Rosettas Komet-Selfie

12 Sep, 2014 · Sascha · Wissenschaft · 0 comments

rosetta selfie
ESA/Rosetta

Seit nun gut einem Monat (Hier ein Rückblick der gesamten Reise) chillt ESAs Rosetta Sonde bereits im Orbit von Comet 67P aka Churyumov-Gerasimenko. Neben Vermessungen des Kometen macht Rosetta auch wieder Selfies, nachdem Mars bereits herhalten musste. Comet 67P finde ich da viel hübscher, die Reise ist fast beendet, da bietet sich erneut ein Erinnerungsphoto. Bevor Rosetta dann wie geplant im November auf der Oberfläche landen wird, was sich wohl etwas schwieriger gestaltet als bisher vermutet, kann die Sonde ja gerne weiterhin so wunderschöne, aber auch irgendwie gespenstige Bilder schießen.

Mondo Turtles (2)

Poster by Tom Whalen. 18″x24″ screen print. Hand numbered. Edition of 300. Printed by D&L Screenprinting. $45

Ach Internet, da beobachtet man dich einmal nicht haargenau und verpasst eine E-Mail oder die Ankündigungstweets oder Facebookmeldungen oder im ExpressoBeans-Forum nachzugucken… Okay, okay, es ist mein Fehler. Aber ich bin wütend und brauche einen Sündenbock. Blödes, schnelllebiges Internet! Wegen dir stehe ich jetzt ohne geniale Turtles Poster da, denn Mondo hat die mit Abstand besten Poster der letzten Monate in einem Batzen rausgehauen und nun stehe ich mit leeren Händen da.

Tom Whalens Poster ist wieder ein Augenschmaus für alle Fans der origalen Zeichentrickserie und in seinem typischen Stil gehalten, inklusive der Goldenen Spirale. Rich Kelly, von dem ich hier Inside Llewyn Davis hängen habe und es täglich begaffe, schafft eine eher dunkle und bedrohlichere Version, die den ersten Film klassisch einfängt. Ich mag JC Richard auch sehr, aber ich war nie der größte Fan vom Technodrome und Andrew Kolbs Poster gefällt mir vom Stil her nicht unbedingt, aber es ist zweifellos gut gemacht. Tja, was mache ich jetzt? Auf zu eBay.

Jurassic-World-fan-art

Ähnlich wie Steven Cormann muss ich mich auch noch gedulden, bis ich endlich Jurassic World im Kino bestaunen darf. Im Unterschied zu mir ist Steven jedoch künstlerisch extrem talentiert und hat sich in der Zwischenzeit mit dem Bild oben selbst beschenkt, das die Faszination und die Magie der Dinosaurier wunderbar einfängt. Dazu gibt es den kleinen Twist, nämlich dass die Dinos, zumindest dieser T-Rex, scheinbar endgültig gebändigt wurden. InGen hat gewonnen, die Natur wurde endlich gefesselt. Klasse. Dazu ist Stevens Bild womöglich eine Anspielung auf den Pitch von Colin Trevorrow, mit dem er wohl den Regieposten ergattern konnte. Dieser erzählte nämlich von einem Jungen, der gelangweilt mit dem Rücken gegen die Glasscheibe eines T-Rex Geheges gelehnt auf seinem iPhone rumspielt. Da ist mir die Faszination lieber.

Fasziniert hat auch Mark Englerts Teaser Poster, das es auf der diesjährigen Comic-Con zu ergattern galt. Das Konzept des Posters wurde nun in einem Teaser animiert und könnte so glatt im Kino laufen. Allgemein könnte man mal endlich etwas Offizielles sehen. Bis dahin müssen wir uns wohl mit dieser Fan Art begnügen, auch wenn sie extrem gut ist.

Die Kickstarterkampagne ging erfolgreich zu Ende, der Film wurde finanziert und abgedreht. Nun gibt es einen ersten Trailer für den fertigen Film Twenty-Four by Thirty-Six, einem Dokumentarfilm, der sich mit der Geschichte von Filmpostern, alternativen Postern und Movie Art generell auseinandersetzt und die Maschinerie bei z.B. Mondo beleuchtet sowie bekannte Künstler vorstellt. 2012 gab es bereits den Film Just Like Being There von Scout Shannon über Gig-Poster, den ich nur bedingt und echten Fans empfehlen kann. Twenty-Four by Thirty-Six von Regisseur Kevin Burke erscheint mir da wesentlich nahbarer und schlicht besser. Dazu steht mehr die Kunst selbst im Vordergrund als das die Romantisierung von Konzerten.

Twenty-Four by Thirty-Six macht Anfang 2015 die Festivalrunde durch die USA und wird wohl über VOD auch bei uns im nächsten Jahr erhältlich sein. Ich freu mich sehr.

Letzte Woche wurde die Vermutung leider traurige Gewissheit: Die Zero G Sex Geckos der russischen Raumfahrtbehörde sind leider erfroren. Last Week Tonight Host John Oliver hatte sich zuvor stark für die Rettung der wuschigen Reptilien eingesetzt und ist jetzt verständlicherweise extrem traurig. Daher widmet er den fünf mutigen Viehchen ein absolut großartiges und bewegendes Abschiedskonzert, das beweist, wieso John Oliver gerade der geilste Typ im Fernsehen ist.

Oh Captain, My Captain

08 Sep, 2014 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

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Warner Bros.

Wie viele andere Filmfans fand ich die diesjährige Comic-Con im Bereich Film etwas enttäuschend. Keine Fantastic Four, nichts von Jurassic World und Marvel und DC gaben nur Termine für zukünftige Unternehmungen bekannt. Doch Rettung kam von Weitem angerast, genauer gesagt Australien, in Form des Trailers zu Mad Max: Fury Road (Kinostart: 14. Mai 2015). George Miller kehrte zurück und führt das zu Ende, was er angefangen hat. Dann blieb gab es Probleme, Reshoots, etliche Zweifel. Der Film versank tief in der Produktionshölle. Und dann kommt dieser wuchtige Trailer und bläst uns alles davon, damit hat keiner gerechnet.

Der Trailer hat aber nicht nur meine Vorfreude auf den Film ins Unermässliche gesteigert, sondern auch eine persönliche Retrospektive bei mir ausgelöst. Ich habe die Filme wieder verschlungen und ich wusste direkt wieder, wieso ich so ein Faible für postapokalyptische Settings habe. Ganz verrückt bin ich jedoch noch nicht geworden, immerhin will ich mir kein eigenes Auto mit Spikes und Waffen bauen und damit durch die endlose Wüste Australiens fahren.

“IN 1979 I SAW MAD MAX AND I KNEW I WANTED TO OWN A CAR THAT WOULD EXIST IN THAT WORLD. A YEAR AGO, I FINALLY GOT TO BUILD THE CAR OF MY DREAMS!”

Doch die Leute gibt es. Der großartige Autoblog Roads & Rides hat sich mit Ron Griffith getroffen, der seinen Traum wahrgemacht hat. Ron arbeitet tagsüber als Automechaniker in der kalifornischen Mojave Wüste und nachts an seinem ganz persönlichen Mad Max Auto, dem Monstr Carlo, mit dem er am Wasteland Weekend teilnimmt. (Die diesjährige Veranstaltung ist Ende September, falls jemand einen Urlaub planen möchte.) Dort gibt es zwar auch Ringkämpfe, Kostümwettbewerbe und Konzertveranstaltungen, aber die Hauptattraktion ist eine Rennstrecke durch die Wüste, die Ron bereits mit seinem Auto gewonnen hat.

The mechanical nature of the car is nothing to write home about. It’s a stock Chevy 350 with a stock automatic transmission. “The car still uses points,” says Ron. Points work and when you are scavenging through the wasteland you want to keep things easy to maintain. Besides making sure the car runs, Ron has also outfitted the car with offensive and defensive equipment that is both practical and menacing for this wasteland world. For example, a crossbow that shoots saw blades sits on the top of the car. Numerous sharp object protrude from every angle of the body, which come in handy when ramming opponents. In addition to the weapons, the Monstr Carlo’s interior is caged in so the driver is well protected from other attackers. In between pillaging and pummeling, Ron and his crew like to relax and count their booty, so he built a table and umbrella that props up in a matter of seconds off the trunk to shield him from the hot desert rays. “I like to kick back and read my latest edition of Nuclear News,” says Ron with a grin

Ich hätte da jetzt sofort Lust mitzufahren, wobei ich mit meinem Ford Focus dort wohl nicht viel reißen würde.

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Infinite sadness.

Five gecko lizards sent into orbit on a Russian space satellite as part of a sex experiment have all died, the Russian space agency says.

The Foton-M4 satellite returned to Earth on Monday, the Roscosmos agency said in a statement (in Russian).

Experts say the geckos may have frozen to death after the heating system broke down, Russian news agencies report.

They were sent into space as part of a study into the effect of weightlessness on their sex lives and development.

“We can say with confidence that they died at least a week before the landing because their bodies were partly mummified,” an official from Russia’s Institute of Medical and Biological Problems told Itar-Tass news agency.

BBC: Sex geckos die in orbit on Russian space project