sehr schön. Daher lasst mir die Freude: Vor nun fast acht Jahren hatte ich mich über das inhaltslose Wahlplakat mit Bärchen von Peter Altmaier amüsiert. Altmaier gewann damals zum ersten Mal das Direktmandat für den Wahlkreis Saarlouis. Ich kenne Altmaier aus diversen Treffen, erst im Juli war ich in Bundeskanzleramt zu Besuch (Kein Witz, #humblebrag). Aber das Wahlplakat ging einfach gar nicht.

Dieses Mal, acht Jahre später, geht es nicht um Altmaier, sondern Claudia Beck, ihres Zeichens Kandidatin der Grünen für das Amt des/der Oberbürgermeister/in der Stadt Saarlouis, wo ich wohne. Die Wahl findet parallel mit der Landtagswahl des Saarlandes am 26. März statt. Und zu diesem Zweck hängen und stehen aktuell wieder überall Wahlplakate rum; eine aufregende Zeit für mich. Ich habe Politikwissenschaft und Anglistik studiert, weshalb mich dieses Plakat von Beck doppelt interessiert, denn obwohl das Wortspiel ziemlich naheliegend und keck ist, macht es für das geschulte Auge wenig Sinn.

“Back to” ist eindeutig definiert als “zurück nach” bzw. “zurück zu”. Aber vertraut mir nicht, sucht selbst im British National Corpus nach den Konnotationen. Kehrt Frau Beck also zurück ins heilige Saarland, um die geheime Hauptstadt zu retten? Frau Beck ist bereits seit Jahren Mitglied des Stadtrates, also wohl eher nicht. Beck als Kandidatin? Gerne, dann aber für ein Amt, also “Beck for […]”. Ach menno, jetzt funktioniert aber das gewünschte Wortspiel im Slogan nicht mehr. Merke: Manchmal ist Deutsch vielleicht doch immer noch die bessere Alternative. Come in and find out und so.

Beck als Person und Kandidatin finde ich dagegen sehr sympathisch und ihre Ziele sind unterstützenswert. Das mit dem Wahlplakat ist ein kleiner Pet Peeve meinerseits, das musste raus. Ich sehe das Plakat aktuell überall and, well, it just rubs me the wrong way. Anyway… hier geht’s dann ab jetzt wieder um Filme, Serien und den ganzen Kram. Bis in acht Jahren, wenn wir erneut Saschas Wahlplakatkolumne wiederbeleben.


Sony Pictures Germany

Arrival ist mein Film des Jahres. Ein Film über die Komplexität von Kommunikation und die Hürden in uns und in dem Zusammenleben mit anderen, die wir für ein bessere Zukunft überkommen müssen. Passt aktuell wie die Faust aufs Auge. Da ich selbst Linguistik studiert habe, war die Darstellung der Professorin als Heldin ein absolutes Highlight. Aber auch ihre Überlegungen zur Didaktik, wie man den Aliens jetzt am besten Englisch beibringt, waren schlüssig und toll. In Ted Chiangs Kurzgeschichte ist das ein wenig detaillierter dargestellt, aber für einen Blockbuster und Oscarkandidaten war die kompetente Darstellung des Sujets in Arrival bereits das höchste der Gefühle.

Ich bin nicht der einzige, der derart begeistert von den Wissenschaftsaspekten von Arrival war, es gibt jede Menge Artikel und Videos zum Thema, die ich hier mal zusammenfassen möchte. (weiterlesen…)

Ich konnte mit der letzten Dokumentation aus dem Hause Brushfire Records nicht wirklich viel anfangen. Doch zum Verkaufsstarts der Tickets für die Sommertour von Musiker Jack Johnson wurde neben dem neuen Song Fragments auch die Doku komplett online gestellt, für die der Song geschrieben wurde.

In The Smog of The Sea geht Johnson mit bekannten Gesichtern aus seinem bisherigen Œuvre und einem Meeresbiologen auf Schifffahrt in den Atlantik, um dort die so genannten Plastikmüllflecken in den Ozeanen zu untersuchen. Ich hatte lange an den Mythos geglaubt, dass diese in etwa so wie eine Müllhalde im Wasser aussehen. In Wahrheit handelt es sich aber um billionenfache, klitzekleinen Plastikteilchen, die – wie der Titel schon verrät – unter der Oberfläche fast so etwas wie einen Smog kreieren. Während das Meer vom Schiff aus perfekt und blau in der Sonne erstrahlt, verheddern sich unter der Oberfläche Plastikteilchen mit Braunalgen oder werden von Fischen gefressen.

Die Doku ist ziemlich knapp, deckt aber in ihrer kurzen Laufzeit schön das Thema im Großen und Ganzen ab. Mir gefallen besonders die Kameraarbeit von Jack Johnson selbst, der neben seiner Profisurfer- und Musikkarriere auch Film studiert hat, sowie seine Ausführungen zu seiner spirituellen Verbundenheit dem Ozean gegenüber. Johnsons Musik ist in den letzten Jahren bei mir nicht mehr ganz so oft am laufen wie früher, aber er ist und bleibt einfach der realste Dude überhaupt.

100% of Jack Johnson’s 2008 tour profits were used to establish the Johnson Ohana Charitable Foundation, an endowment founded by Jack and Kim Johnson to support environmental, art and music education. Jack Johnson also donated 100% of his tour profits to charity from 2010 – 2013. As part of his 2014 From Here To Now To You World Tour, the Johnson Ohana Charitable Foundation offered direct and matching donations to All At Once Non-Profit Partners.

Da ist also das Ding! Tyler Stouts Captain American: Civil War Print von Mondo ist das wohl begehrteste Objekt des Jahres in der alternativen Posterszene (BDM hat die Details). Wieso eigentlich? Tyler Stouts Prints sind doch ziemlich öde. Hat man einen gesehen, hat man alle gesehen. Seine Köpfe-Ansammlung ist eben oft genau das, was sich viele Fans wünschen. Sie haben Wiedererkennungswert, sprich maximal viele Figuren aus dem Lieblingsfilm auf einem Poster.

Ich verstehe den Hype nicht. Stout gehört aber zu der ersten Generation von Mondo-Künstlern und seine Poster sind bis heute äußerst begehrt, auch wegen den unglaublich hohen Preisen, die sie auf dem Sekundärmarkt erzielen.

Deshalb treffen heute professionelle Scalper auf Mondo-Trufans™ sowie Marvel-Casuals, die das Poster einfach gut finden. Das wird trotz den relativ hoch angesetzten Preisen für die Variant-Editionen und den 750 Exemplaren der regulären Version ein absoltues Blutblad. Good luck, gentlemen. May the f5 be with you.