Laurent Durieux und der bekannte Comiczeichner François Schuiten haben einen neuen Print für Francis Ford Coppolas The Conversation entworfen. Das Projekt war eine Zusammenarbeit von Mondo und dem frankobelgischen Äquivalent auf der anderen Seite des großen Teiches, Natilus Art Prints, ebenfalls geführt von Durieux und seinem Bruder.

Als ich mit dem Hobby anfing, war Durieux vor allem dank dem Wirbel um seinen inzwischen legendären Jaws-Print der König der Szene (Spielberg kaufte ~25 Prints für Freunde und Produzenten des Films). Heute ist es etwas stiller um ihn geworden, was auch vielleicht an seinem recht einseitigen Stil liegt, der entweder zu einem Thema passt oder nicht.

Hier stimmt die Chemie schon, dazu ist Schuitens Geschick für clevere Kompositionen zu erkennen. Man vermischt Gene Hackmans Pose des originalen Posters mit dem Missverständnis des Films, dazu lässt der kaputte Fußboden bereits erahnen, wohin die Reise führt. Insgesamt eine schöne Erinnerung für alle Fans des Films. Die Idee, dass das Loch im Boden in der Form von Audiowellen abgebildert ist, halte ich für großartig und das würde mir als Motiv eigentlich schon reichen.

Mondo/Natilus Artprints
24″ x 36″ screen print. Hand numbered.
Edition of 150 (Regular). Edition of 75 (Variant).
Printed by S.P. Productions (Brüssel)

So richtig läuft hier nicht ein Motiv ins andere, besonders bei der Krawatte fange ich ein wenig an zu grummeln. Definitiv kein fantastischer Print, aber dennoch ziemlich clever. Wer Interesse hat, darf heute auf Mondo und Natilus ab ~18 Uhr F5 drücken und beten.

Eine Zusammenstellung direkt aus einem dystopischen Film. Verantwortlich ist die Sinclair Broadcasting Group, die ideologisch rechts neben Fox News liegt und etliche Local TV Stations in den USA verkauft übernommen hat. Viele Amerikaner verlassen sich auf ihre lokalen TV-Sendungen. Mit Fox News weiß man immerhin, was man kriegt. Sinclair hingegen hat die lokalen Fernsehsender unterwandert und zwingt die Sprecher Trump-Propaganda zu verbreiten. John Oliver hatte dazu letztes Jahr bereits ein Segment.

Astronaut Chris Hadfield filmte etliche Edutainment-Videos während seiner letzten Expedition zur ISS und stellte sie auf YouTube. Der krönende Abschluss seiner Serie war ein Cover von David Bowies legendärem Song “Space Oddity“, das als erstes Musikvideo überhaupt im Weltall (Low-Earth-Orbit, aber das lassen wir mal gelten) gedreht wurde. In etwas mehr als einem Monat feiert Chris Hadfields Video seinen fünften Geburtstag, weshalb er über die Schwierigkeiten eines Videodrehs im Weltall sowie Bowies Reaktion erzählt und wieso seine YouTube-Videos so wichtig und erfolgreich waren.

Ich habe mein Poster-Game zwischen den Jahren etwas ruhen lassen und dabei drei ganz grandiose Prints verpasst, von denen ich zumindest einen unbedingt auf eBay jagen muss.

Den Anfang macht dieser Schaukasten zu The Killing of A Sacred Deer, den man nur wirklich versteht, wenn man den Film gesehen hat. Aber auch so versprüht der Print eine bedrohliche Stimmung, die einen spannenden Kontrast zur sonstigen Schönheit der Szenerie kreiert. Greg Ruth sollte man auf jeden Fall auf dem Radar haben, nicht nur wegen dieser fantastischen Strichführung und der super schönen Fell des Rehkitzes. Leider ist dieser Print mal wieder auf Posterplakatgröße erschienen und er hat einen Credit Block, auf den ich bei diesem beeindruckenden Motiv gerne verzichtet hätte. Eine Nummer kleiner und dann als reiner Kunstsdrunk, dann wäre das Ding der absoluter Oberknaller.

The Killing of a Sacred Deer by Greg Ruth
24″x36″ Screen Print, Edition of 250
Printed by D&L Screenprinting
Langjährige Leser wissen um meine Liebe für H.G. Wells. Ich habe meine Abschlussarbeit über seine frühen Science-Fiction-Werke geschrieben, zu denen auch eben auch The Invisible Man gehört. Griffins Geschichte ist nicht mein Favorit, aber Jonathan Burton hat sich mit diesem Print völlig übertroffen und meinen Lieblings-Wells-Print aller Zeiten abgeliefert.

Ich habe hier bereits Tongs Sets aus dem Jahr 2012 liegen, welches bald von diesem schicken Ding abgelöst wird. Das Konzept ist creepy, bedrohlich und die Umrahmung Griffins durch die Ablehnung anderer ist eine absolut bezaubernde Idee gewesen. Alle Personen drehen sich von ihm weg – krümmen sich geradezu – und nutzen nicht einmal ihre Augen, manche schützen sie sogar, sodass sie Griffin im Zentrum gar nicht sehen können, welcher den Betrachter direkt anstarrt. Das muss ich haben!

The Invisible Man by Jonathan Burton
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting
Zu Brandon Holts Creature from the Black Lagoon habe ich gar nicht so viel zu sagen. Mich erinnerte die Strichführung an Richy Becketts Bran Stark; sogar das Layout passt. Einfach gut gemacht, sieht spitze aus.

Creature from the Black Lagoon by Brandon Holt
24″x36″ Screenprint, Edition of 300
Printed by D&L Screenprinting

Fake, obviously, but I wanna see a movie about this.

Twitter-Durchsage

21 Mar, 2018 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments

Please act accordingly.

Alles aus einem Film in ein Poster klatschen? Kann man machen, aber bei einem so visuell beeindruckenden Film wie Blade Runner 2049 wirkt das Endergebnis dann schnell überladen und… messy. Ich liebe Chris Skinner, habe Poster von ihm hier an der Wand, die niemals runterkommen. BR2049 werde ich jedoch skippen. Hübsch ist die Illu aber, he made it work! Trotzdem ist mir das zu groß und zu teuer. Wenn’s euch besser gefällt, könnt ihr das Teil jetzt kaufen. (Danke an Matze)

Blade Runner 2049 privately commissioned limited edition screen print.
Signed & numbered by the artist.
Dimensions: 24″ x 36″
Edition size to be confirmed.

Bitch Poster

20 Mar, 2018 · Sascha · Alles sonst so · 0 comments