Life, uh, finds a way. (via, Streetview)

Als Kultfilm lässt Blade Runner seit 35 Jahren die Fanherzen höher schlagen. Besonders das Produktionsdesign von u.a. Syd Mead ist so ikonisch und bis heute futuristisch, dass Künstler einfach nicht von Ridley Scotts Meisterwerk ablassen können. Der Film selbst hat mehrere großartige Poster hervorgebracht, die bis heute gerne an Wänden gesehen werden und auf eBay für viel Geld den Besitzer wechseln.

Grafikdesigner Kilian Eng widmete sich Blade Runner vor einigen Jahren, damals ging es um die Veröffentlichung des OSTs auf Vinyl. Von den Zeichnungen fand ich damals das Poster mit den vielen Regenschirmen von Illustrator Raid71 am schösten, der sich danach erneut diesem Motiv hingab.

Wenn man mich fragt, sind Engs Poster immer ein großes Risiko, die Definition von Hit-or-Miss. Gerade das macht das kostspielige Posterhobby so riskant. Der Künstler, der fast ausschließlich Moebius-inspirierte Science-Fiction Prints produziert, könnte jedoch nicht besser zu diesem Motiv passen. Die Variant-Edition hat sogar noch eine hübsche Veränderung und einen Aluminium-Variant gibt es ebenfalls. Das Ganze war leider ein privater Auftrag von Posterfans, daher gibt es das Ding nicht zu erwerben. Höchstens auf dem Sekundärmarkt. An der Schönheit ändert das aber nichts.

Wenn ich Freunden beim Spielen der neuen Pokémon-Versionen über die Schulter blickte, fühlte sich immer irgendwasetwas falsch an. Natürlich liegt es u.a. daran, dass es inzwischen Pokémon in der Form einer Eistüte und eines Schlüsselbundes gibt, aber darüber hinaus störte mich etwas am Design einiger Exemplare, die nicht total befremdliche Körper aufwiesen.

Redditor IanMazgelis hat jedoch nun herausgefunden, wieso die neuen Pokémon von vielen – inklusive mir – als weniger ansprechend empfunden werden. Der wahre Grund: Es liegt eindeutig an den Augen, die bei den Pokémon der ersten Generation mehrheitlich aggressiv, dreieckig waren, während die neueren Generationen zum großen Teil alle große, runde, softe Augen aufweisen.

Und der Schnelltest zeigt, dass das total funktioniert. Im Thread auf Reddit gibt es noch weitere Beispiele zu finden.

Haltet die Taschentücher bereit. Erik Wernquist (of Wanderers fame) durfte für die NASA das Abschiedsvideo für die Cassini Raumsonde kreieren. Cassini wird nach 20 Jahren im All im September in der Atmosphäre des Saturns versenkt, um die mögliche Existenz von Leben auf den Saturn-Monden vor Fremdeinwirkungen zu beschützen. Zuvor absolviert die erfahrene Raumsonde jedoch noch ein letztes Manöver, ein “Grand Finale”, bei dem die NASA Cassini zwischen dem Saturn und seinen Ringen fliegen lässt, bevor sie dann endgültig irgendwann in der Atmosphäre verglüht.

Ein ziemlich spektakuläres Ende für eine äußerst großartige Mission. Cassini hatte auch die Huygens-Probe an Bord, welche auf dem Titan landete – die erste Landung auf einem Körper des äußeren Sonnensystems überhaupt. Während Cassini atemberaubende Bilder lieferte (hier mein Favorit), erhielten Wissenschaftler der NASA unglaubliche Datenmenge, die u.a. Metanflüsse auf dem Titan oder den globalen Ozean auf Enceladus bestätigten.

Die tollen Bilder aus dem Kurzfilm gibt es bei der NASA kostenlos als Wallpaper.

Der Epic German Zwillenmann Jörg Sprave, der deutsche Ingenieur hinter dem Slingshot-Channel, ein inzwischen höchst erfolgreicher Kanal auf YouTube und seit über einem halben Jahrzehnt ein großer Pew-Favorit, hat Probleme mit YouTube und der Daily Mail. Auf dem Slingshot-Channel baut der Deutsche seit Jahren hobbymäßig exotische Zwillen und andere kreative Waffen, die er mit stark deutschem Akzent in englischer Sprache vorstellt und testet. Es geht Sprave nicht um den Einsatz der Waffe in einem echten Szenario, sondern um die Herausforderung beim Bau kreativer Ideen, oft in Verbindung mit popkulturellem Hintergrund.

Nun zum Problem: Sprave hat eine auf Amazon erhältliche Schutzweste reviewt, die vor Messerstichen schützen soll. Dass Sprave, wie die Daily Mail berichtet, in dem Video Terroristen zeigen soll, wie man die Schutzweste am besten umgeht, halte ich persönlich für schwierig. Sprave zeigt im Reaktionsvideo, dass er die Weste in dem Zentrum an der vermeintlich stärksten Stelle testete.

Die billige Qualität des Produkts sollte hier offenbart werden. Trotzdem ist das Video mit dem clickbait-y Titel “How To Pierce A Stab Proof Vest” versehen worden. Ich habe das Video nicht gesehen, kenne Sprave und seine Videos aber seit sehr langer Zeit. Trotzdem glaube ich, dass das Video durchaus falsch aufgenommen werden konnte. Früher ging es nur um den Abschuss von Schleuderprojektilen auf Kartons, später kamen mit größerem Budget und höheren Zuschauerzahlen Zombieköpfe aus Gelee und andere Ziele hinzu.

Als Reaktion auf den Artikel aber nahm YouTube das Video offline und versah Spraves Kanal mit einem Strike. Sollten zwei weitere folgen, verliert Sprave seinen Kanal und damit sein Einkommen, denn er betreibt sein Hobby inzwischen vollberuflich. Diese Kritik kommt kurz nach dem so genannten Westminster Attack in London, bei dem der Terrorist u.a. einen Polizisten mit einem Messer tötete, der eine Schutzweste trug. Die Daily Mail zieht explizit die Parallele in ihrem Artikel, berichtet über Aussagen der Innenministerin, die das Video explizit kritisierte.

Die Reaktion YouTubes ist bedauerlich. In jüngster Zeit hagelte es teilweise berechtigte, teilweise unberechtigte Kritik an einigen Videos bekannter YouTuber wie PewDiePie, den ein Wallstreet Journal Hitpiece traf. Gleichzeitig ist die hysterische Reaktion aber auch eine Reaktion auf die Nachricht aus der letzten Woche zu sehen, wo Unternehmen wie AT&T und Verizon ihre Werbespots von YouTube nahmen, nachdem diese vor Videos mit rassistischen und andersweitig kontroversen Inhalten und Aussagen liefen. Es steht also der Vorwurf im Raum, dass das Alphabet-Unternehmen mit diesen Inhalten Gewinn produziert.

Der PR-Move YouTubes ist daher verständlich. Trotzdem muss man bei den Inhalten unterscheiden und diese notwendige Trennschärfe fehlt bei dem Unternehmen seit Jahren. Interessanter als die internen Entscheidungen bei YouTube finde ich diesen Vorfall jedoch im Kontext der letzten Meldungen über gleiche Vorfälle. Der Artikel schlägt in die gleiche Kerbe wie andere in den vergangenen Monaten und die (wahrgenommene) Kluft zwischen neuen und alten Medien wird scheinbar bewusst vertieft, wie viele User jetzt in den Kommentaren berichten. Sie beklagen die journalistische Arbeit der Daily Mail, eine Schmierkampagne bekannter Kanäle auf dem neuen Medium finde statt.

Bei PewDiePie, mit seinen Millionen jungen Fans und als Gesicht der Plattform, einer Rolle, der er sich schlicht verweigert, ist all dies im Grundgedanken noch nachvollziehbar. Bei Sprave ist der Kontext seiner langjährigen Produktion jedoch wichtig. Eine kurze YouTube-Suche offenbart viele ähnliche Videos ohne diese Formulierungen und ich glaube, ohne das Video gesehen zu haben, dass Sprave eher stolz auf seine Speer-Kreation war als alles andere. Es geht immerhin nicht darum, dass Sprave offenbart, wo und wie man Menschen tötet, sondern er zeigt wie leicht seine Waffe durch die billige Produktion schneiden konnte. Dass Jörg Sprave nun zwischen die Fronten gerät, ist einfach schade. Er sieht die Sache vielleicht ein bisschen zu naiv und einige seiner Videos finde ich vielleicht von den Formulierungen und Darstellungen selbst etwas zu krass, aber als langjähriger Zuschauer weiß ich, dass hier keine Böswilligkeit mit im Spiel war. Nur weil seine Videoinhalte teilweise als anstößig empfunden werden können, sollte er seinen Kanal nicht verlieren.

Adam Savage baut sich Schritt für Schritt ein Totoro-Kostüm für die Comic-Con. Eines dieser Videos, das man nur so halb interessiert anfängt zu schauen und dann nicht wegklicken kann. Total hypnotisch und genial gemacht.

Peak Facebook

23 Mar, 2017 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

Wusstest du, dass es PewPewPew auch auf Facebook gibt? OMG! Like uns!

Tieception

21 Mar, 2017 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments